Die zeitliche Anwendbarkeit – oder, wie ich gerne sage, der zeitliche Nutzen – bezieht sich auf den optimalen Zeitpunkt für eine wirksame Anwendung von Problemlösungen.
Ähnlich wie das Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) bei Lebensmitteln bezieht sich die zeitliche Anwendbarkeit auf den Zeitraum, in dem die besten Ergebnisse erzielt werden können.
Kann man Lebensmittel nach Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums noch verzehren? In den meisten Fällen lautet die Antwort „Ja“, denn das Mindesthaltbarkeitsdatum gibt den Zeitraum an, in dem das Produkt ohne Gesundheitsrisiko verzehrt werden kann.
So ist es oft mit der zeitlichen Anwendbarkeit, denn die erstrebten Maßnahmen für eine Problemlösung sind oft auch später effektiv und nützlich, aber nicht immer.
Und gerade diese beiden letzten Wörter im letzten Satz haben es in sich: nicht immer.
Vielleicht klappt die Lösung nach Ablauf der zeitlichen Anwendbarkeit, aber vielleicht auch nicht.
Lösungen sind am besten eingesetzt, solange die zeitliche Anwendbarkeit gewährleistet ist.
Danach sind sie vielleicht noch verwendbar, aber – genau wie bei Lebensmitteln, deren Mindesthaltbarkeitsdatum überschritten ist – sollte man sie am besten vorher schrittweise probieren, um zu sehen, ob die Lösungen für den vorgesehenen Verwendungszweck noch „richtig schmecken“ und weiterhin als Problemlösungen geeignet sind.