Offen und ehrlich in der Informationsflut

In der heutigen Informationsflut ist es wichtiger geworden, Aufmerksamkeit zu erregen, als einfach nur offen und ehrlich zu sein. Offenheit und Ehrlichkeit sind nette Ergänzungen des täglichen Lebens, aber sie sind keineswegs notwendig, um aufzufallen.

Immer wieder wird versucht, Offenheit und Ehrlichkeit mit Achtsamkeit zu verbinden. Und mit wenigen Ausnahmen scheitern diese Versuche immer wieder.

Das Problem dabei ist meist die Annahme, dass Offenheit und Ehrlichkeit einfach langweilige Themen sind. Wir wollen unterhalten werden und unsere Fragen beantwortet bekommen, ohne uns zu sehr anstrengen zu müssen. Es ist viel einfacher, wenn uns jemand sagt, was wir machen sollen, als wenn wir es selbst herausfinden müssen.

Offenheit und Ehrlichkeit sind jedoch Konstanten im Leben und können uns Richtung und Orientierung im Leben geben. Wir müssen jedoch selbst nach ihnen suchen und beurteilen, ob die gefundenen Quellen zu uns passen oder nicht.

Denk bitte daran: Offenheit und Ehrlichkeit sind in der Regel viel leiser und unauffälliger als aufmerksamkeitsorientierte Quellen, aber die beiden erstgenannten Begriffe gehören zum Kerngeschäft des Lebens und haben nichts mit Aufmerksamkeit zu tun.

Toleranz heute

Es gibt ein altes Sprichwort: „Ich bin sehr tolerant, solange andere Menschen meiner Meinung sind.“ Kommt dir dieses Sprichwort vielleicht bekannt vor?

Eine Suche im Internet nach dem Stichwort „Toleranz“ führt zu zahlreichen Beiträgen und Experten zu diesem Thema, einige sind seriös, andere weniger.

Was ich in fast allen Beiträgen und Experten vermisst habe, war der Hinweis und die Erwähnung dessen, was ich für einen der wichtigsten Aspekte der Toleranz in der heutigen Welt halte: Ambiguitätstoleranz.

Um die Botschaft hier abzukürzen: Ambiguitätstoleranz ist die Fähigkeit, unterschiedliche und widersprüchliche Meinungen und auch Handlungen zu tolerieren. Das bedeutet nicht, dass man ihnen zustimmen muss, sondern dass man in der Lage ist, Unterschiede und Widersprüche zu akzeptieren und zur Kenntnis zu nehmen, ohne sie sofort zu bewerten oder zu verurteilen.

Ambiguitätstolerante Menschen werden es in der Zukunft allgemein und in vielen Bereichen des täglichen Lebens leichter haben als andere Menschen. Es kann nicht schaden, einen kurzen Blick auf dieses Thema zu werfen, aber nur, wenn du es möchtest.

Muss es immer einen Grund geben?

In der heutigen Gesellschaft suchen die Menschen zunehmend nach Gründen für alles, und die Beziehung zwischen Ursache und Wirkung gibt dieser Suche eine gewisse Berechtigung.

Ohne auf die philosophischen Aspekte und die Kausalität von Ursache und Wirkung einzugehen, möchte ich eine einfache Frage stellen.

Glaubst du wirklich, dass du den Grund für alles, was in deinem Leben passiert, wissen musst?

Die Frage ist hier nicht, ob es überhaupt einen Grund gibt, sondern ob wir den Grund immer kennen müssen. Vielleicht sind wir uns hier einig, dass wir nicht immer alle Gründe kennen können oder wollen.

Normalerweise suchen wir nur nach Gründen, wenn wir sie brauchen. Nur wenn etwas passiert, das uns interessiert, wollen wir wissen, warum es passiert ist.

Gleichzeitig bedeutet dies aber auch, dass unsere Suche nach Gründen immer individuell ist und diese Individualität zu Abweichungen in der Wahrnehmung führen kann. Glaubst du das nicht? Wie oft diskutieren wir miteinander, ob es einen Grund gibt, dieses oder jenes zu tun? Wenn wir über dieselbe Sache sprechen, hat die eine Person einen Grund, etwas zu tun, und eine andere Person hat einen ganz anderen Grund oder sieht überhaupt keinen Grund, etwas zu tun.

Wer erkennt, dass er den Grund nicht immer wissen kann oder muss, ist klug.

Wer erkennt, dass es für ein und dieselbe Sache verschiedene Gründe geben kann, ist weise.

Anerkennung für freiwilliges Feedback zeigen

Freiwilliges Feedback ist eine unaufgeforderte Mitteilung, die in der Regel an einen Anbieter einer Ware oder Dienstleistung gerichtet ist und eine Botschaft vermitteln soll. Natürlich muss die Botschaft nicht immer positiv sein.

Der Punkt ist, dass die Initiative für das Feedback nicht vom Unternehmen ausging, sondern vom Kunden, ohne dass das Unternehmen darum gebeten oder es verlangt hätte.

Ein solches Feedback, ob positiv oder negativ und ob aus Sicht des Unternehmens gerechtfertigt oder nicht, ist für ein Unternehmen immer Gold wert.

Ein Unternehmen, das keinen Wert auf freiwilliges Feedback legt, ist auf lange Sicht zum Scheitern verurteilt.

Jedes Unternehmen ist somit stets verpflichtet, freiwilliges Feedback zu würdigen. Es geht nicht um Dankbarkeit, sondern um die Würdigung und Anerkennung, dass ein Mensch sich die Mühe gemacht und eine Nachricht geschrieben hat.

Wie das Unternehmen mit der Nachricht umgeht, ist eine andere Sache und hängt von vielen Faktoren ab. Trotzdem ist die Anerkennung stets zu würdigen, ohne Ausnahme.

P.S. Diese Verpflichtung zur Anerkennung freiwilliger Rückmeldungen gilt übrigens auch für zwischenmenschliche Beziehungen, nur so nebenbei bemerkt.

Blog Besucherzahlen

Die Anzahl der Besucher eines Blogs ist nur ein begrenzter Hinweis auf seine Wirksamkeit und Nützlichkeit. Diese Zahl ist oft irreführend, da sie nichts über den tatsächlichen Nutzen eines Blogs für die Leser aussagt.

Die Anzahl der Besucher ist eine der Statistiken, die man sich ansehen kann, die aber nicht unbedingt als entscheidend für den Erfolg eines Blogs angesehen werden sollte.

Allgemein betrachtet, sind Statistiken ohnehin stets mit Vorsicht zu genießen. Statistiken dürfen nicht akzeptiert oder als aussagekräftig betrachtet werden, ohne die Messgrundlage der jeweiligen Statistik zu kennen.

Und Besucherzahlen eines Blogs gehören hierzu.

Was würden die meisten Blogger bevorzugen – einen Blog mit vielen Besuchern ohne wirklichen Nutzen für andere Menschen oder einen Blog mit wenigen Besuchern, aber mit einem echten Nutzen für andere Menschen?