„Sag mir nicht, wer du bist, sondern zeig mir, wie du schreibst, dann weiß ich, wer du bist.“
Dieses Zitat ist von mir und eine Abwandlung eines bekannten Zitats von Johann Wolfgang von Goethe.
Wenn ich diesen Satz bei Vorträgen verwende, dann wird ein bestimmtes Wort fast immer verwechselt.
Ich sage immer „… zeig mir, wie du schreibst …“, und viele Teilnehmende meinen immer, dass ich gemeint habe „… zeig mir, was du schreibst …“.
Es gibt natürlich einen wesentlichen Unterschied zwischen dem Wie und dem Was beim Schreiben.
Wie du etwas schreibst, entscheidet ohnehin häufig darüber, ob das, was du geschrieben hast, auch verstanden wird.
Und wie du schreibst, kann wesentlich mehr über die eigene Persönlichkeit verraten als das, was du schreibst.
Wie etwas geschrieben ist, gibt Erkenntnisse, die über den Text selbst hinausgehen.
Dadurch gewinnen wir mehr Verständnis für das Geschriebene.
Wenn du selbst etwas schreibst, dann kann es sich lohnen, einen Moment darüber nachzudenken, ob die Art und Weise, WIE du gerade schreibst, zu dem, WAS du schreibst, passt.
Dann kann ein bestmögliches Verständnis daraus entstehen.