Weniger Technikprovider beruhigt

Wir haben zu viel Technik in unserer digitalen Welt um uns herum, womit wir uns beschäftigen müssen.

Als Einzelunternehmer habe ich selbst:

  1. Zwei Webprovider für Internetauftritte (all-inkl.com und netcup.de)
  2. Zwei Provider für E-Mails (mailbox.org und posteo.de)
  3. Zwei Provider für verschlüsselte Cloud-Speicher (filen.io und luckycloud.de)
  4. Zwei Provider für Notizen (standardnotes.com und joplinapp.org/de/)

Und noch zahlreiche weitere Nischenanbieter für unterschiedliche Zwecke und Projekte.

Inzwischen versuche ich, weniger unterschiedliche Technikprovider benutzen zu müssen und die Anforderungen für unterschiedliche Zwecke zusammenzufassen.

Ich nenne diese Vorgehensweise die Technikkonsolidierung.

Jede Veränderung erfordert meist eine etwas längere Planung im Voraus, denn die Integration mit der eigenen Arbeitsweise wird oft als selbstverständlich betrachtet und daher merkt man oft nicht, wie abhängig (teilweise aus Gewohnheit) man tatsächlich von einem Anbieter ist — bis gewechselt wird.

Versuch und Irrtum gehören daher dazu, denn trotz der besten Planung können alle Eventualitäten niemals komplett ausgeschlossen werden.

Trotzdem lohnt es sich, wo es möglich ist, zu reduzieren und die Technik, wo möglich, bei den Providern zu kombinieren.

Müssen wir so viele unterschiedliche Anbieter für alle unterschiedlichen Zwecke immer haben, oder können mehrere Aufgaben doch mit einem (oder weniger) Anbieter erledigt werden?

Ich habe inzwischen bereits zwei Provider kündigen können, weil ich ähnliche Leistungen bei anderen Anbietern realisieren und somit kombinieren konnte.

Nichts gegen die Provider, die ich gekündigt habe, denn sie sind sehr sympathisch und leistungsfähig.

Doch in einer Welt voller Stress brauchen wir manchmal einfach ein bisschen Ruhe.

Und weniger Provider zu haben, trägt zu mehr Ruhe bei.

Weniger ist oft mehr – auch in einem Blog

Eine Faustregel für die Veröffentlichung von Pressemitteilungen lautet, dass diese zunächst vollständig verfasst und anschließend etwa 50 % des Textes gestrichen oder umformuliert werden sollten.

Das Ziel ist es, das Wesentliche beizubehalten und gleichzeitig unnötige Länge zu vermeiden.

Bei vielen Blogs ist es nicht anders.

Ein Blog spiegelt die Persönlichkeit des Autors wider.

Wenn der Autor jedoch dazu neigt, manchmal etwas zu viel zu reden (wie ich es selbst gelegentlich tue), ist das in Blogbeiträgen meist nicht besonders sinnvoll, da zu viel Text die Botschaft des Beitrags einfach verwässert.

Botschaften, Blogbeiträge und auch Presseberichte müssen kurz und zusammenfassend geschrieben werden, damit sie gelesen und auch zeitnah verstanden werden können.

Nur wenn es notwendig ist, sollte man zusätzliche Quellen für die weiterführende Lektüre vorschlagen; in vielen Fällen kann dies auch hilfreich und nützlich sein, aber oft auch nicht.

KI macht das schon seit langer Zeit – Blogbeiträge zusammenfassen und präsentieren –, und das kommt bei vielen Menschen gut an, denn genau das ist es, was sie wollen: einfache, zeitnahe Antworten auf einfache Fragen.

Bevor du als Blogger etwas veröffentlichst, wende bitte die 50-Prozent-Faustregel an und prüfe, ob wirklich alles genau so veröffentlicht werden muss, wie es ist, um deine Botschaft zu vermitteln, oder ob du stellenweise etwas kürzen könntest.

Wenn du das nicht tust, wird es die KI tun, und die Leser werden weniger Gründe haben, deinen Blog zu besuchen.

Alles ist möglich, aber nichts ist verpflichtend, und diese Vorschläge sollen lediglich dazu dienen, dich ein wenig dazu anzuregen, über deine eigenen Schreibgewohnheiten nachzudenken, denn die Zeiten ändern sich schneller, als viele Leute denken.

Unendliche Erfahrungsberichte in Internetforen

Es gibt drei Dinge, die möglicherweise tatsächlich unendlich sind:

  1. Das Universum
  2. Die menschliche Dummheit
  3. Erfahrungsberichte in Internetforen

Über das Universum und die menschliche Dummheit wurde bereits genug berichtet, nur die Internetforen wurden bisher nicht vollständig untersucht.

