FdF-Kontakte aussortieren

FdF bedeutet: Für den Fall und bezieht sich auf die in deinem Handy oder anderswo gespeicherten Kontakte, die du im Notfall anrufen kannst und zu denen du weder eine besondere Beziehung (Familie, Freunde, Arbeit) noch einen besonderen Grund (Polizei, Feuerwehr, Notruf, etc.) hast, diese Nummern gespeichert zu haben.

Diese Nummern werden nur für den Fall gespeichert, dass du sie irgendwann mal brauchst. FdF-Kontakte sind oft Menschen, mit denen du früher etwas zu tun hattest, aber nicht mehr heute.

Wenn du nicht die Initiative ergreifen willst oder vorhast, diese Person wieder zu kontaktieren, kann es sinnvoll sein, darüber nachzudenken, ob dieser Kontakt ohne besonderen Grund weiter gespeichert werden soll oder nicht.

Der verlorene Freund

Wir alle haben schon einmal den Kontakt zu einem Freund verloren, und das hat in der Regel nichts mit einem tragischen Ereignis zu tun, sondern ist auf unser soziales Verhalten und/oder mangelndes Interesse zurückzuführen.

Klingt hart? Denk mal darüber nach.

Wenn du den obigen Satz liest, erkennst du vielleicht noch etwas.

Das Wort Zeit kommt in diesem Satz nicht vor.

Es hat nichts damit zu tun, dass wir wenig oder keine Zeit für die Kontaktpflege hatten, denn die Zeit spielt bei Freunden meistens keine Rolle. Es ist immer schön, einen alten Freund nach langer Zeit wieder treffen zu können. Also, Zeit ist niemals das Problem.

Der verlorene Freund ist das Ergebnis des Verhaltens oder fehlendes Interesse einer einzigen Person. Es kann sein, dass mehr als eine Person beteiligt ist, aber es braucht nur eine Person, die ihr Verhalten ändert oder das Interesse an der Beziehung verliert, um einen Freund zu verlieren.

Wie viele Freunde hast du dir bewusst „weiterziehen lassen“ und den Kontakt letztlich selbst abgebrochen? Sicherlich gab es Gründe dafür und es geht nicht darum, diese Entscheidung zu bewerten oder zu beurteilen, sondern lediglich das Verständnis dafür zu stärken, wieso so etwas passieren kann, auch bei anderen Menschen.

Bist du immer noch mit dieser Entscheidung einverstanden oder haben sich die Zeiten für dich inzwischen geändert und du denkst vielleicht ein wenig anders als damals? Was hält dich davon ab, diese Person erneut zu suchen und zu versuchen Kontakt aufzunehmen? Vielleicht klappt es und vielleicht klappt es nicht. Aber das kannst du nicht wissen, bevor du es probiert hast.

Oder kannst du selbst nicht nachvollziehen, warum du einen Freund verloren hast und keinen Kontakt mehr mit zu ihm hast? Was hält dich davon ab, auch diese Person zu suchen, um zu sehen, was daraus wird? Auch hier, vielleicht klappt es oder vielleicht hat diese Person weiterhin einfach kein Interesse oder hat sich geändert. Aber auch hier, die Zeiten ändern sich und die Menschen ebenfalls. Du kannst es nicht wissen, bevor du zumindest probiert hast, Kontakt mit einem verlorenen Freund erneut aufzunehmen, aber nur wenn du selbst noch Interesse daran hast.

Und bitte nicht als „gute Idee für später“ abstempeln, denn daraus wird meistens nichts, das wissen wir doch beide. Du weißt, was zu tun ist. BDA.

Gespeicherte Dankbarkeit für andere Menschen

Es gibt einige verbreitete Vorstellungen und Überzeugungen über Dankbarkeit, die uns allen bekannt sind.

Erstens die weitverbreitete Annahme, dass Dankbarkeit gerechtfertigt oder verdient sein muss, bevor sie ausgedrückt wird, da sie sonst unangebracht ist.

Ebenso die Vorstellung, dass übermäßige Dankbarkeit kontraproduktiv ist und in der Regel dazu führt, dass andere Menschen einem gegenüber misstrauisch werden.

Weiterhin ist Dankbarkeit eine Frage des richtigen Zeitpunkts. Wenn sie zu spät kommt, ist die Wirkung nicht optimal und im schlimmsten Fall kontraproduktiv.

All diese Faktoren beeinflussen die Wirksamkeit und Glaubwürdigkeit von Dankbarkeit, aber eine Sache ist bisher nicht geklärt.

Wenn jemand gelegentlich seelische Streicheleinheiten und Dankbarkeit benötigt.

Dieses Bedürfnis nach Dankbarkeit kann sich einstellen, wenn man einen schlechten Tag hat, und wir alle haben sie gelegentlich. Dankbarkeit wird auch oft mit Wertschätzung assoziiert, und es schadet sicher nicht, sie in solchen Fällen zu zeigen, aber nur, wenn sie ehrlich, aufrichtig und nicht übertrieben ist.

Das Problem bei der Verbreitung von Dankbarkeit ist unser Gedächtnis. Schlechte Dinge vergessen wir fast nie, aber gute Ereignisse verblassen meist viel schneller aus unserem Gedächtnis.

Es kann daher sinnvoll sein, Gründe für Dankbarkeit im Voraus zu speichern. Das bedeutet, dass du dir Notizen machst oder auf andere Weise festhältst, welche positiven Dinge andere Menschen zu dir gesagt, getan oder gemacht haben. Somit kannst du diese Gründe später bei Bedarf wieder verwenden, um Dankbarkeit zu zeigen, wenn sie benötigt wird.

Deine Phasen erkennen

Gestern war mein Arbeitskollege so freundlich und hilfsbereit, aber heute war er kurz angebunden und schlecht gelaunt. Heute Morgen war die Freundin ruhig und hat nicht viel gesagt, aber mittags hat sie geredet wie ein Weltmeister. Vor ein paar Tagen hat der Nachbar die Treppe vor dem Haus, das wir gemeinsam bewohnen, geputzt, aber er hat offensichtlich seit Wochen keine Lust mehr.

Das sind Phasen und wir alle haben sie. Ob diese Phasen gerechtfertigt, erklärbar, nachvollziehbar oder vertretbar sind, spielt keine Rolle, wir bemerken die Veränderung bei anderen Menschen schnell und darum geht es.

In der Regel bemerken wir unterschiedliche Phasen bei anderen Menschen, bevor sie es selbst tun.

Um sich der eigenen Phasen bewusster zu werden, kann es hilfreich sein, Familie, Freunde und Arbeitskollegen gelegentlich zu befragen.

Wenn wir Menschen, denen wir vertrauen, offene und ehrliche Fragen stellen, können wir mehr über unsere eigenen Phasen erfahren, als uns selbst bewusst ist, und vor allem wesentlich schneller.

Erinnerungen und Gefühle

Wir alle haben sowohl gute als auch weniger gute Erinnerungen in unserem Leben. Viele Erinnerungen möchten wir nie wieder loswerden und so lange wie möglich in Erinnerung behalten. Auf andere Erinnerungen hingegen können wir verzichten und würden sie vielleicht am liebsten ganz vergessen.

Erinnerungen lösen Gefühle aus, und es sind diese Gefühle, die den Erinnerungen Bedeutung verleihen. Es ist diese Verbindung mit Gefühlen, die unsere Erinnerungen und ihre Bedeutung stärkt.

Es sind unsere Gefühle, die unseren Erinnerungen Inhalt verleihen und an die wir uns tatsächlich erinnern.