2. Gelbe Karte für mailbox.org

Mailbox.org verkauft sich gerne als datenschutzfreundliches Unternehmen und ich selbst bin seit vielen Jahren Kunde dieses Unternehmens.

Leider setzt sich mailbox.org immer wieder über die Entscheidungen und Wünsche seiner Kunden hinweg und schickt Werbung für die eigenen Produkte und Dienstleistungen.

Über dieses falsche Verhalten habe ich bereits am 11. November 2023 berichtet:

Gelbe Karte für mailbox.org

Und gestern kam die neue Nachricht, die wegen ihrer angeblichen Wichtigkeit an alle Kunden verschickt wurde, unabhängig davon, ob sie sich für Newsletter entschieden hatten oder nicht.

Sehr geehrte mailbox.org-Kunden,

wir möchten Sie darüber informieren, dass es ab sofort in allen Tarifen möglich ist, per Lastschrift zu zahlen. So müssen Sie sich keine Gedanken mehr um Ihre Restlaufzeit machen und nicht mehr an ein rechtzeitiges Aufladen Ihres Guthabens denken. Vor einer Abbuchung erhalten Sie stets eine Ankündigung per E-Mail.

Voraussetzungen

Zur Einrichtung der Lastschrift müssen Sie zuvor mindestens einmal eingezahlt haben und in den Tarifen PREMIUM, STANDARD oder LIGHT sein.

Rabatte für längere Laufzeiten

Wie bisher bleiben auch die Rabatte für längere Laufzeiten bestehen.

  • Wählen Sie 12 Monate aus und zahlen Sie nur für 10 Monate
  • Wählen Sie 18 Monate aus und zahlen Sie nur für 15 Monate
  • Wählen Sie 24 Monate aus und zahlen Sie nur für 20 Monate

Einrichtung der Lastschrift

  1. Loggen Sie sich in Ihr Postfach ein
  2. Gehen Sie auf Einstellungen > mailbox.org > Guthaben einzahlen
  3. Wählen Sie Lastschrift und den Abbuchungszeitraum aus

Tarifwechsel

Tarifwechsel bleiben jederzeit möglich. Bei einem Tarifwechsel passt sich der nächste Abbuchungstermin automatisch an. Sie müssen nichts weiter tun.

Lastschrift in Teams

Auch für Teams sind Lastschriften möglich. Die Einrichtung ist abhängig von der gewählten Abrechnungsart:

  • Bei separater Abrechnung: Jeder Account kann eine eigene Lastschrift einrichten.
  • Bei gemeinsamer Abrechnung: Die Abrechnung richtet sich nach der gewählten Zahlungsmethode des Team-Inhabers. Nur der Team-Inhaber bezahlt per Lastschrift für sein gesamtes Team.

Weitere Informationen finden Sie in unserer Wissensdatenbank:
https://kb.mailbox.org/de/privat/ihr-account-bei-mailbox-org/zahlung-per-lastschrift

Viele Grüße,
Ihr Team von mailbox.org

PS: Aufgrund der Bedeutung der Änderung an unserem Angebot senden wir diese Information ausnahmsweise an alle Kunden.

Wegen der angeblichen Bedeutung der Änderung eures Angebots setzt ihr meine Entscheidung, keinen Newsletter überhaupt von euch zu erhalten, außer Kraft, damit ihr mich mit Werbung bombardieren könnt?

Das ist schlicht und ergreifend nichts anders als unerwünschte Werbung für die eigenen Produkte. Schämt euch. Ihr respektiert somit die Entscheidung euer Kunden nicht und begründet dieser Entscheidung mit angeblicher Wichtigkeit.

2. Dunkelgelbe Karte, mailbox.org!

Wie sooft in der Technikszene der Fall ist: Die Menschen sind hervorragend in der Technik, aber schlecht in manchen anderen Bereichen.

Wer angibt, die Wünsche seiner Kunden zu respektieren, darf ein solches Verhalten nicht tolerieren und schon gar nicht selbst betreiben.

Die Macht der Abwechslung

Ich tippe viel mit einer Notiz-App namens Standard Notes und gestern hat die Synchronisierung nicht so gut funktioniert. Ohne ins technische Detail zu gehen, war es einfach ärgerlich und ich war nicht produktiv. Ein solcher Fehler ist mir noch nie untergekommen.

Nun musste ich zusätzliche Zeit damit verbringen, die zahlreichen Synchronisationsfehler zu überprüfen und zu beseitigen. Nachdem ich alle Fehler beseitigt hatte, konnte ich endlich wieder arbeiten.

