Was bedeutet BDA wirklich?

Dieser Begriff ist natürlich ein Akronym, aber vielleicht nicht das, was viele Leute denken. Auf der Suche nach Bedeutungen ist Wikipedia sehr hilfreich:

BDA steht für:

Leider enthält diese Liste nicht die Bedeutung, nach der wir suchen, denn es gibt wirklich nur eine Bedeutung für BDA, wenn es um die Lösung von Alltagsproblemen geht:

Beweg Deinen Arsch.

Wenn dieser Ausdruck ein wenig radikal klingt, dann kann man ein bestimmtes Wort durch Gesäß oder Hinterteil und für die Mediziner unter uns, durch den Fachausdruck Musculus gluteus maximus ersetzen, Hauptsache, die Botschaft wird verstanden. Mir gefällt jedoch die erste Variante am besten.

Übrigens, BDA ist kein Ziel, sondern eine Entscheidung etwas zu tun oder zu unterlassen. Es muss nicht viel sein, aber ein kleiner, winziger Schritt zu unternehmen ist immer besser als große Pläne zu schmieden, die niemals umgesetzt werden.

Du weißt jetzt was zu tun ist. BDA.

Lösung suchen und Problem finden

Die Suche nach Problemlösungen führt meistens dazu, dass man nach Lösungen für Probleme sucht und das ist der Fehler. Obwohl diese Vorgehensweise sowohl selbstverständlich klingt, als auch nachvollziehbar und sogar logisch wirkt, ist sie leider nicht, denn Lösungen gibt es wie Sand am Meer und die Qual der Wahl ist ein eigenes Problem an sich.

Bei der Suche nach Lösungen werden zahlreiche Lösungen angeboten, aber welche Lösung ist die bestgeeignete Lösung für das Problem? Die meisten Menschen machen dann Versuch und Irrtum, bis etwas klappt, wenn es überhaupt klappt.

Bei der Suche nach Lösungen findet man meistens sogenannte getarnte Lösungen. Das sind Lösungen, die sich als Lösung zwar ausgeben, aber in der Realität, bereiten sie nur weitere Probleme aus. Solche Lösungen sind entweder allgemein gehalten oder geben sich als Expertenwissen aus, was noch gefährlicher ist, weil viele Menschen eher selbst ernannte Experten glauben, als unbekannte, aber extrem erfahrene und wissende Menschen.

In meiner 30-jährigen Erfahrung in der Problemlösung gibt es zwei echte Lösungen für fast alle Probleme:

  1. Deine Beziehung zu dem Problem wird verändert. Wie du damit umgehst oder was das Problem für dich bedeutet und welche Auswirkungen das Problem auf dich hat, wird behandelt.
  2. Du lernst und erfährst, welche Unterstützung du für dein Problem hast und wie diese Unterstützung dir hilft, mit dem Problem umzugehen.

Wie du siehst, in den meisten Fällen wird nicht das Problem behandelt, sondern der Umgang mit dem Problem.

Suche nicht nach Problemlösungen, sondern nach Möglichkeiten, mit Problemen umzugehen, dann findest du die echten Problemlösungen und keine weiteren Probleme.

Skalierung von Problemen

Immer wieder höre ich von sogenannten Life Coaches von der Technik der Skalierung von Problemen. Dabei handelt es sich jedoch lediglich um einen Perspektivwechsel.

Wird ein Problem von heute auch morgen noch ein Problem für dich sein? Wie wird es in einer Woche aussehen? In einem Monat? In einem Jahr?

Die Skalierbarkeit von Problemen zielt darauf ab, die Bedeutung und Bewertung von Problemen zu verändern.

Dies ist ein weiteres Beispiel für Marketing, um etwas zu verkaufen oder um jemanden als interessante Person in den Vordergrund zu stellen. Perspektivwechsel ist ein langes und langweiliges Wort, aber Skalierung klingt schick und modern, nicht wahr?

Ein neuer Name bedeutet nicht unbedingt, dass sich dahinter etwas Neues verbirgt.

Empfehlung oder Ratschlag?

Eine Empfehlung unterscheidet sich grundsätzlich nicht von einem Ratschlag. Der Unterschied zwischen einem Ratschlag und einer Empfehlung liegt in der wahrgenommenen Bedeutung, der Verbindlichkeit und der Rechtmäßigkeit der Empfehlung oder des Rates.

Einer Empfehlung wird in der Regel weniger Gewicht und Bedeutung beigemessen als einem Ratschlag. Es wird in der Regel erwartet, dass ein Ratschlag zunächst logisch und nachvollziehbar begründet wird. Ratgeber sind allgegenwärtig, teilweise auch rechtlich geregelt (bei Anwälten zum Beispiel), aber der Begriff „Empfehlungsgeber“ existiert praktisch nicht.

Was jedoch oft übersehen wird, ist die Tatsache, dass auch Empfehlungen gut begründet, logisch und nachvollziehbar sein können, auch wenn sie nur auf Erfahrungen oder Meinungen beruhen.

Ein sogenannter Influencer kann eigentlich als Empfehlungsgeber gelten, denn die meisten Empfehlungen von Influencern sind lediglich Meinungen und Erfahrungen und das ist auch vollkommen in Ordnung so.

Niemand wird eine Google-Bewertung im Internet als Ratschlag betrachten, sondern eher als Empfehlung.

Unsere Wahrnehmung der Information gibt die Bedeutung vor und nicht der Begriff oder Bezeichnung „Empfehlung“ oder „Ratschlag“.

Sowohl Empfehlungen als auch Ratschläge sind nur dann hilfreich, wenn wir einen effektiven Nutzen davon haben. Wie diese Informationen genannt werden (Empfehlung oder Ratschlag), ist nichts anders als persönliche Geschmackssache.

Ratschlag mit Schlag

Manche Ratschläge erfordern eine bestimmte Taktik, um richtig verstanden zu werden. Mit einfachen Argumenten kommt man in solchen Fällen meist nicht weiter. Druck an sich ist jedoch selten erfolgreich, denn Druck erzeugt bekanntlich Gegendruck, und damit ist niemandem gedient.

Ratschläge mit einem Schlag zu erteilen, bedeutet natürlich nicht, physische Gewalt anzuwenden oder vielleicht jemanden zu ohrfeigen, sondern die blockierenden Gedankenketten zu durchbrechen. Der schnellste Weg, dieses Ziel zu erreichen, besteht darin, die unerwünschten Gedankenketten sofort zu unterbrechen.

Die plötzliche Ablenkung der Aufmerksamkeit ist eine geeignete Methode, um einen solchen Schlag auszuführen. Entscheidend ist dabei, dass die Unterbrechung plötzlich erfolgt und die Aufmerksamkeit tatsächlich abgelenkt wird. Ein einfacher Themenwechsel ist in der Regel nicht geeignet und gilt nicht als Beratung mit einem Schlag. Der Schlag in diesem Sinne soll einen sofortigen Perspektivenwechsel ermöglichen oder zumindest anregen.

Ein Beispiel für einen Ratschlag mit einem Schlag kann eine einfache Frage sein, die absolut nichts mit dem aktuellen Thema zu tun hat. Wenn diese Frage die vorherigen Gedanken unterbricht, dann war der Schlag erfolgreich.

Ein anderes Beispiel kann die Ablenkung auf einen anderen Sachverhalt sein, etwa auf einen fiktiven Vogel, der draußen seltsam fliegt. Der Vogel muss nicht existieren, aber wenn er angeschaut und die vorherige Gedankenkette dadurch unterbrochen wird, dann war auch dieser Schlag erfolgreich.