Minimalismus im Kopf

Ich praktiziere schon seit geraumer Zeit eine gewisse, vielleicht etwas abgeschwächte Form des Minimalismus.

Meine persönliche Definition von Minimalismus ist ein Lebensstil, bei dem man sich zweimal überlegt, ob all diese Dinge um uns herum nützlich oder überhaupt notwendig sind — nicht übertrieben, aber bewusst darüber nachzudenken.

Wenn nicht, dann weg damit.

Die Frage ist immer, wie man diese Dinge definiert, denn schließlich bezieht sich der Ausdruck „diese Dinge“ nicht nur auf Haushaltsgegenstände.

Dinge können auch geistige Komponenten haben, wie Gedanken, Sorgen oder Emotionen.

Die Frage bei den geistigen Komponenten ist zwar die gleiche wie bei den Gegenständen (sind diese Gedanken für mich nützlich oder überhaupt noch notwendig?), aber mit Gedanken ist die Entsorgung meist schwieriger und benötigt oft einfach mehr Zeit als bei einfachen Gegenständen.

Minimalismus beginnt zunächst mit der Lenkung der eigenen Aufmerksamkeit auf „Dinge“ in unserem Leben.

Schon allein dadurch, dass wir unsere Aufmerksamkeit darauf richten, kann uns bewusst werden, ob wir doch zu viele Dinge in unserem Leben haben und ob wir nun anfangen können, sollen oder sogar müssen, uns von einigen dieser Dinge zu trennen.

Und dieser Prozess beginnt immer im Kopf.

Jetzt weg damit.

Ich denke, du weißt selbst, was damit gemeint ist.

Weniger ist mehr – auch in einem Blog

Genau das wollte ich mit diesem Blog erreichen – mit weniger mehr erreichen, vordergründig was das Design und die visuelle Gestaltung angeht.

Deshalb habe ich diesen Blog gestern auf das Wesentliche beschränkt und auf Schnickschnack sowie weitere Textblöcke verzichtet.

Lediglich das Menü bleibt unverändert und wird demnächst mit Services von mir erweitert.

Die einzige Ergänzung bestand darin, dass die Anzahl der „ähnlichen Beiträge“, die zu jedem Blogbeitrag angezeigt werden, von vier auf fünf erhöht wurde.

Es gibt weiterhin eine Suchfunktion für bestimmte Begriffe, und wenn du offline lesen möchtest, kannst du alle Blogbeiträge der letzten Jahre im Download-Bereich als PDF-Dateien herunterladen.

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Nur Inhalt.

Ob der Inhalt hilfreich, unterhaltsam oder zum Nachdenken anregend ist, müssen andere Menschen entscheiden und beurteilen.

Allerdings fällt es wahrscheinlich leichter, eine solche Entscheidung zu treffen, wenn es so wenig Ablenkungen wie möglich gibt.

Denn weniger ist in vielen Bereichen immer noch mehr — auch in einem Blog.

Probier es aus und kehre dann zur alten Methode zurück

Viele traditionelle Methoden eignen sich auch heute noch hervorragend für eine Vielzahl von Projekten und sind nach wie vor genauso relevant wie eh und je.

Aber das hätten wir nicht gewusst, wenn wir nicht zuerst andere Methoden ausprobiert hätten.

Der Unterschied zwischen der theoretischen Wirksamkeit einer neuen Methode und ihrem praktischen Nutzen ist meist nicht auf den ersten Blick erkennbar.

Erst durch das Ausprobieren einer neuen Methode, kann eine Bewertung einer alten Methode vorgenommen werden.

Denn neu ist nicht immer besser.

Neu ist neu.

Die Wahrscheinlichkeit, dass eine neue Methode eine alte plötzlich ablöst, ist geringer, als wir oft annehmen.

Aber wir müssen stets neue Methoden ausprobieren, damit wir regelmäßig die Gewissheit haben, dass die bisherigen Methoden uns weiterhin zweckdienlich und nützlich sind.

Und nach dieser Gewissheit, können wir zur alten Methode zurückkehren.

Bewegung in kleinen Portionen

Ich gehöre, leider, zu den Menschen, die nicht besonders sportlich aktiv sind.

Die ganzen Sprüche wie „Sport ist Mord“ und „Wer sich bewegt, ist selbst schuld“ gehören ebenfalls zu meinen bekannten, halbwegs lustig gemeinten Ausreden, weshalb ich mich nicht besonders sportlich betätige.

Bis ich die Auswirkungen meiner fehlenden Bewegung gemerkt habe.

Es war keine Steifheit in den Muskeln oder Schmerzen, sondern eine gewisse andauernde Müdigkeit, die ich regelmäßig gespürt habe.

Es war keine Müdigkeit, die man spürt, wenn man tatsächlich müde ist, sondern eine Art Müdigkeit, die mit weniger Energie im Allgemeinen zu tun hat.

Und das hat mich gestört, denn es war gar nicht meine Art, nicht energisch oder besonders motiviert zu sein.

Im Laufe der Jahre hat sich dieser Bewegungsmangel in mein Leben eingeschlichen, ohne dass ich es überhaupt bemerkt habe.

Gestern habe ich angefangen, mich einfach zu strecken und zu dehnen.

Ganz entspannt, keine besonderen Anstrengungen, nur ein wenig hin- und herbewegen.

Es hat überall bei mir geknackt.

Und tatsächlich habe ich mich danach besser und einfach energiegeladener gefühlt als zuvor.

Ich muss gestehen, ich war überrascht, was nur ein wenig Bewegung verursachen konnte.

Ja, wir wissen alle, wie wichtig Bewegung ist, nur merken tun wir das oft erst dann, wenn wir die Auswirkungen der fehlenden Bewegung spüren.

Das bewusste Bestreben, mich körperlich mehr zu bewegen, ist für mich zu einer vorbeugenden Maßnahme geworden, und ich tue dies nun regelmäßig, und zwar in kleinen Portionen.

So nenne ich das und für mich scheint es zu funktionieren.

Wenn die Beschreibung „Bewegung in keinen Portionen“ auch für die Antisportler unter uns hilfreich ist, dann kann ich nur bestätigen, dass die Auswirkungen von diesen kleinen Portionen Bewegung nicht zu unterschätzen sind.

Montagsfrage 182

Jeden Montag gibt es eine neue Frage, um die grauen Zellen zwischen den Ohren in Schwung zu bringen und die Woche mit einem aktiven Geist zu beginnen.

Die heutige Montagsfrage lautet:

Da heute für viele von uns ein Feiertag ist: Was machst du heute, was du an einem Wochenende oder einem anderen freien Tag normalerweise nicht tun würdest?

Was hält dich davon ab, diese Aktivität auch an einem anderen Tag (vielleicht sogar nochmals) zu machen?