Schon wieder veraltet im Blog

„Schon wieder veraltet“ ist eine treffende Beschreibung für viele Informationsquellen im Internet.

Eine Vielzahl von Informationen, Anleitungen, Vorgehensweisen – oder wie auch immer man sie nennen mag – wurde außerordentlich gut verfasst, doch leider ist ein Teil davon nicht mehr aktuell und daher veraltet.

Veraltet zu sein, ist nicht das Problem an sich, sondern die Tatsache, dass veraltete Informationen uns nicht helfen und in bestimmten Fällen, sogar schaden können.

Blogbetreiber scheinen besonders schwer unter sogenannten Aktualisierungsdefiziten (ist das überhaupt ein richtiges Wort?) zu leiden, und das liegt auch teilweise an der Natur von Blogs selbst, denn die Informationen sind meistens chronologisch geschrieben worden und entsprechen dem jeweiligen Stand des Wissens.

Und Wissen bewegt sich schnell, und wer nicht mit der Zeit geht, geht bekanntlich mit der Zeit, und zwar ins Abseits einer sonst informativen und nützlichen Bloggerwelt.

Es gibt jedoch eine einfache Lösung, die, wie die meisten einfachen Lösungen in der Welt, sich nicht so einfach realisieren lässt, aber trotzdem funktioniert:

Aktualisiert eure Inhalte.

Aktualisiert eure Blogbeiträge, insbesondere die, die konkrete Informationen oder Anweisungen liefern.

Meinungen können Meinungen bleiben und müssen nicht aktualisiert werden (nur wenn man seine Meinung vielleicht ändert).

Je wichtiger die Informationen jedoch sind, desto entscheidender ist es, dass sie auf dem neuesten Stand sind.

Einer der Gründe, warum Blogs und andere Informationsquellen unter dem Einfluss künstlicher Intelligenz leiden, ist, dass die dort bereitgestellten Informationen oft veraltet sind und die Leser daher zögern, darauf zuzugreifen.

Es liegt an uns, diesen Zustand zu verändern, anstatt nur darüber zu jammern.

Die meisten Veränderungen im Leben fangen klein und bei sich selbst an, und nicht in der Politik oder in der Wirtschaft.

Es wird oft unterschätzt, was sogar einzelne Personen erreichen können, wenn sie beharrlich und zielstrebig an einem Vorhaben, trotz Hindernissen und Schwierigkeiten, einfach weitermachen und veraltete Informationen zum Beispiel, einfach aktualisieren.

Montagsfrage 189

Jeden Montag gibt es eine neue Frage, um die grauen Zellen zwischen den Ohren in Schwung zu bringen und die Woche mit einem aktiven Geist zu beginnen.

Die heutige Montagsfrage lautet:

Was würdest du niemals in deinem Leben tun und warum?

Viele Menschen werden vermutlich behaupten, dass sie niemals einen anderen Menschen töten würden, aber würdest du die gleiche Antwort geben, als Soldat im Krieg?

Andere Menschen werden vielleicht behaupten, dass sie Vegetarier sind und niemals tierisches Fleisch essen würden, aber wenn es für eine lange Zeit nichts außer Fleisch zu essen gäbe, würdest du hier eine Ausnahme machen, um nicht zu verhungern?

Wo sind in deiner Antwort die Ausnahmen zu dem, was du niemals tun würdest?

Die praktische Philosophie

Die praktische Philosophie ist meine Bezeichnung für die Anwendbarkeit der Philosophie im Alltag.

Da die Philosophie grundsätzlich die Suche nach der Wahrheit ist, sind es die Erkenntnisse, die wir aus dieser Suche gewinnen, die den wahren Nutzen für den Alltag durch die Umsetzung in der Praxis darstellen.

Fragen wie „Wie lebe ich ein gutes Leben?“ oder „Wie kann ich am besten mit anderen Menschen vorteilhaft und respektvoll umgehen?“ sind grundsätzliche philosophische Fragen, die teilweise gesellschaftlich definiert und beantwortet werden.

Die Philosophie liefert jedoch keine Antworten an sich, sondern Erkenntnisse, aber sie kann die Richtung unseres Handelns im Alltag beeinflussen und mitbestimmen.

Der praktische Nutzen der Philosophie sind die Antworten, die wir auf uns selbst anwenden, die uns unterstützend befähigen, einen Nutzen daraus zu ziehen.

Daher ist die Suche nach der Wahrheit schon eine praktische Sache, wenn wir nach nützlichen und effektiven Erkenntnissen für unser Leben und für unser Handeln suchen und diese Erkenntnisse im Alltag umsetzen.

Die wahre Bedeutung der Aussage: Ja, ja, ja

Hast du alles verstanden?

Ja, ja, ja.

Das sind zwei „Ja“ zu viel, und genau das ist das Problem.

Ein Ja reicht vollkommen aus, um Verständnis zu signalisieren.

Mehr als nur „ja“ zu sagen, ist meist ein Zeichen von Ungeduld oder Langeweile und deutet darauf hin, dass man nun endlich weitermachen möchte, und das ist die wahre Bedeutung dieser Aussage.

Bei solchen Antworten sind die Gefahren für Missverständnisse jedoch wesentlich höher als sonst.

Bei der Kommunikation miteinander sind es oft die Kleinigkeiten, die für Missverständnisse sorgen.

Und die Antwort „Ja, ja, ja“ gehört zu den Antworten, die man mit Vorsicht hinnehmen sollte, wenn eine vernünftige und verständliche Kommunikation miteinander erreicht werden soll.

Und jetzt muss ich natürlich die Frage stellen:

Hast du alles verstanden?

Welche Antwort gibst du jetzt? 😉

Jede Orientierung ist eine Einschränkung

In unsicheren oder turbulenten Zeiten, wird umso mehr nach einer Orientierung gesucht.

Welche Politik ist die richtige? Welches Medikament hilft tatsächlich? Sogar eine Navigation im Auto benötigt eine Orientierung, um funktionieren zu können.

Es gibt unzählige Beispiele dafür, dass wir Orientierung benötigen und warum wir danach suchen.

Was gelegentlich vergessen wird, ist die Tatsache, dass jede Orientierung eine Einschränkung mit sich bringt.

Eine Einschränkung an Optionen oder Auswahlmöglichkeiten.

Eine Einschränkung an Befugnisse oder Berechtigungen.

Und in allen Fällen, eine Einschränkung der eigenen Entscheidungsfreiheiten.

Durch eine Orientierung, übergeben wir ein gewisses Maß an Vertrauen an den Orientierungsgeber und verlassen uns darauf, dass die gelieferte Orientierung für uns hilfreich und zweckdienlich ist.

Wir dürfen uns daher nicht einfach damit abfinden, alle angebotenen Orientierungen, die uns heute präsentiert werden, zu akzeptieren, ohne sie zu hinterfragen oder einer kritischen Prüfung zu unterziehen.

Das Hinterfragen und kritische Prüfen einer Reihe von Orientierungen kostet jedoch Zeit und Energie, und daher ist es viel einfacher, unkomplizierter und bequemer, sich einfach an die vorgegebenen Orientierungen zu halten.

In schwierigen Zeiten sollte man die Suche nach einer Orientierung im Leben niemals einfach hinnehmen, ohne sie zu hinterfragen oder kritisch zu prüfen, nur weil einem die Zeit oder die Energie dazu fehlt.

Wir haben alle die Zeit und die Energie dafür, nur manchmal vergessen wir es.