Die APNA-Methode für Notizen

Die APNA-Methode für Notizen ist eine Methode, die ich selbst entwickelt habe und die ich derzeit für das Aufgaben- und Projektmanagement nutze.

APNA bedeutet:

A = Aufgaben
P = Projekte
N = Notizen
A = Archiv

Ziemlich einfach und trotzdem überraschend effektiv.

Bei diesem System ordne ich alle meine Aktivitäten, Gedanken, Aufgaben und Projekte einem dieser Bereiche zu. Dort wird die Notiz gespeichert.

Falls es mehrere Aufgaben in einem Bereich gibt, dann gilt diese Tätigkeit als Projekt.

Auch wenn ein Projekt mehrere Aufgaben umfasst, wird jede Aufgabe dennoch als separater Eintrag in der gleichen Notiz erfasst. Solange eine Aufgabe noch offen ist, wird sie unter „Aufgaben“ gespeichert. Sobald sie abgeschlossen ist, wird sie zurück in den Bereich „Projekte“ oder ins Archiv verschoben und ein Vermerk dazugeschrieben.

Wenn Aufgaben ein Fälligkeits- oder Startdatum haben, wird dieser Eintrag im Kalender als TERMIN mit einer bestimmten Uhrzeit und NICHT als Aufgabe eingetragen.

Alle anderen Notizen werden einfach unter Notizen gespeichert, ohne besondere Kategorisierung oder Zuordnung.

Die Suchfunktion erspart mir das mühsame Durchforsten meiner Notizen, was mir in der Vergangenheit immer Probleme bereitet hat.

Die gegebenenfalls damit verbundenen Dateien werden in Verzeichnissen gespeichert, wobei der Name des Verzeichnisses mit dem Namen auf der Notiz übereinstimmt.

Sobald ich meine Notiz habe, weiß ich, wo meine Dateien gespeichert sind.

Und sobald ein Projekt abgeschlossen ist, können sowohl die Notiz als auch der Ordner mit den Dateien ins Archiv verschoben werden.

Andere Notizen, die vielleicht später wichtig, relevant oder interessant sein könnten, können einfach als Notiz abgelegt werden.

Abgeschlossene Notizen werden im Archiv abgelegt, egal ob es sich um Projekte oder einfache Aufgaben handelt. So kann ich mich später noch daran erinnern, wann, wo und wie ich etwas damals erledigt habe.

Anfangs musste ich meine Denkweise ändern, denn ich liebe es, wenn alles ordentlich, gut organisiert und nach Kategorien geordnet ist. Ich war immer überzeugt, dass ich so besser und effizienter arbeiten könnte.

Die Anwendung der APNA-Methode hat mir jedoch das Gegenteil bewiesen.

Der Vorteil dieses Systems liegt in seiner Einfachheit. Es gibt nur vier Kategorien. Notizen werden hin und her verschoben, je nachdem, ob es sich um eine Aufgabe handelt oder ob sie archiviert werden müssen.

Der Nachteil dieses Systems ist, dass es auf die Suchfunktion angewiesen ist. Wenn etwas falsch geschrieben oder anders als gewöhnlich formuliert ist, lässt sich die Notiz möglicherweise nicht mehr finden. Das Hin- und Herschieben kann manchmal auch ziemlich mühsam sein.

Es gibt auch ähnliche Systeme, wie beispielsweise die PARA-Methode von Tiago Forte, die ebenfalls nur vier Kategorien verwendet.

Letztlich geht es bei allen Systemen darum, mit weniger Aufwand mehr zu erreichen, und ein Großteil davon beginnt damit, Notizen zu machen, die für dich nützlich sind und dich nicht behindern oder mit deren einfacher Verwaltung dich überfordern.

Dieses System ist das Ergebnis meiner Erfahrungen mit einer Vielzahl von Systemen, Methoden und sogar Tagebüchern für das Aufgabenmanagement und die Verwaltung mehrerer Projekte.

