Bewegung in kleinen Portionen

Ich gehöre, leider, zu den Menschen, die nicht besonders sportlich aktiv sind.

Die ganzen Sprüche wie „Sport ist Mord“ und „Wer sich bewegt, ist selbst schuld“ gehören ebenfalls zu meinen bekannten, halbwegs lustig gemeinten Ausreden, weshalb ich mich nicht besonders sportlich betätige.

Bis ich die Auswirkungen meiner fehlenden Bewegung gemerkt habe.

Es war keine Steifheit in den Muskeln oder Schmerzen, sondern eine gewisse andauernde Müdigkeit, die ich regelmäßig gespürt habe.

Es war keine Müdigkeit, die man spürt, wenn man tatsächlich müde ist, sondern eine Art Müdigkeit, die mit weniger Energie im Allgemeinen zu tun hat.

Und das hat mich gestört, denn es war gar nicht meine Art, nicht energisch oder besonders motiviert zu sein.

Im Laufe der Jahre hat sich dieser Bewegungsmangel in mein Leben eingeschlichen, ohne dass ich es überhaupt bemerkt habe.

Gestern habe ich angefangen, mich einfach zu strecken und zu dehnen.

Ganz entspannt, keine besonderen Anstrengungen, nur ein wenig hin- und herbewegen.

Es hat überall bei mir geknackt.

Und tatsächlich habe ich mich danach besser und einfach energiegeladener gefühlt als zuvor.

Ich muss gestehen, ich war überrascht, was nur ein wenig Bewegung verursachen konnte.

Ja, wir wissen alle, wie wichtig Bewegung ist, nur merken tun wir das oft erst dann, wenn wir die Auswirkungen der fehlenden Bewegung spüren.

Das bewusste Bestreben, mich körperlich mehr zu bewegen, ist für mich zu einer vorbeugenden Maßnahme geworden, und ich tue dies nun regelmäßig, und zwar in kleinen Portionen.

So nenne ich das und für mich scheint es zu funktionieren.

Wenn die Beschreibung „Bewegung in keinen Portionen“ auch für die Antisportler unter uns hilfreich ist, dann kann ich nur bestätigen, dass die Auswirkungen von diesen kleinen Portionen Bewegung nicht zu unterschätzen sind.

Montagsfrage 182

Jeden Montag gibt es eine neue Frage, um die grauen Zellen zwischen den Ohren in Schwung zu bringen und die Woche mit einem aktiven Geist zu beginnen.

Die heutige Montagsfrage lautet:

Da heute für viele von uns ein Feiertag ist: Was machst du heute, was du an einem Wochenende oder einem anderen freien Tag normalerweise nicht tun würdest?

Was hält dich davon ab, diese Aktivität auch an einem anderen Tag (vielleicht sogar nochmals) zu machen?

Mehr von weniger

Es mag zunächst paradox klingen, aber „mehr von weniger“ bedeutet einfach, auf vielfältige Weise nach weniger zu streben, zu verlangen und vielleicht sogar weniger zu besitzen oder kontrollieren zu wollen.

Wir benötigen mehr von weniger in vielen Bereichen unseres täglichen Lebens.

Was „weniger“ ist und bedeuten kann, wissen wir selbst, und es kann sehr individuell sein.

Wir müssen nur mehr von weniger haben wollen, dann finden wir automatisch Wege, um mehr von weniger zu bekommen.

Das Geburtstagslied

Seit knapp einem Jahr rufe ich meine Bekannten, Freunde und Familienmitglieder an ihren Geburtstagen an, und singe ihnen am Telefon ein kurzes Geburtstagslied vor.

Meistens das englische Lied „Happy Birthday to you“, weil es doch relativ kurz ist, es kann aber, je nach Lust und Laune, ein anderes Lied sein.

Zunächst war ich etwas skeptisch, ob die Leute meinen Gesang tatsächlich mögen würden oder ob sie nur nett waren und es aus Höflichkeit wegen unserer Beziehung ertrugen.

Nach knapp einem Jahr dieser Praxis und nach unzähligen Geburtstagsanrufen, kann ich nur bestätigen, dass die Menschen sich gefreut haben und teilweise sogar echt begeistert waren.

Offen gestanden hat mich das ein wenig überrascht, denn es war überhaupt keine große Sache und hat nicht viel Zeit in Anspruch genommen – man kann es zu jeder Tageszeit machen, es kostet nichts und geht wirklich schnell.

Aber diese paar Minuten für ein Lied und ein wenig zu quatschen, bleiben lange in Erinnerung.

Mir ist keine Beziehung bekannt – sei es zu Familienmitgliedern, Freunden, Bekannten oder Kollegen –, die nicht von diesen paar Minuten profitieren würde.

Und wenn man denkt, dass die eigene Stimme vielleicht „scheiße“ ist und man gar nicht singen kann, darf das niemals ein Hindernis sein, mindestens einmal im Jahr eine Freude zu verbreiten.

Und wenn deine Stimme tatsächlich schrecklich ist, werden die Leute sie sicher sogar noch mehr genießen, weil sie wissen, wie anstrengend es für dich sein muss, dieses Lied zu singen.

Sing doch ein Geburtstagslied bei der nächsten Gelegenheit.

Das Leben ist zu kurz, um damit zu warten.

Gekünsteltes Lachen

Wir alle haben schon Situationen erlebt, in denen wir das Gefühl hatten, dass das Lachen einer anderen Person nicht aufrichtig war.

Schon allein die Tatsache, dass dieses Gefühl aufkommt, ist meist ein Zeichen dafür, dass etwas nicht mit unseren eigenen Vorstellungen oder Erwartungen übereinstimmt.

Und darum geht es.

Es waren unsere eigenen Vorstellungen und Erwartungen, die nicht mit dem Lachen übereinstimmten und uns das Gefühl gaben, dass es nicht aufrichtig war.

In solchen Fällen ist es in der Regel notwendig, sich ein genaueres Bild von der Gesamtsituation zu machen.

Leider kostet eine solche Vorgehensweise auch Zeit.

Zeit, die wir nicht immer haben.

Aber es benötigt Zeit, um zu verstehen, warum wir selbst das Gefühl haben, dass ein Lächeln nicht aufrichtig war.

Der Preis, der dafür bezahlt werden muss, nennt sich Zeit.