Falsch gedacht. Schon wieder Fehler. Jetzt war ich sauer.

Viele mögliche Fehler wurden geprüft und getestet, sowohl von mir als auch von dem Anbieter. Der Fehler konnte nicht eindeutig identifiziert werden. Somit blieb nur Raum für Spekulationen.

Wenn ich darüber nachdenke, ging es weniger um die technischen Fehler selbst als vielmehr um meine eigene Verärgerung darüber, dass die Dinge nicht so funktionierten, wie sie sollten. Ich hatte dann keine andere Wahl, als mich mit anderen Aufgaben zu beschäftigen.

Ich war abgelenkt, und in dieser Zeit ärgerten mich die Fehler von früher nicht mehr so sehr wie zuvor. Ich war zwar immer noch verärgert, aber nicht mehr so sehr, weil ich mit anderen Dingen beschäftigt war. Die Macht der Abwechslung sorgte für ein wenig Ruhe, obwohl die Probleme bislang nicht gelöst wurden.

Wenn etwas passiert, ohne zu wissen weshalb, warum oder wieso, kann eine kurze Abwechslung hilfreich sein, auch wenn die Antwort oder Erklärung noch offen ist.

Gelbe Karte für mailbox.org

Ich bin selbst langjähriger Kunde von mailbox.org und betreue und verwalte nicht wenige privaten und geschäftlichen Konten dieses Anbieters. Ein sympathisches Unternehmen, das meinen eigenen Einstellungen hinsichtlich Datenschutz widerspiegelt. Ich mag mailbox.org einfach.

Leider hat mailbox.org eine E-Mail an alle Kunden gestern versendet, ob sie das wollten oder nicht und unabhängig davon, ob der Kunde sich ausdrücklich gegen den Empfang von Newslettern entschieden hat oder nicht. Denn diese E-Mail war ein Newsletter und hat absolut nichts mit der Kontoführung, Abrechnung oder Umgang mit dem eigenen Konto zu tun. Angeblich aufgrund der hohen Relevanz war der Versand dieses Newsletters notwendig.

[Aufgrund der hohen Relevanz versenden wir diese Information ausnahmsweise auch an Nutzer, die unseren Newsletter normalerweise nicht abonniert haben.]

Liebe Kundinnen und Kunden,
Liebe Windows-Nutzer,

es gibt aktuell eine sehr deutliche Warnung davor, das neue kostenlose Outlook-Programm von Microsoft zu installieren. Hierbei riskieren Sie die Übertragung sowohl Ihrer Zugangsdaten zu Ihrem E-Mail-Postfach als auch Ihrer E-Mails an Microsoft-Server.

Wir haben das Wichtigste dazu in unserem aktuellen Blogartikel zusammengefasst:
https://mailbox.org/de/post/warnung-neues-outlook-sendet-passwoerter-mails-und-andere-daten-an-microsoft?nl=d

Aufgrund der hohen Relevanz versenden wir diese Information ausnahmsweise auch an Nutzer, die unseren Newsletter nicht abonniert haben.

Möchten Sie künftig zuverlässig Informationen zur aktuellen Entwicklungen im Bereich Datenschutz, Sicherheit und Neuigkeiten bei mailbox.org erhalten, so abonnieren Sie bitte unseren Newsletter. Gehen Sie hierzu bitte im Webmailer in die mailbox.org-Einstellungen und dort auf Services -> Newsletter.

Vielen Dank für Ihr Vertrauen.

Mit freundlichen Grüßen
Ihr mailbox.org-Team

So hat mailbox.org selbst über die Köpfe seiner Kunden hinweg entschieden, einen Newsletter zu versenden, ob sie ihn nun erhalten wollten oder nicht, angeblich in bester Absicht und wegen seiner angeblich hohen Relevanz.

Der Versand dieses Newsletters an Kunden, ob der Empfang gewollt war oder nicht, war ein eindeutiger Fehler seitens mailbox.org. Somit hat mailbox.org selbst entschieden, was für die Kunden am besten ist, nämlich diesen Newsletter zu versenden.

Gelbe Karte, mailbox.org.

Ein Anbieter hat niemals gegen Entscheidungen seiner Nutzer vorzugehen.

Der Vorwand, mit den besten Absichten zu handeln und aufgrund einer angeblichen hohen Relevanz, ist inakzeptabel und unbegründet. Kein Newsletter bedeutet kein Newsletter und wenn das Ende der Welt angekündigt werden soll, dann müssen die Kunden diese Nachricht anderweitig erfahren.

