Auch an nichts zu denken erfordert Denkarbeit

Wir können nicht über nichts nachdenken, denn über nichts nachzudenken bedeutet, dass wir darüber nachdenken.

Aus biologischer Sicht ist unser Gehirn ohnehin ständig aktiv, sowohl auf bewusster als auch auf unbewusster Ebene, auch wenn darüber diskutiert werden kann, ob jede Gehirnaktivität als „Denken“ betrachtet werden kann oder nicht.

Das bedeutet, dass wir ständig geistige Arbeit leisten, ganz gleich, worüber wir gerade nachdenken – oder worüber wir versuchen, nicht nachzudenken.

Wenn wir diese geistige Arbeit ohnehin leisten müssen – ob wir wollen oder nicht –, dann sollten wir das Beste daraus machen und sie zu unserem Vorteil nutzen, anstatt zuzulassen, dass sie sich gegen uns richtet.

Oft haben wir mehr Kontrolle darüber, als wir „denken“.

Ecken und Kanten in der Persönlichkeit

Jede Persönlichkeit hat ihre Ecken und Kanten und diese tragen dazu bei, diese Persönlichkeit zu vervollständigen.

Keine Persönlichkeit ohne Ecken und Kanten.

Um erfolgreich mit anderer Menschen umzugehen, muss man in der Lage sein, effektiv mit ihren Ecken und Kanten umzugehen.

Und je besser wir sie kennen, desto besser kommen wir miteinander aus.

„Du kannst mir vertrauen.“

Diese Aussage gehört wahrscheinlich zu den mit Vorsicht zu genießenden Aussagen aller Zeiten.

Wenn wir aber einen Moment darüber nachdenken, dann wird diese Aussage meistens ausgesprochen, wenn sie beruhigen und entspannen soll, und das muss nicht immer etwas mit Vertrauen an sich zu tun haben.

Menschen, die wir vertrauen möchten und auch können, beruhigen und entspannen uns — eben, weil wir sie vertrauen.

Ein Schutz vor Enttäuschungen kann leider niemals durch solche Aussagen garantiert werden, aber sie formt die Basis für einen vernünftigen Umgang miteinander, trotz Risiken und Nebenwirkungen.

Und auch wenn wir gelegentlich enttäuscht werden, lohnt es sich dennoch, den Menschen weiterhin zumindest die Chance zu geben, unser Vertrauen zu gewinnen.

Nichts auf dieser Welt ist perfekt und Vertrauen gehört dazu.

Aber als Grundlage für unsere Beziehungen untereinander kommt Vertrauen der Perfektion verdammt nahe.

Und das stimmt.

Du kannst mir vertrauen.

Verlieren wir wirklich Zeit?

Die einfache Antwort lautet: Nein, denn man kann keine Zeit verlieren – sondern nur den subjektiven Nutzen, den man daraus zieht.

Vielleicht war die Zeit für die Arbeit nicht ausreichend, sodass wir jetzt keine Zeit mehr haben, weil eine Frist näher rückt. Zeit wurde durch die bisherigen Aktivitäten hier nicht verloren, es steht lediglich weniger Zeit nun zur Verfügung.

Oder vielleicht wurde viel Zeit damit verbracht, die neuesten Fernsehsendungen anzuschauen, anstatt die Wäsche zu waschen (vollkommen nachvollziehbar übrigens). Auch hier wurde keine Zeit verloren, sie wurde nur für andere Zwecke verwendet.

Wenn wir sagen, dass wir keine Zeit verschwenden wollen, meinen wir damit eigentlich, dass wir unsere Prioritäten und Aktivitäten entsprechend anpassen wollen, damit wir unsere Ziele innerhalb der festgelegten Rahmenbedingungen erreichen können.

Aber es ist viel einfacher, einfach zu sagen: „Lasst uns keine Zeit verschwenden“, und doch wissen wir alle, was das wirklich bedeutet.

Montagsfrage 200

Jeden Montag gibt es eine neue Frage, um die grauen Zellen zwischen den Ohren in Schwung zu bringen und die Woche mit einem aktiven Geist zu beginnen.

Diese Montagsfrage ist Nummer 200, das heißt, dass eine Montagsfrage bereits seit 200 Wochen jede Woche immer wieder gestellt wurde, um die Woche mit einem aktiven und positiven oder vielleicht nachdenklichen Geist zu beginnen.

Die heutige Montagsfrage lautet:

Was tust du selbst, um deine Woche mit einem aktiven und positiven Geist zu beginnen?

Sind diese Montagsfragen möglicherweise hilfreich und regen sie gelegentlich zum Nachdenken an?

Was tust du selbst?

Oder überlässt du die Woche vielleicht dem Zufall und handelst entsprechend?