Weniger Zeug beruhigt

Als jemand, der ständig und kontinuierlich beschäftigt ist, gibt es etwas, das mir – und auch den Menschen, die ich kenne und unterstütze – immer wieder geholfen hat:

Versuche einfach, weniger Zeug um dich herum zu haben.

Was in deinem Fall „Zeug“ bedeuten soll, ist immer individuell, aber es gibt immer etwas, was wir entweder wegräumen oder gar komplett entsorgen können.

Weniger Zeug bedeutet, dass weniger Dinge im Weg stehen oder dich ablenken.

Oft wird unterschätzt, wie stark unsere Umgebung uns unbewusst beeinflussen kann.

Entscheidend ist das Wort „unbewusst“.

Daher kann ich nur anregen, es selbst auszuprobieren und etwas aus deiner unmittelbaren Umgebung zu entfernen (es gibt unendliche Witze dazu, was man entfernen kann, wie Ehepartner und Kinder).

Aber Spaß beiseite, weniger beruhigt. Es ist einfach weniger, womit dein Gehirn sich beschäftigen muss, bewusst oder unbewusst.

Und wenn das Entfernen von Gegenständen doch nicht funktioniert, dann bleiben immer noch die Ehepartner und Kinder. 🙂

Meinungsbegründungen vermeiden

Manchmal bitten Menschen andere, ihre Ansichten zu erläutern, wenn diese eine andere Meinung vertreten als sie selbst.

Die unterschiedlichen oder abweichenden Ansichten sollten begründet werden.

Eine Erläuterung kann hilfreich und zweckdienlich sein, aber eine Begründung meistens nicht.

Denn eine Begründung muss verteidigt und erklärt werden und führt oft zu endlosen Diskussionen über Vor- und Nachteile einer bestimmten Ansicht oder Einstellung.

Menschen müssen oft von einer Meinungsbegründung überzeugt werden, und das ist fast immer eine Zeitverschwendung für alle Beteiligten.

Es wird vergessen, dass jeder Mensch eine eigene Meinung hat, und sie basiert auf persönlichen Einstellungen, Erfahrungen und Glaubenssätzen.

Die eigene Meinung zu begründen, ist daher höchstens bei sich selbst zweckdienlich und vorteilhaft, aber nicht bei anderen Menschen.

Die eigene Meinung nach Bedarf oder Nachfrage anderer Menschen erläutern? Gerne.

Die eigene Meinung anderer Menschen begründen? Lieber nicht.

Veraltet, aber unterhaltsame Nachrichten

Je älter eine Nachricht ist, desto weniger relevant, gültig und anwendbar wird sie – und Ausnahmen bestätigen die Regel.

Die Tagesschau von vor 20 Jahren ist ein Beispiel für veraltete, aber dennoch unterhaltsame Nachrichten.

Wie war das damals? Wer hat was zu wem gesagt, und wann? Die Politiker sehen jetzt doch so anders aus. Man merkt auch die Unterschiede in der Bild- und Tonqualität der Tagesschau von damals im Vergleich zu heute.

Veraltet, aber unterhaltsam.

Man kann und soll zwar aus der Vergangenheit lernen, und manche Ereignisse und Lektionen sollen und müssen stets in Erinnerung gerufen werden, damit sie nicht in Vergessenheit geraten.

Aber die meisten anderen Nachrichten haben lediglich eine begrenzte Nutzungs- und Gültigkeitsdauer.

Die Botschaft dieses Beitrags basiert auf einem Grundgedanken aus der Philosophie der Gelassenheit (auch aus der Sufi-Tradition) und kann uns helfen, in schwierigen Zeiten, die von Informationsüberflutung und anhaltenden Krisen geprägt sind, ruhig zu bleiben:

„Auch das geht vorbei.“

Eines Tages sind fast alle Nachrichten, denen wir täglich ausgesetzt sind, veraltet und lediglich unterhaltsam.

Auf alles gleich und sofort zu reagieren, ist in den seltensten Fällen notwendig oder produktiv, denn auch das geht vorbei.

Schnell entschieden und langsam bereut

Schnelle Entscheidungen können wir alle treffen, und manchmal müssen wir sie sogar schnell treffen.

Es sind die täglichen und kleinen Entscheidungen, die wir meistens zügig treffen.

Welche Kaffeetasse für den Kaffee heute Morgen? Ziehe ich heute die schwarze Stoffhose oder die blaue Jeans an? Fahre ich die Straße links oder rechts auf dem Weg zur Arbeit? Zahlreiche kleine Entscheidungen werden ständig und meistens rasch getroffen.

Langsam können wir jedoch manche Entscheidungen bereuen, aber selten sofort, denn die Auswirkungen unserer Entscheidungen benötigen oft ein wenig Zeit, um sich zu entfalten.

Und langsam fangen wir dann an, uns über die Kaffeetasse zu ärgern, weil wir vergessen haben, dass der Kaffee meistens ziemlich schnell kalt wird in der Tasse. Um die Mittagszeit stellen wir fest, dass die blaue Jeans doch nicht ganz richtig war, weil es so heiß heute ist. Und ja, wir hätten auf dem Weg zur Arbeit doch die Straße links nehmen sollen, denn die Baustelle rechts dauert ewig, um vorbeizufahren.

Viele schnelle Entscheidungen treffen wir aus Gewohnheit, und genau an dieser Stelle liegt der Ansatz für Verbesserungen und weniger Irritation.

Es geht darum, ein verstärktes Bewusstsein für unsere Gewohnheiten und für die zahlreichen schnellen Entscheidungen, die wir täglich treffen, zu entwickeln.

Entsorgen wir dann vielleicht die Kaffeetasse, in der der Kaffee immer schnell kalt wird, anstatt sie im Schrank weiterhin aufzubewahren? Sehen wir doch kurz im Fernsehen oder im Netz nach, wie das Wetter heute wird, damit wir wissen können, ob die Jeans doch passen oder nicht! Und um Gottes Willen daran denken, die Straße links auf dem Weg zur Arbeit zu nehmen, damit die Baustelle vermieden wird.

Gewohnheiten sind notwendig, um uns im täglichen Leben zu entlasten. Sie können jedoch gleichzeitig belasten, wenn wir sie nicht gelegentlich bewusst wahrnehmen und ggf. Anpassungen vornehmen.

Und solche Entscheidungen können wir alle schnell treffen und langsam verinnerlichen, dass sie doch die richtigen Entscheidungen waren.

Montagsfrage 178

Jeden Montag gibt es eine neue Frage, um die grauen Zellen zwischen den Ohren in Schwung zu bringen und die Woche mit einem aktiven Geist zu beginnen.

Die heutige Montagsfrage lautet:

Was hält dich davon ab, einer Person, die du liebst, gerade jetzt zu sagen, dass du sie liebst?

Hier und jetzt.

Das geht auch per Telefon, aber am besten NICHT per Sprach- oder Textnachricht.

Das kann die Partnerin oder der Partner sein, aber auch Kinder und Familie gehören meistens zu den Menschen, die du liebst, auch wenn die Kinder manchmal anstrengend sein können (aus eigener Erfahrung).

Einfach sagen: „Ich bin auf der Arbeit (oder wo auch immer), habe dabei an dich gedacht, und wollte dir nur sagen, dass ich dich liebe.“