MHD für Problemlösungen

Ich bin für die freiwillige Einhaltung eines Mindesthaltbarkeitsdatums (MHD) für Problemlösungen, denn viele Lösungen sind inzwischen veraltet und funktionieren nicht mehr. Solche Lösungen müssen daher entsorgt werden, um mögliche Schäden durch veraltete und nicht mehr gültige Lösungen zu vermeiden.

Für Lebensmittel haben wir eine solche Methode (MHD), aber für die Lösung von Problemen gibt es Tausende veralteter und erwiesenermaßen falscher Ideen und Methoden, die damals vielleicht funktioniert haben, aber heute leider nicht mehr anwendbar oder nützlich sind.

Solche Lösungen sind nicht immer sofort als veraltet und nutzlos zu erkennen.

Es gibt zu viele abgelaufene Lösungen auf dem Markt, und den Menschen, die nach Lösungen suchen, sind damit nicht geholfen. Veraltete Methoden sind zwar unterhaltsam und interessant, wie ein Archiv, aber sie eignen sich nicht zur aktiven Problemlösung.

Die Herausforderung bei der Pflege eines MHD ist die notwendige Pflege der Beiträge, damit sie korrigiert, verbessert oder gelöscht werden können. Und genau daran scheitert der Einsatz eines MHD für Problemlösungen in der Regel – am zusätzlichen Aufwand für die Pflege und Aktualisierung alter Lösungen.

Aber bis wir ein solches System haben, ist es sinnvoll immer auf das jeweilige Datum der Veröffentlichung der Information zu achten. Dann können wir zumindest selbst überlegen und einschätzen, ob die Informationen möglicherweise bereits abgelaufen sind oder nicht und ob diese Informationen und dienen können, oder eben nicht.

Polizeikontrolle des Fahrzeugs

Niemand möchte beim Autofahren von der Polizei angehalten werden. Auch wenn solche Kontrollen oft auf Unverständnis stoßen und als übertrieben empfunden werden, so kommen sie doch vor und wir müssen sie in Kauf nehmen.

An einigen Stellen im Netz gibt es Berichte über die Rechte und Pflichten als Fahrer bei solchen Kontrollen, und solche Berichte können sehr hilfreich und informativ sein. Solche Berichte werden aber meist erst nach einer Polizeikontrolle gelesen, um zu sehen, ob bei einer früheren Kontrolle alles korrekt gelaufen ist. Oder du hast gerade deinen Führerschein gemacht und kennst deine aktuellen Rechte ohnehin auswendig.

Was bei Polizeikontrollen vor lauter Gesetzen, Rechten und Pflichten manchmal übersehen wird, ist die Tatsache, dass solche Kontrollen zunächst ein Austausch zwischen Menschen sind. In solchen Fällen ist es immer zunächst der Mensch, der bewerten und entscheiden muss, wie es weitergeht.

Das ist der entscheidende Punkt, denn das bedeutet, dass ein gewisser Spielraum für Entscheidungen besteht.

Meine Polizeikontrolle ist erst ein paar Tage her. Hier war das Gespräch:

Polizei: Allgemeine Kontrolle, Führerschein und Fahrzeugpapiere bitte.
(Papiere wurden vorgelegt, ohne ein Wort zu sagen.)

Polizei: Wo kommen Sie her?
(Es ist nicht nötig, diese Frage zu beantworten, dazu aber gleich mehr.)

Ich: Offenbach.

Polizei: Wo fahren Sie hin?
(Auch diese Frage muss nicht beantwortet werden.)

Ich: Rodenbach

Polizei: Was machen Sie in Rodenbach?
(Wie bei den ersten beiden Fragen besteht auch bei dieser Frage erst recht keine Verpflichtung zur Beantwortung.)

Ich: Schlafen!!

Es waren zwei Polizisten, und beide lachten nach dieser Antwort und ließen mich weiterfahren.

Zusammenfassung.

War es notwendig, eine Antwort auf diese drei Fragen zu geben? Rechtlich gesehen, nein, und du kannst bei solchen Fragen nach Strich und Faden lügen, aber darum geht es nicht. Es geht um den Umgang miteinander. Solche Fragen sind für eine schnelle Bewertung der Lage sehr hilfreich und zweckdienlich und werden meistens nur deswegen gestellt. Wenn man sich seltsam verhält, darf man sich nicht wundern, dass sich die Prüfung ausweitet und vertieft.

Meine Antworten bei dieser Kontrolle waren lediglich drei Worte und die Sache war erledigt.

Und das war auch gut so, denn mein Warndreieck fehlte und mein Verbandskasten war abgelaufen.

Mein Recht war es in diesem Fall, keine Antwort geben zu müssen. In diesem Fall wäre es auch mein Recht gewesen, die Bußgelder für ein fehlendes Warndreieck und einen abgelaufenen Verbandskasten zu bezahlen.

Alles fängt mit dem Umgang miteinander an, auch Polizeikontrollen gehören dazu.

Es ist zwar wichtig, deine Rechte und Pflichten bei Polizeikontrollen zu kennen. In der Regel ist es jedoch wichtiger, sich daran zu erinnern, dass die Art und Weise, wie ihr miteinander umgeht, einen erheblichen Einfluss auf den weiteren Verlauf einer Kontrolle haben kann.

