Dieser Blog hier wird gelegentlich als ein Mikroblog bezeichnet, weil ich stets versuche, sämtliche Inhalte kurz und zusammenfassend zu schreiben. Wenn es aber bei mir juckt, dann schreibe ich ausnahmsweise ein wenig länger als üblich, aber sonst stets kurz und schmerzlos.
Ich muss gestehen, ich käme selbst nicht auf die Idee, meinen Blog ein Mikroblog zu nennen, denn Mikroblogging kenne ich eigentlich nur bei Kurznachrichtendiensten wie X (ehem. Twitter) oder Mastodon. Aber inzwischen bin ich mehrfach wegen meiner kurzen Schreiweisen angeschrieben und sogar angesprochen worden.
Die meisten Menschen hielten meine Schreibweise für optimal, denn sie erlaubt eine schnelle Auffassung des Inhaltes ohne viel Schnickschnack, und das war genau mein Ziel. Nur gelegentlich sollte ich bei bestimmten Beiträgen tiefer und detaillierter in die Materie eindringen und ausführlicher erläutern.
Diese ganze Auseinandersetzung mit der Länge meiner Blogbeiträge hat mich auf die Idee gebracht, diese Art des Schreibens mit einer Art des Denkens zu verknüpfen.
Damit ein Blogbeitrag zusammenfassend und halbwegs verständlich geschrieben werden kann, muss ein tieferes Verständnis des jeweiligen Sachverhaltes vorhanden sein. Erst dann kann eine Zusammenfassung geschrieben und eine Verkürzung von Inhalten vorgenommen werden.
Ist das nicht etwa wie eine Art des Mikrodenkens?
Die Denkweise des Mikrodenkens ist kurz und zusammenfassend. Aber bevor das Mikrodenken erfolgen kann, muss ein tieferes Verständnis vorhanden sein, sonst bleibt alles nur eine Meinung.
Das Mikrodenken erfordert somit Wissen, Verständnis und Erfahrung bevor es für das Schreiben von kurzen Blogbeiträgen eingesetzt werden kann.
Natürlich ist man auch nicht immer damit erfolgreich und der Leser am Ende eines Beitrages vielleicht weiterhin nur Bahnhof versteht, aber der Begriff des Mikrodenkens gefällt mir trotzdem.
Vielleicht sollte ich meinen Blog den Blog für Mikrodenker nennen?