Wahrnehmung durch Lenkung

„Wahrnehmung durch Lenkung“ beschreibt einen bewussten Ansatz, die eigenen Gedanken zu steuern und die eigene Aufmerksamkeit zu lenken.

Die eigenen Gedanken werden bewusst durch eine selektive Auswahl möglicher Orientierungspunkte gelenkt.

Es geht nicht nur darum, die eigenen Gedanken zu kontrollieren, sondern auch darum, zu erkennen und auszuwählen, was die eigene Wahrnehmung gerade aufnimmt.

Das liegt daran, dass ein Großteil davon bereits zu Beginn des Wahrnehmungsprozesses herausgefiltert werden kann und später nicht mehr aktiv ausgewertet und herausgefiltert werden muss.

Wir sparen Zeit und mentale Energie, wenn wir unsere Wahrnehmung der Ereignisse um uns herum so früh wie möglich lenken.

Montagsfrage 194

Jeden Montag gibt es eine neue Frage, um die grauen Zellen zwischen den Ohren in Schwung zu bringen und die Woche mit einem aktiven Geist zu beginnen.

Die heutige Montagsfrage lautet:

Kannst du zehn Minuten lang einfach nichts tun, ohne eine Beschäftigung oder eine Ablenkung zu suchen, und wie fühlst du dich dabei?

Viele Menschen haben Schwierigkeiten und fühlen sich unwohl, wenn sie nicht beschäftigt sind.

Das ist meistens ein gelerntes Verhalten. Wir kennen es nicht anders. Eine dauerhafte Beschäftigung ist zur Gewohnheit geworden.

Diese Montagsfrage könnte uns dazu anregen, darüber nachzudenken, ob uns das betrifft und ob wir uns vielleicht einmal Gedanken darüber machen sollten.

Digitale und analoge Notizen

Ich verwende digitale Notizen mit der APNA-Methode für die Erledigung und langfristige Speicherung von Notizen und Aufgaben seit Jahren, und dieses System ist für mich in Ordnung und hat sich als effektiv erwiesen.

Aber dieses System hat seine Grenzen und Nutzbarkeit im Alltag, insbesondere wenn es stressig wird und verschiedene Aufgaben schnell erledigt werden müssen.

In solchen Fällen habe ich die Tendenz, einfach oder schnelle Notizen auf einem Stück Papier zu schreiben.

Das Aufschreiben auf Papier ist in solchen Fällen nicht nur praktisch, sondern zwingt mich, meine Gedanken ein wenig langsamer zu verfassen. Das liegt daran, dass ich später auch lesen und verstehen möchte, was ich soeben selbst geschrieben haben und daher auf eine ordentliche Schreibweise achten muss.

Viele dieser analogen Notizen bleiben auf dem Papier, andere hingegen werden zusammenfassend in digitale Notizen gespeichert.

Es ist diese Zusammenfassung von aufgeschriebenen Notizen, die für mich einen weiteren Vorteil ergeben, denn obwohl ich mich nun zweimal mit einer Notiz beschäftigen muss (Papier und Digital), habe ich ein tieferes Verständnis des Sachverhaltes dadurch.

Manche Notizen auf Papier bleiben aber auch auf Papier und werden nicht digitalisiert, denn manchmal ist eine Digitalisierung einfach nicht erforderlich oder zweckdienlich. Das Gleiche gilt auch für manchen digitalen Notizen, die später aus verschiedenen Gründen, gelöscht werden können, sollen oder müssen.

Es ist diese Kombination von digitalen und analogen Notizen, die ein Gesamtpaket der Notizverwaltung darstellen.

Wie wir etwas betrachten

Wie wir etwas betrachten liegt zunächst die Grundlage für unsere weitere Vorgehensweise damit fest, auch wenn das bedeutet, dass wir im Moment nichts machen.

Wenn wir etwas betrachten, denn bewerten wir die Sache meistens gleichzeitig mit und daran liegt oft das Problem, denn es ist unsere Bewertung, die unsere nächsten Schritte bestimmen und nicht zwangsläufig nur die Betrachtung an sich.

BBB ist meine Abkürzung für eine, zumindest für mich, vernünftige Vorgehensweise für die weiteren Schritte, wenn wir etwas betrachten.

BBB = Betrachten, bewerten, bewegen.

Erst die Sache neutral betrachten. Anschließend und nach Bedarf, Interesse oder Notwendigkeit, bewerten. Erst nach der Bewertung kann entschieden werden, ob wir uns bewegen, oder eben nicht.

Aber die Grundlage ist und bleibt wie wir etwas zunächst betrachten.

Es kann sich daher oft lohnen, gelegentlich ein wenig mehr Zeit mit der Betrachtung zu verbringen, als voreilig in die Bewertungsstufe zu gehen.

Das gilt nicht nur für Probleme und Herausforderungen im Leben, sondern auch mit unserem eigenen Umgang miteinander.

Ratschläge, die funktionieren

Die einzigen Ratschläge, die tatsächlich funktionieren, sind die, die umgesetzt werden.

Ratschläge umzusetzen bedeutet jedoch nicht, dass wir mit dem Ratschlag einverstanden sein müssen.

Es ist diese gelegentliche Verwechslung zwischen der Notwendigkeit zu handeln und der Zustimmung zu dem Ratschlag selbst, die zum Scheitern führt.

In anderen Worten: Du musst nicht mit einem Ratschlag einverstanden sein, aber wenn er funktionieren soll, dann muss er umgesetzt werden.

Es klingt so logisch und so selbstverständlich, aber wenn wir einen Moment darüber nachdenken, wird uns klar, dass wir oft selbst Einverständnis erwarten – noch bevor wir überhaupt damit begonnen haben, etwas in die Tat umzusetzen.

Ratschläge, die funktionieren sollen, müssen zunächst umgesetzt werden, auch wenn wir nicht ganz damit einverstanden sind.

Einverständnis kann durch die Erfahrung später erfolgen.

Gleichzeitig lässt sich jedoch feststellen, dass man weiterhin nicht mit dem Ratschlag einverstanden sein sollte oder möchte, unabhängig davon, ob er erfolgreich war oder nicht, denn zumindest wurde er ausprobiert und nicht nur theoretisch in Betracht gezogen.

Die Umsetzung von Ratschlägen macht jedoch eine vorherige Prüfung ihrer Anwendbarkeit und Durchführbarkeit nicht überflüssig, da es selbstverständlich ist, Ratschläge zu prüfen und zu bewerten, bevor man sie in die Praxis umsetzt.

Dennoch ist der einzige Ratschlag, der wirklich funktioniert, derjenige, der auch in die Tat umgesetzt wird.