Das AA-Syndrom ist meine sarkastische und meist lustig gemeinte Abkürzung für das sogenannte „Ausführliche Ahnungslosigkeits-Syndrom“.
Menschen, die von diesem Syndrom betroffen sind, erkennt man an ihren langen, ausführlichen und detaillierten Erklärungen und Antworten auf Fragen, denen es leider an einer sachlichen Grundlage mangelt.
Mit anderen Worten: Es ist offensichtlich, dass sie keine Ahnung haben, wovon sie reden, doch das hält sie nicht davon ab, ausführlich über ein Thema zu diskutieren und Antworten zu geben.
Nur über ein Thema zu diskutieren, auch wenn man keine Ahnung davon hat, ist vollkommen normal und ist sogar zu begrüßen, denn man kann immer voneinander lernen.
Das AA-Syndrom zeigt sich jedoch, wenn viele Antworten plötzlich geliefert werden, nicht als Meinungen, sondern als Fakten oder Tatsachen.
Es ist auch die schiere Fülle an Details, die dazu dienen soll, falsche Behauptungen und unrichtige Tatsachen zu verschleiern und zu rechtfertigen.
Das Hauptproblem beim AA-Syndrom besteht jedoch darin, dass die betroffene Person diese Behauptungen mit der Zeit selbst zu glauben beginnt, da sie Teil ihrer eigenen Persönlichkeit und Identität werden.
Und spätestens dann wird sich das AA-Syndrom von einer sarkastischen und ironischen Beschreibung einer Person, die viel zu ausführlich über Dinge spricht, von denen sie keine Ahnung hat, zu einem echten Problem entwickelt haben.
Wenn du selbst Leute kennst, die vielleicht gelegentlich unter dem AA-Syndrom leiden, ist eine einfache Frage oft sehr hilfreich:
„Wie kommst du zu dieser Meinung?“
Der Schlüssel liegt nicht darin, zu fragen: „Wie bist du zu DEINER Meinung gekommen?“, sondern vielmehr: „Wie bist du zu DIESER Meinung gekommen?“
Das AA-Syndrom ist in der Regel heilbar, wenn frühzeitig die richtigen Fragen gestellt werden.
Dann bleibt das AA-Syndrom weiterhin lediglich eine sarkastische und lustig gemeinte Abkürzung.