Ist singen im Auto peinlich?

Wir haben es alle erlebt. Wir sitzen im Auto, warten an einer Ampel oder im Stau und dann kommt es – ein gutes Lied im Radio. Plötzlich fühlen wir uns ein wenig besser und machen die Lautstärke höher. Dann geht es endlich weiter und wir fahren wieder los. Die Musik stimmt. Es geht uns gut und dann kommt es.

Wir fangen an mit zu singen.

Ob bewusst oder unbewusst. Wir kennen ja den Text oder zumindest im Groben. Unsere Lippen bewegen sich, auch wenn wir nicht alle Worte auswendig kennen. Vielleicht klopfen wir auch ein wenig am Lenkrad im gleichen Rhythmus mit der Musik. Und dann merken wir etwas.

Die anderen Autofahrer und Menschen auf der Straße schauen uns an.

In diesem Moment überlegen wir uns nicht, ob diese Menschen uns vielleicht kennen und deswegen anschauen, sondern wird es uns verstärkt bewusst, dass wir uns nun „anders“ verhalten als andere Teilnehmer im Verkehr.

Was machen Sie jetzt in diesem Moment? Es gibt nur drei Möglichkeiten:

  • Sie hören sofort auf.
  • Sie tun so als ob Sie mit Freisprechanlage einen Anruf getätigt haben und gerade damit fertig geworden sind.
  • Sie singen und klopfen am Lenkrad weiter.

Als Orientierungshilfe für eine Entscheidung gibt es folgende Anregungen:

  • Wenn Sie in einem fremden Gebiet oder weit von zu Hause sind dann singen Sie einfach weiter. Es kennt Sie sowieso keiner und die Menschen werden ohnehin denken, dass diese „Ortsfremde“ merkwürdig sind.
  • Bewegen Sie Ihren Mund beim Singen nicht. Mit offenem Mund im Auto zu sitzen erregt in der Regel keine Aufmerksamkeit wenn er nicht zu weit geöffnet ist. Ausnahmen bestätigen die Regel.
  • Machen Sie die Musik leiser. Wir singen grundsätzlich nur mit wenn die Musik eine bestimmte Lautstärke hat. Leiser zu machen ist auch hilfreich wenn das Lied eine bestimmte Stelle hat, die sowieso nicht besonders ist.
  • Wenn das Fenster auf ist, machen Sie es zu. Die meisten singenden Menschen werden sowieso im Rückspiegel wahrgenommen. Wenn das Fenster zu ist dann haben Sie gute Chancen, nicht aufzufallen.
  • Hören Sie Lieder ohne Gesang. Das spart das Singen vollkommen. Hindert aber das Klopfen am Lenkrad nicht.
  • Hören Sie einfach auf Ihr Baugefühl. Bleiben Sie sich selbst treu. Bleiben Sie cool. Alles andere ist wirklich nicht so wichtig.

Es sind die Menschen, die in der S-Bahn oder im Zug singen, die mir Probleme bereiten. Vielleicht behandele ich das Thema zu einem späteren Zeitpunkt auch.

In der Zwischenzeit wünsche ich ein gutes Gelingen!

Beitragsbild: Pixabay

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