Aufgeben erfordert Mut

Etwas aufzugeben ist fast nie leicht oder einfach.

Es bleiben immer die Zweifel und Überlegungen übrig, ob man sich doch nur noch ein wenig länger damit beschäftigen soll.

Und es besteht meistens viel Unsicherheit über wann genau aufgegeben werden soll. Welche Uhrzeit? Welcher Tag? Welches Jahr vielleicht?

Eine Möglichkeit, mehr Mut für eine Entscheidung aufzubringen, besteht darin, eine Alternative im Voraus zu organisieren, die unverzüglich nach dem Aufgeben begonnen werden kann.

Nicht als Ersatz, sondern als Zusatz. Eine Ergänzung. Eine Erweiterung des Denk- und Handlungsprozesses.

Somit ist ein Aufgeben nicht das Ende, sondern lediglich ein Richtungswechsel.

Anstatt beharrlich Tätigkeiten nachzugehen, die unbefriedigend oder kontraproduktiv sind, können wir unseren ursprünglichen Zielen näherkommen, wenn wir sie aufgeben – und sofort mit einer neuen Tätigkeit beginnen, sobald wir damit fertig sind.

Geld als Motivation im Beruf

Geld wird oft als eine Motivationsmaßnahme für mehr Leistung im Beruf, aber diese Motivation ist nur auf kurze Dauer und nur bis zu einem bestimmten Grad tatsächlich motivierend.

Es ist der Grad der Zufriedenheit, der maßgeblich bestimmt, ob mehr Leistung wirklich erbracht wird oder nicht.

Und Zufriedenheit hat ihre Grenzen, wenn es um den Nutzen geht.

Geld ist ein Mittel. Ein Mittel zum Zweck. Die Frage ist immer, welcher Zweck damit erreicht oder erfüllt werden soll.

Sobald der Zweck erfüllt oder erreicht ist, lässt die Motivation nach.

Man freut sich vielleicht über ein zusätzliches Weihnachtsgeld in der Regel mehr, als wenn der gleiche Betrag über zwölf Monate anteilig ausbezahlt wird, auch wenn steuerliche Auswirkungen und die entsprechenden Abzüge bei einer Einmalzahlung meistens härter ausfallen.

Sogar kleine Einmalzahlungen sind meistens effektiver und motivierender als eine monatliche Gehaltserhöhung.

Was regelmäßig kommt, wird eines Tages zur Gewohnheit und Geld gehört dazu.

Die geistigen Muskeln des Kopfes

Die geistigen Muskeln des Kopfes, auch als Gehirn bekannt, haben mit unseren sonstigen körperlichen Muskeln gewisse Gemeinsamkeiten:

  1. Je mehr sie belastet werden, umso mehr Belastung können sie später ertragen.
  2. Keine Dauerleistung ohne Erholungsphasen.
  3. Je seltener sie verwendet werden, desto weniger wirksam werden sie.

Die Liste ließe sich beliebig fortsetzen, doch die drei oben genannten Gemeinsamkeiten gehören wohl zu den wichtigsten, wenn es darum geht zu entscheiden, wie wir damit umgehen.

Authentisch sein

Authentizität wird von den meisten Menschen als eine positive Eigenschaft geschätzt.

Wer authentisch ist, offenbart seine wahre Persönlichkeit und ist dadurch für andere Menschen einfacher zuzuordnen.

Wenn Menschen nach Authentizität suchen, dann oft deshalb, weil sie nicht belogen oder enttäuscht werden wollen.

Das ist zwar nachvollziehbar und begrüßenswert, aber es ist oft ein fehleranfälliger Wunsch, denn man kann durchaus ein authentischer Lügner oder ein authentischer Hochstapler sein.

Authentisch zu sein hat nichts mit Ehrlichkeit oder Offenheit zu tun, obwohl solche Aspekte immer wieder in Verbindung mit der Authentizität gebracht werden.

Wahre Authentizität findet man nur bei sich selbst.

Es ist unsere Authentizität uns selbst gegenüber, die die Grundlage für unsere zukünftigen Entscheidungen hinsichtlich unserer Ehrlichkeit und Offenheit gegenüber anderen bildet.

Dass wir nicht von anderen Menschen belogen oder enttäuscht werden wollen, bleibt unverändert; es ist nur so, dass diese Wünsche nicht viel mit Authentizität zu tun haben.

Je besser wir verstehen, wonach wir in uns selbst und in anderen suchen, desto größer sind unsere Chancen, tatsächlich das zu finden, wonach wir gesucht haben.

Wenn es schnell geht, dann hat es woanders länger gedauert

Dass ein schnelles Essen in einem Fast-Food-Restaurant erwartet wird, kann als eine Selbstverständlichkeit betrachtet werden, auch wenn es doch nicht immer so genau schnell geht, wie wir es uns manchmal erwarten.

Aber bevor ein schnelles Essen vorbereitet werden kann, steckt eine Menge Vorarbeit dahinter, und genau deswegen kann oder soll es zumindest bei der Zubereitung und Fertigstellung schneller gehen.

Wenn etwas schnell geht, dann hat die vorherige Vorbereitung oder Planung wesentlich länger gedauert.

Diese Feststellung ist in vielen Bereichen auch auf unser tägliches Leben übertragbar.

Wenn wir wollen, dass etwas schnell oder sogar noch schneller geschieht, übersehen wir manchmal, dass die Vorbereitung dafür tatsächlich etwas länger dauern wird.

Diese Vorbereitung ist eine Investition in Geschwindigkeit.

Wenn wir nicht bereit sind zu investieren, dann brauchen wir auch nicht zu jammern, wenn die Geschwindigkeitsrendite später ausbleiben.