Schnell entschieden und langsam bereut

Schnelle Entscheidungen können wir alle treffen, und manchmal müssen wir sie sogar schnell treffen.

Es sind die täglichen und kleinen Entscheidungen, die wir meistens zügig treffen.

Welche Kaffeetasse für den Kaffee heute Morgen? Ziehe ich heute die schwarze Stoffhose oder die blaue Jeans an? Fahre ich die Straße links oder rechts auf dem Weg zur Arbeit? Zahlreiche kleine Entscheidungen werden ständig und meistens rasch getroffen.

Langsam können wir jedoch manche Entscheidungen bereuen, aber selten sofort, denn die Auswirkungen unserer Entscheidungen benötigen oft ein wenig Zeit, um sich zu entfalten.

Und langsam fangen wir dann an, uns über die Kaffeetasse zu ärgern, weil wir vergessen haben, dass der Kaffee meistens ziemlich schnell kalt wird in der Tasse. Um die Mittagszeit stellen wir fest, dass die blaue Jeans doch nicht ganz richtig war, weil es so heiß heute ist. Und ja, wir hätten auf dem Weg zur Arbeit doch die Straße links nehmen sollen, denn die Baustelle rechts dauert ewig, um vorbeizufahren.

Viele schnelle Entscheidungen treffen wir aus Gewohnheit, und genau an dieser Stelle liegt der Ansatz für Verbesserungen und weniger Irritation.

Es geht darum, ein verstärktes Bewusstsein für unsere Gewohnheiten und für die zahlreichen schnellen Entscheidungen, die wir täglich treffen, zu entwickeln.

Entsorgen wir dann vielleicht die Kaffeetasse, in der der Kaffee immer schnell kalt wird, anstatt sie im Schrank weiterhin aufzubewahren? Sehen wir doch kurz im Fernsehen oder im Netz nach, wie das Wetter heute wird, damit wir wissen können, ob die Jeans doch passen oder nicht! Und um Gottes Willen daran denken, die Straße links auf dem Weg zur Arbeit zu nehmen, damit die Baustelle vermieden wird.

Gewohnheiten sind notwendig, um uns im täglichen Leben zu entlasten. Sie können jedoch gleichzeitig belasten, wenn wir sie nicht gelegentlich bewusst wahrnehmen und ggf. Anpassungen vornehmen.

Und solche Entscheidungen können wir alle schnell treffen und langsam verinnerlichen, dass sie doch die richtigen Entscheidungen waren.

Montagsfrage 178

Jeden Montag gibt es eine neue Frage, um die grauen Zellen zwischen den Ohren in Schwung zu bringen und die Woche mit einem aktiven Geist zu beginnen.

Die heutige Montagsfrage lautet:

Was hält dich davon ab, einer Person, die du liebst, gerade jetzt zu sagen, dass du sie liebst?

Hier und jetzt.

Das geht auch per Telefon, aber am besten NICHT per Sprach- oder Textnachricht.

Das kann die Partnerin oder der Partner sein, aber auch Kinder und Familie gehören meistens zu den Menschen, die du liebst, auch wenn die Kinder manchmal anstrengend sein können (aus eigener Erfahrung).

Einfach sagen: „Ich bin auf der Arbeit (oder wo auch immer), habe dabei an dich gedacht, und wollte dir nur sagen, dass ich dich liebe.“

Geschrieben und schon veraltet

Der Titel dieses Beitrages beschreibt eines der Hauptprobleme mit dem Schreiben von Beiträgen im Netz — die Gültigkeit und praktische Anwendbarkeit ist meistens nur sehr kurz.

Das gilt besonders für technische oder wissenschaftliche Beiträge.

Das liegt aber an der Natur von Information — sie wird stets weiterentwickelt, erforscht, korrigiert, ergänzt, und plötzlich ist das, was gerade geschrieben wurde, schon veraltet.

Diese Entwicklung ist jedoch vollkommen in Ordnung und zu begrüßen, denn wenn schon etwas geschrieben wird, ist das immer eine Momentaufnahme, gewissermaßen eine Art „Foto“ des derzeitigen Kenntnisses oder der momentanen Denkweise.

Das Schreiben ist ein Prozess und Ergebnisse wie Berichte, aber auch fertiggestellte Bücher, sind lediglich Zwischenstationen auf dem Weg der Autorinnen und Autoren zum nächsten Projekt.

Der einzige wahre Wert des Schreibens liegt im Schreiben selbst, nicht im Ergebnis.

Falsche Überzeugungen

Das Hauptproblem mit sympathischen oder einflussreichen Menschen und sogenannten Influencern, ist die Gefahr einer falschen Überzeugung.

Wenn man von etwas überzeugt ist, dann sind Gegenargumente und sogar Gegenbeweise kaum hilfreich, um eine bereits getroffene Überzeugung zu ändern.

Das Problem liegt auch darin, dass Menschen in ihrem Leben Stabilität und Orientierung benötigen und eine bereits übernommene Überzeugung diese Bedürfnisse erfüllt.

Hilfreiche und wirksame Maßnahmen gegen falsche Überzeugungen sind:

  1. Überzeugungen müssen grundsätzlich stets auf ihre Gültigkeit überprüft werden.
  2. Schwarz-Weiß-Denken und Entweder-oder-Denken müssen noch genauer unter die Lupe genommen werden.
  3. Aufgeschlossen zu sein und bereit zu sein, zuzugeben, dass eine derzeitige Überzeugung vielleicht doch nicht ganz richtig ist, und eine Änderung in Betracht zu ziehen.

Es gibt zahlreiche weitere Maßnahmen zur Bekämpfung falscher Überzeugungen, doch im Mittelpunkt all dieser Maßnahmen steht die Notwendigkeit, unsere Entschlossenheit zu stärken, nicht einfach alles für bare Münze zu nehmen.

Habe ich dich nun überzeugt? 😉

Den Ausgleich finden

Den Ausgleich zu finden gehört sicherlich zu den wichtigsten Aufgaben im Leben, aber die Frage stellt sich oft: Den Ausgleich wozu finden?

Der Ausgleich ist immer ein Gegengewicht zu einer Beschäftigung, Tätigkeit oder Gewohnheit im Leben.

Es ist der Ausgleich, der uns Perspektive und Orientierung gibt.

Sind wir noch auf dem richtigen Weg? Ist das, was wir machen, immer noch richtig (und auch noch überhaupt wichtig)?

Der Ausgleich sorgt auch für Entspannung und Abwechslung.

Es ist der Ausgleich, der das ganze Leben „ausgeglichen“ macht.

Wichtig ist jedoch, den Ausgleich zu suchen und zu finden, bevor er gebraucht wird.