Denkgewohnheiten

Alle Menschen haben Gewohnheiten.

Bestimmte Ritualen.

Übliche Vorgehensweisen.

Immer dieselbe Strecke auf dem Weg zur Arbeit zu fahren.

Was manchmal übersehen wird, ist, dass auch unsere Gedanken Gewohnheiten haben.

Wenn wir etwas erleben oder einer bestimmten Person wieder begegnen, spielen unsere Denkgewohnheiten oft eine entscheidende Rolle.

Und diese Denkgewohnheiten können unsere Gefühle beeinflussen, ohne dass wir uns dessen wirklich bewusst sind.

Das liegt daran, dass Gewohnheiten automatisch ablaufen und kein Handeln unsererseits erfordern.

Wenn wir etwas in der Vergangenheit mit einer Person erlebt haben, dann besteht die Möglichkeit, dass wir bereits eine Denkgewohnheit über diese Person entwickelt haben, ohne es zu wissen.

Wenn wir unsere Reaktionen auf bestimmte Ereignisse oder Menschen besser verstehen wollen, kann es hilfreich sein, einen Blick auf unsere Denkgewohnheiten zu werfen.

Gewohnheiten können verändert werden.

Zunächst einmal müssen wir sie einfach als das akzeptieren, was sie sind: Gewohnheiten.

Dann können wir entscheiden, ob diese Gewohnheiten für uns noch sinnvoll sind oder ob es an der Zeit ist, sie zu ändern.

Bedürfnis und Bedarf

Ein Bedürfnis ist das subjektiv empfundene Gefühl, dass etwas fehlt, sowie der damit verbundene Wunsch, diesen Mangel zu beheben.

Hunger. Schlaf. Anerkennung.

Der Bedarf ist die Konkretisierung des Bedürfnisses.

Hunger: Ich möchte Spaghetti essen.

Schlaf: Ich möchte schlafen bis morgen früh, oder ich möchte nur 15 Minuten die Augen schließen.

Anerkennung: Ich möchte, dass meine Mitarbeiter meine Arbeit an diesem Projekt besser einschätzen.

Ein Bedürfnis kann am besten befriedigt werden, wenn der Bedarf möglichst genau definiert wird.

Warum und wozu bei Entscheidungen

Wenn du eine Entscheidung getroffen hast, ein wenig abzunehmen, dann frage ich dich nicht nur warum, sondern auch wozu.

Warum du abnehmen möchtest, könnte sein, dass du dich gerade nicht besonders gut fühlst, dass du körperliche Beschwerden hast oder vielleicht, dass deine Kleidung dir nicht mehr so gut passt wie früher.

Das „Warum“ wurde geklärt.

Wozu du abnehmen möchtest, liefert jedoch die Antwort darauf, welche Zustände du nicht nur erreichen, sondern auch behalten möchtest. Bessere körperliche Bewegung zu genießen? Kleidung zu behalten, die du vielleicht doch nicht wegwerfen musst?

Die Antwort auf die Frage „Wozu“ beschreibt der langfristige Zustand oder das Niveau, das du beibehalten möchtest.

„Warum“ ist die Antwort auf die Gegenwart, und „wozu“ ist die Antwort auf die Zukunft.

Beide Antworten auf die Fragen nach dem Warum und dem Wozu müssen klar und verständlich beantwortet werden, wenn Entscheidungen getroffen werden und diese Entscheidungen Veränderungen bewirken sollen.

Und das gilt nicht nur bei Entscheidungen zum Thema Abnehmen, sondern bei allen Entscheidungen, die wahrhaftige und langfristige Veränderungen verursachen sollen.

Nach Entscheidungen: Umfassende Maßnahmen ergreifen

Wahre Veränderung im Leben beginnt fast immer zunächst mit einer Entscheidung.

Eine Entscheidung zu treffen, ohne umfassende Maßnahmen zu ergreifen, ist jedoch keine Entscheidung, sondern Wunschdenken.

Warum umfassende Maßnahmen ergreifen und nicht nur einfach „Maßnahmen“ an sich?

Weil die eine oder andere Maßnahme mit höchster Wahrscheinlichkeit, nicht immer funktionieren wird.

Umfassende Maßnahmen decken eine ganze Bandbreite von Möglichkeiten ab, und sorgen für eine bestmögliche Realisierung des Vorhabens.

„Ich hätte es gerne“ ist nicht gleich zu setzen mit „Ich werde es jetzt tun“.

Manche Menschen nennen diese Vorgehensweise einen Plan B zu haben für den Fall, dass die erste Vorgehensweise nicht funktioniert.

Und wenn Plan B nicht klappt, dann gibt es immer noch 24 weitere Buchstaben im Alphabet (ohne Umlaute und Eszett), die man für den nächsten Plan benutzen könnte.

Wir können die Abläufe und Pläne so beschreiben, wie wir wollen, aber letztlich, und in den meisten Fällen, sind es die umfassenden Maßnahmen, die zum gewünschten Ergebnis führen, sobald eine Entscheidung getroffen wurde.

Montagsfrage 204

Jeden Montag gibt es eine neue Frage, um die grauen Zellen zwischen den Ohren in Schwung zu bringen und die Woche mit einem aktiven Geist zu beginnen.

Die heutige Montagsfrage lautet:

Was könntest du heute tun, um jemand anderem eine Freude zu machen?

Das kann beruflich oder privat sein.

Nur eine Person.

Aber heute.