Kein System ist perfekt, aber jede Vereinfachung des täglichen Lebens ist sicherlich ein Schritt in die richtige Richtung.

Einwände und Vorwände

Diese Woche habe ich mehrfach die Erfahrung mit Einwänden und Vorwänden machen müssen.

Zur Erinnerung: Ein Einwand ist ein echtes und objektives Anliegen, das auf einem tatsächlichen Problem beruht und mit Argumenten angegangen werden kann, während ein Vorwand eine fadenscheinige Ausrede ist, die dazu dient, den wahren Grund für die Ablehnung oder die Angst, „Nein“ zu sagen, zu verschleiern.

Die Eltern nahmen nicht an der Hochzeit ihrer eigenen Tochter teil, weil sie niemanden hatten, der für ein paar Stunden auf den Hund aufpassen konnte. Ernsthaft? Leider ja.

    An dieser Stelle kann es sich lohnen, die wahren Gründe der Nichtteilnahme zu hinterfragen, sonst werden solche Vorwände in der Zukunft möglicherweise immer wieder vorkommen, denn Einwände sind sie ganz klar nicht. Das Problem lag sicherlich nicht am Hund.

    Diese Woche fand außerdem eine Feier zum 50. Geburtstag statt, zu der die ganze Familie eingeladen war. Die Feier wurde zwei Monate im Voraus angekündigt und fand an einem Samstagabend in der Nähe statt.

    Der eine Bruder hat jedoch aus zeitlichen Gründen abgesagt. Ernsthaft? Leider ja.

    Es muss jedoch betont werden, dass es in der Vergangenheit zu Meinungsverschiedenheiten zwischen den beiden Brüdern gekommen ist und dies der wahre Grund für die Absage war.

    Schon wieder einen Vorwand (zeitliche Gründe) anstatt einen Einwand (Stress in der Vergangenheit) zu benutzen.

    Das Problem liegt in beiden Fällen an der Lösung selbst, denn ohne die wahren Gründe für ein Verhalten zu kennen, sind die vorgeschlagenen Lösungen wenig vielversprechend – sie gehen überhaupt nicht auf die eigentlichen Probleme ein, sondern lediglich auf die Vorwände.

    Es ist immer schwieriger, imaginären Vorwänden entgegenzutreten als konkreten Einwänden.

    Offenheit und Ehrlichkeit sind Schlüsselfaktoren für den Umgang miteinander. Stress und Meinungsverschiedenheiten werden wir immer haben, aber ohne die Grundlage (Offenheit und Ehrlichkeit) werden wir unser Leben unnötig schwer machen, und geeignete Lösungen nicht finden.

    Und Eltern werden weiterhin die Hochzeiten ihrer Kinder verpassen, und Brüder werden weiterhin die Geburtstage ihres Bruders verpassen.

    Meine Empfehlung: Rede offen und ehrlich darüber, warum du nicht kommen möchtest, und stehe dazu, ganz konkret. Menschen können sich ändern, aber eine verpasste Hochzeit oder Geburtstagfeier kann nie wieder nachgeholt werden.

    Nur mit Offenheit und Ehrlichkeit können wir in Zukunft weniger solche Feierlichkeiten verpassen.

    Die Nachbarnerlaubnis

    Die Nachbarerlaubnis ist ein Begriff für die vorläufige Rechtfertigung der eigenen Tätigkeit oder Denkweise.

    Der Nachbar macht es so oder denkt so, daher handele ich ebenfalls so.

    Die Nachbarnerlaubnis befreit vorläufig von der Pflicht und Mühe einer Auseinandersetzung mit der eigenen Tätigkeit oder Denkweise.

    Entscheidend in Erinnerung zu behalten, ist die vorläufige Natur einer solchen Erlaubnis.

    Die Nachbarnerlaubnis kann uns eine Orientierung geben, wenn die Zeit für eine Entscheidung oder für eine Handlung knapp wird.

