Montagsfrage 203

Jeden Montag gibt es eine neue Frage, um die grauen Zellen zwischen den Ohren in Schwung zu bringen und die Woche mit einem aktiven Geist zu beginnen.

Die heutige Montagsfrage lautet:

Hast du ein Leitbild für dein Leben selbst definiert?

Das Leitbild kann sowohl ein persönliches Leitbild als auch ein Unternehmensleitbild sein.

Und wenn du für ein Unternehmen arbeitest, hat dieses Unternehmen ein Leitbild und kennst du dieses?

Aber ein persönliches Leitbild verleiht Klarheit und Richtung im eigenen Leben.

Wenn du noch kein persönliches Leitbild hast, wäre nicht jetzt ein guter Zeitpunkt, um damit anzufangen?

Es dauert ohnehin eine gewisse Zeit und lässt sich fast nie an einem einzigen Tag erledigen, aber wenn wir jetzt nicht anfangen, wann werden wir dann jemals fertig werden?

Mein Unternehmensleitbild

Ein Unternehmensleitbild, auch als „Mission Statement“ genannt, ist eine schriftliche Erklärung eines Unternehmens zu ihrer Identität, ihren Grundprinzipien und ihren Zielen.

Jedes Unternehmen sollte über ein Leitbild verfügen, doch sind diese hauptsächlich in größeren Unternehmen zu finden und eher selten in kleinen Betrieben und bei Selbstständigen.

Das Unternehmensleitbild ist ein laufender Prozess und kein unveränderliches Ziel.

Die schriftliche Festlegung und Veröffentlichung eines Unternehmensleitbilds gewährleistet jedoch, dass das Unternehmen, seine Vorgehensweisen und seine Ziele transparent und klar sind.

Mein eigenes Unternehmensleitbild hat sich im Laufe der Jahre ziemlich stark verändert. Nicht grundlegend, sondern durch kleinere Anpassungen stellenweise – hier ein Wort geändert, dort ein anderes. Die allgemeine Ausrichtung ist jedoch seit über 30 Jahren weitgehend unverändert geblieben.

Perfekt ist mein Leitbild sicherlich nicht, aber es entspricht der Wahrheit und meiner Vorgehensweise und obwohl ich dauerhaft an meinem Leitbild „herumbastele“, ist mein Leitbild richtungsweisend, sowohl für meine Kunden als auch für mich.

Hier ist mein Unternehmensleitbild, stand heute, 18. Oktober 2026:

  1. Ich möchte die Menschen in einer besseren Lage zurücklassen, als ich sie vorgefunden habe, und handele stets entsprechend.
  2. Ich höre zu und versuche zu verstehen, bevor ich anfange zu reden.
  3. Ich suche zuerst bei mir selbst nach Fehlern, bevor ich bei anderen danach suche.
  4. Ich setze angemessenen Humor ein, um eine entspannte Atmosphäre, ein Gefühl der Nähe und eine gemeinsame, positive Grundlage zu schaffen.
  5. Ich sorge dafür, dass meine Kunden die bestmögliche Beratung und Begleitung erhalten, und unterstütze sie dabei, ihre Ziele zu setzen und zu erreichen.

Das Leitbild eines Unternehmens sagt oft mehr über dieses Unternehmen aus, als Werbung es jemals könnte.

Eben, weil das Unternehmensleitbild niemals perfekt sein kann und dauerhaft angepasst und verbessert werden kann, ist es glaubwürdiger und somit vertrauenswürdiger als Basis für den weiteren Umgang miteinander.

Zu viel Mitgefühl schadet der Zusammenarbeit

Empathisch zu sein ist für den Umgang miteinander zweifellos notwendig.

Zu viel Mitgefühl hingegen behindert die Zusammenarbeit, denn wenn man versucht, es allen recht zu machen, macht man am Ende niemandem recht.

Wichtig ist, zu wissen, wie viel „zu viel“ ist.

Vorteile an einer Stelle bedeutet meist Nachteile an anderer Stelle.

Wenn die Nachteile die Vorteile überwiegen, dann hat das Mitgefühl, das dieser Zusammenarbeit zugrunde liegt, mehr Schaden als Nutzen angerichtet.

Der 60-Sekunden-Wissenstest

Der 60-Sekunden-Wissenstest ist eine einfache Methode, um Wissen zu überprüfen.

Das Thema sollte in 60 Sekunden so erklärt werden, dass es für einen Laien allgemein verständlich ist, ohne unnötige Fachbegriffe zu verwenden.

Dieser Test soll kein tiefgreifendes Wissen über das Thema vermitteln und ist auch nicht dafür gedacht, er erfordert jedoch sowohl fundierte Kenntnisse des Themas als auch ein tiefes Verständnis davon, um es innerhalb von 60 Sekunden verständlich zu erklären.

Falls das Thema innerhalb von 60 Sekunden nicht grundsätzlich erklärt werden kann, dann wurde der Test nicht bestanden und das Wissen ist (noch) nicht ausgereift für die Benutzung im Alltag.

Denn nur weil man etwas auswendig kann, heißt das noch lange nicht, dass man es auch wirklich versteht.

Orientierung schnell finden

Eine bewährte Methode, um sich manchmal schnell zu orientieren, besteht darin, einfach anzufangen, etwas zu tun – ganz egal was.

Beschäftigt zu sein, sorgt für Orientierung.

Die Richtung der Orientierung kann immer noch später korrigiert oder angepasst werden.

Wenn es jedoch auf Schnelligkeit ankommt, ist so gut wie jede Beschäftigung ein schneller Weg, um wieder die Orientierung zu gewinnen.