Der Tag ohne Internet

Es ist immer interessant zu beobachten, wie Menschen reagieren, wenn das Internet für einen Tag ausfällt.

Noch interessanter wird es, wenn das Internet bei einem selbst ausfällt, wie bei mir gestern der Fall war.

Und wenn es kommt, kommt es dicke, denn ich hatte gestern auch einen OP-Termin im Krankenhaus für einen komplizierten Leistenbruch und ich war ohnehin nicht ganz bei der Sache.

Und bei Vodafone gab es Probleme mit meinem Internetanschluss im Homeoffice, obwohl ich einen Geschäftskundenvertrag habe. Probleme bedeuten bei Vodafone meistens Totalausfall, und so war es auch.

Ein kompletter Ausfall kann jedoch zu neuen Erkenntnissen führen, denn es war tatsächlich interessant zu erkennen, welche Dinge, die wir täglich nutzen, vom Internet abhängig sind und welche Alternativen uns zur Verfügung stehen, wenn das Internet ausfällt.

Wir glauben zwar zu wissen, was das alles ist, aber ein Komplettausfall bietet die beste Möglichkeit , unser Wissen im Alltag zu testen.

Tatsächlich waren es einige Apps, die ich über Web-Apps in Brave nutze, die mir die Augen geöffnet haben, denn mir waren die Einschränkungen von Web-Apps und ihre starke Abhängigkeit vom Internet bewusst.

Und trotzdem hatte ich dieses Wissen wohl geistig verdrängt, vermutlich in der Annahme, dass so etwas nicht passieren kann. Das ist die gleiche fehlerhafte Denkweise wie wenn man keine Backups macht in der Annahme, dass man sie nie benötigt.

Wie in vielen Bereichen unseres Lebens muss erst etwas passieren, bevor wir etwas ändern, aber so lange wir den jeweiligen Weckruf für eine Veränderung nutzen, dann war der Komplettausfall, wie in diesem Fall, doch nicht umsonst.

Die Hemmschwelle beim Nachfragen

Obwohl das Stellen von Nachfragen, um ein besseres Verständnis zu erlangen, für die meisten Menschen eine Selbstverständlichkeit ist, zögern manche dennoch, wenn es darum geht, Nachfragen tatsächlich zu stellen.

Der Grund dafür ist oft, dass manche Menschen nur ungern zugeben können oder möchten, dass sie etwas nicht ganz verstanden haben.

Denn wenn man etwas nicht gleich und vollständig versteht, wird dies oft als eine eigene Schwäche empfunden.

Es entsteht dann eine Hemmschwelle beim Nachfragen.

Um eine mögliche Hemmschwelle zu überbrücken, kann Humor hilfreich sein.

„Ich habe sowas von Bahnhof verstanden, versuchen wir es nochmals in einer anderen Sprache.“

„Das meiste habe ich schon verstanden, nur die restlichen 99 % nicht. Wie war das nochmals?“

Natürlich hängt die Reaktion von den Umständen ab und davon, ob eine solche Reaktion angemessen ist, aber Humor ist fast immer eine Möglichkeit, die Situation aufzulockern, wenn es gelegentlich unangenehm sein soll, nachzufragen.

Die Hemmschwelle beim Nachfragen soll uns nicht daran hindern, trotzdem nachzufragen.

Entspannung mit Planung

Jeder Mensch benötigt irgendwann ein wenig Entspannung im Leben.

Manchmal mehr, manchmal weniger.

Und manchmal klappt das mit der Entspannung nicht so richtig.

Obwohl es unterschiedliche und auch valide Gründe gibt, weshalb man sich zu einem bestimmten Zeitpunkt nicht entspannen kann oder darf, haben die meisten Methoden für eine effektive Entspannung etwas gemeinsam:

Sie sind geplant.

Vielleicht ist eine Entspannung gleich nach der Beendigung eines Projekts oder einer Aufgabe vorgesehen.

Möglicherweise ist eine völlige Entspannung nach einem stressigen Arbeitstag geplant.

