Montagsfrage 179

Jeden Montag gibt es eine neue Frage, um die grauen Zellen zwischen den Ohren in Schwung zu bringen und die Woche mit einem aktiven Geist zu beginnen.

Die heutige Montagsfrage lautet:

Was könntest du diese Woche anders machen, als du sonst machen würdest, um ein wenig Abwechslung in dein Leben zu bringen?

Es geht nicht um geplante Ereignisse wie Urlaub oder Termine, die ohnehin bereits geplant sind, sondern vielleicht nur um eine Kleinigkeit, die ein wenig anders ist als sonst, es kann auch völlig ungeplant und spontan sein.

Es ist oft die Abwechslung in unserem Leben, die unser Leben lebenswert macht.

Optimierungswahn

Ohne näher auf die psychologischen Implikationen des Begriffs „Optimierungswahn“ einzugehen, lässt sich allgemein sagen, dass dieser Begriff einen Zustand beschreibt, in dem man zwanghaft danach strebt, „immer besser zu werden“, und sich dadurch selbst schadet.

Optimierung klingt gut, aber der Teil über Wahn und der Teil über „sich selbst zu schaden“ klingen nicht gerade „optimal“.

Ich muss gestehen, ich gehöre zu den Menschen, die stark gefährdet sind, unter Optimierungswahn zu leiden, denn ich bin grundsätzlich absolut davon überzeugt, dass alles besser werden kann, und wenn es nur in einem kleinen Bereich des Ganzen ist.

Für mich bestand die Lösung darin, in meinem Leben zwar suboptimale Ergebnisse zu akzeptieren, aber niemals suboptimale Leistungen.

Denn es waren die Ergebnisse, die mich dazu gebracht haben, weiterzumachen, aber selten die Leistungen.

Wir können ohnehin stets nur unser Bestes geben, und wenn das nicht reicht, kann das zwar hart und vielleicht enttäuschend sein, aber es bleibt trotzdem eine Wahrheit, dass unser Bestes manchmal einfach nicht gut genug ist.

Das ist natürlich schwer zu akzeptieren oder sich selbst einzugestehen.

Das Akzeptieren suboptimaler Ergebnisse ist aber immer nur eine vorübergehende und niemals eine endgültige Akzeptanz.

Nur manchmal müssen wir die Zeit einwirken lassen und akzeptieren, dass wir eine bestmöglichst optimale Leistung erbracht haben, auch wenn die Ergebnisse vielleicht nicht ganz so optimal waren.

Es ist die Akzeptanz und das Verständnis darüber, dass wir unser Bestes gegeben haben, und zwar zu diesem Zeitpunkt unseres Lebens, zu den derzeit herrschenden Konditionen, zu den derzeit gesammelten Erfahrungen und mit dem derzeitigen Wissen, über das wir verfügt haben, die uns davor schützt, unter Optimierungswahn zu leiden.

Wissen und Erfahrung teilen

Wissen und Erfahrung haben einen unschätzbaren Wert und können anderen Menschen in ähnlichen oder vergleichbaren Situationen extrem hilfreich sein.

Aber nur, wenn dieses Wissen und diese Erfahrung dauerhaft verfügbar und zugänglich sind.

Um ein gewisses Maß an Langlebigkeit und Unabhängigkeit zu gewährleisten, müssen verschiedene Speichermedien verwendet werden.

Genau wie bei einem vergessenen Backup auf dem Computer merkt man oft erst, dass etwas fehlt, wenn man es braucht.

Daher wurde heute eine neue Seite auf blaz.de veröffentlicht: Downloads

Hier wurden sämtliche Blogbeiträge aus den vergangenen Jahren als PDF-Dateien bereitgestellt, sortiert nach Jahr.

Die Dateien können sowohl im Browser betrachtet, als auch heruntergeladen werden.

Im Laufe der Zeit werden weitere PDF-Dateien mit Informationen und Erfahrungsberichten veröffentlicht und zum Anzeigen und/oder Herunterladen bereitgestellt.

Wissen und Erfahrung können ebenfalls nachhaltig sein – insbesondere, wenn sie in Form von PDF-Dokumenten weitergegeben werden.

Weniger Zeug beruhigt

Als jemand, der ständig und kontinuierlich beschäftigt ist, gibt es etwas, das mir – und auch den Menschen, die ich kenne und unterstütze – immer wieder geholfen hat:

Versuche einfach, weniger Zeug um dich herum zu haben.

Was in deinem Fall „Zeug“ bedeuten soll, ist immer individuell, aber es gibt immer etwas, was wir entweder wegräumen oder gar komplett entsorgen können.

Weniger Zeug bedeutet, dass weniger Dinge im Weg stehen oder dich ablenken.

Oft wird unterschätzt, wie stark unsere Umgebung uns unbewusst beeinflussen kann.

Entscheidend ist das Wort „unbewusst“.

Daher kann ich nur anregen, es selbst auszuprobieren und etwas aus deiner unmittelbaren Umgebung zu entfernen (es gibt unendliche Witze dazu, was man entfernen kann, wie Ehepartner und Kinder).

Aber Spaß beiseite, weniger beruhigt. Es ist einfach weniger, womit dein Gehirn sich beschäftigen muss, bewusst oder unbewusst.

Und wenn das Entfernen von Gegenständen doch nicht funktioniert, dann bleiben immer noch die Ehepartner und Kinder. 🙂

Meinungsbegründungen vermeiden

Manchmal bitten Menschen andere, ihre Ansichten zu erläutern, wenn diese eine andere Meinung vertreten als sie selbst.

Die unterschiedlichen oder abweichenden Ansichten sollten begründet werden.

Eine Erläuterung kann hilfreich und zweckdienlich sein, aber eine Begründung meistens nicht.

Denn eine Begründung muss verteidigt und erklärt werden und führt oft zu endlosen Diskussionen über Vor- und Nachteile einer bestimmten Ansicht oder Einstellung.

Menschen müssen oft von einer Meinungsbegründung überzeugt werden, und das ist fast immer eine Zeitverschwendung für alle Beteiligten.

Es wird vergessen, dass jeder Mensch eine eigene Meinung hat, und sie basiert auf persönlichen Einstellungen, Erfahrungen und Glaubenssätzen.

Die eigene Meinung zu begründen, ist daher höchstens bei sich selbst zweckdienlich und vorteilhaft, aber nicht bei anderen Menschen.

Die eigene Meinung nach Bedarf oder Nachfrage anderer Menschen erläutern? Gerne.

Die eigene Meinung anderer Menschen begründen? Lieber nicht.