Anmeldung Hui, Abmeldung Pfui

Eine Anmeldung im Netz geht in der Regel schnell, nur die Abmeldung dauert meistens länger.

Zunächst muss man die Schaltfläche zum Abmelden finden, dann bestätigen, dass man sich sicher ist, und oft noch ein zweites Mal bestätigen, dass man alle Nachteile (aus Sicht des Unternehmens) versteht und akzeptiert.

Es ist schon seit Langem bekannt, dass es sich hierbei um eine Geschäftstaktik handelt.

Schnell rein aber nur langsam raus, denn vielleicht will der Kunde doch noch Umsätze machen, nur weiß er das selbst bisher nicht.

Bei WhatsApp hingegen kann man sein Konto relativ einfach und ohne großen Aufwand vollständig löschen, auch wenn der Begriff „vollständig löschen“ angesichts der Tatsache, dass das Unternehmen zur Meta-Gruppe gehört, etwas unglaubwürdig wirkt.

Da WhatsApp so erfolgreich ist, müssen sie es den Nutzern nicht schwer machen, sich abzumelden.

Diese Erkenntnis kann als Maßstab für andere Bereiche dienen.

Wenn es nicht einfach ist, sich abzumelden, oder wenn die Abmeldeoption schwer zu finden ist, stellt sich die Frage: Warum?

Ein Unternehmen, das es seinen Kunden erschwert, sich abzumelden, möchte mehr Kontrolle und Einfluss auf seine Kunden ausüben.

Und das hat wenig mit den technischen Aspekten des An- und Abmeldens zu tun.

Denken und umsetzen

Der beste Gedanke bringt herzlich wenig, wenn er nicht in Taten umgesetzt wird.

Die Welt ist voller guter Absichten, aber nur Taten zählen.

Es sind die Taten, die Veränderungen und Verbesserungen bewirken und vorantreiben können.

Wir alle denken nach, aber nur wenige setzen ihre guten Gedanken tatsächlich in die Tat um.

Natürlich können oder sollten nicht alle Gedanken sofort in die Tat umgesetzt werden, denn manchmal kommen uns Dinge in den Sinn, die niemals in die Tat umgesetzt werden sollten.

Doch gerade diese guten Gedanken, die wir manchmal nicht in die Tat umsetzen zu wagen, werden wir in der Zukunft mehr denn je benötigen.

Wir müssen nur denken und umsetzen.

Am Anfang gut mit dem Stein

Wenn etwas auf den ersten Blick gut aussieht, kann man es doch ruhig mal ausprobieren, oder?

Wir müssen nicht daran erinnert werden, dass „ein guter Anfang“ nicht unbedingt „ein gutes Ende“ bedeutet, denn „Am Anfang gut“ ist eine Einschätzung des Anfangs, sagt bekanntlich nichts über das Ende aus.

Doch gerade diese erste Einschätzung kann den Stein ins Rollen bringen.

Oft reicht es aber schon aus, wenn der Anfang gut ist, denn der Stein kommt in der Regel von selbst ins Rollen, egal was passiert.

Daher reicht es oft schon aus, wenn der Stein von Anfang an in die richtige Richtung rollt.

Bücher zweimal lesen

Es gibt nur sehr wenige Bücher, die ich mehr als einmal lese. Nur Nachschlagewerke – oder in besonderen Fällen, wenn ich motiviert bin oder das Bedürfnis verspüre – lese ich ein Buch ein zweites Mal.

Vor etwa fünf Jahren habe ich angefangen, meine Bücher durchzugehen. „Durchgehen“ bedeutet dabei, sie entweder weiterzuverkaufen, zu verschenken oder wegzuwerfen – wobei Letzteres für mich nur als letzte Option infrage kam.

Bis heute waren das etwa 600 Bücher, und der Prozess, sie alle durchzugehen, ist immer noch nicht abgeschlossen.

Auch wenn ich zu Hause jetzt viel mehr Platz habe, seit ich so viele Bücher aussortiert habe, gab es Momente, in denen es mir schwerfiel, mich von so vielen davon zu trennen.

Der Hauptgrund, warum ich es manchmal schwierig fand, war der Gedanke, dass es mehr oder weniger Verschwendung ist, ein Buch zu kaufen, es einmal zu lesen und es dann viele Jahre lang zu Hause als Dekoration herumliegen zu lassen.

Die meisten Bücher werden ohnehin nur einmal gelesen und anschließend als Dekoration verwendet.

Es sei denn, du gibst die Bücher an jemand anderen weiter.

Dann besteht die Möglichkeit, dass dieses Buch doch ein zweites Mal gelesen wird.

Nur nicht von dir.

Diese Erkenntnis hat es mir ermöglicht, so viele Bücher mit gutem Gewissen weiterzugeben, denn viele davon werden mit Sicherheit gelesen. Einmal von mir, einmal von jemand anderem – aber was das Buch selbst angeht, ist es nun zweimal gelesen worden.

Montagsfrage 201

Jeden Montag gibt es eine neue Frage, um die grauen Zellen zwischen den Ohren in Schwung zu bringen und die Woche mit einem aktiven Geist zu beginnen.

Die heutige Montagsfrage lautet:

Der Sommer neigt sich langsam dem Ende zu. Welche Sommerklamotten hast du dieses Jahr überhaupt nicht getragen und könntest dich davon trennen?

Das Vorhalten von Klamotten „für alle Fälle“ ist oft nichts anderes als eine mentale Blockade, die uns daran hindert, etwas „Neues“ oder etwas „Anderes“ in Betracht zu ziehen.

Wenn es so gut aussieht, warum hast du es dieses Jahr nicht angehabt?

Gibt es dafür wirklich einen Grund, oder ist das nur Wunschdenken „für alle Fälle“?