Die Formel eines glücklichen Lebens

Ist es nicht das, was wir alle wollen, die Formel für ein glückliches Leben, unabhängig davon, wo man lebt, ob man reich oder bedürftig, gesund oder krank, in einer Familie oder alleinstehend ist?

Eine ganze Branche lebt davon, uns in Büchern, Videos und sogar Live-Vorträgen ausführlich zu erklären, was wir machen können, sollen und manchmal müssen, um ein glückliches Leben zu führen. Natürlich ist all dieses Wissen gerade im Angebot, aber nur für kurze Zeit.

Wir können all dieses Wissen auf einen einzigen Satz reduzieren, der die Quintessenz aller Empfehlungen enthält:

Gib mehr, als du nimmst.

Dieser eine Satz kann auch ein Leitfaden für ein ganzes Leben sein.

Was mehr bedeutet, kann unterschiedlich sein und es muss nicht immer um Geld gehen oder in demselben Bereich liegen, aus dem es entnommen wurde. Es geht um die gesamte Zusammenfassung des Lebens, und zwar in allen Bereichen.

Menschen, die das Gefühl haben, dass sie im Leben mehr zu geben, als zu nehmen haben, sind in der Regel glücklicher als andere Menschen, unabhängig davon, ob sie Bücher gelesen, Videos gesehen oder Live-Vorträge darüber besucht haben oder nicht.

Denk mal einen Moment kurz darüber nach.

Wer ist glücklicher? Eine Person, die ein Geschenk erhält, oder eine Person, die sich die Mühe gemacht hat, jemandem ein Geschenk zu machen? Beide sind vermutlich glücklich. Aber was glaubst du, wer tatsächlich glücklicher ist?

Eilig nach den Feiertagen

Viele Menschen hatten ein langes Osterwochenende und haben etwas anderes als sonst unternommen oder gar nichts gemacht, was auch gut und entspannend sein kann. Und jetzt, ab heute, kehrt der Alltag zurück, und viele Menschen sind plötzlich in Eile.

Das merkt man besonders beim Autoverkehr. Offensichtlich gibt es viele tolle Angebote, die nur für kurze Zeit verfügbar sind und die Leute nur deswegen heute wesentlich schneller als üblich fahren, wohl um diese Angebote nicht zu verpassen. Eine plausible Erklärung, oder?

Aber Spaß beiseite, diese eine Aussage ist nicht ganz falsch, nur Angebote sind nicht dabei. Es gibt tatsächlich etwas, das wir nach einem langen Wochenende schnell nachholen wollen und manchmal auch müssen: Informationen einholen.

Wir müssen über die neuesten Entwicklungen auf dem Laufenden gehalten werden. Was ist über das lange Wochenende passiert? Was gibt es Neues? Es gibt einen neuen Monat, was muss jetzt gerade deswegen getan werden? All diese Fragen erklären und begründen, warum viele Menschen heute in Eile sind.

Mein Begriff für dieses Phänomen heißt: Alltags-Akklimatisierung.

Wir müssen uns an die neuen Bedingungen anpassen und uns zurechtfinden. Genau wie im Urlaub müssen wir uns an veränderte Wetterbedingungen, vielleicht neue Zeitzonen und andere Umgebungen anpassen.

So ist das ebenfalls nach einem langen Wochenende. Die Alltags-Akklimatisierung ist in vollem Gange.

Bescheidenheit und Sympathie

Es gibt einige menschliche Eigenschaften, die schnell darüber entscheiden können, ob eine Person als sympathisch oder unsympathisch empfunden wird.

Eine davon ist sicherlich die Selbstdarstellung und die Frage, ob diese Person Bescheidenheit zeigt oder nicht. Ausnahmen bestätigen die Regel.

Für einen Mangel an Bescheidenheit gibt es in der Regel zwei Gründe:

  1. Wirtschaftliche Gründe. Die Person hofft, durch die fehlende Bescheidenheit Aufmerksamkeit und damit finanzielle Vorteile zu erlangen.
  2. Kompensatorische Gründe. Die Person kompensiert mangelndes Selbstvertrauen oder Unsicherheit mit wenig Bescheidenheit als eine Art Tarnung und Selbstschutz.

Es ist nicht immer leicht, zwischen wirtschaftlichen und kompensatorischen Gründen zu unterscheiden, aber mit der Zeit wird es einfacher, weil man nur auf die Absichten achten muss. Was soll durch dieses Verhalten erreicht werden?

Wenn es wirtschaftliche Gründe gibt, dann ist das Verhalten beabsichtigt und nichts anders als Show, auch wenn das hart klingt.

Wenn es kompensatorische Gründe gibt, dann kann dem Betroffenen möglicherweise geholfen werden, das Selbstbewusstsein zu stärken und damit das Bedürfnis nach mangelnder Bescheidenheit und die erhofften Wirkungen davon unabhängiger zu werden.

Bescheidene Menschen sind fast immer sympathischer als solche, die anders handeln und auftreten.

Wenn wir wissen, warum Menschen wirklich nicht bescheiden sind, können wir definitiv besser mit ihnen umgehen.