Erfolg und Kritik

Je erfolgreicher man wird, desto weniger kritisch wird man.

Dieses Phänomen lässt sich überall beobachten und wurde bereits vor vielen Jahren festgestellt.

Natürlich ist diese Aussage eine Verallgemeinerung, und es gibt zahlreiche Ausnahmen.

Die Lehre, die wir jedoch daraus ziehen können, ist, dass wir als Gesellschaft weniger erfolgreiche Menschen und Unternehmen benötigen, um ein angemessenes Maß an Kritik aufrechtzuerhalten.

Unzufriedenheit treibt uns voran, während Zufriedenheit uns oft träge macht.

Schreiben und Verständnis

„Sag mir nicht, wer du bist, sondern zeig mir, wie du schreibst, dann weiß ich, wer du bist.“

Dieses Zitat ist von mir und eine Abwandlung eines bekannten Zitats von Johann Wolfgang von Goethe.

Wenn ich diesen Satz bei Vorträgen verwende, dann wird ein bestimmtes Wort fast immer verwechselt.

Ich sage immer „… zeig mir, wie du schreibst …“, und viele Teilnehmende meinen immer, dass ich gemeint habe „… zeig mir, was du schreibst …“.

Es gibt natürlich einen wesentlichen Unterschied zwischen dem Wie und dem Was beim Schreiben.

Wie du etwas schreibst, entscheidet ohnehin häufig darüber, ob das, was du geschrieben hast, auch verstanden wird.

Und wie du schreibst, kann wesentlich mehr über die eigene Persönlichkeit verraten als das, was du schreibst.

Wie etwas geschrieben ist, gibt Erkenntnisse, die über den Text selbst hinausgehen.

Dadurch gewinnen wir mehr Verständnis für das Geschriebene.

Wenn du selbst etwas schreibst, dann kann es sich lohnen, einen Moment darüber nachzudenken, ob die Art und Weise, WIE du gerade schreibst, zu dem, WAS du schreibst, passt.

Dann kann ein bestmögliches Verständnis daraus entstehen.

Die Belohnung des eigenen Prinzips

Unsere eigenen Prinzipien bilden die Grundlagen für die Mehrzahl unserer Handlungen und Aktivitäten im Alltag.

Wir arbeiten in der Regel aus prinzipiellen Gründen, denn es muss Geld verdient werden.

Auf der anderen Seite gibt es Menschen, die ebenfalls in bestimmten Fällen prinzipiell NICHT arbeiten würden, insbesondere wenn das Geld für die Leistung aus ihrer Sicht nicht stimmt oder wenn die Arbeit an sich zu belastend oder schwierig ist.

Ein Grundsatz kann auch als Leitlinie bezeichnet werden, und obwohl es gelegentlich Ausnahmen sowohl bei Grundsätzen als auch bei Leitlinien geben mag, gelten sie im Allgemeinen.

Das Problem mit vielen Prinzipien ist die Belohnung.

Ein Prinzip zu haben, ist immer eine feine Sache, nur stellt sich die Frage, was man effektiv davon hat, und das muss nicht immer finanziell sein.

Ein gutes Gefühl, das Richtige zu denken oder zu tun, kann ein Beispiel für die Belohnung eines Prinzips sein.

Auch lediglich zunächst Hoffnung zu haben, kann die Belohnung für ein Prinzip sein.

Der Preis, den man für ein Lebensprinzip zahlen muss, entscheidet oft darüber, ob dieses Prinzip langfristig aufrechterhalten wird oder nicht.

Es ist die angemessene und akzeptierte Belohnung für das Prinzip, das darüber entscheidet, ob sich der Preis lohnt.

Erhöhte Kosten verkaufen

Letzte Zeit passiert es immer wieder, besonders in der digitalen Landschaft mit Serverprovidern und E-Mail-Anbietern: Die Preise werden erhöht.

Einen Grund haben fast alle Kostenerhöhungen gemeinsam: gestiegene Kosten.

Dieser Grund scheint jedoch für viele Anbieter nicht ausreichend zu sein, und sie meinen offensichtlich immer wieder, Rechtfertigungen liefern zu müssen.

Details über den Aufbau und die Weiterentwicklung der eigenen Infrastruktur zu liefern, ist nicht hilfreich, denn das ist eine Selbstverständlichkeit, und etwas, was man von einem Provider erwarten kann.

Es ist immer der eigene und selbstempfundene Nutzen, der langfristig über die Kosten entscheidet.

Wo ist der Mehrnutzen für die Mehrkosten?

Menschen vergleichen Preise zu Recht.

Ein ähnlicher Anbieter mit ähnlichen Leistungen, der nur ein paar Euro günstiger als die Konkurrenz ist, wird langfristig immer im Konkurrenzkampf gewinnen.

Es ist eine Verständlichmachung des Mehrwerts für die Mehrkosten, die einen echten Mehrnutzen für die Anwender ermöglichen kann.

Oder einfacher gesagt: Wenn du die Preise erhöhen willst, erkläre mir einfach, wie ich davon profitiere und wo der Mehrwert ist, nicht mehr als das.

Gib mehr für mehr. Wenn nicht hier, dann dort. Wenn nicht an die eine Stelle, dann an einer anderen.

Montagsfrage 190

Jeden Montag gibt es eine neue Frage, um die grauen Zellen zwischen den Ohren in Schwung zu bringen und die Woche mit einem aktiven Geist zu beginnen.

Die heutige Montagsfrage lautet:

Welche Gewürze magst du nicht in deinem Essen?

Es geht hier nicht um das Essen selbst, sondern nur um die Gewürze.

Warum schmecken sie dir nicht?

Ohne einfach zu sagen, „Weil sie mir nicht schmecken“, kannst du ein wenig mehr erklären, warum?

Was GENAU schmeckt nicht?

Wie immer gilt: Je mehr wir über uns selbst wissen, desto besser können wir uns selbst verstehen.