Denken, prüfen und mitnehmen

Das Denken kommt immer an erster Stelle, denn man muss erst darüber nachdenken, dass man etwas prüfen möchte, bevor man damit beginnen kann.

Allerdings sind es manchmal gerade die Ergebnisse dieser Prüfungen, die im aktuellen Denken nicht immer berücksichtigt werden.

Alle Menschen denken; manche denken mehr, andere weniger.

Die meisten Menschen prüfen ihre Gedanken und Denkweisen auch eines Tages.

Aber nicht jeder nimmt die Ergebnisse dieser Prüfungen mit.

Vorwärts und rückwärts

Dass wir gelegentlich einen Schritt zurückgehen müssen, um vorwärtszukommen ist ein altes Sprichwort und den meisten Menschen bekannt.

Es ist interessant zu untersuchen, wie die Unterscheidung zwischen „vorwärts“ und „rückwärts“ in der Praxis getroffen wird.

Rückwärts ist rückwärts, keine Frage. Oder doch nicht? Denn wir sind vorwärtsgekommen, eben weil wir zunächst rückwärts gegangen sind.

Entscheidend ist, den gesamten Prozess als Ganzes zu betrachten und nicht nur seine einzelnen Teile.

In anderen Worten: Vorwärts und rückwärts ist nur dann relevant und zweckdienlich, wenn das Ganze im Blick behalten wird.

Denn erst, wenn wir vorwärtskommen, wird uns bewusst, wie wertvoll es war, einen Schritt zurückzutreten.

Wahrnehmung durch Lenkung

„Wahrnehmung durch Lenkung“ beschreibt einen bewussten Ansatz, die eigenen Gedanken zu steuern und die eigene Aufmerksamkeit zu lenken.

Die eigenen Gedanken werden bewusst durch eine selektive Auswahl möglicher Orientierungspunkte gelenkt.

Es geht nicht nur darum, die eigenen Gedanken zu kontrollieren, sondern auch darum, zu erkennen und auszuwählen, was die eigene Wahrnehmung gerade aufnimmt.

Das liegt daran, dass ein Großteil davon bereits zu Beginn des Wahrnehmungsprozesses herausgefiltert werden kann und später nicht mehr aktiv ausgewertet und herausgefiltert werden muss.

Wir sparen Zeit und mentale Energie, wenn wir unsere Wahrnehmung der Ereignisse um uns herum so früh wie möglich lenken.

Montagsfrage 194

Jeden Montag gibt es eine neue Frage, um die grauen Zellen zwischen den Ohren in Schwung zu bringen und die Woche mit einem aktiven Geist zu beginnen.

Die heutige Montagsfrage lautet:

Kannst du zehn Minuten lang einfach nichts tun, ohne eine Beschäftigung oder eine Ablenkung zu suchen, und wie fühlst du dich dabei?

Viele Menschen haben Schwierigkeiten und fühlen sich unwohl, wenn sie nicht beschäftigt sind.

Das ist meistens ein gelerntes Verhalten. Wir kennen es nicht anders. Eine dauerhafte Beschäftigung ist zur Gewohnheit geworden.

Diese Montagsfrage könnte uns dazu anregen, darüber nachzudenken, ob uns das betrifft und ob wir uns vielleicht einmal Gedanken darüber machen sollten.

Digitale und analoge Notizen

Ich verwende digitale Notizen mit der APNA-Methode für die Erledigung und langfristige Speicherung von Notizen und Aufgaben seit Jahren, und dieses System ist für mich in Ordnung und hat sich als effektiv erwiesen.

Aber dieses System hat seine Grenzen und Nutzbarkeit im Alltag, insbesondere wenn es stressig wird und verschiedene Aufgaben schnell erledigt werden müssen.

In solchen Fällen habe ich die Tendenz, einfach oder schnelle Notizen auf einem Stück Papier zu schreiben.

Das Aufschreiben auf Papier ist in solchen Fällen nicht nur praktisch, sondern zwingt mich, meine Gedanken ein wenig langsamer zu verfassen. Das liegt daran, dass ich später auch lesen und verstehen möchte, was ich soeben selbst geschrieben haben und daher auf eine ordentliche Schreibweise achten muss.

Viele dieser analogen Notizen bleiben auf dem Papier, andere hingegen werden zusammenfassend in digitale Notizen gespeichert.

Es ist diese Zusammenfassung von aufgeschriebenen Notizen, die für mich einen weiteren Vorteil ergeben, denn obwohl ich mich nun zweimal mit einer Notiz beschäftigen muss (Papier und Digital), habe ich ein tieferes Verständnis des Sachverhaltes dadurch.

Manche Notizen auf Papier bleiben aber auch auf Papier und werden nicht digitalisiert, denn manchmal ist eine Digitalisierung einfach nicht erforderlich oder zweckdienlich. Das Gleiche gilt auch für manchen digitalen Notizen, die später aus verschiedenen Gründen, gelöscht werden können, sollen oder müssen.

Es ist diese Kombination von digitalen und analogen Notizen, die ein Gesamtpaket der Notizverwaltung darstellen.