Freiheit und Grenzen

Die Tatsache, dass es keine Freiheit ohne Grenzen geben kann, ist nicht nur eine philosophische, sondern auch eine praktische Erkenntnis.

Denn wenn man nicht weiß, wo die Grenzen liegen, kann man auch nicht wissen, wo die Freiheit beginnt.

Um diesen Gedanken im Sinne dieses Blogs zu veranschaulichen und ihn besser im Gedächtnis zu behalten, hier ein einprägsamer Satz:

Meine Freiheit endet dort, wo deine beginnt.

Für mich dient dieser Satz als Leitprinzip für unseren Umgang miteinander.

Die wahre Herausforderung besteht darin, diese Grenzen zu kennen und zu akzeptieren.

Montagsfrage 174

Jeden Montag gibt es eine neue Frage, um die grauen Zellen zwischen den Ohren in Schwung zu bringen und die Woche mit einem aktiven Geist zu beginnen.

Die heutige Montagsfrage ist vielleicht ein wenig leichter zu beantworten als andere Montagsfragen, aber dennoch kann sie für einen guten Start in die Woche sorgen und lautet:

Hast du bereits ALLE Uhren nach der Sommerzeit umgestellt und bist du dir da sicher?

Aufgrund der Umstellung auf die Sommerzeit wurden die Uhren bereits am Samstagabend um eine Stunde vorgestellt.

Die meisten Uhren werden vermutlich automatisch umgestellt, wie bei Handys und Funkuhren.

Aber wie sieht es mit der Uhr im Auto aus?

Oder mit der Armbanduhr am Handgelenk?

Oder mit der Uhr an der Kaffeemaschine oder am Herd in der Küche?

(Und falls du gerade zufällig auf die Uhr geschaut hast, dann hat diese Montagsfrage ihren Zweck definitiv erfüllt.) 🙂

Den Schreibtisch aufräumen

Eine der effektivsten Methoden, die ich bisher gefunden habe, um ein hohes Arbeitspensum zu bewältigen, besteht darin, meinen Schreibtisch auf das Nötigste zu reduzieren.

Leichter gesagt als getan, denn ich brauche immer etwas, und ich hatte immer das Gefühl, dass ich das, was ich gerade weggeräumt hatte, gleich wieder benötigen würde.

Und genau das passierte immer wieder – sobald ich meinen Schreibtisch bis auf das Nötigste freigeräumt hatte, benötigte ich fast sofort wieder etwas.

Rückblickend ist mir jedoch immer wieder aufgefallen, dass ich, obwohl ich die Dinge immer wieder auf meinen Schreibtisch zurücklegen musste, dennoch produktiver war, als wenn von Anfang an alles auf dem Schreibtisch gelegen hätte.

Das war eine wichtige Erkenntnis und hat mich, offen gestanden, ein wenig überrascht.

Das Hin- und Herschieben erhöhte die Produktivität tatsächlich stärker, als wenn alles von Anfang an griffbereit gewesen wäre.

Mein Schreibtisch hat die Gewohnheit, Dinge auf magische Weise anzuziehen; man muss diese Magie nur gelegentlich entzaubern und den Schreibtisch aufräumen.

Manchmal ist weniger, immer noch mehr

Heute ist ein solcher Tag.

Meine To-do-Liste für heute ist voll, und gestern habe ich mich wirklich darauf gefreut, diese Aufgaben heute in Angriff zu nehmen.

Das war gestern.

Heute ist es draußen dunkler als sonst, und ich vermisse das Tageslicht, obwohl ich gar nicht vorhatte, hinauszugehen.

Mehr oder weniger komme ich heute einfach nicht in die Gänge und habe keine richtige Lust, etwas zu machen.

Natürlich habe ich bereits versucht, etwas dagegen zu unternehmen.

Ich bin kurz hinausgegangen, um ein paar Besorgungen zu machen, in der Hoffnung, wieder meine gewohnte Energie zu spüren.

Und ja, tatsächlich habe ich etwas gespürt, aber das war nicht meine Energie.

Es fühlte sich eher so an, als würde mir mein Körper sagen, ich solle einfach mal eine Pause machen.

Wir alle wissen, dass weniger manchmal mehr sein kann, doch oft sind wir überrascht, wenn wir das ganz unerwartet selbst feststellen.

Und wie es scheint, stimmt diese Aussage immer noch bis heute.

Manchmal wissen unser Körper und unser Geist besser als wir selbst, was sie benötigen.

Ich werde heute auf sie hören und wir werden dann sehen, wer morgen das Sagen für die Erledigung meiner To-do-Liste hat.

Aber heute habe ich offensichtlich einfach mehr von weniger, und das ist völlig in Ordnung, sodass ich diese Aussage nur noch einmal bestätigen kann.

Zeit zum Lesen

Gestern habe ich mich mit einem Freund unterhalten, der jedes Jahr circa 50 Bücher liest, und das seit Jahren.

Diese Leistung ist für mich einfach nicht vorstellbar, obwohl ich jeden Tag selbst viel lese.

Ich musste natürlich fragen, wie er das überhaupt schafft, und daher dürfte ich selbstverständlich und wie erwartet zunächst seine Weisheit als Antwort bekommen, dass ich einfach schneller lesen soll.

Nachdem wir beide ein wenig über seine beabsichtigte und gelungene Klugscheißer-Weisheit gelacht haben, hat er mir erzählt, dass er viel Zeit damit verbringt und daher auf andere Aktivitäten bewusst verzichtet.

Essen und Trinken tut er zwar noch, aber sonst verzichtet er absichtlich auf Fernsehen, außer es gibt etwas Besonderes anzuschauen. Außerdem benutzt er jede Gelegenheit zum Lesen, wie wenn er im Zug unterwegs ist, oder im Wartezimmer auf einen Termin wartet.

Diese drei Punkte waren nachvollziehbar und verständlich: wenig fernsehen und sowohl im Zug als auch im Wartezimmer, die Zeit nutzen, um zu lesen.

Nur waren diese Anregungen für mich lediglich bedingt geeignet, denn obwohl ich tatsächlich kaum fernsehe, fahre ich doch wenig mit dem Zug und ich warte auch nicht übertrieben viel in Wartezimmern.

Es geht hier um die Zeit, die gefunden werden muss, um zu lesen. Als Selbstständiger, arbeite ich durchschnittlich 10 Stunden am Tag, auch an den Wochenenden. Manchmal viel mehr, aber gelegentlich auch weniger.

Diese Arbeit war für mich jedoch nie eine lästige Pflicht oder eine Belastung; sie hat mir stets Freude bereitet, und es hat mir Spaß gemacht, Menschen und Unternehmen zu helfen – das ist ein Teil von mir.

Und das war die eigentliche Antwort darauf, weshalb mein Freund es schafft, 50 Bücher im Jahr zu lesen.

Das Lesen von Büchern ist ein wichtiger Teil seiner Person, und deshalb nimmt er sich immer Zeit dafür.

Dieser kurze und lustige Austausch zwischen meinem Freund und mir hat mir wieder einmal vor Augen geführt, wie viel wir noch tun und erreichen können, wenn wir darüber nachdenken, wie wir unsere Zeit verbringen und wie wir uns damit identifizieren.

Und natürlich ein wenig schneller zu lesen wäre auch nicht schlecht. 🙂