    Die Vorläufigkeit muss jedoch anschließend bewertet und die Richtigkeit und Anwendbarkeit der Rechtfertigung, geprüft werden.

    Der Nachbar hat möglicherweise recht und die Erlaubnis war gerechtfertigt.

    Und möglicherweise soll der Nachbar seine Haustür vielleicht eine Weile lieber geschlossen lassen.

    Das Problem mit der Philosophie sind oft die Philosophen

    Seit ich mich erinnern kann, habe ich mich für Philosophie interessiert, weil es mir einfach wichtig war, die menschliche Existenz zu erforschen, zu hinterfragen und zu verstehen.

    Leider ist es schwer, allein von der Philosophie zu leben, und obwohl ich mich deshalb anderen Bereichen zugewandt habe, kehre ich doch immer wieder zu den Grundlagen der Philosophie als einer Art „Grundlage des Denkens“ zurück.

    Ich mache das nun schon seit fast vierzig Jahren, und eines habe ich in dieser Zeit gelernt.

    Meiner Ansicht nach tut ein Philosoph der Philosophie keinen Gefallen, wenn er einen nicht dazu anregt, selbstständig zu denken – selbst wenn man seine Ansichten nicht teilt.

    Belehrende Philosophen sind genauso inspirierend wie die Zollpfändung.

    Neugier und Wissensdurst entstehen und werden durch Inspiration genährt; ohne diese Grundlage der Inspiration kann ein Philosoph schlichtweg nicht wirkungsvoll sein, und manchen Philosophen gelingt es einfach nicht, zu inspirieren und anzuregen.

    Das ist zwar schade, aber nach vierzig Jahren Erfahrung mit der Philosophie ist das so ziemlich eine Tatsache.

    Die Philosophie bildet oft die spätere Grundlage des eigenen Denkens.

    Wenn dir die Philosophie nicht gefällt, probier es mit einem anderen Philosophen, aber gib niemals deine Suche nach Weisheit und dem Sinn des Lebens auf.

    Der Masse folgen: Eine kurze Erklärung

    Um diesen Beitrag im Sinne dieses Blogs zu halten und langwierige Erklärungen zu vermeiden, müssen einige Aspekte des Sachverhaltes, wie eine Erklärung des sogenannten „Herdenverhaltens“ oder eine Erläuterung der psychologischen subjektiven Normen usw., weggelassen werden.

    Das hat zwar seine Vor- und Nachteile, aber für ein grundlegendes Verständnis der Botschaft dieses Beitrages und als Einstiegspunkt für weitere Überlegungen oder Nachforschungen, reicht diese kurze Erklärung aus.

    „Der Masse zu folgen“ hat evolutionäre Wurzeln, die einst dazu beigetragen haben, das Überleben so gut wie möglich zu sichern.

    Heutzutage schließen sich die Menschen der Masse an, entweder um sich nicht isoliert zu fühlen oder aus Unsicherheit.

    An sich ist nichts Falsches daran, der Masse zu folgen, um nicht isoliert zu sein.

    Das kann jedoch problematisch sein, wenn man aus Unsicherheit der Masse folgt.

    Es lohnt sich daher zu fragen: Folge ich selbst der Masse, bewusst oder unbewusst? Welche Masse? Warum? Wozu? Kann ich mich mit dieser Masse identifizieren?

    Das klingt fast wie eine „Montagsfrage“, und vielleicht wird es bald eine hierzu geben.

    Der Masse zu folgen hat somit Vor- und Nachteile.

    Entscheidend ist, dass die Vorteile die Nachteile überwiegen, und um das zu erreichen, müssen wir uns einen Moment Zeit nehmen, um über unser Verhalten nachzudenken, darüber, was wir tun, wie wir es tun, und mit wem wir es tun.

    Das war eine kurze Erklärung, und ich hoffe, sie war hilfreich für dich und gibt dir Denkanstöße – und inspiriert dich vielleicht sogar dazu, aktiv zu werden, wenn du das Gefühl hast, dass es das Richtige ist.