Jeder hat eine Meinung, einen Standpunkt, eine Neigung, und solange diese nicht nach außen kommuniziert werden, ist alles in Ordnung.
Erst wenn die Meinung, der Standpunkt oder die Neigung mit anderen Menschen geteilt wird, beginnt die sogenannte Fremdbewertung.
Es ist diese Fremdbewertung, die die eigene Meinung relativieren oder sogar ganz verändern kann.
Man wird immer von fremden Bewertungen beeinflusst, auch wenn es nur darum geht, die eigenen Erkenntnisse zu überdenken.
Eine Fremdbewertung ist mehr als nur eine zweite Meinung, denn eine zweite Meinung erfordert keine Auseinandersetzung mit dem jeweiligen Sachverhalt. Man kann eine Meinung haben, ohne eine Ahnung vom Sachverhalt zu haben. Das wissen wir nur zu gut von anderen Menschen in unserem Alltag.
Eine Meinung wird weniger ernst genommen als eine Bewertung, weshalb Fremdbewertungen mit besonderer Sorgfalt behandelt werden sollten.
Weil diese Bewertungen unsere Meinungen, Standpunkte und Neigungen stärker beeinflussen als lediglich eine zweite Meinung.