Die Herausforderung einer Vereinfachung

Um ein Thema auf vereinfachte, aber fachlich korrekte Weise zu erklären, sind fast immer fundierte Kenntnisse oder Erfahrungen auf dem jeweiligen Gebiet erforderlich.

Vielen Menschen mag diese Aussage selbstverständlich erscheinen, da sie davon ausgehen, dass ihr eigenes Wissen oder ihre eigene Erfahrung ausreicht, um das Wesentliche vom Unwesentlichen zu unterscheiden und es in komprimierter Form darzustellen.

Das Wesentliche vom Unwesentlichen zu unterscheiden, ist jedoch nur die erste Herausforderung einer Vereinfachung.

Es geht weniger darum, Wissen und Erfahrung an sich zu vereinfachen, sondern vielmehr darum, zunächst zu entscheiden, was überhaupt weggelassen oder gekürzt werden sollte.

Die Entscheidung, was weggelassen oder gekürzt werden soll, erfordert nicht nur Wissen und Erfahrung, sondern auch ein Verständnis der Sachlage und ein gewisses „Gespür“ oder eine Intuition dafür, was wesentlich ist.

Die eigentliche Herausforderung einer Vereinfachung besteht daher darin, ein Gespür für das Gesamtbild zu entwickeln, auf die eigene Intuition zu vertrauen und die Vereinfachung so zu vermitteln, dass sie sowohl fachlich korrekt als auch leicht verständlich ist.

Etwas zu vereinfachen, kann daher manchmal ziemlich schwierig sein.

Das vergessen wir manchmal, vor allem wenn wir immer häufiger einfache Antworten auf komplizierte Fragen erwarten.