Tu so, als ob

Die Redewendung „Tu so, als ob“ bedeutet in der Regel, etwas vorzugeben oder zu simulieren, obwohl es nicht der Wahrheit entspricht.

Eine solche Einstellung zu praktizieren kann jedoch sehr hilfreich sein, wenn du etwas machen sollst oder musst, was du nicht gerade machen möchtest.

Der Anfang ist entscheidend, denn im Laufe der Zeit ändert sich oft die anfängliche Einstellung, und auch die Denkweise kann sich wandeln.

Wenn du etwas machen solltest und hast momentan keine Lust darauf, dann tu so, als ob du Lust darauf hättest.

Ich sage immer, übe dich in deinen schauspielerischen Fähigkeiten mit dieser Aufgabe am Anfang aus.

Denn mit der Zeit, müssen wir oft keine Schauspielerei mehr ausüben.

WhatsApp-Statusmeldungen optimieren

Für die Menschen, die derzeit WhatsApp benutzen möchten oder müssen, sind diese sogenannten Statusmeldungen vermutlich bekannt.

Das sind diese Meldungen, die nach 24 Stunden automatisch verschwinden.

Und obwohl ich selbst derzeit noch WhatsApp benutze (die Betonung liegt auf noch), schaue ich schon lange keine Statusmeldungen mehr an, obwohl sie von Bekannten, Freunden und Familie stammen.

Warum?

Der persönliche Bezug fehlt fast immer.

Der persönliche Bezug ist zunächst die Beschreibung, die angibt, was das für ein Bild ist, wo es gemacht wurde und was du damit zu tun hast.

Nur ein Bild zu posten, sagt gar nichts darüber aus, wo das sein soll, was du dort machst, wie du dich fühlst, und was du dabei empfindest.

Ein Bild zu posten ist an sich ganz nett, aber ohne einen Bezug zu haben und ein Verständnis darüber zu haben, was du da gerade machst, wie du dazu gekommen bist, dort zu sein (Urlaub, Einladung, Ausflug), und was das überhaupt für ein Gebäude oder Denkmal sein soll, ist das sehr schade um das Bild.

Besser wäre, einen kurzen Text bei jedem Bild zu posten als eine Art Erklärung, was das ist, was wir gerade anschauen.

Statusmeldungen mit Bezug zu Menschen und deren Empfindungen an unterschiedlichen Ortschaften sind immer interessanter und wertvoller, als Bilder ohne Bezug.

Je persönlicher, umso besser.

Statusmeldungen können optimiert werden, wenn wir erst verstehen, was wir da anschauen, und anschließend einen Bezug zu dir bilden können.

Und beim Eisessen in Italien ist es gut zu wissen, wo du bist und wie du dazu gekommen bist, dort zu sein, aber nicht vergessen, mehr zu schreiben, als nur „Sehr lecker“. Was ist lecker? Warum ist das Eis lecker?

Je mehr wir von einer Statusmeldung verstehen, desto besser können wir am Geschehen teilnehmen.

Und ist das nicht der Grund, weshalb Statusmeldungen überhaupt gepostet werden — damit andere Menschen am Geschehen teilnehmen können?

Optimiere eure Statusmeldungen mit Beschreibungen, Ergänzungen und persönlichen Empfindungen, dann bin ich geistig ganz nah bei dir bei deinem nächsten Besuch in der Eisdiele in Italien mit dem Schokoladeneis mit den kleinen Erdnussstücken, die manchmal zwischen den Zähnen hängen bleiben.

Optimierung als Prozess und nicht als Ziel

Etwas zu optimieren ist fast immer ein Prozess und kein Ziel, denn die verfügbaren Optimierungsmöglichkeiten und die sich daraus ergebenden Notwendigkeiten dazu ändern sich stets mit der Zeit.

Der Optimierungsprozess hat jedoch Zwischenstufen, und es können diese Zwischenstufen sein, die zunächst als Ziele definiert werden können.

Entscheidend für den langfristigen Optimierungserfolg ist daher, die Zwischenstufen auf der Optimierungsreise zu dokumentieren.

Denn mit der Zeit gerät einiges in Vergessenheit und die Wiederholungsgefahr, dieselben Fehler nochmals zu machen, steigt mit der zunehmenden Zeit.

Das jeweilige Ziel ist daher die Zwischenstufe einer Optimierung, und nicht die Optimierung selbst.

Der Weckruf für weniger im Leben

Wir haben im Allgemeinen einfach zu viel von allen Dingen.

Zu viel Zeug um uns herum, zu viel Information und zu viele Optionen, aus denen wir Entscheidungen treffen sollen und müssen.

Immer mehr und mehr zu haben, schleicht sich meist unbewusst in unser Leben ein.

Wir nennen das Sammeln von vielen Dingen oft ein natürliches Phänomen, und in vielen Bereichen kann das Sammeln zunächst vorteilhaft sein.

Aber ob und wann es genug ist, können wir meistens nur schwer im Voraus beurteilen.

Der Weckruf kommt meistens dann, wenn die Nachteile des Sammelns, die Vorteile überwiegen.

Vor lauter Gegenständen bei uns in der Wohnung, finden wir nicht das, wonach wir suchen.

Bei so viel Information ist die Entscheidungsfindung kaum zu bewältigen.

Es muss meistens erst etwas passieren, bevor wir feststellen, dass einfach zu viel „Zeug“ um uns herum ist, und uns daran hindert, freier und zufriedener zu leben.

Das ist aber ein normaler Vorgang, dass etwas erst passieren muss, bevor wir es wahrnehmen.

Wichtig beim Weckruf für weniger im Leben ist daher, den Weckruf wahrzunehmen, denn oft klingelt es, aber wir hören nicht hin.

Vielleicht, weil wir so viel Zeug um uns herum haben, das uns vom Weckruf ablenkt?

Montagsfrage 185

Jeden Montag gibt es eine neue Frage, um die grauen Zellen zwischen den Ohren in Schwung zu bringen und die Woche mit einem aktiven Geist zu beginnen.

Die heutige Montagsfrage lautet:

Was könntest du heute anders essen oder trinken, was du schon lange nicht mehr gegessen oder getrunken hast, um ein wenig mehr Vielfalt in dein Leben zu bringen?

Je früher du diesen Beitrag am Tag liest, desto mehr Zeit hast du, entsprechend zu handeln.

Und wenn es schon zu spät ist, um heute etwas zu ändern, wie sieht es dann morgen mit ein wenig mehr Vielfalt aus?