Damit eine Entspannung am verlässlichsten funktioniert und tatsächlich dazu beiträgt, dass man sich entspannen kann, soll die Entspannung geplant werden.

Termine werden geplant, damit sie eingehalten und nicht durch dauerhafte Ablenkungen gestört werden.

Termine für die Entspannung sind nicht anders als feste oder zumindest vorgesehene Zeiten für ein wenig Ruhe und Erholung.

Eine Entspannung ist jedoch nicht gleichzusetzen mit einer Pause, denn eine Pause muss in den meisten Fällen nicht festgeplant werden und kann flexibel vorgenommen werden, obwohl eine Pause ebenfalls zu einer Entspannung dazubeitragen kann.

Daher bleibt die beste Chance für eine erholsame Entspannung, die Planung.

Montagsfrage 186

Jeden Montag gibt es eine neue Frage, um die grauen Zellen zwischen den Ohren in Schwung zu bringen und die Woche mit einem aktiven Geist zu beginnen.

Die heutige Montagsfrage lautet:

Hast du heute genug getrunken?

Es tut mir leid, wenn diese Montagsfrage ein wenig trivial erscheint.

Sie bleibt trotzdem eine Montagsfrage, denn diese Frage ist eine grundsätzliche Frage, besonders wenn es draußen wärmer ist als sonst üblich, wie es jetzt der Fall ist.

Die negativen Auswirkungen einer unzureichenden Flüssigkeitszufuhr machen sich meist erst bemerkbar, wenn man bereits dehydriert ist.

Und dem ist leicht vorzubeugen, daher diese Montagsfrage.

Wäre gerade jetzt nicht eine gute Zeit, etwas zu trinken, auch wenn du nicht gerade Durst hast?

Die Sicherheitsabwägung bei der Speicherung von Passwörtern

Wo und wie Passwörter digital gespeichert werden, ist fast zu einer Wissenschaft geworden, denn es ist immer eine Abwägung zwischen Sicherheit und Nutzen.

Es ist diese notwendige Abwägung, die eine Entscheidung erschwert und verkompliziert.

Absolute Sicherheit bedeutet in der Regel auch einen Einbuß an Komfort.

Und je mehr Komfort angestrebt wird, desto mehr tendiert die Sicherheit dazu, darunter zu leiden.

Meine Erfahrungen mit der Nutzung von KeePassDX als Passwortmanager haben ergeben, dass die App komplizierter und aufwendiger in der Nutzung war, als der empfundene Nutzen. Aber das ist natürlich eine subjektive Bewertung, die lediglich für mich und für meine Bedürfnisse anwendbar ist.

Passwörter im Browser zu speichern, ist zwar bequem, aber dann kommen die Sicherheitsbedenken hinzu.

Inzwischen bin ich bei der Nutzung von StandardNotes für die Verwaltung und Speicherung meiner Zugangsdaten und Passwörter geblieben, trotz der bekannten Sicherheitsbedenken hinsichtlich der Speicherung in den USA, trotz Verschlüsselung.

Es ist immer die Abwägung des Ganzen unter Kenntnisnahme des sogenannten Threat Models und nach der Abwägung der Vor- und Nachteile einer solchen Entscheidung, die eine bestmögliche Entscheidung ermöglicht.

Eine solche Entscheidung ist selten fest in Stein gemeißelt und sie kann jederzeit angepasst oder komplett geändert werden.

Bei solchen Entscheidungen ist es entscheidend zu wissen, was getan werden kann – und vor allem, wie –, falls etwas geändert werden muss oder sollte.

Meine Lösung ist sicherlich nicht perfekt, aber für mich und für meine Sicherheitsbedürfnisse im Alltag, ist sie derzeit ausreichend und daher akzeptabel.

Es ist das Wort „ausreichend“, das in vielen Aspekten der Sicherheit angestrebt werden soll, wenn die Technik verwendet werden soll, und nicht „perfekt“.