Die Suche nach dem Nutzen

Warum auch immer hat mich diese Frage gestern beschäftigt.

Der Grund dafür war, dass ich – aus welchem Grund auch immer, jedenfalls ganz plötzlich gestern – das Gefühl hatte, dass dieser Blog vielleicht keinen Zweck erfüllt, zumindest nicht den, den ich mir vorgestellt hatte.

Dann begann ich darüber nachzudenken, was ich eigentlich erreichen wollte:

Das Wissen und die Erfahrungen aus meiner langjährigen Selbstständigkeit in kurzen Beiträgen weiterzugeben, damit Fehler der Vergangenheit so weit wie möglich vermieden werden können. Nicht als Anleitungen, sondern als Denkanstöße.

Damit solche Beiträge entstehen können, muss ein gewisses Maß an Wissen und Erfahrungen bereits vorhanden sein, damit eine Zusammenfassung geschrieben werden kann. Es muss eine Auseinandersetzung mit dem Sachverhalt ebenfalls vorher stattfinden, damit das Wesentliche vom Unwesentlichen unterschieden werden kann — besonders schwierig bei kurzen Blogbeiträgen.

Im Grunde war es die Auseinandersetzung mit teilweise komplizierten Sachverhalten, die mich dazu gezwungen hatte, eingehend und tiefgreifend mit den jeweiligen Sachverhalten zu beschäftigen und die Erkenntnisse daraus zu gewinnen.

Es waren genau diese Erkenntnisse, die ich aus dieser Erfahrung gewonnen und die ich gestern bei meiner Suche nach dem Nutzen übersehen hatte.

Das Wissen ist bereits vorhanden und die Erfahrungen wurden schon gemacht.

Die Aufarbeitung dieser Zusammenfassungen und ihre schriftliche Festhaltung verleihen auch der eigenen Denk- und Verständnisweise eine neue Tiefe und Klarheit.

Und genau diese neue Tiefe und Klarheit hatte ich in meiner Praxis immer wieder bei Klienten und Kunden eingesetzt – ohne es überhaupt zu merken.

In diesem Sinne ist mir gestern klar geworden, dass ich hier in erster Linie für mich selbst schreibe. Gedanken und Ideen in Worte zu fassen, ist nicht immer einfach oder leicht.

Es ist aber diese Übung, die Vorteile im Alltag mit sich bringen und auch im Umgang miteinander.

Und genau darin liegt für mich der wahre Wert dieses Blogs – und ein wichtiger Grund, weiterzumachen.

Blogbeitrag 1700

Heute sind genau 1.700 Tage vergangen, seit ich angefangen habe, hier jeden Tag zu bloggen, und ich frage mich immer wieder letzter Zeit, ob sich das alles lohnt.

Denn obwohl ich Unternehmer bin und meine Dienstleistungen in den Bereichen Coaching und Beratung an kleine und mittlere Unternehmen (KMU) in der Rhein-Main-Region in Hessen verkaufe, betreibe ich diese Tätigkeit hier im Blog nicht aktiv.

Und der Verkauf im Blog ist für die meisten Unternehmen in Deutschland der Hauptgrund weshalb überhaupt ein Blog oder sogar nur eine Website, überhaupt ins Leben gerufen wird.

Aber dann fällt mir wieder ein, warum ich überhaupt mit dem Bloggen angefangen habe:

Mein Wissen und meine Erfahrungen weiterzugeben, damit ich anderen helfen und mein Bestes tun kann, um zu verhindern, dass sie dieselben Fehler machen wie ich.

Die einzige Frage ist: Wie misst man Erfolg, wenn kein Feedback erforderlich ist?

Diese Frage geht mir wirklich unter die Haut, denn angesichts einiger Anfragen und Kommentare, die ich zu Blogbeiträgen und den dort behandelten Themen erhalten habe, weiß ich einfach nicht, ob der Blog generell nützlich ist oder lediglich als Zeitvertreib betrachtet werden sollte.

Denn ich erhebe keine Besucherstatistiken, verwende keine Tracking-Tools und führe keine Ranglisten auf der Grundlage von Seitenaufrufen – überhaupt nichts.

So verstehe ich Datenschutz und Datenminimierung, aber der Nachteil dadurch ist, dass ich absolut keine Ahnung habe, ob jemand diesen Blog überhaupt liest oder nützlich findet.

Das hat mich zunächst nicht gestört, und ich muss zugeben, dass ich nicht einmal weiß, warum es mir in letzter Zeit zum Thema geworden ist.

Soll ich vielleicht nun Kommentare im Blog zulassen oder aktiv um Feedback bitten?

Wenn du das hier liest und eine Idee oder einen Vorschlag vielleicht hast, schick mir bitte eine E-Mail an david@blaz.de und teile mir deine Meinung mit. 🙂

Die wichtigsten Aspekte von Wichtigkeit

Die Bedeutung von Wichtigkeit ist fast immer relativ und von der jeweiligen Situation, individuelle Betroffenheit und subjektiven Bewertung abhängig.

Der wichtigste Aspekt der Wichtigkeit ist daher erstens die eigene Einschätzung der Wichtigkeit und zweitens, in welcher Beziehung diese Wichtigkeit zu einem selbst steht.

Warum ist ein Ereignis wichtig? Wichtig für wen? Bin ich selbst davon betroffen? Interessiert mich dieses Ereignis so sehr, dass ich darüber informiert werden möchte?

Nicht alles, was wichtig ist, ist auch wirklich wichtig.

Es sind diese oben genannten wichtigsten Aspekte von Wichtigkeit, die uns Klarheit und Orientierung geben können, ob etwas wirklich wichtig ist, oder eben nicht.

Bewertungen bewerten

Eine Bewertung ist zunächst immer nur eine Auffassung.

Erst wenn eine Bewertung bewertet wird, erhält sie Bedeutung.

Wir können die Bedeutung von Bewertungen nicht immer komplett beeinflussen, aber wie wir sie selbst bewerten, teilweise schon.

Es geht darum zu erkennen, welche Aspekte oder Bestandteile einer Bewertung wir selbst bewerten und somit die Auswirkungen beeinflussen können.

Es ist oft mehr als wir denken.

Montagsfrage 195

Jeden Montag gibt es eine neue Frage, um die grauen Zellen zwischen den Ohren in Schwung zu bringen und die Woche mit einem aktiven Geist zu beginnen.

Die heutige Montagsfrage lautet:

Was fehlt dir noch?

Ich habe nicht näher gefragt, in welchem Bereich dir noch etwas fehlt, denn das ist immer individuell und wenn du einen Moment darüber nachdenkst, dann weißt du das bereits selbst.

Übrigens: Was wir glauben uns fehlt, ist nicht immer das, was uns tatsächlich fehlt.

Also, was fehlt dir noch wirklich?