Gute Ideen zum richtigen Zeitpunkt

Eine gute Idee zu bekommen, ist gut. Eine gute Idee zum richtigen Zeitpunkt zu bekommen, ist besser. Wenn wir diesen besten Zeitpunkt aber selbst bestimmen könnten, wäre das am besten.

Gute Ideen kommen oft ganz plötzlich und ohne Vorwarnung. Manchmal kommen sie, wenn wir unter der Dusche sind oder beim Autofahren. Aber in der Regel sind wir nicht auf Empfang für neue Ideen vorbereitet, und daher ist die Gefahr groß, dass diese Ideen bald in Vergessenheit geraten, denn wir sind meistens mit dem Alltag sehr beschäftigt und haben keine Zeit für Ablenkungen wie neue Ideen.

Oder eine gute Idee kommt zum falschen Zeitpunkt. Die Zeit war einfach nicht reif für die Umsetzung oder Anwendung der Idee. Auch hier gerät diese Idee mit der Zeit zu oft in Vergessenheit, und das ist einfach schade.

Es kann natürlich auch sein, dass die Idee niemals zum Einsatz kommt oder sich als nützlich erweist. Ohne die schlechten Ideen hätten wir aber häufig die guten Ideen auch nicht.

Die einfachste Methode, gute Ideen zum richtigen Zeitpunkt parat zu haben und sie daher einsetzen zu können, ist es, wenn sie bereits aufgeschrieben wurden. Somit geraten Ideen aus der Vergangenheit nicht in Vergessenheit und stehen zum Abruf bereit, wenn der richtige Zeitpunkt kommt.

Beim Aufschreiben von Ideen ist ein Tagebuch dafür jedoch nicht geeignet. Denn mit einem Tagebuch werden zu viele Einträge gemacht, die mit Ideen nicht unbedingt etwas zu tun haben. Bei der Findung und Erinnerung von Ideen später, ist es schwieriger, sie in einem Tagebuch zu finden, als wenn sie auf einer einfachen Liste aufgeschrieben wären.

Eine einfache Liste mit Ideen zu haben, kann einfach nicht schaden.

Ist das vielleicht auch eine gute Idee?

Die Google-Bewertungslüge

Es ist bedauerlich, wenn ein Unternehmen glaubt, das Richtige zu tun, indem es mit eigenen Maßnahmen Bewertungen anderer zensiert oder löscht.

Viele von uns orientieren sich an Bewertungen anderer Menschen, bevor wir eine Entscheidung treffen. Kaufen oder nicht. Buchen oder nicht. Beauftragen oder nicht. An sich ist diese Orientierung auch nicht verkehrt.

Google dagegen hat ein Problem mit Rezensionen, die der betroffenen Firma nicht gefallen.

Wenn eine Firma eine Bewertung erhalten hat, die ihr nicht gefällt, dann wenden sich viele Firmen nun direkt an Google, mit der Aussage, dass diese Bewertung geschäftsschädigend ist. Google schreibt dann den Verfasser der Bewertung an und bittet um Stellungnahme und Beweise für eine geschäftliche Beziehung mit der Firma. Google regt gleichzeitig an, die Bewertung zu überdenken und vielleicht zu korrigieren.

Wenn die Begründung nicht ausreichend ist, wird die Bewertung seitens Google vollständig gelöscht, ohne Vorwarnung und ohne weitere Hinweise.  Wie Google dazu kommt, wird nicht verraten. Es scheint auch so, dass die Erfahrung mit einer Firma allein nicht ausreicht, um sie bewerten zu können. Man muss auch konkret Kunde sein. Telefonische Anfragen oder Besuche zählen nicht.

Finde den Fehler.

Wir sprechen hier auch nicht von strafrechtlichen oder beleidigenden Bewertungen, sondern von echten Erfahrungen.

Inzwischen sind Löschungen wohl zunehmend ein gutes Geschäftsmodell geworden, um Käufer zu locken, trotz anderer Meinungen und Erfahrungen.

Google lebt von der Interaktion mit Menschen und Firmen. Je länger sie dort Zeit verbringen, desto mehr Werbung angezeigt werden kann. Wenn eine Firma ein paar neutrale oder negative Bewertungen hat, dann gehen die Leute eher weg. Das sehen weder Google noch die Firmen gerne.

Die Bewertungen bei Google sind daher als absolut unzuverlässig zu betrachten.

Die Bewertungen sind zensiert.

