Montagsfrage 184

Jeden Montag gibt es eine neue Frage, um die grauen Zellen zwischen den Ohren in Schwung zu bringen und die Woche mit einem aktiven Geist zu beginnen.

Die heutige Montagsfrage lautet:

Was wolltest du in deinem Leben schon immer machen, aber hast es bisher noch nicht angefangen?

Hier geht es nicht darum, zu hinterfragen, warum du es bisher nicht getan hast, sondern warum du es bisher noch nicht angefangen hast.

Wir tendieren bekanntlich dazu, zu überschätzen, was wir kurzfristig machen können, und unterschätzen jedoch oft, was wir langfristig erreichen können.

Wenn du es schon in deinem Leben immer machen wolltest, wann wolltest du nun anfangen?

Ablenkungen durch Ergänzungen

Vor ein paar Tagen hatte ich die Zahl der ähnlichen Beiträge bei allen Posts erhöht.

Durch einen Algorithmus sollten bereits hier im Blog erschienene Beiträge aus der Vergangenheit, mit dem jeweils aktuellen Blogbeitrag verknüpft werden.

Die Idee war, eine Ergänzung der Erklärungen und Denkweisen des jeweiligen Blogbeitrages anzubieten.

Ich habe diese Vorstellung jedoch langsam aufgegeben, und zwar aus den gleichen Gründen, die ich am Anfang zweckdienlich und hilfreich empfunden hatte.

Ich habe festgestellt, dass diese Ergänzungen die jeweiligen Ideen weniger ergänzt als vielmehr verkompliziert haben.

Blogbeiträge sind absichtlich sehr kurz geschrieben worden, damit die Botschaft schnell und hoffentlich verständlich übermittelt werden kann.

Meiner Meinung nach würde das Hinzufügen weiterer Inhalte durch Ergänzungen vom Kernpunkt jedes Blogbeitrages ablenken und den eigenen Denkprozess behindern.

Aber dieser Blog ist und war schon immer anders.

Für mich geht es nicht darum, Leserinnen und Leser so lange wie möglich am Blog einzubinden, sondern so schnell wie möglich, einen hoffentlich nützlichen Gedanken zur Anregung des eigenen Denkprozesses anzubieten.

Meiner Meinung nach würde das Hinzufügen weiterer Inhalte durch Ergänzungen vom Kernpunkt jedes Blogbeitrages ablenken und den eigenen Denkprozess behindern.

Das Resultat war eine Ablenkung durch Ergänzungen, und von Ablenkungen im Leben haben wir alle schon genug.

Ein Thema oder eine Idee lässt sich ohnehin über die Suchfunktion finden, sodass man je nach Bedarf oder Interesse weitere Informationen dazu abrufen kann.

Entscheidend ist jedoch, dass man selbst danach suchen möchte, und nicht, dass man durch Ergänzungen abgelenkt wird.

Weniger ist oft mehr und auch Ergänzungen und ähnliche Blogbeiträge gehören manchmal dazu.

Erwartungen an Erwartungen

Es sind oft nicht die Erwartungen selbst, die zu Enttäuschungen führen, sondern die Erwartungen, die wir an unsere eigenen Erwartungen stellen, die uns oft im Wege stehen.

Die Erwartungen an unsere eigenen Erwartungen sind so etwas wie eine Art Vorstufe unserer Denkweisen.

Diese Vorstufen ergeben sich aus unseren Erfahrungen, unserem Wissen und unseren Gewohnheiten.

Wir glauben oft, dass unsere Erwartungen begründet und wünschenswert sind, und das können sie auch sein, aber die Frage, die wir besser stellen sollten, ist, wie unsere Erwartungen begründet sind und warum wir sie überhaupt erst haben.

Tief zu verstehen, weshalb wir unsere Erwartungen erst haben und wie sie entstanden sind, kann uns helfen, besser einzuschätzen, ob unsere Erwartungen realistisch und auch realisierbar sind.

Es ist oft der Blick in uns selbst, der uns verraten kann, ob wir erwarten können, dass unsere Erwartungen tatsächlich erwartenswert sind.

Das ist auch keine Spielerei mit Worten, sondern eine weitere Methode, uns besser selbst zu verstehen, weshalb wir selbst etwas erwarten.

Vollkommene Freiheit

Ich würde so weit gehen zu behaupten, dass es niemals eine vollkommene Freiheit geben kann, denn alle Freiheiten, die wir genießen, müssen Grenzen haben, die diese Freiheit definieren.

Denn meine Freiheit endet genau dort, wo deine Freiheit beginnt.

Es mag zwar Gemeinsamkeiten und gemeinsame Freiheiten geben, doch ob dies eine vollkommene Freiheit darstellt, hängt weitgehend vom Kontext sowie von der Bedeutung und dem Verständnis von Freiheit in dem jeweiligen Zusammenhang ab.

Wenn diese Freiheit jedoch im jeweiligen Kontext aufeinander abgestimmt und von allen Seiten akzeptiert wird, dann sind wir – auch wenn sie vielleicht nicht ganz perfekt ist – der Vollkommenheit bereits sehr nahe.

Eine Kleinigkeit jeden Tag

Was auch immer eine Kleinigkeit für dich jetzt bedeuten mag, wird gelegentlich vergessen, was man langfristig erreichen kann, wenn man jeden einzelnen Tag etwas dafür tut.

Eine Kleinigkeit jeden Tag zu machen, bringt oft bessere Ergebnisse, als wenn man alles auf einmal macht.

Denn erst wenn man einzelne, kleine Schritte täglich macht, bestehen auch bessere Möglichkeiten, die Richtung oder Vorgehensweise entsprechend anzupassen.

Nebenbei entsteht auch eine gewisse Gewohnheit durch tägliche Kleinigkeiten, und diese Gewohnheit kann uns unterstützen, jeden Tag diese Kleinigkeit auch zu machen.

Ich habe bereits in der Vergangenheit in diesem Blog darüber berichtet, und dieser Beitrag ist ebenfalls nur eine Kleinigkeit, um daran zu erinnern, wie wichtig diese täglichen Kleinigkeiten sein können.

Wenn man so will, ist dieser Beitrag auch nur eine Kleinigkeit und entfaltet, an sich allein gestellt, keine besondere Wirkung, als vielleicht eine Erinnerung darüber.

Der Beitrag kann jedoch eine große Wirkung mit sich bringen, wenn man eine Kleinigkeit jeden Tag macht.