Montagsfrage 171

Jeden Montag gibt es eine neue Frage, um die grauen Zellen zwischen den Ohren in Schwung zu bringen und die Woche mit einem aktiven Geist zu beginnen.

Die heutige Montagsfrage lautet:

Wo liegt der Schwerpunkt deiner Aufmerksamkeit bei der Bewältigung von Problemen — bei der Lösungsfindung oder bei der Problembehandlung?

Die Betonung hier liegt auf dem Wort Schwerpunkt.

Natürlich kann man behaupten, dass der jeweilige Schwerpunkt immer abhängig von dem jeweiligen Problem ist, aber es gibt tendenziell immer einen Schwerpunkt bei der Vorgehensweise in den meisten Fällen.

Es gibt hier kein „richtig“ oder „falsch“ als Antwort.

Es geht nur darum, zu erkennen, wie wir selbst ticken, wenn wir Probleme lösen wollen.

Diese Erkenntnis kann uns unterstützen, Probleme effektiver zu lösen.

Erledigte Aufgaben archivieren

Eine der für mich wertvollsten Gewohnheiten, die ich seit Jahren praktiziere, ist das Archivieren von erledigten Aufgaben.

Sämtliche Aufgaben sind bei mir verschlüsselt gespeichert worden und mit Backups versehen. Dafür verwende ich weder unverschlüsselte Aufgabenlisten noch öffentliche Speichermedien für die Verwaltung von Aufgaben, auch die eigene Nextcloud gehört nicht dazu.

Der Vorteil der Speicherung ist die Erinnerung zu einem späteren Zeitpunkt.

Wann du etwas gemacht hast, und vor allem wie du das erledigt hast, hat einen unschätzbaren Wert in der Zukunft.

Viele unserer Aufgaben und Tätigkeiten wiederholen sich später. Vielleicht nicht genau die gleichen Aufgaben wie früher, aber oft gibt es Ähnlichkeiten.

Erledigte Aufgaben dienen als Erinnerungen und Gedächtnisstürze für die Aufgaben von heute.

Wir müssen nur unsere erledigten Aufgaben speichern, damit wir später darauf zurückgreifen können.

Dieses Thema habe ich in der Vergangenheit bereits mehrfach behandelt, aber die Wichtigkeit und der Nutzen können nicht oft genug betont werden, daher nochmals die freundliche Erinnerung daran.

Erinnerungen und Vergleiche

Wenn zwei Menschen sich einen Kinofilm anschauen, dann haben beide anschließend unterschiedliche Erinnerungen an Einzelheiten des Films, auch wenn sie ganz minimal sind.

Erst durch Vergleiche (ein Gespräch miteinander nach dem Film) werden Einzelheiten abgeglichen und die Erinnerungen verstärkt oder sogar ergänzt. „Was? Das habe ich gar nicht im Film bemerkt.“

Die Herausforderung bei Vergleichen ist, stets im Hinterkopf zu behalten, dass diese Erinnerungen immer aus der eigenen Wahrnehmung und anschließenden Bewertung stammen, und Menschen können sich täuschen.

Dies ist auch einer der Gründe, weshalb Zeugenaussagen im Gericht getrennt voneinander vorgenommen werden. Es soll keine Beeinflussung durch das Suggerieren von fremden Erinnerungen stattfinden.

Erinnerungen sind immer persönliche Wahrnehmungen, das wissen wir natürlich alle.

Es sind die Vergleiche von Erinnerungen und die Möglichkeit, dass wir unsere eigenen Erinnerungen durch den Einfluss anderer Menschen verändern können, auf die wir achten müssen.

Das Beste, was man bei unerwünschten Werbeanrufen tun kann:

Einfach auflegen, ohne etwas zu sagen.

Ob man dabei „Nein, danke“ oder „Kein Interesse“ sagt, bevor aufgelegt wird, hat etwas mit der eigenen Laune und Persönlichkeit zu tun und kann individuell entschieden werden.

Erforderlich ist diese Höflichkeit jedoch nicht.

Und wenn diese Empfehlung ein wenig hart oder unhöflich klingt, dann hat man wohl die aktuelle Welle der Spam-Anrufe glücklicherweise (noch) nicht erlebt.

In jedem Fall ist es wichtig, kein Gespräch zuzulassen, keine Fragen zu beantworten und auf keinen Fall das Wort „Ja“ zu sagen.

Man kann später immer eine Nummer sperren.

Aber zuerst leg einfach auf.

Chaos im Alltag

Wer kennt das nicht — Chaos im Alltag?

Die Frage ist meistens nicht, ob der Alltag chaotisch ist, sondern wie chaotisch.

Es gibt natürlich Tage, die weniger chaotisch sind, und vielleicht sogar ein wenig langweilig.

Als Solounternehmer habe ich manchmal das Gefühl, dass ich das Wort Chaos erfunden habe.

Was mir jedoch immer wieder auffällt, ist, dass es rückblickend oft gerade die chaotischen Tage waren, die für meine Unternehmen und mich die besten Tage waren.

Für mich sind die besten Tage diejenigen, an denen ich Grenzen überschreite, mich auf unbekanntes Terrain wage oder neue Dinge lerne und erlebe.

Chaos fördert solche Erfahrungen, denn wenn die Dinge chaotisch sind, sind wir oft weniger vorsichtig und ängstlich, weil wir einfach keine Zeit dafür haben.

Das bedeutet jedoch auch, dass die Wahrscheinlichkeit, Fehler zu machen, höher sein kann, wenn alles chaotisch ist.

Und erst im Nachhinein kann festgestellt werden, ob das Chaos lohnenswert war oder nicht.

Begrüßen wir ein wenig Chaos im Alltag.

Wir werden es später vielleicht doch nicht bereuen.