Ständige Erreichbarkeit am Handy

Handys sind die größten Übeltäter, wenn es darum geht, ständig erreichbar zu sein.

Das hat aber seine Vor- und Nachteile.

Das Handy einfach abzuschalten möge eine Lösung sein, aber das kommt in vielen Fällen nicht in Betracht, besonders wenn man das Handy als Wecker benutzt wird und man am nächsten Tag pünktlich aufstehen muss.

Eine praktische Lösung besteht darin, die akustischen Benachrichtigungen auszuschalten, die uns ständig ablenken.

Somit funktioniert auch der Wecker.

Mein Handy selbst schaltet die akustischen Benachrichtigungen automatisch in der Zeit von 21 Uhr bis 7 Uhr morgens am nächsten Tag aus.

Die Benachrichtigungen kommen zwar immer an, nur ich werde nicht immer wieder mit einem Piepsen genervt und abgelenkt.

Das heißt, ich kann zwar jederzeit Nachrichten empfangen, aber erst am nächsten Tag darauf antworten.

Und mein Wecker klingelt trotzdem pünktlich am nächsten Tag, und ich kann dann auf die Nachrichten eingehen, die während der Ruhezeit bei mir eingegangen sind.

Oder ich kann die Nachrichten eben zur Kenntnis nehmen.

Selbstbestimmung hat etwas mit der Festlegung der eigenen Erreichbarkeit zu tun und es gibt ein paar einfache Maßnahmen, die uns dazu unterstützen können, mehr Selbstbestimmtheit zu gewinnen.

Und wenn es nur zwischen 21 Uhr bis 7 Uhr am Handy ist.

Denkgewohnheiten

Alle Menschen haben Gewohnheiten.

Bestimmte Ritualen.

Übliche Vorgehensweisen.

Immer dieselbe Strecke auf dem Weg zur Arbeit zu fahren.

Was manchmal übersehen wird, ist, dass auch unsere Gedanken Gewohnheiten haben.

Wenn wir etwas erleben oder einer bestimmten Person wieder begegnen, spielen unsere Denkgewohnheiten oft eine entscheidende Rolle.

Und diese Denkgewohnheiten können unsere Gefühle beeinflussen, ohne dass wir uns dessen wirklich bewusst sind.

Das liegt daran, dass Gewohnheiten automatisch ablaufen und kein Handeln unsererseits erfordern.

Wenn wir etwas in der Vergangenheit mit einer Person erlebt haben, dann besteht die Möglichkeit, dass wir bereits eine Denkgewohnheit über diese Person entwickelt haben, ohne es zu wissen.

Wenn wir unsere Reaktionen auf bestimmte Ereignisse oder Menschen besser verstehen wollen, kann es hilfreich sein, einen Blick auf unsere Denkgewohnheiten zu werfen.

Gewohnheiten können verändert werden.

Zunächst einmal müssen wir sie einfach als das akzeptieren, was sie sind: Gewohnheiten.

Dann können wir entscheiden, ob diese Gewohnheiten für uns noch sinnvoll sind oder ob es an der Zeit ist, sie zu ändern.

Bedürfnis und Bedarf

Ein Bedürfnis ist das subjektiv empfundene Gefühl, dass etwas fehlt, sowie der damit verbundene Wunsch, diesen Mangel zu beheben.

Hunger. Schlaf. Anerkennung.

Der Bedarf ist die Konkretisierung des Bedürfnisses.

Hunger: Ich möchte Spaghetti essen.

Schlaf: Ich möchte schlafen bis morgen früh, oder ich möchte nur 15 Minuten die Augen schließen.

Anerkennung: Ich möchte, dass meine Mitarbeiter meine Arbeit an diesem Projekt besser einschätzen.

Ein Bedürfnis kann am besten befriedigt werden, wenn der Bedarf möglichst genau definiert wird.

Warum und wozu bei Entscheidungen

Wenn du eine Entscheidung getroffen hast, ein wenig abzunehmen, dann frage ich dich nicht nur warum, sondern auch wozu.

Warum du abnehmen möchtest, könnte sein, dass du dich gerade nicht besonders gut fühlst, dass du körperliche Beschwerden hast oder vielleicht, dass deine Kleidung dir nicht mehr so gut passt wie früher.

Das „Warum“ wurde geklärt.

Wozu du abnehmen möchtest, liefert jedoch die Antwort darauf, welche Zustände du nicht nur erreichen, sondern auch behalten möchtest. Bessere körperliche Bewegung zu genießen? Kleidung zu behalten, die du vielleicht doch nicht wegwerfen musst?

Die Antwort auf die Frage „Wozu“ beschreibt der langfristige Zustand oder das Niveau, das du beibehalten möchtest.

„Warum“ ist die Antwort auf die Gegenwart, und „wozu“ ist die Antwort auf die Zukunft.

Beide Antworten auf die Fragen nach dem Warum und dem Wozu müssen klar und verständlich beantwortet werden, wenn Entscheidungen getroffen werden und diese Entscheidungen Veränderungen bewirken sollen.

Und das gilt nicht nur bei Entscheidungen zum Thema Abnehmen, sondern bei allen Entscheidungen, die wahrhaftige und langfristige Veränderungen verursachen sollen.

Nach Entscheidungen: Umfassende Maßnahmen ergreifen

Wahre Veränderung im Leben beginnt fast immer zunächst mit einer Entscheidung.

Eine Entscheidung zu treffen, ohne umfassende Maßnahmen zu ergreifen, ist jedoch keine Entscheidung, sondern Wunschdenken.

Warum umfassende Maßnahmen ergreifen und nicht nur einfach „Maßnahmen“ an sich?

Weil die eine oder andere Maßnahme mit höchster Wahrscheinlichkeit, nicht immer funktionieren wird.

Umfassende Maßnahmen decken eine ganze Bandbreite von Möglichkeiten ab, und sorgen für eine bestmögliche Realisierung des Vorhabens.

„Ich hätte es gerne“ ist nicht gleich zu setzen mit „Ich werde es jetzt tun“.

Manche Menschen nennen diese Vorgehensweise einen Plan B zu haben für den Fall, dass die erste Vorgehensweise nicht funktioniert.

Und wenn Plan B nicht klappt, dann gibt es immer noch 24 weitere Buchstaben im Alphabet (ohne Umlaute und Eszett), die man für den nächsten Plan benutzen könnte.

Wir können die Abläufe und Pläne so beschreiben, wie wir wollen, aber letztlich, und in den meisten Fällen, sind es die umfassenden Maßnahmen, die zum gewünschten Ergebnis führen, sobald eine Entscheidung getroffen wurde.