Was ist der erste Schritt?

Diese Frage ist eine der schwierigsten Fragen aller Zeiten, auch wenn sie auf den ersten Blick harmlos erscheint.

Viele Leute möchten ein bestimmtes Ziel erreichen und wissen vielleicht ganz genau, wie das Ergebnis aussehen soll.

Was der erste Schritt jedoch sein soll, um dem Ziel näher zu kommen, ist oft gar nicht so klar, denn es gibt immer Alternativen und Gründe, noch ein wenig darüber nachzudenken, welcher Schritt der erste sein soll.

Das erste Problem beim ersten Schritt ist die Tendenz zur Verzögerung. Das zweite Problem beim ersten Schritt ist Unklarheit darüber, was dieser Schritt beinhalten soll. Und das dritte Problem beim ersten Schritt ist zu denken, dass dieser Schritt nicht sofort gemacht werden kann.

Die meisten Menschen haben keine Schwierigkeiten, das erste und das zweite Problem zu akzeptieren. Es ist das dritte Problem, mit dem die meisten Menschen Schwierigkeiten haben.

Was oft übersehen wird, ist die Tatsache, dass es immer etwas gibt, das man sofort und ohne Verzögerung machen kann als erster Schritt. Immer und ohne Ausnahme. Hier und jetzt.

Ein möglicher erster Schritt wäre, eine Liste mit Notizen zu erstellen, die du später lesen kannst, damit du nicht vergisst, einen Termin telefonisch zu bestätigen, oder vielleicht einfach deinen Wecker zu stellen, damit du nicht verschläfst.

Der erste Schritt muss nicht weltbewegend oder dringend sein; der erste Schritt ist immer der, den du heute, jetzt, sofort umsetzen kannst.

Übrigens, ja, es gibt immer diesen ersten Schritt, den man augenblicklich machen kann, aber manchmal bleibt er uns aufgrund unserer bisherigen Gewohnheiten verborgen und deshalb übersehen wir ihn.

Wenn wir heute nicht den ersten Schritt machen können, dann haben wir nicht ausreichend darüber nachgedacht, wie wir unsere Ziele erreichen können.

In diesem Fall wäre ein möglicher nächster Schritt, über diesen letzten Satz nachzudenken.

Montagsfrage 162

Jeden Montag gibt es eine neue Frage, um die grauen Zellen zwischen den Ohren in Schwung zu bringen und die Woche mit einem aktiven Geist zu beginnen.

Die heutige Montagsfrage lautet:

Bist du bereit, heute den ersten Schritt deines geplanten Vorhabens zu machen?

Wenn ja: Hast du bereits etwas Konkretes vorgenommen? Später kommt bekanntlich nie.

Wenn nein: Unternehme jetzt etwas, auch wenn es nur eine Kleinigkeit ist, oder wenn es lediglich beinhaltet, etwas aufzuschreiben.

Wenn du kein Vorhaben hast: Nimm einen Moment und frage dich, warum. Ohne selbst etwas zu planen, bekommt man immer nur das, was geliefert wird. Das nennt sich Fremdbestimmung.

Wir können nur heute handeln, denn gestern ist bereits vorbei und morgen kommt bekanntlich nie.

Unsicher und trotzdem bereit

Ob wir bereit sind, etwas vorzunehmen oder zu unternehmen, liegt meistens an einer geistigen Einstellung und hat etwas mit unserem Glauben an das Erreichen des Ergebnisses zu tun.

Wie ein altes Sprichwort sagt: „Ob du bereit bist oder nicht, in beiden Fällen hast du recht.“

Ganz sicher sind wir bei unseren Unternehmungen fast nie, denn es gibt immer etwas, was dazwischenkommen oder unerwartet vorkommen kann.

Unsicherheit ist aber ein Bestandteil unseres Lebens und wird uns immer begleiten.

Es ist diese Unsicherheit, die uns vor Gefahren oder Misserfolgen warnt.

Es lohnt sich daher, diese Unsicherheit als das anzunehmen, was sie ist – einen Sicherheitshinweis.

Und Sicherheitshinweise gibt es überall, und das ist auch gut so.

Wir können und müssen aber oft trotzdem bereit sein, diese Unsicherheiten abzuwägen und sie entsprechend zu berücksichtigen, bevor wir etwas unternehmen.

Wir können trotzdem bereit sein, und gleichzeitig unsicher sein.

Es ist nicht nur klug, sondern auch weise, unsicher zu sein und dennoch bereit zu sein.

Drei zu eins in kleinen Schritten

Nicht alle Schritte, die wir unternehmen, um vorwärtszukommen oder um ein Ziel zu erreichen, bringen uns im ersten Augenblick vorwärts.

Es ist aber oft dieser erste Augenblick, der täuscht.

Oft ist es ein Drei-zu-eins-Vorwärtskommen.

Je drei Schritte vorwärts, gibt es oft den einen Schritt, der uns anscheinend weder vorwärtsbringt, noch zweckdienlich erscheint.

Es sind aber diese Schritte, die uns sowohl Orientierung für unsere Ziele liefern, als auch ein gewisses Feedback darüber geben, ob die angewandte Methode doch anpassungsbedürftig ist.

Ohne diese Rückwärtsschritte oder scheinbar nutzlosen Schritte kann es keine Fortschritte geben.

Es ist nicht nur die Erfahrung, die wir daraus gewinnen, sondern auch ein unschätzbares Feedback für unseren zukünftigen Fortschritt.

Seien wir also dankbar für dieses Verhältnis von drei zu eins bei kleinen Schritten, auch wenn sie im ersten Augenblick unbedeutsam und vielleicht ein wenig irritierend sein können.

Sie sind da, um uns zu helfen, wir müssen sie nur betrachten als das, was sie tatsächlich sind — wertvoll und ein natürlicher Bestandteil von kleinen Schritten.

Alt ist das neue Neu

Es hat beim Umbau meiner eigenen Präsenz hier im Web angefangen. Bei der Überprüfung neuer und unterschiedlicher Ideen und Techniken, habe ich festgestellt, dass eine ältere Version der Website aus der Vergangenheit mir tatsächlich doch hervorragend gefallen hat.

Im ersten Moment war es mir nicht ganz klar, weshalb ich dann überhaupt gewechselt hatte, aber nachdem ich ein wenig länger darüber nachgedacht hatte, wusste ich die Antwort.

Es war eine Mischung aus Testen und Experimentieren mit dem Hintergrund, immer ein wenig besser zu werden, vielleicht nur ein wenig schneller in der Darstellung der Website zu werden, möglicherweise eine bessere Farbkombination zu verwenden.

Am Ende habe ich festgestellt, dass das neue Neu, doch nicht gleichzeitig das bessere Neu war, und die alte Version hat plötzlich einen neuen Anreiz für die Verwendung erfahren.

Ähnliches geschah mit Plattenspielern. Wie wurden sie als altmodisch, technisch unausgereift und von minderer Qualität beschrieben? Das mag alles sein, aber die Plattenspieler werden heutzutage von vielen Menschen als wertvoller und oft mit einer doch besseren Klangqualität betrachtet, als je zuvor.

Es hat so etwas wie eine Art Wiedererkennung oder Wiederwahrnehmung stattgefunden.

Wie oft das auch in anderen Bereichen unseres Lebens geschieht. Wir erkennen oft den wahren Wert von etwas erst dann, wenn wir es nicht mehr haben.

Wir müssen nur etwas Neues machen, um feststellen zu können, dass das Neue nicht immer das bessere Neu ist.

Erst dann, kann das Alte das neue Neu werden.