Ich gehöre, leider, zu den Menschen, die nicht besonders sportlich aktiv sind.
Die ganzen Sprüche wie „Sport ist Mord“ und „Wer sich bewegt, ist selbst schuld“ gehören ebenfalls zu meinen bekannten, halbwegs lustig gemeinten Ausreden, weshalb ich mich nicht besonders sportlich betätige.
Bis ich die Auswirkungen meiner fehlenden Bewegung gemerkt habe.
Es war keine Steifheit in den Muskeln oder Schmerzen, sondern eine gewisse andauernde Müdigkeit, die ich regelmäßig gespürt habe.
Es war keine Müdigkeit, die man spürt, wenn man tatsächlich müde ist, sondern eine Art Müdigkeit, die mit weniger Energie im Allgemeinen zu tun hat.
Und das hat mich gestört, denn es war gar nicht meine Art, nicht energisch oder besonders motiviert zu sein.
Im Laufe der Jahre hat sich dieser Bewegungsmangel in mein Leben eingeschlichen, ohne dass ich es überhaupt bemerkt habe.
Gestern habe ich angefangen, mich einfach zu strecken und zu dehnen.
Ganz entspannt, keine besonderen Anstrengungen, nur ein wenig hin- und herbewegen.
Es hat überall bei mir geknackt.
Und tatsächlich habe ich mich danach besser und einfach energiegeladener gefühlt als zuvor.
Ich muss gestehen, ich war überrascht, was nur ein wenig Bewegung verursachen konnte.
Ja, wir wissen alle, wie wichtig Bewegung ist, nur merken tun wir das oft erst dann, wenn wir die Auswirkungen der fehlenden Bewegung spüren.
Das bewusste Bestreben, mich körperlich mehr zu bewegen, ist für mich zu einer vorbeugenden Maßnahme geworden, und ich tue dies nun regelmäßig, und zwar in kleinen Portionen.
So nenne ich das und für mich scheint es zu funktionieren.
Wenn die Beschreibung „Bewegung in keinen Portionen“ auch für die Antisportler unter uns hilfreich ist, dann kann ich nur bestätigen, dass die Auswirkungen von diesen kleinen Portionen Bewegung nicht zu unterschätzen sind.