In den letzten 30 Jahren meiner Karriere als Coach und Berater habe ich unzählige Methoden ausprobiert, um zu entscheiden, was als Nächstes zu tun ist, wenn viele wichtige Aufgaben gleichzeitig erledigt werden müssen.
Die Auswahl kann priorisiert, bewertet und benotet werden, dennoch bleiben alle gleichermaßen wichtig, relevant und aktuell.
Die zahlreichen Methoden zur Lösung dieser Herausforderung haben zwar alle ihre Berechtigung, basieren jedoch alle auf unterschiedlichen Bewertungskriterien.
Ohne Bewertung gibt es keine Auswahl, und meiner Meinung nach ist das nutzlos, wenn zahlreiche Aufgaben wichtig, relevant und gleichzeitig fällig sind.
Es kommt immer wieder vor, sowohl bei mir selbst, als auch bei meinen geschätzten Klienten, dass mehr Zeit für die Bewertung und Klassifizierung von Aufgaben investiert wird, als zur Lösung von Aufgaben selbst.
Wenn man vor gleich wichtigen Aufgaben steht, ist es eine bewährte Strategie, das Problem der Qual der Wahl dem Zufall zu überlassen.
Zufall?
Dieses Wort wird oft sehr ungern benutzt, denn es bedeutet für einige Menschen einen Kontrollverlust.
Die Entscheidung, was als Nächstes getan werden soll, dem Zufall zu überlassen, klingt zunächst weder wissenschaftlich begründet, noch wirtschaftlich vorteilhaft, aber der Schein trügt, denn die Praxis funktioniert einwandfrei.
Hast du fünf Aufgaben, die du gleichzeitig erledigen musst? Schreibe fünf Karten mit den Zahlen eins bis fünf, mische sie und ziehe eine Karte.
Jetzt weißt du, was zu tun ist, und hast keine Qual der Wahl mehr.
Es können die zahlreichen Methoden benutzt werden, um bevorstehende Aufgaben zu bewerten und zu entscheiden, was als Nächstes getan werden soll, aber wenn der Zeitpunkt kommt, um zu handeln, ist die Zeit für Bewertungen vorbei.