Fehler bei Gelegenheit korrigieren

Manche Fehler müssen unverzüglich korrigiert werden, um negative Auswirkungen zu minimieren oder um einen Schaden zu vermeiden.

Andere Fehler hingegen müssen erst dann korrigiert werden, wenn sich die Gelegenheit dazu bietet – oder, anders ausgedrückt, wenn sie aufgefallen sind.

Natürlich sind die konkreten Umstände der entscheidende Faktor dafür, ob Fehler aktiv aufgespürt oder korrigiert werden sollten, sobald sie bekannt werden, oder ob sie erst dann korrigiert werden können, wenn sie bemerkt werden.

Ein Beispiel für die sogenannte „passive Fehlerkorrektur“ ist dieser Blog selbst. Da ich schnell und impulsiv jeden Tag schreibe, und gleichzeitig versuche, keinen Bullshit, sondern stets einen Mehrwert für die Leser zu liefern, schleichen sich Fehler immer in meinen Texten ein. Fehler, die ich oft im Nachhinein und meistens zufällig entdecke.

Eine „aktive Fehlerkorrektur“ hingegen wird laufend bei Beratungen und Coachings praktiziert. Durch Nachfragen, Feedback und Überprüfungen, werden auch die meisten Möglichkeiten für Verbesserungen gleich entdeckt und somit unverzüglich umgesetzt werden können.

Es ist somit immer eine Frage der Wichtigkeit und der Auswirkungen von möglichen Fehlern, die die notwendigen Maßnahmen für ihre Korrektur darstellen.

Einen Tipp- oder Grammatikfehler hier im Blog zu entdecken, finde ich zwar ärgerlich, aber das Verständnis der Botschaft des jeweiligen Blogbeitrages wird dadurch in der Regel trotzdem nicht gefährdet, und der Fehler kann bei Gelegenheit korrigiert werden.

Ein Fehler bei einer Beratung oder bei einem Coaching hingegen, hat oft unverzügliche Konsequenzen und hat mit Tippfehlern nichts zu tun.

Daher ist es immer ratsam – und oft notwendig –, nach Fehlern zu suchen, doch muss der erste Schritt darin bestehen, die möglichen Folgen dieser Fehler zu ermitteln, bevor man überhaupt mit der Suche nach ihnen beginnt.