Der fremdbestimmte Zeitpunkt

Der fremdbestimmte Zeitpunkt beschreibt, wie der Name schon sagt, einen Zeitpunkt, der nicht selbstbestimmt ist.

Fernsehprogramme im Fernsehen sind gute Beispiele für fremdbestimmte Zeitpunkte, genauso wie die Nachrichten um 20:15 Uhr. Fernsehprogramme kommen, wann der TV-Sender die Ausstrahlung bestimmt, genauso wie die Nachrichten um viertel nach acht.

Es ist diese Fremdbestimmung, die zunehmend weniger Akzeptanz in unserer Gesellschaft erfährt, denn sie schränkt unsere Selbstbestimmung verhältnismäßig unnötig ein.

Inzwischen kann man Fernsehprogramme speichern und sie später anschauen, in Videotheken streamen oder im Internet anschauen — so ziemlich wann man will.

Man hat erkannt, dass die fremdbestimmten Zeitpunkte nur bedingt zweckmäßig und vorteilhaft für die Zuschauer von heute sind, und hat seine Angebote entsprechend angepasst und erweitert.

Was jedoch gelegentlich übersehen wird, ist die Zunahme der eigenen Verantwortung und die Notwendigkeit der Selbstbestimmung bei der Reduzierung der Fremdbestimmung.

Was logisch und selbstverständlich klingen mag, ist es oft nicht.

Denn wir ärgern uns manchmal, wenn im Fernsehen nichts läuft, obwohl wir schon über 100 Programme zur Auswahl haben und ziemlich alles auf Abruf, und zwar von Anfang an, anschauen können.

Dies ist einer der Gründe, weshalb viele Serien so beliebt sind, denn die meisten können jederzeit abgerufen werden, und es entsteht oft eine lange Bindung mit den Schauspielern und Themen.

Nur: Die Produzenten haben sogenannte Staffeln.

Die Produzenten bestimmen eigenständig, wann die jeweilige Staffel beendet wird und wann die nächste beginnt.

Der Zeitpunkt für die erste Folge in der neuen Staffel ist bekanntlich immer fremdbestimmt, nur wann wir sie anschauen, liegt an uns (okay, wenn es wirklich spannend wird, dann eben fremdbestimmt und zwar am besten gleich, das ist in Ordnung so).

Die Moral dieses Beitrages ist zu bedenken, dass wir immer eine Entscheidungsmöglichkeit haben, und wenn wir es mit fremdbestimmten Zeitpunkten zu tun haben, dass wir immer die Möglichkeit haben, diese Zeitpunkte zu akzeptieren, oder eben nicht.

Die Konsequenzen unserer Entscheidungen tragen wir selbst, und manchmal müssen oder möchten wir diese fremdbestimmten Zeitpunkte hinnehmen. Es muss nur klar sein, dass wir sie selbst akzeptiert haben.

Montagsfrage 171

Jeden Montag gibt es eine neue Frage, um die grauen Zellen zwischen den Ohren in Schwung zu bringen und die Woche mit einem aktiven Geist zu beginnen.

Die heutige Montagsfrage lautet:

Wo liegt der Schwerpunkt deiner Aufmerksamkeit bei der Bewältigung von Problemen — bei der Lösungsfindung oder bei der Problembehandlung?

Die Betonung hier liegt auf dem Wort Schwerpunkt.

Natürlich kann man behaupten, dass der jeweilige Schwerpunkt immer abhängig von dem jeweiligen Problem ist, aber es gibt tendenziell immer einen Schwerpunkt bei der Vorgehensweise in den meisten Fällen.

Es gibt hier kein „richtig“ oder „falsch“ als Antwort.

Es geht nur darum, zu erkennen, wie wir selbst ticken, wenn wir Probleme lösen wollen.

Diese Erkenntnis kann uns unterstützen, Probleme effektiver zu lösen.

Erledigte Aufgaben archivieren

Eine der für mich wertvollsten Gewohnheiten, die ich seit Jahren praktiziere, ist das Archivieren von erledigten Aufgaben.

Sämtliche Aufgaben sind bei mir verschlüsselt gespeichert worden und mit Backups versehen. Dafür verwende ich weder unverschlüsselte Aufgabenlisten noch öffentliche Speichermedien für die Verwaltung von Aufgaben, auch die eigene Nextcloud gehört nicht dazu.

Der Vorteil der Speicherung ist die Erinnerung zu einem späteren Zeitpunkt.

Wann du etwas gemacht hast, und vor allem wie du das erledigt hast, hat einen unschätzbaren Wert in der Zukunft.

Viele unserer Aufgaben und Tätigkeiten wiederholen sich später. Vielleicht nicht genau die gleichen Aufgaben wie früher, aber oft gibt es Ähnlichkeiten.

Erledigte Aufgaben dienen als Erinnerungen und Gedächtnisstürze für die Aufgaben von heute.

Wir müssen nur unsere erledigten Aufgaben speichern, damit wir später darauf zurückgreifen können.

Dieses Thema habe ich in der Vergangenheit bereits mehrfach behandelt, aber die Wichtigkeit und der Nutzen können nicht oft genug betont werden, daher nochmals die freundliche Erinnerung daran.

Erinnerungen und Vergleiche

Wenn zwei Menschen sich einen Kinofilm anschauen, dann haben beide anschließend unterschiedliche Erinnerungen an Einzelheiten des Films, auch wenn sie ganz minimal sind.

Erst durch Vergleiche (ein Gespräch miteinander nach dem Film) werden Einzelheiten abgeglichen und die Erinnerungen verstärkt oder sogar ergänzt. „Was? Das habe ich gar nicht im Film bemerkt.“

Die Herausforderung bei Vergleichen ist, stets im Hinterkopf zu behalten, dass diese Erinnerungen immer aus der eigenen Wahrnehmung und anschließenden Bewertung stammen, und Menschen können sich täuschen.

Dies ist auch einer der Gründe, weshalb Zeugenaussagen im Gericht getrennt voneinander vorgenommen werden. Es soll keine Beeinflussung durch das Suggerieren von fremden Erinnerungen stattfinden.

Erinnerungen sind immer persönliche Wahrnehmungen, das wissen wir natürlich alle.

Es sind die Vergleiche von Erinnerungen und die Möglichkeit, dass wir unsere eigenen Erinnerungen durch den Einfluss anderer Menschen verändern können, auf die wir achten müssen.

Das Beste, was man bei unerwünschten Werbeanrufen tun kann:

Einfach auflegen, ohne etwas zu sagen.

Ob man dabei „Nein, danke“ oder „Kein Interesse“ sagt, bevor aufgelegt wird, hat etwas mit der eigenen Laune und Persönlichkeit zu tun und kann individuell entschieden werden.

Erforderlich ist diese Höflichkeit jedoch nicht.

Und wenn diese Empfehlung ein wenig hart oder unhöflich klingt, dann hat man wohl die aktuelle Welle der Spam-Anrufe glücklicherweise (noch) nicht erlebt.

In jedem Fall ist es wichtig, kein Gespräch zuzulassen, keine Fragen zu beantworten und auf keinen Fall das Wort „Ja“ zu sagen.

Man kann später immer eine Nummer sperren.

Aber zuerst leg einfach auf.