Beschäftigung durch Aufschieben

Eine bekannte Vorgehensweise, um über eine längere Zeit, beschäftigt zu sein, ist es, die jeweilige Tätigkeit oder Beschäftigung einfach hinauszuschieben.

Wenn der Arbeitstag um 17 Uhr endet, ist die Arbeit oft so organisiert, dass man pünktlich um 17 Uhr fertig ist und bis zu diesem Zeitpunkt die ganze Zeit über beschäftigt war.

Ich möchte hier ganz sicher keine Anschuldigungen erheben oder andere kritisieren; ich möchte lediglich einen Blick auf die Gründe werfen, warum viele Menschen Dinge aufschieben, denn meistens hat das überhaupt nichts mit der Arbeit oder ihrem Beruf zu tun.

Es ist die Angst, nichts zu tun zu haben, die zum Aufschieben führt.

Besser einer langweiligen Beschäftigung nachzugehen, als gelangweilt zu sein oder nichts zu tun zu haben.

Zudem misst unsere Gesellschaft „fleißigen“ und „ständig beschäftigten“ Menschen im Allgemeinen ein höheres Maß an Anerkennung bei als anderen.

Das sind nur einige Gründe, warum Menschen Dinge aufschieben, und obwohl es noch viele andere Gründe gibt, ist der Hauptgrund doch ihre eigene Angst davor, nichts zu tun zu haben.

Man kann das Aufschieben einer Aufgabe auch als künstliche Verschiebung bezeichnen. In solchen Fällen ist es immer entscheidend, sich bewusst zu machen, warum die Aufgabe aufgeschoben wird.

Weil du bis 17 Uhr so tun willst, als wärst du ununterbrochen beschäftigt, oder weil du Angst davor hast, nichts zu tun zu haben?

Es mag sich auch um eine Kombination aus vielen Faktoren und Gründen handeln, doch ein Grund sticht immer besonders hervor und ist die Hauptursache für das Aufschieben.

Je besser wir diesen Grund verstehen, desto besser können wir unser eigenes Verhalten und das anderer verstehen.