Der fremdbestimmte Zeitpunkt beschreibt, wie der Name schon sagt, einen Zeitpunkt, der nicht selbstbestimmt ist.
Fernsehprogramme im Fernsehen sind gute Beispiele für fremdbestimmte Zeitpunkte, genauso wie die Nachrichten um 20:15 Uhr. Fernsehprogramme kommen, wann der TV-Sender die Ausstrahlung bestimmt, genauso wie die Nachrichten um viertel nach acht.
Es ist diese Fremdbestimmung, die zunehmend weniger Akzeptanz in unserer Gesellschaft erfährt, denn sie schränkt unsere Selbstbestimmung verhältnismäßig unnötig ein.
Inzwischen kann man Fernsehprogramme speichern und sie später anschauen, in Videotheken streamen oder im Internet anschauen — so ziemlich wann man will.
Man hat erkannt, dass die fremdbestimmten Zeitpunkte nur bedingt zweckmäßig und vorteilhaft für die Zuschauer von heute sind, und hat seine Angebote entsprechend angepasst und erweitert.
Was jedoch gelegentlich übersehen wird, ist die Zunahme der eigenen Verantwortung und die Notwendigkeit der Selbstbestimmung bei der Reduzierung der Fremdbestimmung.
Was logisch und selbstverständlich klingen mag, ist es oft nicht.
Denn wir ärgern uns manchmal, wenn im Fernsehen nichts läuft, obwohl wir schon über 100 Programme zur Auswahl haben und ziemlich alles auf Abruf, und zwar von Anfang an, anschauen können.
Dies ist einer der Gründe, weshalb viele Serien so beliebt sind, denn die meisten können jederzeit abgerufen werden, und es entsteht oft eine lange Bindung mit den Schauspielern und Themen.
Nur: Die Produzenten haben sogenannte Staffeln.
Die Produzenten bestimmen eigenständig, wann die jeweilige Staffel beendet wird und wann die nächste beginnt.
Der Zeitpunkt für die erste Folge in der neuen Staffel ist bekanntlich immer fremdbestimmt, nur wann wir sie anschauen, liegt an uns (okay, wenn es wirklich spannend wird, dann eben fremdbestimmt und zwar am besten gleich, das ist in Ordnung so).
Die Moral dieses Beitrages ist zu bedenken, dass wir immer eine Entscheidungsmöglichkeit haben, und wenn wir es mit fremdbestimmten Zeitpunkten zu tun haben, dass wir immer die Möglichkeit haben, diese Zeitpunkte zu akzeptieren, oder eben nicht.
Die Konsequenzen unserer Entscheidungen tragen wir selbst, und manchmal müssen oder möchten wir diese fremdbestimmten Zeitpunkte hinnehmen. Es muss nur klar sein, dass wir sie selbst akzeptiert haben.