Montagsfrage 196

Jeden Montag gibt es eine neue Frage, um die grauen Zellen zwischen den Ohren in Schwung zu bringen und die Woche mit einem aktiven Geist zu beginnen.

Die heutige Montagsfrage lautet:

In welchem Bereich deines Lebens würdest du dich als „verdammt gut“ bezeichnen?

Was „verdammt gut“ in diesem Zusammenhang bedeutet, kannst du im gestrigen Blogbeitrag nachlesen.

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Perfekt oder verdammt gut

Ich würde immer verdammt gut vor „perfekt“ vorziehen, denn perfekt ist fast nie ein Ergebnis, sondern beschreibt den Prozess, verdammt gut sein zu wollen.

Perfekt sein zu wollen, beschreibt lediglich die angestrebte Richtung, und verdammt gut zu sein, das Ergebnis dieser Bemühungen.

Erst wenn wir versuchen, perfekt zu sein, können wir tatsächlich verdammt gut werden.

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Confirmation Bias

„Confirmation Bias“ ist der englische Begriff für eine kognitive Verzerrung, bei der Menschen Informationen so suchen, interpretieren, bevorzugen und im Gedächtnis behalten, dass diese ihre bestehenden Überzeugungen oder Erwartungen bestätigen.

So nach dem Motto: Du findest immer, wonach du suchst.

Dieser „Confirmation Bias“ wird gelegentlich auch als Bestätigungsfehler genannt, aber ich kann mich mit dieser Übersetzung nicht anfreunden.

Dann ist es für mich kein Fehler an sich, die eigenen Überzeugungen und Erwartungen bestätigen zu wollen.

Insofern liegt die Problematik, zumindest aus meiner Sicht, aus welchen Quellen diese Bestätigungen eingeholt werden.

Sind das Quellen im Netz, die eine bestimmte Richtung oder Ideologie predigen und werden andere Sichtweisen zumindest zugelassen oder werden diese als unzuverlässig oder sogar gleich als falsch abgestempelt?

Um sich vor den negativen Auswirkungen von Confirmation Bias zu schützen, ist eine zumindest neutrale Betrachtung anderer Quellen, auch die, die gegen die eigene Überzeugung oder Erwartung ausgerichtet sind, empfehlenswert.

Möglicherweise hast du ja ohnehin schon recht, und wenn das stimmt, dann dürfte es kein Thema sein, weitere und auch andere Informationsquellen anzuschauen und deren Sichtweisen und Schlussfolgerungen in Betracht zu ziehen.

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Die Suche nach dem Nutzen

Warum auch immer hat mich diese Frage gestern beschäftigt.

Der Grund dafür war, dass ich – aus welchem Grund auch immer, jedenfalls ganz plötzlich gestern – das Gefühl hatte, dass dieser Blog vielleicht keinen Zweck erfüllt, zumindest nicht den, den ich mir vorgestellt hatte.

Dann begann ich darüber nachzudenken, was ich eigentlich erreichen wollte:

Das Wissen und die Erfahrungen aus meiner langjährigen Selbstständigkeit in kurzen Beiträgen weiterzugeben, damit Fehler der Vergangenheit so weit wie möglich vermieden werden können. Nicht als Anleitungen, sondern als Denkanstöße.

Damit solche Beiträge entstehen können, muss ein gewisses Maß an Wissen und Erfahrungen bereits vorhanden sein, damit eine Zusammenfassung geschrieben werden kann. Es muss eine Auseinandersetzung mit dem Sachverhalt ebenfalls vorher stattfinden, damit das Wesentliche vom Unwesentlichen unterschieden werden kann — besonders schwierig bei kurzen Blogbeiträgen.

Im Grunde war es die Auseinandersetzung mit teilweise komplizierten Sachverhalten, die mich dazu gezwungen hatte, eingehend und tiefgreifend mit den jeweiligen Sachverhalten zu beschäftigen und die Erkenntnisse daraus zu gewinnen.

Es waren genau diese Erkenntnisse, die ich aus dieser Erfahrung gewonnen und die ich gestern bei meiner Suche nach dem Nutzen übersehen hatte.

Das Wissen ist bereits vorhanden und die Erfahrungen wurden schon gemacht.

Die Aufarbeitung dieser Zusammenfassungen und ihre schriftliche Festhaltung verleihen auch der eigenen Denk- und Verständnisweise eine neue Tiefe und Klarheit.

Und genau diese neue Tiefe und Klarheit hatte ich in meiner Praxis immer wieder bei Klienten und Kunden eingesetzt – ohne es überhaupt zu merken.

In diesem Sinne ist mir gestern klar geworden, dass ich hier in erster Linie für mich selbst schreibe. Gedanken und Ideen in Worte zu fassen, ist nicht immer einfach oder leicht.

Es ist aber diese Übung, die Vorteile im Alltag mit sich bringen und auch im Umgang miteinander.

Und genau darin liegt für mich der wahre Wert dieses Blogs – und ein wichtiger Grund, weiterzumachen.

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Blogbeitrag 1700

Heute sind genau 1.700 Tage vergangen, seit ich angefangen habe, hier jeden Tag zu bloggen, und ich frage mich immer wieder letzter Zeit, ob sich das alles lohnt.

Denn obwohl ich Unternehmer bin und meine Dienstleistungen in den Bereichen Coaching und Beratung an kleine und mittlere Unternehmen (KMU) in der Rhein-Main-Region in Hessen verkaufe, betreibe ich diese Tätigkeit hier im Blog nicht aktiv.

Und der Verkauf im Blog ist für die meisten Unternehmen in Deutschland der Hauptgrund weshalb überhaupt ein Blog oder sogar nur eine Website, überhaupt ins Leben gerufen wird.

Aber dann fällt mir wieder ein, warum ich überhaupt mit dem Bloggen angefangen habe:

Mein Wissen und meine Erfahrungen weiterzugeben, damit ich anderen helfen und mein Bestes tun kann, um zu verhindern, dass sie dieselben Fehler machen wie ich.

Die einzige Frage ist: Wie misst man Erfolg, wenn kein Feedback erforderlich ist?

Diese Frage geht mir wirklich unter die Haut, denn angesichts einiger Anfragen und Kommentare, die ich zu Blogbeiträgen und den dort behandelten Themen erhalten habe, weiß ich einfach nicht, ob der Blog generell nützlich ist oder lediglich als Zeitvertreib betrachtet werden sollte.

Denn ich erhebe keine Besucherstatistiken, verwende keine Tracking-Tools und führe keine Ranglisten auf der Grundlage von Seitenaufrufen – überhaupt nichts.

So verstehe ich Datenschutz und Datenminimierung, aber der Nachteil dadurch ist, dass ich absolut keine Ahnung habe, ob jemand diesen Blog überhaupt liest oder nützlich findet.

Das hat mich zunächst nicht gestört, und ich muss zugeben, dass ich nicht einmal weiß, warum es mir in letzter Zeit zum Thema geworden ist.

Soll ich vielleicht nun Kommentare im Blog zulassen oder aktiv um Feedback bitten?

Wenn du das hier liest und eine Idee oder einen Vorschlag vielleicht hast, schick mir bitte eine E-Mail an david@blaz.de und teile mir deine Meinung mit. 🙂

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