Das AA-Syndrom

Das AA-Syndrom ist meine sarkastische und meist lustig gemeinte Abkürzung für das sogenannte „Ausführliche Ahnungslosigkeits-Syndrom“.

Menschen, die von diesem Syndrom betroffen sind, erkennt man an ihren langen, ausführlichen und detaillierten Erklärungen und Antworten auf Fragen, denen es leider an einer sachlichen Grundlage mangelt.

Mit anderen Worten: Es ist offensichtlich, dass sie keine Ahnung haben, wovon sie reden, doch das hält sie nicht davon ab, ausführlich über ein Thema zu diskutieren und Antworten zu geben.

Nur über ein Thema zu diskutieren, auch wenn man keine Ahnung davon hat, ist vollkommen normal und ist sogar zu begrüßen, denn man kann immer voneinander lernen.

Das AA-Syndrom zeigt sich jedoch, wenn viele Antworten plötzlich geliefert werden, nicht als Meinungen, sondern als Fakten oder Tatsachen.

Es ist auch die schiere Fülle an Details, die dazu dienen soll, falsche Behauptungen und unrichtige Tatsachen zu verschleiern und zu rechtfertigen.

Das Hauptproblem beim AA-Syndrom besteht jedoch darin, dass die betroffene Person diese Behauptungen mit der Zeit selbst zu glauben beginnt, da sie Teil ihrer eigenen Persönlichkeit und Identität werden.

Und spätestens dann wird sich das AA-Syndrom von einer sarkastischen und ironischen Beschreibung einer Person, die viel zu ausführlich über Dinge spricht, von denen sie keine Ahnung hat, zu einem echten Problem entwickelt haben.

Wenn du selbst Leute kennst, die vielleicht gelegentlich unter dem AA-Syndrom leiden, ist eine einfache Frage oft sehr hilfreich:

„Wie kommst du zu dieser Meinung?“

Der Schlüssel liegt nicht darin, zu fragen: „Wie bist du zu DEINER Meinung gekommen?“, sondern vielmehr: „Wie bist du zu DIESER Meinung gekommen?“

Das AA-Syndrom ist in der Regel heilbar, wenn frühzeitig die richtigen Fragen gestellt werden.

Dann bleibt das AA-Syndrom weiterhin lediglich eine sarkastische und lustig gemeinte Abkürzung.

Die fünf Sinne des Lernens

Die fünf Sinne bezeichnen die menschlichen Wahrnehmungskanäle: Sehen, Hören, Riechen, Schmecken und Tasten.

Und wir alle haben unsere eigenen Präferenzen, wenn es ums Lernen geht.

Wer keine Bücher liest, hört vielleicht Hörbücher oder schaut Videos an.

Das Ziel ist jedoch immer dasselbe: zu lernen.

Wer in der Beratung erfolgreich sein will, muss zunächst die Präferenzen seiner Zielkunden verstehen und eine Dienstleistung anbieten, die diesen Bedürfnissen entspricht.

Eine weitere Möglichkeit wäre, die Inhalte zu erweitern – genau das tun viele Blogger in letzter Zeit, indem sie zusätzlich zu den schriftlichen Beiträgen auf ihren Blogs auch Podcasts oder Videos veröffentlichen.

Jeder Kanal hat seine ganz eigenen Merkmale; entscheidend ist, dass man weiß, welche Sinne man ansprechen möchte.

Dann funktioniert das auch mit dem Lernen.

Minimalismus im Kopf

Ich praktiziere schon seit geraumer Zeit eine gewisse, vielleicht etwas abgeschwächte Form des Minimalismus.

Meine persönliche Definition von Minimalismus ist ein Lebensstil, bei dem man sich zweimal überlegt, ob all diese Dinge um uns herum nützlich oder überhaupt notwendig sind — nicht übertrieben, aber bewusst darüber nachzudenken.

Wenn nicht, dann weg damit.

Die Frage ist immer, wie man diese Dinge definiert, denn schließlich bezieht sich der Ausdruck „diese Dinge“ nicht nur auf Haushaltsgegenstände.

Dinge können auch geistige Komponenten haben, wie Gedanken, Sorgen oder Emotionen.

Die Frage bei den geistigen Komponenten ist zwar die gleiche wie bei den Gegenständen (sind diese Gedanken für mich nützlich oder überhaupt noch notwendig?), aber mit Gedanken ist die Entsorgung meist schwieriger und benötigt oft einfach mehr Zeit als bei einfachen Gegenständen.

Minimalismus beginnt zunächst mit der Lenkung der eigenen Aufmerksamkeit auf „Dinge“ in unserem Leben.

Schon allein dadurch, dass wir unsere Aufmerksamkeit darauf richten, kann uns bewusst werden, ob wir doch zu viele Dinge in unserem Leben haben und ob wir nun anfangen können, sollen oder sogar müssen, uns von einigen dieser Dinge zu trennen.

Und dieser Prozess beginnt immer im Kopf.

Jetzt weg damit.

Ich denke, du weißt selbst, was damit gemeint ist.

Weniger ist mehr – auch in einem Blog

Genau das wollte ich mit diesem Blog erreichen – mit weniger mehr erreichen, vordergründig was das Design und die visuelle Gestaltung angeht.

Deshalb habe ich diesen Blog gestern auf das Wesentliche beschränkt und auf Schnickschnack sowie weitere Textblöcke verzichtet.

Lediglich das Menü bleibt unverändert und wird demnächst mit Services von mir erweitert.

Die einzige Ergänzung bestand darin, dass die Anzahl der „ähnlichen Beiträge“, die zu jedem Blogbeitrag angezeigt werden, von vier auf fünf erhöht wurde.

Es gibt weiterhin eine Suchfunktion für bestimmte Begriffe, und wenn du offline lesen möchtest, kannst du alle Blogbeiträge der letzten Jahre im Download-Bereich als PDF-Dateien herunterladen.

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Nur Inhalt.

Ob der Inhalt hilfreich, unterhaltsam oder zum Nachdenken anregend ist, müssen andere Menschen entscheiden und beurteilen.

Allerdings fällt es wahrscheinlich leichter, eine solche Entscheidung zu treffen, wenn es so wenig Ablenkungen wie möglich gibt.

Denn weniger ist in vielen Bereichen immer noch mehr — auch in einem Blog.

Probier es aus und kehre dann zur alten Methode zurück

Viele traditionelle Methoden eignen sich auch heute noch hervorragend für eine Vielzahl von Projekten und sind nach wie vor genauso relevant wie eh und je.

Aber das hätten wir nicht gewusst, wenn wir nicht zuerst andere Methoden ausprobiert hätten.

Der Unterschied zwischen der theoretischen Wirksamkeit einer neuen Methode und ihrem praktischen Nutzen ist meist nicht auf den ersten Blick erkennbar.

Erst durch das Ausprobieren einer neuen Methode, kann eine Bewertung einer alten Methode vorgenommen werden.

Denn neu ist nicht immer besser.

Neu ist neu.

Die Wahrscheinlichkeit, dass eine neue Methode eine alte plötzlich ablöst, ist geringer, als wir oft annehmen.

Aber wir müssen stets neue Methoden ausprobieren, damit wir regelmäßig die Gewissheit haben, dass die bisherigen Methoden uns weiterhin zweckdienlich und nützlich sind.

Und nach dieser Gewissheit, können wir zur alten Methode zurückkehren.