Schnell entschieden und langsam bereut

Schnelle Entscheidungen können wir alle treffen, und manchmal müssen wir sie sogar schnell treffen.

Es sind die täglichen und kleinen Entscheidungen, die wir meistens zügig treffen.

Welche Kaffeetasse für den Kaffee heute Morgen? Ziehe ich heute die schwarze Stoffhose oder die blaue Jeans an? Fahre ich die Straße links oder rechts auf dem Weg zur Arbeit? Zahlreiche kleine Entscheidungen werden ständig und meistens rasch getroffen.

Langsam können wir jedoch manche Entscheidungen bereuen, aber selten sofort, denn die Auswirkungen unserer Entscheidungen benötigen oft ein wenig Zeit, um sich zu entfalten.

Und langsam fangen wir dann an, uns über die Kaffeetasse zu ärgern, weil wir vergessen haben, dass der Kaffee meistens ziemlich schnell kalt wird in der Tasse. Um die Mittagszeit stellen wir fest, dass die blaue Jeans doch nicht ganz richtig war, weil es so heiß heute ist. Und ja, wir hätten auf dem Weg zur Arbeit doch die Straße links nehmen sollen, denn die Baustelle rechts dauert ewig, um vorbeizufahren.

Viele schnelle Entscheidungen treffen wir aus Gewohnheit, und genau an dieser Stelle liegt der Ansatz für Verbesserungen und weniger Irritation.

Es geht darum, ein verstärktes Bewusstsein für unsere Gewohnheiten und für die zahlreichen schnellen Entscheidungen, die wir täglich treffen, zu entwickeln.

Entsorgen wir dann vielleicht die Kaffeetasse, in der der Kaffee immer schnell kalt wird, anstatt sie im Schrank weiterhin aufzubewahren? Sehen wir doch kurz im Fernsehen oder im Netz nach, wie das Wetter heute wird, damit wir wissen können, ob die Jeans doch passen oder nicht! Und um Gottes Willen daran denken, die Straße links auf dem Weg zur Arbeit zu nehmen, damit die Baustelle vermieden wird.

Gewohnheiten sind notwendig, um uns im täglichen Leben zu entlasten. Sie können jedoch gleichzeitig belasten, wenn wir sie nicht gelegentlich bewusst wahrnehmen und ggf. Anpassungen vornehmen.

Und solche Entscheidungen können wir alle schnell treffen und langsam verinnerlichen, dass sie doch die richtigen Entscheidungen waren.