Wenn es schnell geht, dann hat es woanders länger gedauert

Dass ein schnelles Essen in einem Fast-Food-Restaurant erwartet wird, kann als eine Selbstverständlichkeit betrachtet werden, auch wenn es doch nicht immer so genau schnell geht, wie wir es uns manchmal erwarten.

Aber bevor ein schnelles Essen vorbereitet werden kann, steckt eine Menge Vorarbeit dahinter, und genau deswegen kann oder soll es zumindest bei der Zubereitung und Fertigstellung schneller gehen.

Wenn etwas schnell geht, dann hat die vorherige Vorbereitung oder Planung wesentlich länger gedauert.

Diese Feststellung ist in vielen Bereichen auch auf unser tägliches Leben übertragbar.

Wenn wir wollen, dass etwas schnell oder sogar noch schneller geschieht, übersehen wir manchmal, dass die Vorbereitung dafür tatsächlich etwas länger dauern wird.

Diese Vorbereitung ist eine Investition in Geschwindigkeit.

Wenn wir nicht bereit sind zu investieren, dann brauchen wir auch nicht zu jammern, wenn die Geschwindigkeitsrendite später ausbleiben.

Kein Verzicht ohne Ausgleich

Wie bei der chinesischen Philosophie Yin und Yang suggeriert oder in Anlehnung an der Redewendung „Jeder Topf findet seinen Deckel“ impliziert, gibt es keinen Verzicht ohne Ausgleich.

Wenn man einfach auf etwas verzichtet, entsteht ein Vakuum, und dieses Vakuum muss aufgefüllt werden.

Willenskraft allein reicht nur für den Anfang eines Verzichts aus, denn die Willenskraft ist auch lediglich ein Muskel, der mit der Zeit müde und weniger widerstandsfähig wird.

Finde einen Ausgleich, bevor du anfängst, auf etwas zu verzichten; andernfalls wirst du dich hauptsächlich auf einen „Muskel“ namens Willenskraft verlassen müssen, und infolgedessen werden deine Verzichte höchstwahrscheinlich nur von kurzer Dauer sein.

Es ist der Ausgleich, der es einem ermöglicht, einen Verzicht langfristig und ohne Willenskraft durchzuhalten.

Montagsfrage 199

Jeden Montag gibt es eine neue Frage, um die grauen Zellen zwischen den Ohren in Schwung zu bringen und die Woche mit einem aktiven Geist zu beginnen.

Die heutige Montagsfrage lautet:

Wann hast du dein Handy das letzte Mal neu gestartet?

Ich muss gestehen, dass ich nicht sicher bin, ob ich diese Frage schon mal gestellt habe oder nicht, aber es schadet nicht, sie nochmals zu stellen.

Einfach das Handy neu starten, am besten gleich.

Um Platz zu sparen, werde ich die zahlreichen Vorteile davon hier nicht auflisten. Diese können im Internet nachrecherchiert werden.

Übrigens, das Handy sollte ohnehin regelmäßig neu gestartet werden und es wird allgemein empfohlen, 1- bis 2-mal pro Woche dies zu tun.

Anregungen sind meistens besser als Einwände

In beratenden Berufen sind Anregungen in fast allen Fällen produktiver und motivierender als Einwände.

Falls Einwände unumgänglich und erforderlich sind, dann müssen diese gleichzeitig mit Anregungen für das weitere Verhalten oder für die weitere Vorgehensweise verknüpft sein, damit sie ihre Wirkung entfalten können.

In anderen Worten: Sag mir nicht, was ich falsch mache, sondern sag mir, was ich möglicherweise besser machen kann.

Wahre und nachhaltige Veränderungen beginnen eher mit Anregungen als mit Einwänden.

Nicht allergisch auf Kritik reagieren

Profis reagieren grundsätzlich nicht allergisch auf Kritik, auch wenn die geäußerte Kritik sachlich unzutreffend sein soll oder als unberechtigt empfunden wird.

Kritik ist nichts anders als eine Art Feedback, eine Stellungnahme, meistens auch zunächst lediglich eine Meinung.

Man kann höchstens handeln, und nur dann, wenn das Handeln sachdienlich und mit Respekt vorgenommen wird, auch wenn die Kritik irritierend sein soll.

Es muss auch nicht immer zwangsläufig auf Kritik reagiert werden.

Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, auf Kritik umzugehen, aber allergisch und mit übertriebener Emotionalität damit umzugehen, schadet einem möglichen Lerneffekt und erschwert Verbesserungsmaßnahmen.

Wenn wir allergisch auf Kritik reagieren, handeln wir aus Emotionen heraus, und Profis sollten ihre Emotionen besser im Griff haben, als wir es von Amateuren erwarten würden.