Die Optimierungsfalle

Eine ganze Industrie möchte uns Produkte und Techniken verkaufen, die unsere Arbeit optimieren sollen. Wie so oft auch in anderen Lebensbereichen ist die Idee an sich, unsere Arbeit zu optimieren, nicht verkehrt.

Problematisch ist meistens, eine geeignete Methode zu finden, die unsere Arbeit tatsächlich und effektiv optimiert.

Wirklich messbar und effektiv bedeutet ergebnisorientiert.

Eine Optimierung muss daher sowohl messbar als auch ergebnisorientiert sein, bevor wir von einer möglichen und wahrhaften Optimierung sprechen können.

Viele Optimierungen scheitern an der eigenen Optimierung. In solchen Fällen wird eine mögliche Optimierung überoptimiert und revidiert, bis eine sogenannte optimale Optimierung entsteht. In solchen Fällen wird meistens lediglich ein Teufelskreis optimiert. Hier hat die Optimierungsfalle leider wieder zugeschlagen.

Auch die Zeit für die Erfindung und Ausarbeitung einer Optimierung muss in Betracht gezogen werden, bevor ein Erfolg gebucht werden kann. Es bringt recht wenig, tagelang an einer Optimierung zu arbeiten, wenn nur ein paar Minuten über die nächsten zwei Monate dadurch gespart werden können.