Gedankenverstopfung

Eine Gedankenverstopfung tritt auf, wenn die Gedanken nicht so fließen, wie man es sich wünscht oder erhofft.

Die Gedanken sind eben „verstopft“.

Dieser Zustand wird oft als mentale Blockade bezeichnet, doch eine Blockade impliziert, dass überhaupt nichts durchkommt, während bei einer Verstopfung noch einige Dinge durchkommen – nur weniger als gewöhnlich.

So ist es mit den eigenen Gedanken.

Tatsächlich sind es jedoch nicht die Gedanken selbst, die verstopft sind, sondern vielmehr die Art und Weise, wie sie gelenkt und wahrgenommen werden, die diese Verstopfung verursacht.

Jeder kann die eigenen Gedanken lenken, zumindest zeitweilig.

Um jedoch eine Gedankenverstopfung bestmöglich zu vermeiden, muss man daran arbeiten, seine Gedanken regelmäßig zu lenken und ihnen Aufmerksamkeit zu schenken, denn sie möchten uns etwas sagen.

Wir müssen nicht immer auf unsere eigenen Gedanken reagieren, aber wir sind gut beraten, wenn wir sie wahrnehmen, und stempeln sie nicht gleich als uninteressant, unwichtig oder irrelevant ab.

Genau wie bei einem verstopften Rohr in der Küche oder im Badezimmer: Es ist besser – und meist auch einfacher –, eine Gedankenverstopfung zu vermeiden und den Gedankenfluss aufrechtzuerhalten, als die Verstopfung später beseitigen zu müssen.

Wir müssen nur auf unsere eigenen Gedanken hören und sie wahrnehmen für das, was sie sind — nur Gedanken, die wir später lenken und gestalten können, wie wir wollen.

Dann fließen die Gedanken wieder und es gibt weniger Verstopfung.

Optimierung des Wissenstransfers

Bei aller Bescheidenheit ist dieser Blog ein perfektes Beispiel dafür, wie wichtig mir die Optimierung des Wissenstransfers ist und wie dieses Ziel möglicherweise erreicht werden kann.

Optimierung bedeutet für mich: angepasst.

Und angepasst bedeutet, dass nicht alles vollständig und ausführlich präsentiert werden muss, um ein Minimum an Verständnis des jeweiligen Sachverhaltes zu ermöglichen.

Dieser Ansatz bedeutet jedoch auch, dass ein gewisses Maß an Eigeninitiative erforderlich ist.

Ergreif daher die Initiative, um das, was du hier gerade liest, weiter zu recherchieren, die Informationen zu bewerten und sie an deine eigenen Bedürfnisse, Umstände und Überzeugungen anzupassen.

Wir alle wollen Antworten auf unsere Fragen, und das Problem ist, dass wir sie in der heutigen Zeit tatsächlich schnell bekommen können.

Aber in vielen Fällen wurde der Wissenstransfer jedoch nicht optimiert und war somit nicht hilfreich.

Entweder wurde die Botschaft nicht verstanden oder sie wurde einfach nicht ernst genommen, denn der Teil, der sich auf Eigeninitiative, Überprüfung und Anpassung bezog, wurde nicht vollständig umgesetzt.

Glaube nicht sofort alles, was du liest, aber lehne auch nicht alles ab, was du liest, bevor du die oben beschriebenen notwendigen Schritte selbst unternommen hast.

Somit kann eine Optimierung des Wissenstransfers ermöglicht werden.

Und wenn du das hier nicht glaubst, dann weißt du, was zu tun ist.

Schließlich möchten wir alle weniger Bullshit und mehr nützliche Informationen erhalten; wir müssen nur unseren Teil dazu beitragen, den Wissenstransfer zu optimieren.

Wenn das Internet wieder läuft

Seit fünf Tagen hatte ich keine Internetverbindung und das Mobilfunknetz hatte auch zwei Tage lang ebenfalls nicht funktioniert.

Alles hat Mittwoch letzter Woche angefangen, genau an dem Tag, als ich eine Operation im Krankenhaus hatte und ich mich für die nächsten Tage ohnehin nicht besonders groß bewegen konnte.

Und das alles noch bei 41 Grad.

Das gesamte Paket war trotzdem eine interessante Erfahrung und es gab ein paar Lerneffekte dazu.

Obwohl richtige „Lerneffekte“ waren es vielleicht doch nicht, sondern eher „Lernbekräftigungen“.

Lernbekräftigungen deswegen, weil das Wissen zwar bereits da war, jedoch waren es die praktischen Erfahrungen, die das Wissen bestätigt und somit bekräftigt haben.

Genauso wie man weiß, dass man nicht rauchen soll, und trotzdem seit Jahren raucht, ist es mit der Technik ähnlich.

Wir wissen meistens selbst, welche Vor- und Nachteile die jeweilige Technik uns bietet.

Aber erst durch einen ungeplanten Ausfall der Technik erfolgt der Härtetest unseres Wissens und unserer Überzeugungen durch die Praxis.

Und ja, das Internet funktioniert wieder, und ich habe die Gelegenheit genutzt, die Tippfehler zu korrigieren, die mir in den vergangenen Tagen beim Tippen auf meinem Handy mit meinen übergroßen Fingern unterlaufen sind – zumindest die, die ich gefunden habe.

Montagsfrage 187

Jeden Montag gibt es eine neue Frage, um die grauen Zellen zwischen den Ohren in Schwung zu bringen und die Woche mit einem aktiven Geist zu beginnen.

Aus aktuellem Anlass lautet die heutige Montagsfrage:

Wie würdest du deinen Alltag gestalten, um weiterhin produktiv zu sein, wenn deine Internetverbindung plötzlich für eine Woche komplett ausfallen würde und du dich nicht von deinem Standort bewegen könntest?

Geheimtipp: Es geht doch nicht immer wie geplant und gedacht; daher ist eine flexible Planung erstrebenswert.

Tag 4 ohne Internet

Was kann man am 4. Tag ohne Internet und ohne Möglichkeit sich zu bewegen, noch lernen?

Man fängt an, sich daran zu gewöhnen.

Und das ist ein schleichender Prozess, der auch nicht gleich bemerkt wird.

Ich glaube, dass es gefährlich wird, wenn ein solcher Gewöhnungsprozess nicht als vorübergehende sondern als endgültiger Prozess empfunden wird.

Man findet sich mit den neuen Gegebenheiten ab, zunächst nur vorübergehend, jedoch mit der Zeit werden sie unbemerkt zu neuen Gewohnheiten, die später beibehalten werden.

Das muss auch nicht immer schlecht sein, denn was wir aus solchen Erfahrungen lernen können, sollten wir schon in unsere Handlungen in der Zukunft einfließen lassen.

Die Frage ist immer, ob wir diese Entscheidungen selbst akzeptieren und begrüßen, oder ob wir sie lediglich aus alten Gewohnheiten übernommen, um den bisherigen Status Quo aufrecht zu erhalten.

Erfahrungen zu machen, ist in der Regel, gut.

Erfahrungen zu bewerten, ist besser.

Die guten Erfahrungen in unseren Alltag aktiv zu integrieren, und den weniger guten Erlebnissen, weniger Aufmerksamkeit, zu schenken, ist am besten.

Das wissen wir schon alle, aber wie ich schon sagte, ist es dieser schleichender Prozess, der sich unbemerkt unser Verhalten verändern kann, der beobachtet werden muss.