Videokonferenzen mit zu viel Selbstdarstellung

Videokonferenzen können sehr hilfreich und informativ sein, wenn die beabsichtigte Botschaft gut mit auditiven und visuellen Elementen verpackt ist.

Ein wenig Selbstdarstellung kann ebenfalls hilfreich und informativ sein, wenn die Länge der Selbstdarstellung nicht übertrieben wird und sie zum Sachverhalt beiträgt.

Die Videokonferenz gestern war für 50 Minuten geplant, und da der Sachverhalt für mich interessant war, habe ich teilgenommen.

Nach 15 Minuten habe ich jedoch die Konferenz verlassen, denn in dieser Zeit wurden lediglich die Geschichte und vergangene Positionen des Vortragenden dargestellt.

Nichts über den Sachverhalt, weshalb die Videokonferenz überhaupt abgehalten wurde.

Das war mir einfach zu viel des Guten, und nach einer Viertelstunde davon, hatte ich genug.

Das ist eigentlich schade, denn wenn das Publikum an einem Thema interessiert ist, sollte sich die Präsentation hauptsächlich auf dieses Thema konzentrieren.

Aus meiner Erfahrung mit Videokonferenzen, die ich auch selbst abhalte, hat sich gezeigt, dass eine kurze Erklärung über sich selbst völlig ausreicht, um zu verdeutlichen, warum der Redner über Fachwissen und Kenntnisse zu dem Thema verfügt.

Eine ausführlichere Erklärung ist kontraproduktiv, da diese Selbstdarstellung sonst vom Thema abweicht und weniger Zeit für die eigentliche Erklärung übrig lässt.

Videokonferenzen können nach wie vor hilfreich sein, jedoch nur, wenn der Schwerpunkt auf der Erläuterung der Fakten liegt und nicht auf der Person, die die Präsentation hält.

Übrigens: Es hat sich auch gezeigt, dass eine Frage-und-Antwort-Runde am Ende einer Videokonferenz alle Fragen zu der Person beantworten kann, aber nur am Ende und nur, wenn die Teilnehmer diese Informationen wünschen.

Ansonsten gilt: In der Kürze liegt die Würze, auch wenn man sich in Videokonferenzen präsentiert.

Andernfalls verlassen die Teilnehmer nach 15 Minuten den Raum.