Wer verlinkt, hat es geliked

Das Einfügen eines Links zu etwas in einem Blogbeitrag oder einem Beitrag in den sozialen Medien gilt als ein „Like“ (Gefällt mir), auch wenn der Link lediglich dazu diente, auf ein Problem aufmerksam zu machen.

Das Internet lebt von Aufmerksamkeit, und ein Link im Netz trägt zu dieser Aufmerksamkeit bei und wird daher als ein „Like“ betrachtet und von den Suchmaschinen und KI entsprechend bewertet.

Wir sollten vorsichtig sein, worauf wir verlinken.

Und da dieser Beitrag in einem verenglischten Stil verfasst wurde, hier noch ein letzter, einfacher Satz, der dir vielleicht im Gedächtnis bleibt, bevor du das nächste Mal einen Link teilst.

Wer linkt, liked.

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Montagsfrage 172

Jeden Montag gibt es eine neue Frage, um die grauen Zellen zwischen den Ohren in Schwung zu bringen und die Woche mit einem aktiven Geist zu beginnen.

Die heutige Montagsfrage lautet:

Wenn du in einem einzigen Satz beschreiben müsstest, was du dir im Leben generell erhoffst, ohne ins Detail zu gehen oder eine lange Antwort zu geben, wie würdest du antworten?

Nimm dir ruhig eine gewisse Zeit, um darüber nachzudenken.

Falls es hilft, möchte ich den einen Satz nennen, der zusammenfasst, was ich mir im Leben generell erhoffe.

„Ich möchte die Welt ein wenig besser hinterlassen, als ich sie vorgefunden habe.“

Der Satz ist auch nicht mal von mir, sondern von Robert Baden-Powell, aber es steckt viel Wahrheit und Inhalt drin.

In nur einem einzigen Satz.

Wie sieht es bei dir aus?

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Man findet, was man sucht

Das gilt auch für Nachrichten und welche Themen in den Nachrichten gesucht werden.

Aber die Suche ist nur der erste Schritt, denn man findet bekanntlich immer, was gesucht wird.

Entscheidend ist daher immer zu verinnerlichen, dass die Suche an sich genauso relevant, wenn nicht sogar wichtiger ist, als die Ergebnisse selbst.

Wenn immer wieder ähnliche Ergebnisse geliefert werden, dann tendieren wir dazu, zu glauben, dass sie der Wahrheit entsprechen.

Das nennt sich aus dem Englischen „Confirmation Bias“, und das ist eine kognitive Verzerrung, bei der Menschen Informationen bewusst oder unbewusst so auswählen, interpretieren und erinnern, dass sie ihre eigenen bestehenden Überzeugungen, Annahmen oder Hypothesen bestätigen.

Wichtig ist das Wort „Verzerrung“, denn das bedeutet, dass wir die Nachrichten so anpassen und nur welche annehmen, die wir haben möchten, unabhängig davon, ob sie einer nachweisbaren Wahrheit entsprechen oder nicht.

Lasst uns bewusst darauf achten, wonach wir suchen, denn oft sind es gerade die Ergebnisse, die wir zunächst nicht glauben oder nicht anerkennen wollen, die das vollständige Bild der Informationen vermitteln, nach denen wir suchen.

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Ein weiterer Vorteil des täglichen Bloggens

Eine der wichtigsten Erkenntnisse, die ich nach vier Jahren des täglichen Bloggens gewonnen habe, ist, wie sehr mir diese Tätigkeit dabei geholfen hat, meine Gedanken zu fokussieren, auch in anderen Bereichen.

Jeden Tag einen Blogbeitrag zu schreiben, ist leicht.

Jeden Tag einen Blogbeitrag zu schreiben, der etwas erzählt oder über etwas berichtet, ist schwieriger.

Jeden Tag einen Blogbeitrag zu schreiben, der versucht, anderen Menschen weiterzuhelfen und sie anzuregen, selbstständiger oder differenzierter als sonst zu denken, ist am schwierigsten.

Ich versuche, Wissen und Erfahrung weiterzugeben, und zwar in kompakter Form. Keine langen oder aufgeblasenen Beiträge, damit ich besser bei den Suchmaschinen oder VG-Wort stehe, sondern einfach nützlich für andere Menschen, und zwar kurz und kompakt.

Dafür muss ich aber immer fokussiert sein, und das ist alles andere als leicht oder einfach. Manchmal habe ich wirklich absolut keine Zeit für das Schreiben, und ich muss zugeben, nicht immer habe ich ein brennendes Verlangen danach, immer einen Blogbeitrag zu schreiben.

Trotzdem schreibe ich täglich, und zwar ohne Ausnahme.

