Menschliche Gespräche

Ich würde ganz frech behaupten, dass die meisten Gespräche, die wir miteinander führen, höchstens zu 10 % aus Informationsaustausch bestehen und der Rest der Zeit zu 90 % mit Nebensächlichkeiten gefüllt ist.

Du kennst wahrscheinlich selbst Leute, die sogar bis zu 99 % ihrer Gespräche mit Nebensächlichkeiten füllen. (Sei ehrlich, du kennst bestimmt einige!)

In der heutigen optimierten, KI-generierten und ungeduldigen Welt sind es jedoch genau diese Kleinigkeiten, die uns als Menschen auszeichnen und uns von allen anderen Lebewesen und der Computertechnologie auf unserem Planeten unterscheiden.

Gespräche, die ausschließlich aus einem Informationsaustausch bestehen, ohne Nebensächlichkeiten, müssen in diesem digitalen Zeitalter nicht mehr von Menschen geführt werden, da wir nun über andere Kommunikationsmöglichkeiten verfügen.

Chatbots kennen wenig Sarkasmus und haben nichts mit Nebensächlichkeiten am Hut.

Menschliche Gespräche hingegen schon.

Die Vergangenheit loslassen

Die Vergangenheit loszulassen bedeutet nicht, dass wir sie komplett vergessen sollen, sondern dass wir uns nicht weiter mit ihr aktiv beschäftigen dürfen, wenn wir effektiv in der Gegenwart leben wollen.

Erfahrungen und Erlebnisse können und müssen wir teilweise aus der Vergangenheit mitnehmen, damit wir in der Gegenwart nicht die gleichen Fehler machen wie damals.

Aber etwas mitzunehmen bedeutet nicht zwangsläufig gleichzeitig, dass wir uns in der Gegenwart auch immer wieder damit beschäftigen müssen.

Loslassen bedeutet nicht, zu vergessen oder zu relativieren, sondern LOSZULASSEN und keine Zeit mehr als notwendig in der Gegenwart mit der Vergangenheit zu verbringen.

Jeder Moment, den du geistig in der Vergangenheit verbringst, wird aus der Gegenwart geraubt.

Wir können schöne Zeiten mit unseren Erinnerungen abrufen, Bilder aus Urlaubstagen anschauen und uns immer an schöne Feierlichkeiten mit Familie und Freunden erinnern.

Aber es sind Erinnerungen, und diese Zeiten sind vorbei, ob sie nun gut und schön oder weniger erfreulich waren.

Manchmal benötigt man aber Zeit, um loszulassen, und das ist absolut verständlich und nachvollziehbar, denn nicht alles lässt sich einfach loslassen.

Dennoch können wir die Gegenwart nicht vollständig erleben, fühlen und wahrnehmen, solange wir mit der Vergangenheit zu sehr beschäftigt sind.

Sich daran erinnern? Auf jeden Fall. Es nie vergessen? Sicher. Ständig darüber nachdenken? Nein. Es ist Zeit, loszulassen.

Die Gegenwart will uns oft etwas mitteilen, aber um diese Botschaft zu hören, müssen wir die Vergangenheit erst loslassen.

Montagsfrage 170

Jeden Montag gibt es eine neue Frage, um die grauen Zellen zwischen den Ohren in Schwung zu bringen und die Woche mit einem aktiven Geist zu beginnen.

Die heutige Montagsfrage lautet:

Worüber kannst du dich schon heute freuen?

Das kann etwas sein, das heute vorkommen oder in der Zukunft stattfinden soll.

Die Vorfreude ist oft die beste Freude, und ich wusste selbst nicht, wie man die Woche besser anfangen könnte, als mit ein wenig Freude.

Die gemeinsamen Nenner suchen

Bei fast allen Vorgehensweisen und Empfehlungen aus der Motivationsszene gibt es gemeinsame Nenner.

Diese gemeinsamen Nenner sind etablierte und allgemeingültige Gedanken aus der Vergangenheit.

Das Einzige, was sich meist ändert, ist die Verpackung. Wie etwas beschrieben oder erklärt wird. Mit welchen Worten eine bestimmte Vorgehensweise vorgetragen wird.

Es sind die gemeinsamen Nenner, die man überall finden kann. Nicht nur aus der Motivationsszene, sondern auch in vielen Bereichen des täglichen Lebens.

Es sind diese Nenner, die uns offenbaren können, ob die angestrebte Vorgehensweise oder die erhaltene Empfehlung Bestand haben kann.

Man muss nur diese gemeinsamen Nenner suchen.

Der Titel und die Arbeit

Der Titel für eine geleistete Arbeit ist meistens nur ein Oberbegriff für die gesamte Arbeit an sich, und dient einer vereinfachten Orientierung und Zuordnung der Tätigkeit insgesamt.

Ein Titel wird dann problematisch zu beschreiben, wenn durch die Arbeit unterschiedliche oder vielfältige Tätigkeiten erbracht werden.

Alle Anwälte, die ich kenne, haben eine gewisse Orientierung oder bevorzugte Richtung für ihre Arbeit, unabhängig davon, ob sie zusätzlich einen Titel als Fachanwalt in einem bestimmten Bereich haben oder nicht.

Auch Steuerberater haben fast alle eine Orientierung oder Präferenz für die Arbeit, die sie leisten. Möglicherweise eine Richtung oder einen Schwerpunkt. Vielleicht auch eine gewisse Bevorzugung für bestimmte Mandanten, die sie aus Erfahrung besser betreuen können.

Das Gleiche gilt auch für Ärzte und viele andere Berufe.

Der Titel dient am Anfang zunächst immer nur der Orientierung.

Ob der Anwalt, der Steuerberater, der Arzt, der Berater oder der Coach die erwünschte Leistung tatsächlich erbringen kann, ist immer durch Nachfragen sicherzustellen, und zwar bevor die Leistung beantragt wird.

Ich bin selbst Life-Coach, würde mich aber niemals so bezeichnen, obwohl das meine Arbeit ist. Ich bin auch Berater für kleine und mittlere Unternehmen, würde mich aber ebenfalls niemals als Berater bezeichnen.

Meine Arbeit ist fast immer eine Mischung aus verschiedenen und oft unterschiedlichen Fähigkeiten.

Der Titel für meine Arbeit ist auch nicht Life-Coach oder Berater.

Der Titel ist David Blaz.

Obwohl dies insbesondere zu Beginn nicht besonders aussagekräftig ist, umfasst meine Arbeit fast immer Elemente sowohl des Life Coachings als auch der Beratung.

Wie bei anderen Berufen auch erfährt man dies jedoch nur, wenn man nachfragt oder etwas recherchiert.