Vollgas geben, aber mit Richtung

Vollgas zu geben, wenn es darum geht, eine Aufgabe zu erledigen oder ein Ziel zu erreichen, wird oft verlangt oder selbst vorgenommen.

Aber Vollgas zu geben, ist jedoch immer nur ein vorübergehender Zustand.

Ebenso entscheidend ist die Richtung, auf die diese Bemühungen ausgerichtet sind.

Es wird gelegentlich jedoch übersehen, dass die Richtung sich plötzlich ändern kann und somit angepasst werden muss.

Daher sind Pausen hilfreich, in denen eine Bestandsaufnahme gemacht wird.

Die Bestandsaufnahme dient der Orientierung und Bestätigung der weiteren Vorgehensweise.

Obwohl es immer hilfreich ist, zu wissen, wohin wir gehen, ist es genauso wichtig, zu wissen, dass wir immer auf dem richtigen Weg sind.

Klingt zwar logisch, aber das wird beim Vollgasgeben gelegentlich übersehen.

Die Herausforderung einer Vereinfachung

Um ein Thema auf vereinfachte, aber fachlich korrekte Weise zu erklären, sind fast immer fundierte Kenntnisse oder Erfahrungen auf dem jeweiligen Gebiet erforderlich.

Vielen Menschen mag diese Aussage selbstverständlich erscheinen, da sie davon ausgehen, dass ihr eigenes Wissen oder ihre eigene Erfahrung ausreicht, um das Wesentliche vom Unwesentlichen zu unterscheiden und es in komprimierter Form darzustellen.

Das Wesentliche vom Unwesentlichen zu unterscheiden, ist jedoch nur die erste Herausforderung einer Vereinfachung.

Es geht weniger darum, Wissen und Erfahrung an sich zu vereinfachen, sondern vielmehr darum, zunächst zu entscheiden, was überhaupt weggelassen oder gekürzt werden sollte.

Die Entscheidung, was weggelassen oder gekürzt werden soll, erfordert nicht nur Wissen und Erfahrung, sondern auch ein Verständnis der Sachlage und ein gewisses „Gespür“ oder eine Intuition dafür, was wesentlich ist.

Die eigentliche Herausforderung einer Vereinfachung besteht daher darin, ein Gespür für das Gesamtbild zu entwickeln, auf die eigene Intuition zu vertrauen und die Vereinfachung so zu vermitteln, dass sie sowohl fachlich korrekt als auch leicht verständlich ist.

Etwas zu vereinfachen, kann daher manchmal ziemlich schwierig sein.

Das vergessen wir manchmal, vor allem wenn wir immer häufiger einfache Antworten auf komplizierte Fragen erwarten.

Freiheit und Grenzen

Die Tatsache, dass es keine Freiheit ohne Grenzen geben kann, ist nicht nur eine philosophische, sondern auch eine praktische Erkenntnis.

Denn wenn man nicht weiß, wo die Grenzen liegen, kann man auch nicht wissen, wo die Freiheit beginnt.

Um diesen Gedanken im Sinne dieses Blogs zu veranschaulichen und ihn besser im Gedächtnis zu behalten, hier ein einprägsamer Satz:

Meine Freiheit endet dort, wo deine beginnt.

Für mich dient dieser Satz als Leitprinzip für unseren Umgang miteinander.

Die wahre Herausforderung besteht darin, diese Grenzen zu kennen und zu akzeptieren.

Montagsfrage 174

Jeden Montag gibt es eine neue Frage, um die grauen Zellen zwischen den Ohren in Schwung zu bringen und die Woche mit einem aktiven Geist zu beginnen.

Die heutige Montagsfrage ist vielleicht ein wenig leichter zu beantworten als andere Montagsfragen, aber dennoch kann sie für einen guten Start in die Woche sorgen und lautet:

Hast du bereits ALLE Uhren nach der Sommerzeit umgestellt und bist du dir da sicher?

Aufgrund der Umstellung auf die Sommerzeit wurden die Uhren bereits am Samstagabend um eine Stunde vorgestellt.

Die meisten Uhren werden vermutlich automatisch umgestellt, wie bei Handys und Funkuhren.

Aber wie sieht es mit der Uhr im Auto aus?

Oder mit der Armbanduhr am Handgelenk?

Oder mit der Uhr an der Kaffeemaschine oder am Herd in der Küche?

(Und falls du gerade zufällig auf die Uhr geschaut hast, dann hat diese Montagsfrage ihren Zweck definitiv erfüllt.) 🙂

Den Schreibtisch aufräumen

Eine der effektivsten Methoden, die ich bisher gefunden habe, um ein hohes Arbeitspensum zu bewältigen, besteht darin, meinen Schreibtisch auf das Nötigste zu reduzieren.

Leichter gesagt als getan, denn ich brauche immer etwas, und ich hatte immer das Gefühl, dass ich das, was ich gerade weggeräumt hatte, gleich wieder benötigen würde.

Und genau das passierte immer wieder – sobald ich meinen Schreibtisch bis auf das Nötigste freigeräumt hatte, brauchte ich fast sofort wieder etwas.

Rückblickend ist mir jedoch immer wieder aufgefallen, dass ich, obwohl ich die Dinge immer wieder auf meinen Schreibtisch zurücklegen musste, dennoch produktiver war, als wenn von Anfang an alles auf dem Schreibtisch gelegen hätte.

Das war eine wichtige Erkenntnis und hat mich, offen gestanden, ein wenig überrascht.

Das Hin- und Herschieben erhöhte die Produktivität tatsächlich stärker, als wenn alles von Anfang an griffbereit gewesen wäre.

Mein Schreibtisch hat die Gewohnheit, Dinge auf magische Weise anzuziehen; man muss diese Magie nur gelegentlich entzaubern und den Schreibtisch aufräumen.