Es ist diese notwendige Fokussierung, damit ich einen hoffentlich halbwegs nützlichen Blogbeitrag schreiben kann, die mir nach vier Jahren des täglichen Bloggens in anderen Bereichen meines täglichen Lebens jetzt hilft und unterstützt.

Multitasking ist ohnehin eine Illusion, denn echtes Multitasking gibt es de facto nicht, nur das schnelle Umschalten zwischen Tätigkeiten oder Aufgaben.

Durch das tägliche Bloggen habe ich meine Fokussierungsfähigkeiten dramatisch verbessert.

Ich kann schneller und effektiver zwischen verschiedenen Aufgaben wechseln als früher, ohne fünf Minuten zu brauchen, um wieder in den Arbeitsfluss zu kommen.

Auch meine Aufmerksamkeit für Details hat sich verbessert, denn durch das tägliche Bloggen habe ich gelernt, äußere Ablenkungen und Störungen besser auszublenden oder ganz auszuschalten.

Über diese Erfahrungen und Erlebnisse kann ich aber erst nach über vier Jahren berichten und gleichzeitig bestätigen, dass sie tatsächlich funktionieren.

Ich habe immer wieder gesagt und geschrieben, dass es allgemein fast immer besser ist, selbst etwas auf die Beine zu stellen, als dauerhaft in den sozialen Medien zu verweilen und auf Reichweite zu hoffen oder auf neue „Likes“ zu warten.

Die Vorteile ergeben sich nicht sofort, sondern langfristig. Dies ist vermutlich einer der Gründe, weshalb nicht viele Menschen diesen Weg gehen, da sie nicht auf die Ergebnisse warten können oder wollen.

Vielleicht regt dieser Blogbeitrag dich dazu an, noch einmal darüber nachzudenken, ob es sich lohnen könnte, einen eigenen Online-Auftritt aufzubauen und dich dort zu engagieren, anstatt deine Zeit mit den meist oberflächlichen Gesprächen zu verbringen, die auf den meisten Social-Media-Plattformen zu finden sind.

Die Vorteile überwiegen die Nachteile.

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Ein Blog als Buch

Ein Blog ist ohnehin bereits so etwas wie ein Buch, nur die Veröffentlichung erfolgt stufenweise und nicht auf einmal.

Menschen suchen oft in Blogs nach bestimmten Informationen, ohne den gesamten Blog lesen zu müssen.

Genau deswegen sind in vielen Blogs Suchfunktionen eingerichtet. Auch hier in diesem Blog gibt es verschiedene Suchoptionen und ein Archiv aller Beiträge, das man durchsuchen kann.

Ein Blog als digitales oder gedrucktes Buch, kann aber ebenfalls ein Inhaltsverzeichnis haben, damit die Suche nach Begriffen oder Kapiteln erleichtert wird. Ähnlich wie eine Suchfunktion im Blog.

Ein Buch, egal ob digital oder gedruckt, ist dauerhaft und wird nicht irgendwann eingestellt, nur weil der Autor des Blogs das Interesse daran verloren hat.

Und das verleiht dem Blog Bestand.

Bestand nach einer möglichen Einstellung des Blogs. Bestand nach einer Umstellung des Blogs auf andere Themen oder Inhalte. Bestand als Referenzwerk oder als Erinnerung für die Zukunft.

Ich schreibe hier in diesem Blog jeden Tag seit dem 1. Januar 2022 und das sind inzwischen über 1500 Tage und Blogbeiträge.

Da die Artikel unterschiedliche Themen behandeln, ist es für Suchmaschinen im Internet kaum möglich, alles eindeutig zu kategorisieren, sondern nur bestimmte Themen.

Es wird gezielt gesucht und das ist völlig in Ordnung so.

Wir haben keinen Mangel an Informationen oder Unterhaltung, sondern lediglich einen Mangel an Möglichkeiten, das zu finden, was wir suchen.

Die Suche ist aber nur so effektiv, wie der Bestand und die Aktualität der Informationen sind.

Wie oft habe ich schon im Internet nach etwas gesucht und auf einen Link geklickt, nur um festzustellen, dass der Link nicht mehr gültig ist, weil die Website oder der Beitrag nicht mehr existiert?

Ist dein Blog dir wichtig genug, um ihn in ein PDF umzuwandeln und zur Verfügung zu stellen?

Was machst du, wenn du keine Lust mehr zum Schreiben hast oder sich deine Interessen ändern?

Am Ende deines Lebens kannst du deinen Kindern oder Freunden eine PDF-Datei hinterlassen, aber deine Website wird wahrscheinlich abgeschaltet.

Es kann sich lohnen, einen Moment darüber nachzudenken, was du mit deinem Blog tatsächlich langfristig erreichen möchtest, denn wir denken oft viel zu kurzfristig und wundern uns dann, wie schnell die Zeit vergangen ist, wenn es fast zu spät ist.

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