Internetforen erinnern mich an das alte Sprichwort: Bei zwei Juristen hat man immer drei Meinungen zur Auswahl und bei den Erfahrungsberichten ist die Auswahl oft endlos.

Erfahrungsberichte dienen dem Wissenstransfer von Erfahrungen und beziehen sich stets auf die eigenen, subjektiven und fallbezogenen Erlebnisse eines bestimmten Zeitpunktes oder Zeitraumes.

Das Problem mit den Erfahrungsberichten in Internetforen ist die Tatsache, dass zahlreiche Menschen bereits Erfahrungen zum jeweiligen behandelten Thema gemacht haben, sonst würden sie nicht darüber berichten können.

Die Erfahrungen fallen somit meistens unterschiedlich aus und das sorgt für Verwirrung.

Welche Erfahrung hilft mir wirklich in meinem konkreten Fall?

Diese Frage kann man in der Regel fast nie aus Erfahrungsberichten beantworten.

Noch erschwerend dazu kommen die anschließenden Diskussionen in den Foren über die Erfahrungen, die ebenfalls zu der Unendlichkeit beitragen.

Internetforen können zwar helfen, eigene Ideen zu entwickeln oder über weitere Vorgehensweisen nachzudenken, aber damit sie tatsächlich hilfreich sind, müssen sich die Erfahrungsberichte auf das Wesentliche beschränken.

Weniger ist meist mehr, und diese Aussage trifft insbesondere in den meisten Internetforen zu.

Und sobald wir über hilfreiche und effektive Internetforen verfügen, können wir unsere Aufmerksamkeit wieder den verbleibenden Themen zuwenden: dem Universum und der menschlichen Dummheit, aber lieber nicht in einem Internetforum.

Etwas sagen oder nicht

Nur weil wir etwas zu sagen haben, heißt das noch lange nicht, dass wir es auch sagen müssen.

Leichter gesagt als getan.

Wenn wir uns entscheiden wollen, ob wir etwas sagen sollen oder nicht, ist es hilfreich, uns vorher diese Frage zu stellen:

Wer sollte davon profitieren?

Derjenige, der spricht, oder derjenige, der zuhören soll?

Wenn man diese Frage stellt, bevor überhaupt etwas gesagt wird, lassen sich viele unnötige Diskussionen vermeiden.

Der erste Schritt zur Innovation

Die Notwendigkeit von Innovationen zur Sicherung der Zukunft der deutschen Wirtschaft wird mittlerweile von den meisten Wirtschaftsprofessoren allgemein anerkannt.

Und diese Botschaft setzt sich nun auch bei den Unternehmen langsam durch.

Früher hätten wir vielleicht gesagt, wir sollten „schneller“, „effizienter“ oder sogar „nachhaltiger“ arbeiten, doch heutzutage ist „innovativer“ der Schlüssel zur Rettung der Wirtschaft.

Wie bei den meisten gut gemeinten Ratschlägen gilt auch hier: leichter gesagt als getan.

Dennoch gibt es keinen Fortschritt, ohne den ersten Schritt zu tun, und wenn es um Innovation geht, besteht der erste Schritt darin, sich überhaupt erst einmal der Notwendigkeit einer Veränderung bewusst zu werden.

Das ist oft nicht ganz so offensichtlich, wie man meinen könnte, denn wir Menschen sind Gewohnheitstiere und neigen dazu, am Status quo festzuhalten.

Der erste Schritt zur Innovation besteht darin, die Notwendigkeit von Veränderungen anzuerkennen, und NICHT darin, zu überlegen, welche neuen Entwicklungen oder Veränderungen herbeigeführt werden sollen.

Es reicht nicht aus, Veränderungen einfach nur zu begrüßen oder sie zu akzeptieren, wenn es gerade passt; vielmehr muss die Notwendigkeit von Veränderungen fest im Bewusstsein verankert sein.

Dies ist und bleibt der erste Schritt zur Innovation; viele weitere Schritte werden folgen, und es gibt niemals eine Erfolgsgarantie.

Ohne diesen ersten Schritt sind die nachfolgenden Schritte jedoch fast immer weniger wirksam, weniger breit akzeptiert, weniger erfolgreich und daher auch weniger innovativ.

Keine Innovation ohne Akzeptanz.

Keine Akzeptanz ohne Überzeugung.

Keine Überzeugung, ohne den ersten Schritt getan zu haben.