Eine Gedankenverstopfung tritt auf, wenn die Gedanken nicht so fließen, wie man es sich wünscht oder erhofft.
Die Gedanken sind eben „verstopft“.
Dieser Zustand wird oft als mentale Blockade bezeichnet, doch eine Blockade impliziert, dass überhaupt nichts durchkommt, während bei einer Verstopfung noch einige Dinge durchkommen – nur weniger als gewöhnlich.
So ist es mit den eigenen Gedanken.
Tatsächlich sind es jedoch nicht die Gedanken selbst, die verstopft sind, sondern vielmehr die Art und Weise, wie sie gelenkt und wahrgenommen werden, die diese Verstopfung verursacht.
Jeder kann die eigenen Gedanken lenken, zumindest zeitweilig.
Um jedoch eine Gedankenverstopfung bestmöglich zu vermeiden, muss man daran arbeiten, seine Gedanken regelmäßig zu lenken und ihnen Aufmerksamkeit zu schenken, denn sie möchten uns etwas sagen.
Wir müssen nicht immer auf unsere eigenen Gedanken reagieren, aber wir sind gut beraten, wenn wir sie wahrnehmen, und stempeln sie nicht gleich als uninteressant, unwichtig oder irrelevant ab.
Genau wie bei einem verstopften Rohr in der Küche oder im Badezimmer: Es ist besser – und meist auch einfacher –, eine Gedankenverstopfung zu vermeiden und den Gedankenfluss aufrechtzuerhalten, als die Verstopfung später beseitigen zu müssen.
Wir müssen nur auf unsere eigenen Gedanken hören und sie wahrnehmen für das, was sie sind — nur Gedanken, die wir später lenken und gestalten können, wie wir wollen.
Dann fließen die Gedanken wieder und es gibt weniger Verstopfung.