Wie kannst du am besten bewerten?

Wir alle bewerten ständig. Ist das ein schönes Kleid? Habe ich meinen Brief gutgeschrieben? Hat das Essen geschmeckt?

Es gibt zwei Arten von Bewertungen:

Im Voraus und im Nachhinein.

Eine Bewertung im Nachhinein zu treffen, ist meistens das Resultat von Erfahrung und ist begründet. „Das Essen im Restaurant hat mir hervorragend geschmeckt.“

Eine Bewertung im Voraus zu treffen, ist ungenauer und basiert auf Vermutungen und Unwissenheit. „So wie das Gebäude von außen aussieht, kann das Essen dort im Restaurant nicht schmecken.“

Es ist eine feine Linie zwischen Bewertung und Meinung und diese Linie wird oft vermischt und die Begriffe werden miteinander verwechselt.

Der erste Schritt, korrekt zu bewerten, ist zu wissen, dass eine im Voraus zu treffende Bewertung keine Bewertung ist, sondern eine Meinung.

Der zweite Schritt, korrekt zu bewerten, ist es, Erfahrungen zu sammeln.

Der letzte Schritt korrekt zu bewerten, ist in Erinnerung zu behalten, dass die Erfahrungen subjektiv sind und möglicherweise nicht allgemeingültig sind (schlechter Tag gewesen, etwas ausnahmsweise schiefgelaufen usw.).

Diese drei Schritte sorgen für die bestmöglichen Bewertungen im Alltag.

Wie werden Entscheidungen begründet?

Täglich treffen wir alle unzählige Entscheidungen. Die meisten Entscheidungen sind Kleinigkeiten wie, „Was ziehe ich heute Morgen an?“ oder „Soll ich einen bestimmten Anruf jetzt tätigen?“. Andere Entscheidungen sind wichtiger und/oder bedeutungsvoller.

Entscheidungen werden in der Regel zunächst mit Erfahrung und anschließend mit Wissen getroffen, und um Zeit und Energie zu sparen, ist das vorteilhaft und sinnvoll. Wenn wir jedoch wichtige Entscheidungen treffen wollen oder müssen, dann versuchen wir vorher, so viele Informationen wie möglich darüber zu bekommen, um nicht komplett schlecht zu entscheiden.

Manchmal gelingt es uns, manchmal nicht.

Unser Baugefühl ist ein guter Orientierungsgeber, wenn es wichtig ist. Nicht perfekt und manchmal ungewohnt oder außergewöhnlich, aber nützlich und meistens nachhaltig. Wenn wir Entscheidungen ohne Bezug auf unser Bauchgefühl treffen, dann haben wir meistens ein „schlechtes Gefühl“ über die Entscheidung.

Die überwiegende Mehrzahl aller wichtigen Entscheidungen wird mit dem Bauchgefühl getroffen und anschließend mit dem Verstand begründet.

Wenn wir keine rationalen Gründe für bestimmte Entscheidungen finden können, dann suchen wir so lange, bis wir welche gefunden haben. Getroffen wurden diese Entscheidungen erst recht mit dem Bauchgefühl, und das ist meistens, langfristig betrachtet, auch gut so.

Die Antwort-und-Frage-Technik (AFT)

Diese Technik wird häufig in Talkshows verwendet und läuft so in etwa ab:

„Sie wissen, dass eine Waffenlieferung an Land X ausgeschlossen ist, das ist ganz klar. Was halten Sie von den Bemühungen unserer Regierung wegen des Friedens?“

Meistens wird dann die Frage beantwortet, aber nicht die vorherige Aussage. Ob diese Behauptung vor der Frage stimmt oder nicht, wird meistens nicht diskutiert. Somit haben die Talkmaster eine Aussage suggeriert, die möglicherweise unzutreffend ist.

Das ist kein Zufall, sondern Absicht, um die Kontrolle und die Lenkung einer Unterhaltung zu beeinflussen und zu bestimmen.

Das ist die Antwort-und-Frage-Technik, und sie kommt erstaunlich häufig vor in Talkshows.

Bei Unterhaltungen im Fernsehen geht es nicht darum, wer die besseren Argumente hat, sondern wer die gleichen Argumente am überzeugendsten verkaufen kann.

 Wir sind gut beraten worden, wenn wir mehr Aufmerksamkeit auf die Fragen richten, anstatt nur auf die Antworten zu fokussieren.