Minimalismus im Kopf

Ich praktiziere schon seit geraumer Zeit eine gewisse, vielleicht etwas abgeschwächte Form des Minimalismus.

Meine persönliche Definition von Minimalismus ist ein Lebensstil, bei dem man sich zweimal überlegt, ob all diese Dinge um uns herum nützlich oder überhaupt notwendig sind — nicht übertrieben, aber bewusst darüber nachzudenken.

Wenn nicht, dann weg damit.

Die Frage ist immer, wie man diese Dinge definiert, denn schließlich bezieht sich der Ausdruck „diese Dinge“ nicht nur auf Haushaltsgegenstände.

Dinge können auch geistige Komponenten haben, wie Gedanken, Sorgen oder Emotionen.

Die Frage bei den geistigen Komponenten ist zwar die gleiche wie bei den Gegenständen (sind diese Gedanken für mich nützlich oder überhaupt noch notwendig?), aber mit Gedanken ist die Entsorgung meist schwieriger und benötigt oft einfach mehr Zeit als bei einfachen Gegenständen.

Minimalismus beginnt zunächst mit der Lenkung der eigenen Aufmerksamkeit auf „Dinge“ in unserem Leben.

Schon allein dadurch, dass wir unsere Aufmerksamkeit darauf richten, kann uns bewusst werden, ob wir doch zu viele Dinge in unserem Leben haben und ob wir nun anfangen können, sollen oder sogar müssen, uns von einigen dieser Dinge zu trennen.

Und dieser Prozess beginnt immer im Kopf.

Jetzt weg damit.

Ich denke, du weißt selbst, was damit gemeint ist.