Entspannung bewerten

Entspannung lässt sich am besten beurteilen und somit gleichzeitig bewerten, wenn die Auswirkungen einer Entspannungsübung deutlich spürbar sind.

Gerade in solchen Momenten, wenn man sich endlich entspannt, wird einem bewusst, wie angespannt oder gestresst man zuvor war, denn je gestresster oder angespannter man zuvor war, desto häufiger und intensiver wird man die Entspannung erleben.

Gerade in Momenten wie diesen lässt sich die derzeitige Belastung und Anspannung am besten im Hinblick auf die Zukunft einschätzen, denn oft merken wir erst, wie gestresst wir wirklich sind, wenn wir uns entspannen.

Wir müssen nur unsere Entspannung, wenn sie schon mal vorkommt, auch bewerten.

Regen und der Regenschirm

Wie wir alle wissen, kann ein Regenschirm äußerst hilfreich sein, wenn man draußen im Regen unterwegs ist, aber nur sehr wenige Menschen haben ständig einen dabei.

Die Entscheidung, einen Regenschirm bei sich zu haben, wurde meistens vorher getroffen, entweder weil es bereits regnet, oder weil es möglicherweise regnen wird, und man will vorbereitet sein — nur für den Fall.

Es ist die Vorbereitung, die unsere Entscheidung verursacht hat.

Wir können uns nicht immer auf alles vorbereiten, was im Leben passiert, aber wenn wir ein paar Dinge berücksichtigen, kann das unser Leben sicherlich angenehmer machen.

Es geht also nicht darum, immer zu überlegen, was alles passieren könnte, sondern vielmehr darum, was wir berücksichtigen sollten und wollen – gerade damit unser Leben doch ein wenig angenehmer wird.

Und diese Bedenken beschränken sich nicht nur auf Regenschirme.

Erfolg und Kritik

Je erfolgreicher man wird, desto weniger kritisch wird man.

Dieses Phänomen lässt sich überall beobachten und wurde bereits vor vielen Jahren festgestellt.

Natürlich ist diese Aussage eine Verallgemeinerung, und es gibt zahlreiche Ausnahmen.

Die Lehre, die wir jedoch daraus ziehen können, ist, dass wir als Gesellschaft weniger erfolgreiche Menschen und Unternehmen benötigen, um ein angemessenes Maß an Kritik aufrechtzuerhalten.

Unzufriedenheit treibt uns voran, während Zufriedenheit uns oft träge macht.

Schreiben und Verständnis

„Sag mir nicht, wer du bist, sondern zeig mir, wie du schreibst, dann weiß ich, wer du bist.“

Dieses Zitat ist von mir und eine Abwandlung eines bekannten Zitats von Johann Wolfgang von Goethe.

Wenn ich diesen Satz bei Vorträgen verwende, dann wird ein bestimmtes Wort fast immer verwechselt.

Ich sage immer „… zeig mir, wie du schreibst …“, und viele Teilnehmende meinen immer, dass ich gemeint habe „… zeig mir, was du schreibst …“.

Es gibt natürlich einen wesentlichen Unterschied zwischen dem Wie und dem Was beim Schreiben.

Wie du etwas schreibst, entscheidet ohnehin häufig darüber, ob das, was du geschrieben hast, auch verstanden wird.

Und wie du schreibst, kann wesentlich mehr über die eigene Persönlichkeit verraten als das, was du schreibst.

Wie etwas geschrieben ist, gibt Erkenntnisse, die über den Text selbst hinausgehen.

Dadurch gewinnen wir mehr Verständnis für das Geschriebene.

Wenn du selbst etwas schreibst, dann kann es sich lohnen, einen Moment darüber nachzudenken, ob die Art und Weise, WIE du gerade schreibst, zu dem, WAS du schreibst, passt.

Dann kann ein bestmögliches Verständnis daraus entstehen.

Die Belohnung des eigenen Prinzips

Unsere eigenen Prinzipien bilden die Grundlagen für die Mehrzahl unserer Handlungen und Aktivitäten im Alltag.

Wir arbeiten in der Regel aus prinzipiellen Gründen, denn es muss Geld verdient werden.

Auf der anderen Seite gibt es Menschen, die ebenfalls in bestimmten Fällen prinzipiell NICHT arbeiten würden, insbesondere wenn das Geld für die Leistung aus ihrer Sicht nicht stimmt oder wenn die Arbeit an sich zu belastend oder schwierig ist.

Ein Grundsatz kann auch als Leitlinie bezeichnet werden, und obwohl es gelegentlich Ausnahmen sowohl bei Grundsätzen als auch bei Leitlinien geben mag, gelten sie im Allgemeinen.

Das Problem mit vielen Prinzipien ist die Belohnung.

Ein Prinzip zu haben, ist immer eine feine Sache, nur stellt sich die Frage, was man effektiv davon hat, und das muss nicht immer finanziell sein.

Ein gutes Gefühl, das Richtige zu denken oder zu tun, kann ein Beispiel für die Belohnung eines Prinzips sein.

Auch lediglich zunächst Hoffnung zu haben, kann die Belohnung für ein Prinzip sein.

Der Preis, den man für ein Lebensprinzip zahlen muss, entscheidet oft darüber, ob dieses Prinzip langfristig aufrechterhalten wird oder nicht.

Es ist die angemessene und akzeptierte Belohnung für das Prinzip, das darüber entscheidet, ob sich der Preis lohnt.