Eine der Herausforderungen bei der Arbeit mit Wissen besteht heutzutage nicht darin, dass es an Wissen mangelt, sondern darin, dass die Menschen nicht wissen, wie sie es zeitlich finden können, wenn es benötigt wird.
Dann werfen die Leute oft nur einen kurzen Blick darauf und nehmen die erste Information, die sie finden, einfach für bare Münze.
Und obwohl wir alle behaupten würden, dass wir diese Informationen nicht einfach „für bare Münze“ nehmen würden, zeigt die Erfahrung, dass diese Behauptung in der Tat oft zutrifft.
Schließlich reicht es fast immer aus, wenn die Informationen plausibel und einigermaßen glaubwürdig wirken – zumindest am Anfang.
Das Problem ist immer die Zeit, die für den Wissenserwerb zur Verfügung steht.
Je weniger Zeit wir haben, desto eher geben wir uns mit den ersten Ergebnissen zufrieden.
Beim Erwerb von Wissen ist es sehr hilfreich, im Voraus zu wissen, nach welchen Quellen man bei Bedarf zu bestimmten Themen suchen könnte.
Ich nenne das die Suche nach den Suchmöglichkeiten.
Es kann auch wie ein Themenverzeichnis oder Inhaltsverzeichnis für Wissen genannt werden.
Man kann nachschlagen, wo man etwas findet, und die Informationen schneller erhalten, als wenn man erst nach zuverlässigen und hilfreichen Informationsquellen suchen müsste.
Die Suche nach den Suchmöglichkeiten muss auch nicht detailliert oder kompliziert sein.
Es reicht schon, wenn man eine ungefähre Vorstellung davon hat, wo man etwas finden könnte, wenn es soweit ist.
Dann nimmt man diese ersten Informationen nicht mehr so oft gleich für bare Münze.