Diesen gleichen Vorwand der angeblichen Notwendigkeit und Relevanz nutzen auch Microsoft, Google und Apple, damit sie machen können, was sie wollen, natürlich in unserem besten Interesse. Wie viele Fehler wurden in der Geschichte immer wieder gemacht, und zwar angeblich mit den besten Absichten für die Kunden? Haben einige Anbieter immer noch nichts daraus gelernt?

Nochmals, ich mag euch, mailbox.org, aber hier habt ihr völlig daneben geschossen und die Gelbe Karte absolut zu Recht verdient. Respektiert doch eure eigenen Kunden und die Entscheidungen, die sie treffen, auch wenn Nachteile dadurch entstehen sollen. Die Möglichkeit selbst zu bestimmen darf aufgrund angeblichen Notwendigkeiten niemals geschwächt oder ausgehebelt werden.

Die beste Methode für Apps auf dem Handy

Ich wollte etwas bei eBay suchen, aber ich war unterwegs und konnte nicht meinen PC benutzen. Es ist doch so einfach, die App von eBay zu installieren und alles wird perfekt, oder? Bei der Installation musste ich NEUN Berechtigungen für die App zustimmen, inklusive Standort. Plötzliche Magenschmerzen waren bei der Installation spürbar.

Die App funktionierte bei mir trotzdem nicht, da ich eine Anti-Werbung-App benutze, die nicht im Google Play Store erhältlich ist und zusätzlich ein VPN für gesicherte Verbindungen verwende. Und bevor ich sämtliche Sicherheits- und Anti-Werbe-Maßnahmen ausschalte, habe ich die App von eBay deinstalliert. Also, DAS war tatsächlich sehr einfach.

Ein wenig später wollte ich etwas bei Peek und Cloppenburg ansehen. Es gab auch dafür eine App! Welch ein Glück für mich! Gleich installiert, trotz allen unverständlichen Berechtigungen und plötzlich auftretenden Magenschmerzen. Die App hat ebenfalls aus den gleichen Gründen wie bei der eBay App nicht funktioniert. Zu viel Werbung und zu viele Informationen wollten die Apps von mir haben.

Was hat sofort funktioniert, und zwar trotz allen Sicherheitsmaßnahmen von mir?

Die Website mit dem Browser auf dem Handy abrufen.

Alles ging schnell. Keine besonderen und unerklärlichen Berechtigungen waren notwendig und ich konnte tatsächlich alles finden, sowohl bei eBay als auch bei Peek und Cloppenburg, ohne Schwierigkeiten oder meinen Standort zu verraten.

Apps können einen Nutzen haben, wenn der Nutzer mehr Vor- als Nachteile hat. Derzeit ist die Tendenz jedoch überwiegend an der Seite des Anbieters und nicht des Nutzers.

Es gibt einfach keinen Grund, Apps für alle Funktionen und Bedürfnisse zu installieren, wenn keine Zusatzfunktionen oder Vorteile dadurch erzielt werden.

Die beste Methode für Apps auf dem Handy ist es, den Browser zu nutzen und sonst alle unnötigen Apps zu löschen.

Müssen wirklich noch alle Apps auf deinem Handy bleiben? Ist nicht jetzt eine gute Zeit darüber nachzudenken und die eine oder andere App gleich zu löschen?

Die behandelbare Werbeallergie

Ich kann so langsam sämtliche Formen von Werbung nicht mehr ertragen. Inzwischen habe ich sogar eine Allergie gegen Werbung entwickelt, die sogenannte Werbeallergie.

Die Werbeallergie ist zwar behandelbar, aber leider nicht vollständig heilbar.

Behandelt wird die Werbeallergie durch einen bewussten und informierten Umgang mit den Medien. Dieser bewusste Umgang kann bedeutet, komplett auf den Konsum von Medien zu verzichten, aber in der Regel ist eine solche Entscheidung schwierig durchzusetzen und ist daher meistens nicht empfehlenswert oder realistisch.

Eine effektive Behandlung einer Werbeallergie ist die Suche und Nutzung von Alternativen in Verbindung mit dem Einsatz von Werbeblocker wann immer möglich.

Und ja, die Alternativen gibt es immer. Nur manchmal müssen sie aktiv gesucht werden und daran scheitern viele Versuche, gegen die Werbeallergie vorzugehen. Wie heißt es so schön? Erst dann, wenn die Medizin nicht schmeckt, dann fängt sie an zu wirken.

Die Suche nach Alternativen und der Einsatz von Werbeblockern möge nicht schmecken, aber die Behandlung funktioniert somit doch am zuverlässigsten.