Authentisch sein

Authentizität wird von den meisten Menschen als eine positive Eigenschaft geschätzt.

Wer authentisch ist, offenbart seine wahre Persönlichkeit und ist dadurch für andere Menschen einfacher zuzuordnen.

Wenn Menschen nach Authentizität suchen, dann oft deshalb, weil sie nicht belogen oder enttäuscht werden wollen.

Das ist zwar nachvollziehbar und begrüßenswert, aber es ist oft ein fehleranfälliger Wunsch, denn man kann durchaus ein authentischer Lügner oder ein authentischer Hochstapler sein.

Authentisch zu sein hat nichts mit Ehrlichkeit oder Offenheit zu tun, obwohl solche Aspekte immer wieder in Verbindung mit der Authentizität gebracht werden.

Wahre Authentizität findet man nur bei sich selbst.

Es ist unsere Authentizität uns selbst gegenüber, die die Grundlage für unsere zukünftigen Entscheidungen hinsichtlich unserer Ehrlichkeit und Offenheit gegenüber anderen bildet.

Dass wir nicht von anderen Menschen belogen oder enttäuscht werden wollen, bleibt unverändert; es ist nur so, dass diese Wünsche nicht viel mit Authentizität zu tun haben.

Je besser wir verstehen, wonach wir in uns selbst und in anderen suchen, desto größer sind unsere Chancen, tatsächlich das zu finden, wonach wir gesucht haben.

Wenn es schnell geht, dann hat es woanders länger gedauert

Dass ein schnelles Essen in einem Fast-Food-Restaurant erwartet wird, kann als eine Selbstverständlichkeit betrachtet werden, auch wenn es doch nicht immer so genau schnell geht, wie wir es uns manchmal erwarten.

Aber bevor ein schnelles Essen vorbereitet werden kann, steckt eine Menge Vorarbeit dahinter, und genau deswegen kann oder soll es zumindest bei der Zubereitung und Fertigstellung schneller gehen.

Wenn etwas schnell geht, dann hat die vorherige Vorbereitung oder Planung wesentlich länger gedauert.

Diese Feststellung ist in vielen Bereichen auch auf unser tägliches Leben übertragbar.

Wenn wir wollen, dass etwas schnell oder sogar noch schneller geschieht, übersehen wir manchmal, dass die Vorbereitung dafür tatsächlich etwas länger dauern wird.

Diese Vorbereitung ist eine Investition in Geschwindigkeit.

Wenn wir nicht bereit sind zu investieren, dann brauchen wir auch nicht zu jammern, wenn die Geschwindigkeitsrendite später ausbleiben.

Kein Verzicht ohne Ausgleich

Wie bei der chinesischen Philosophie Yin und Yang suggeriert oder in Anlehnung an der Redewendung „Jeder Topf findet seinen Deckel“ impliziert, gibt es keinen Verzicht ohne Ausgleich.

Wenn man einfach auf etwas verzichtet, entsteht ein Vakuum, und dieses Vakuum muss aufgefüllt werden.

Willenskraft allein reicht nur für den Anfang eines Verzichts aus, denn die Willenskraft ist auch lediglich ein Muskel, der mit der Zeit müde und weniger widerstandsfähig wird.

Finde einen Ausgleich, bevor du anfängst, auf etwas zu verzichten; andernfalls wirst du dich hauptsächlich auf einen „Muskel“ namens Willenskraft verlassen müssen, und infolgedessen werden deine Verzichte höchstwahrscheinlich nur von kurzer Dauer sein.

Es ist der Ausgleich, der es einem ermöglicht, einen Verzicht langfristig und ohne Willenskraft durchzuhalten.

Montagsfrage 199

Jeden Montag gibt es eine neue Frage, um die grauen Zellen zwischen den Ohren in Schwung zu bringen und die Woche mit einem aktiven Geist zu beginnen.

Die heutige Montagsfrage lautet:

Wann hast du dein Handy das letzte Mal neu gestartet?

Ich muss gestehen, dass ich nicht sicher bin, ob ich diese Frage schon mal gestellt habe oder nicht, aber es schadet nicht, sie nochmals zu stellen.

Einfach das Handy neu starten, am besten gleich.

Um Platz zu sparen, werde ich die zahlreichen Vorteile davon hier nicht auflisten. Diese können im Internet nachrecherchiert werden.

Übrigens, das Handy sollte ohnehin regelmäßig neu gestartet werden und es wird allgemein empfohlen, 1- bis 2-mal pro Woche dies zu tun.

Anregungen sind meistens besser als Einwände

In beratenden Berufen sind Anregungen in fast allen Fällen produktiver und motivierender als Einwände.

Falls Einwände unumgänglich und erforderlich sind, dann müssen diese gleichzeitig mit Anregungen für das weitere Verhalten oder für die weitere Vorgehensweise verknüpft sein, damit sie ihre Wirkung entfalten können.

In anderen Worten: Sag mir nicht, was ich falsch mache, sondern sag mir, was ich möglicherweise besser machen kann.

Wahre und nachhaltige Veränderungen beginnen eher mit Anregungen als mit Einwänden.