Hast du eine Minute Zeit?

Oft haben wir diese Minute Zeit einfach nicht. Wir sind viel zu beschäftigt mit anderen wichtigen Dingen, die unsere Aufmerksamkeit selbstverständlich vollkommen verlangt und keinen Aufschub duldet.

Also, keine Minute Zeit?

  • Eine Stunde hat 60 Minuten.
  • Ein Tag hat 1440 Minuten.
  • Eine Woche hat 10.080 Minuten.
  • Ein Monat 40.320 Minuten.

Wirklich keine Minute Zeit überhaupt? Auch nicht später?

Meinen wir vielleicht doch im Moment keine Zeit? Diese Aussage hören wir oft und sie kann stimmen und richtig sein.

Wenn wir jedoch zu oft behaupten, keine Minute Zeit für etwas zu haben, dann versperren wir uns vielleicht unnötig neuen Erfahrungen und Erlebnissen.  

Nach einer Minute Zeit, können wir immer noch entscheiden, ob die Sache es wert ist, weiterverfolgt zu werden und mehr Zeit damit zu investieren, oder nicht.

Aber die Minute Zeit haben wir allemal. Vielleicht nicht jetzt und sofort, aber in der nächsten Stunde, am Tag, in der Woche oder im Monat wahrscheinlich doch.

Ein Ziel mit zwei Zielen

Viele Ziele im Leben sind erstrebenswert. Welche Ziele das sind, hängt von den eigenen Einstellungen und Wünschen ab.  

Eigene Ziele zu entwickeln und zu verfolgen, erfordert Mut und die Bereitschaft, neue und unbekannte Wege zu gehen. Bei der Entwicklung und Forschung von neuen Zielen ist es hilfreich, in Betracht zu ziehen, dass das gewünschte Ziel einfach nicht erreichbar ist.

Ein zweites Ziel zu haben, ist daher meistens sehr hilfreich. Nennen wir es ein Zusatzziel. Eine Alternative. Eine Ausweichmöglichkeit. Wenn das erste Ziel einfach nicht mehr zu erreichen ist, dann kann das zweite Ziel noch angepeilt werden.

Wenn das Haupt- und das Nebenziel sich ähneln, dann wird die Zufriedenheit über das Erreichen des zweiten Ziels ähnlich eintreten, als wenn das erste Ziel erreicht wurde.

Ein Ziel setzen, dann eine Alternative festlegen. Es funktioniert und vermindert Enttäuschung.

Anweisungen befolgen oder selbst entscheiden?

Es ist einfacher, Anweisungen zu befolgen, als selbst Entscheidungen zu treffen. Anweisungen zu befolgen ist schneller und erfordert keinerlei Bewertung oder Untersuchung. Auch die Verantwortung für diese Entscheidung wird abgenommen.

Eigene Entscheidungen zu treffen, ist dagegen schwieriger, denn zunächst müssen alle Optionen bewertet und geprüft werden und anschließend muss man die Verantwortung für diese Entscheidung selbst übernehmen.

Es ist daher eigentlich kein Wunder, dass viele Menschen sich wohler fühlen in Gesellschaften, die wenig Spielraum für eigene Entscheidungen lassen, als in offenen Institutionen.

Gefährlich wird es, wenn die eigenen Meinungen, Gedanken und Persönlichkeiten durch eine Norm standardisiert werden. Denn diese Normen werden mit der Zeit zunehmend akzeptiert und als vollkommen normal empfunden.

Es lohnt sich, sich die Mühe zu machen, eigene Entscheidungen zu treffen und die Freiheit, dies zu tun, energisch zu verteidigen.

Muttertag mal anders

Heute ist Muttertag in Deutschland. Die Ursprünge des Muttertags lassen sich bis ins antike Griechenland verfolgen, und heute wird dieser Tag in vielen Ländern gefeiert, in manchen Ländern auch an anderen Tagen.

Aber in allen Ländern gibt es ähnliche Gründe für den Muttertag – die Anerkennung und das Andenken der Mutter. Wir lassen hier die wirtschaftlichen und gruppenbezogenen Interessen, die ebenfalls für die Einführung eines Muttertags verantwortlich waren, erst mal weg, um die Botschaft dieses Beitrages hier zu verdeutlichen.

Wir sind uns fast alle einig, dass der Sinn des Muttertags gut und in Ordnung ist.

Warum muss Muttertag aber ein fester und vordefinierter Tag sein? Ist nicht jeden Tag ein Muttertag?

Anstatt nur heute etwas zum Muttertag zu machen, überlege, ob dieser Tag demnächst auch nochmals stattfinden kann. Ganz spontan. Es muss nicht groß gefeiert werden. Einfach die Anerkennung, Erinnerung oder Dankbarkeit nochmals erleben, ohne einen festen Tag dafür haben zu müssen.

Dieser Überraschungsmuttertag wird dir gelingen und in Erinnerung bleiben.

Wie die Zeit die Empfindung von Freundschaften ändert

Freundschaften ändern sich gelegentlich mit der Zeit. Manchmal driften sie einfach so und ohne Grund auseinander und manchmal müssen durch Ärger oder Erfahrungen die Empfindungen neu definiert werden.

Gelegentlich kann ein Missverständnis der Grund für eine Neubewertung der Freundschaft sein. Wenn das Missverständnis geklärt werden kann, dann bestehen gute Chancen auf eine Fortsetzung der Freundschaft.

Es kommt auch vor, dass ein konkretes Ereignis die Freundschaft ändert, zum Guten und auch zum Schlechten, beide Richtungen sind natürlich möglich.

Interessant ist aber die Zeit zu betrachten, wenn es um die Empfindung von Freundschaften geht.

Es gibt Menschen, die sich seit Jahren nicht gesehen oder miteinander gesprochen haben, und wenn sie sich wieder treffen, dann ist es so, als ob sie nur kurz voneinander getrennt waren. Oft werden die Empfindungen hier bestätigt oder vertieft.

Es gibt auch Menschen, die wir früher vielleicht nicht besonders gemocht haben, dann sehen wir diese Menschen nach vielen Jahren wieder. Sind die Empfindungen für diese Menschen gleichgeblieben? Die Erfahrung zeigt, dass dies nicht immer der Fall ist. Die meisten Menschen freuen sich, wenn sie alte Bekanntschaften wiedersehen, auch wenn sie vielleicht nicht die besten Freunde früher waren.

Die Zeit ändert stets die Empfindung von Freundschaften ohne unsere Mitwirkung. Unserer eigenen Einschätzung und Bewertung von Freundschaften ist nicht immer blind zu vertrauen, besonders mit der zunehmenden Zeit.

Ruf einen alten Freund an, den du seit Jahren nicht mehr gesehen oder mit dem du nicht mehr gesprochen hast. Wie reagiert er? Die gewonnene Klarheit kann sehr erfrischend sein.