Montagsfrage 146

Jeden Montag gibt es eine neue Frage, um die grauen Zellen zwischen den Ohren in Schwung zu bringen und die Woche mit einem aktiven Geist zu beginnen.

Die heutige Montagsfrage knüpft an den gestrigen Beitrag an und lautet:

Wann hast du dich das letzte Mal bei einem anderen Menschen für etwas entschuldigt?

So mächtig in der Wirkung und manchmal doch so schwierig vorzunehmen.

Entschuldigung

Weniger Worte sind so mächtig, zielführend und zusammenbringend wie dieses einfache Wort, wenn die Entschuldigung aufrichtig und ehrlich ausgesprochen wird.

Und es gibt immer Gründe, um eine Entschuldigung auszusprechen, denn wir sind weder perfekte Menschen, noch treffen wir immer die richtigen Entscheidungen.

Eine Entschuldigung kann auch mit einer Begründung verbunden sein, aber sie ist nicht immer und in allen Situationen notwendig oder hilfreich.

Eine Entschuldigung kann Wunder bewirken und die Welt bewegen, weil sie mit uns selbst anfängt, und das ist immer die beste Voraussetzung, um die Welt zu verbessern.

Bei uns selbst.

Der nächste Schritt Richtung Ziel

Im Bereich des Krisenmanagements gibt es eine relativ einfache Regel für die Bekämpfung von Krisen.

Es geht nicht darum, den nächsten Schritt zu identifizieren, sondern vielmehr darum, zu definieren, was der nächste Schritt in Richtung Ziel sein sollte.

Dies sind oft zwei sehr unterschiedliche Ziele, da Ablenkungen und die empfundene Dringlichkeit dazu führen, dass der nächste Schritt oft nicht derjenige ist, der zum Ziel führt.

Manchmal sind jedoch selbstverständlich weitere Schritte notwendig, um eine Krise zu behandeln und zu bewältigen.

Es muss aber verstanden werden, dass diese Schritte als Symptombekämpfung betrachtet werden müssen, und nicht als Ursachenbekämpfung.

Man kann Schmerzmittel gegen eine einfache Erkältung (Symptom) einnehmen, aber wenn die Ursache der Erkältung nicht identifiziert und behandelt wird (Ursache), wird die nächste Erkältung wahrscheinlich doch schneller kommen.

Wenn es klappt

Wir freuen uns, wenn etwas klappt.

Es hat funktioniert, es läuft, was auch immer das sein sollte.

Die Frage ist immer, ob Erwartungen dahinterstecken.

Haben wir erwartet, dass es klappt? Wenn ja, dann was tun wir, wenn es nicht klappt? Wie reagieren wir?

Und wenn keine Erwartungen dahinterstecken, wie reagieren wir, wenn etwas unerwartet doch klappt?

Ich denke, die meisten Menschen würden mir zustimmen, wenn ich sage, dass man sich mehr über Dinge freut, die unerwartet gut klappen, als über Dinge, die wie erwartet klappen.

Wie etwas klappt, ist für unsere Wahrnehmung und Empfindung des Ereignisses manchmal wichtiger und relevanter, als ob etwas überhaupt klappt.

Ist es die Mühe nicht wert, sind die Erwartungen oft verzerrt

Bevor man etwas unternimmt, gibt es oft eine Abwägung zwischen Mühe und Ergebnis.

Ist das, was ich tun will, den Aufwand wert?

Lohnt sich die ganze Arbeit eigentlich?

In solchen Fällen ist es sinnvoll, nicht zu überlegen, ob sich der Aufwand lohnt, sondern vielmehr, ob die Erwartungen übertrieben oder etwas unrealistisch sind.