Wenn die eigenen Erwartungen zu hoch sind

Das Hauptproblem mit hohen Erwartungen ist nicht, so wie viele Menschen danken, die Enttäuschung, die oft vorkommt, wenn die Sache nicht so läuft, wie wir es gerne hätten. Wenn wir enttäuscht werden, dann ist das zwar ein Problem, aber nicht das Hauptproblem.

Übrigens, nochmals zur Erinnerung — was ist der Unterschied zwischen einem Hauptproblem und einem einfachen Problem?

Die Relevanz.

Wenn die eigenen Erwartungen zu hoch sind, dann ist das Hauptproblem, die immer wieder vorkommen kann, die Hemmung. Diese Hemmung hindert uns daran, etwas anzufangen oder uns mehr zuzutrauen. Diese Hemmung verhindert häufig auch, dass wir überhaupt anfangen und daher hat dieser Zustand die höchste Relevanz, denn die Auswirkungen sind sofort und umfänglich.

Eine bewährte Lösung gegen die Auswirkungen von Hemmungen ist die kurze Probe. Es muss nicht viel oder ausführlich sein, aber eine kleine Aktivität, egal welche, kann uns helfen, Hemmung zu besiegen. Hier können die eigenen Erwartungen so hoch sein wie noch nie, die kurze Probe hilft und unterstützt uns, entweder der Herausforderung besserzustellen oder festzustellen, dass die eigenen Erwartungen doch nicht befriedigt werden können.

Hier hilft die Theorie nicht. Die Praxis in Form der kurzen Probe hilft und unterstützt uns festzustellen, ob die eigenen Erwartungen doch zu hoch sind oder ob wir nur noch Angst vor dem Scheitern haben. Dadurch kann das Hauptproblem von Hemmung angegangen werden.

Den Kugelschreiber optimal vorbereiten

Obwohl wir sehr viel digital miteinander kommunizieren, kommt es immer wieder vor, dass wir etwas mit der Hand aufschreiben müssen.

Manchmal ist es einfach praktischer und auch schneller, etwas mit der Hand aufzuschreiben als die gleichen Gedanken oder Notizen digital einzutippen.

Damit der Kugelschreiber von Anfang an optimal funktioniert, kann eine kleine Vorbereitung hilfreich sein. Diese Vorbereitung soll auch jedes Mal vor Gebrauch eines Kugelschreibers vorgenommen werden, damit der Schreibvorgang jedes Mal am verlässlichsten funktioniert.

Die Vorbereitungstechnik ist einfach und heißt „aufwärmen“.

Um den Kugelschreiber aufzuwärmen, ist ein Blatt Papier notwendig. Es kann auch ein Schmierzettel oder die Rückseite von anderem nicht mehr benötigten Dokument sein, aber kein Zeitungspapier oder Hefte aus einem Magazin, denn sie beeinträchtigen den Vorgang negativ.

Jetzt einfach ein paar Kreiseln zeichnen. Mehr nicht. Wichtig ist, dass Kreiseln gezeichnet werden und keine Striche. Jetzt ist dein Kugelschreiber optimal vorbereitet und das Schreiben kann beginnen.

Montagsfrage 11

Jeden Montag wird eine neue Frage gestellt, die dazu genutzt werden kann, die graue Masse zwischen den Ohren anzuregen und die Woche gedanklich aktiv zu beginnen.

Die heutige Montagsfrage lautet:

Wir haben alle bestimmte Gewohnheiten, die ein Teil von uns geworden sind. Manche sind gut und andere sind weniger optimal, vielleicht für uns, unsere Gesundheit oder für unsere Mitmenschen.

Unerwünschte Gewohnheiten sind auch schwierig, komplett zu ändern oder abzulegen.

Wenn wir aber nur eine Kleinigkeit an einer einzigen unerwünschten Gewohnheit heute ändern oder ablegen könnten, was wäre diese Kleinigkeit? Was hält uns heute davon ab, diese vielleicht winzige Kleinigkeit umzusetzen?

Wie viel Schlaf ist genug für uns?

Zahlreiche Studien liefern hierzu leider unterschiedliche Ergebnisse, die nicht automatisch und zwangsläufig auf uns persönlich abgeschnitten sind und daher für die einzelnen und unterschiedliche Menschen nicht wirklich bindend sein können.

Entscheidend für die persönliche Bewertung ist die Frage, wie es uns am nächsten Tag geht. Sind wir genauso leistungsfähig, die wir es gerne hätten? Wenn keine gesundheitlichen oder psychologischen Gründen unseren Schlaf beeinflusst haben, dann ist diese Frage der Maßstab für unsere Bewertung.

Wenn wir länger am Wochenende schlafen, dann stellt sich die Frage, warum? Wissen wir genau, weshalb wir länger geschlafen haben? Weil wir einfach ausschlafen wollen, ist zwar eine gültige Antwort und vollkommen berechtigt, aber ist das wirklich die Antwort? Denn wenn wir ausgeschlafen sind, dann werden wir es schwer haben, wirklich weiter schlafen zu können. Dösen können wir ja noch ein wenig, aber wirklich schlafen, eher nicht.

Wie es uns an einem Wochenende geht, kann ein guter Indikator für unser Schlafverhalten die Woche über gewesen sein. Somit kommen wir die Antwort näher, wie viel Schlaf wir wirklich benötigen.

Lange und langweilig oder kurz und knackig

Wenn du etwas Neues lernst, dann ist es sinnvoll gedanklich erst klar zu werden, und zwar bevor du beginnst zu lernen, ob du etwas lernen möchtest oder lernen musst.

Wenn du etwas lernen möchtest, weil der Sachverhalt dich einfach interessiert oder dir gefällt, dann kommen lange und langweilige Inhalte kaum vor, denn alles ist interessant. Du kannst dich intensiv mit dem Sachverhalt beschäftigen und länger mit den Themen auseinandersetzen, als andere Menschen, die nicht so daran interessiert sind.

Wenn du lernen musst, dann ist es sinnvoll, dich zunächst nur kurz und knackig zu informieren und entsprechend so am Anfang zu lernen. Übersichten betrachten und Zusammenfassungen lesen sind für den Anfang gut geeignet. Nicht zu tief in die Materie am Anfang eindringen, sonst wird die lange und langweilige Phase unweigerlich sich aufkreuzen.

Lernen geht schneller. Lernen geht gezielter.

Interessierst du dich für das Thema? Lange und langweilig ist der Weg für dich, denn du wirst die Länge nicht unangenehm empfinden und Langeweile kommt weniger vor.

Musst du lernen und das Thema ist nicht unbedingt deins? Kurz und knackig ist dein Weg. Vielleicht später, wenn das Thema dich tiefer interessiert, kannst du die Spur auf lang und langweilig wechseln. Und wenn nicht, hast du wenigstens ein Basiswissen über das für dich uninteressante Thema angeschafft.