Streitgespräche verstehen

Streitgespräche miteinander zu führen, können wir alle.

Es gibt eine ganze Industrie, die sich damit beschäftigt, zu erklären, wie man Streitgespräche gewinnen kann.

Leider werden Menschen, die Streitgespräche verlieren, oft als Verlierer bezeichnet.

Sie haben nicht die besten Argumente gebracht oder sie waren ihrem Gesprächspartner rhetorisch unterlegen.

Das ist eine bedauerliche und auch oberflächliche Betrachtungsweise für die Menschen, die angeblich ein Streitgespräch „verloren“ haben, unabhängig davon, wieso oder weshalb.

Denn es sind die Menschen, die angeblich nicht gewonnen haben, die dazu beigetragen haben, dass ein Sachverhalt oder ein Thema überhaupt behandelt wird. Ohne das Streitgespräch, kein Vorwärtskommen mit dem jeweiligen Thema.

Um Streitgespräche besser zu verstehen, muss man zunächst verstehen, was erreicht werden soll — eine weitere Klärung oder ein tieferes Verständnis von etwas, oder eine Unterhaltung durch einen verbalen Schlagabtausch?

Beide Varianten können unterhaltsam sein, aber damit wir Streitgespräche effektiv verstehen können, müssen wir wissen, was damit erreicht werden soll.

Geht es bei politischen Streitgesprächen wirklich und tatsächlich vorwiegend und primär um die jeweiligen Sachverhalte, oder eher um die eigene Position, um mehr Zustimmung zu erhalten?

Die Vorgehensweisen bei den Gesprächen unterscheiden sich nämlich je nach Zielsetzung.

Eine Debatte, die sich zu einem lebhaften Schlagabtausch entwickelt, kann unterhaltsam sein, doch meist sind es gerade die Gespräche, die oft langweilig erscheinen, die am meisten Substanz bieten.

Bei Talkshows im Fernsehen ist es fast undenkbar, solche Gespräche zu führen, denn die Zuschauer wollen meistens etwas anderes sehen und erleben.

Das ist auch völlig in Ordnung so, es muss nur verstanden werden, was man damit bekommt.

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Die Herausforderung der Kommunikation

Die Herausforderung bei der Kommunikation besteht immer darin, ein Verständnis der Botschaft akkurat zu vermitteln.

Verständnis muss nicht zwangsläufig auch Einverständnis bedeuten, aber ohne erst Verständnis zu haben, kann keine Bewertung erfolgen, ob Einverständnis folgen kann.

Zu glauben, man wisse oder verstehe etwas, ist nicht dasselbe wie es tatsächlich zu wissen oder zu verstehen.

Es kann aber manchmal schwierig sein, die Grenzen dazwischen zu erkennen.

Die Prüfung der Kommunikation erfolgt durch die Abfrage.

Was genau wurde verstanden?

Wie würdest du meine Botschaft in deinen eigenen Worten wiedergeben?

Je wichtiger die Kommunikation, desto wichtiger die Abfrage.

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Wenn etwas unmöglich ist

Wenn etwas unmöglich ist, stellt sich die Frage: Warum glauben wir das?

Ist es tatsächlich wissenschaftlich und rechnerisch unmöglich, oder ist es moralisch unmöglich? Vielleicht beides?

In allen Fällen wurde diese Unmöglichkeit mit Grenzen versehen, unabhängig davon, ob diese Grenzen wissenschaftlich, rechnerisch oder moralisch begründet sind.

Wenn etwas unmöglich ist, dann stellt sich die Frage nach den Grenzen.

Je gründlicher und tiefer wir diese Grenzen verstehen, desto besser können wir einschätzen, ob sie wirklich unüberwindbar sind oder ob sie ein Produkt unserer eigenen Glaubenssätze und derzeitigen Erkenntnisse sind.

Frag nicht, warum etwas unmöglich ist, sondern frag, wo die Grenzen liegen, die es unmöglich machen.

Das hilft uns, besser zu erkennen und zu verstehen, wann etwas wirklich unmöglich ist oder ob diese Einschränkung in unseren eigenen Grenzen liegt.

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Die tägliche Vereinfachung des eigenen Lebens

Täglich putzen wir unsere Zähne (oder sollten wir es zumindest regelmäßig tun).

Täglich essen und/oder trinken wir etwas (medizinische Ausnahmen und Fastenzeiten ausgeschlossen).

Und dazu gibt es zahlreiche weitere Tätigkeiten, Gewohnheiten und Aktivitäten, die wir immer wieder regelmäßig und auch täglich vornehmen.

In unserer zunehmend komplizierten Welt, soll eine tägliche Vereinfachung des eigenen Lebens zur sonst täglichen Routine hinzugefügt werden.

Nur eine Kleinigkeit vereinfachen, aber täglich.

Was diese Kleinigkeit sein kann und wie sie vereinfacht werden kann, ist immer individuell und kann nicht pauschal beantwortet werden.

Wir wissen jedoch meistens selbst, wo es ein wenig zu kompliziert in unserem Leben geworden ist, und genau dort können wir unsere Gedanken zunächst richten.

Die großen Veränderungen und Vereinfachungen müssen nicht unbedingt angestrebt werden, nur eine Kleinigkeit, aber jeden Tag.

Die Vereinfachung des eigenen Lebens ist ein Prozess und kein Ziel.

Wie beim Zähneputzen, Essen, Trinken und Schlafen: Wir machen diese Dinge täglich und die tägliche Vereinfachung des eigenen Lebens gehört dazu.

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Wer verlinkt, hat es geliked

Das Einfügen eines Links zu etwas in einem Blogbeitrag oder einem Beitrag in den sozialen Medien gilt als ein „Like“ (Gefällt mir), auch wenn der Link lediglich dazu diente, auf ein Problem aufmerksam zu machen.

Das Internet lebt von Aufmerksamkeit, und ein Link im Netz trägt zu dieser Aufmerksamkeit bei und wird daher als ein „Like“ betrachtet und von den Suchmaschinen und KI entsprechend bewertet.

Wir sollten vorsichtig sein, worauf wir verlinken.

Und da dieser Beitrag in einem verenglischten Stil verfasst wurde, hier noch ein letzter, einfacher Satz, der dir vielleicht im Gedächtnis bleibt, bevor du das nächste Mal einen Link teilst.

Wer linkt, liked.

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