Wissenschaft mit unterschiedlichen Fakten

Es ist grundsätzlich ratsam, die Hinweise und Empfehlungen der Wissenschaft als eine Orientierung im Leben zu nehmen. Bei jedem Grundsatz im Leben gibt es aber natürlich Ausnahmen.

Was tun wir, wenn die Wissenschaft zwei unterschiedliche Meinungen vertritt?

Dieser Zustand ist in der Wissenschaft übrigens fast ein Dauerzustand. Oder meinen wir, dass es unter professionellen und fachlichen Menschen anders sein soll? Sind die Menschen eher einer Meinung, etwa in der Politik oder in den deutschen Firmenvorständen?

Um die für uns besten Entscheidungen treffen zu können, muss die Wissenschaft einen Stellenwert erhalten. Es muss für uns klar sein, was die Aufgabe der Wissenschaft ist, nicht zu ausführlich oder philosophisch betrachtet, sondern was die Bedeutung für uns im Alltag eigentlich ist.

Die Wissenschaft kann und muss uns eine Richtung geben, mehr aber nicht. Es ist nicht Aufgabe oder Verantwortung der Wissenschaft, uns zu belehren, sondern sie hat zu offenbaren, zu erforschen und hinzuweisen. Was wir aus diesen Erkenntnissen machen, liegt an uns, und das bringt uns wieder zur Anfangsfrage. Was machen wir, wenn die Wissenschaft uns zwei unterschiedliche Empfehlungen gibt?

Die Antwort lautet: Wir müssen Erkenntnisse, Wissen und Erfahrungen aus anderen Bereichen mit dem Wissen aus der Wissenschaft verbinden. Nur so haben wir eine für uns passende Antwort darauf, was die Wissenschaft uns mitteilen will und wie wir die besten Ergebnisse daraus für uns selbst anwenden können.

Verbundenes Wissen ist effektiver und sinnvoller als einzelnes Fachwissen, wenn es um die Orientierung und Entscheidungshilfen im Alltag geht. Die Wissenschaft allein reicht nicht aus. Somit sind unterschiedliche Meinungen in der Wissenschaft plötzlich doch gar nicht mehr so schlimm.

Montagsfrage 17

Jeden Montag wird eine neue Frage gestellt, die dazu genutzt werden kann, die graue Masse zwischen den Ohren anzuregen und die Woche gedanklich aktiv zu beginnen.

Die heutige Montagsfrage lautet daher:

Schließe bitte deine Augen (natürlich, nachdem du diesen Satz gelesen hast) und denke an drei Gegenstände im Raum, die eine bestimmte Farbe haben, egal welche Farbe.

Die einzige Regel lautet: Du darfst die Farbe nicht aussuchen, bevor du die Augen schließt.

Erst die Augen schließen, dann die Farbe auswählen.

Kannst du drei Gegenstände nennen, die diese Farbe haben?

Klingt leicht, ist es aber meistens nicht.

Einfach ausprobieren.

Die eigene Meinung angemessen verpacken

Dein Freund hat einen neuen Anzug gekauft und hat ihn gerade angezogen. Jetzt fragt er dich nach deiner Meinung.

Das Problem? Der Anzug sieht tatsächlich komplett scheiße aus.

Was sagst du jetzt? Die einfache Wahrheit, so wie sie ist? „Dein Anzug sieht scheiße aus“?

Es gibt Menschen, die dieser Art ehrlicher Antwort befürworten würden. Wahrheit ist eben Wahrheit.

Es mag auch zutreffend sein, dass der Anzug nicht gut aussieht, nicht richtig passt oder sonst nicht in Ordnung ist oder gut aussieht.

Die Frage ist, warum dein Freund diesen Anzug denn gekauft hat?

Die Aussage „Ich sage immer, was ich denke“ sorgt für sehr viele Probleme unter den Menschen.

Wahrheit ist nicht immer Wahrheit, sondern oft Meinung. Auf die Verpackung kommt es meistens an. Wie du etwas sagst, ist meistens wichtiger als das, was du sagst.

Wir glauben, das zu wissen, nur manchmal vergessen wir es und müssen nur kurz daran erinnert werden.

Wer ruft zuerst an?

Es kommt immer wieder vor, dass wir uns für etwas später verabreden. Das kann ein Treffen sein oder vielleicht ein Telefonat.

Die Erfahrung zeigt, dass eine Verabredung nicht immer von allen Seiten ganz klar ist, und häufig zu Missverständnissen führt.

Ja, wir wollten uns am Wochenende treffen, so viel ist klar, und damit sind wir uns einig.

Aber wie soll es nun weitergehen? Wer ruft zuerst an? Wer unternimmt den ersten Schritt?

Oder warten wir selbst noch darauf, bis der oder die andere sich meldet?

Wenn wir uns klar vereinbart haben, dass du mich am Wochenende anrufen sollst, dann liegt es auch an dir, bei mir anzurufen. Die Initiative muss auch von dir kommen. Das Gleiche gilt aber auch, wenn ich dich anrufen soll, denn es liegt an mir, bei dir anzurufen.

Haben wir Klarheit über unsere Pläne und Vorstellungen, und zwar von allen Seiten, dann brauchen wir diese Frage, wer zuerst anruft, gar nicht erst zu stellen.

Haben wir diese Klarheit?

Die Wirkung der Sonne bei Problemlösungen

Die meisten von uns kennen die Auswirkungen auf unsere Gefühle, wenn wir ein wenig Zeit in der Sonne verbringen. Es geht uns in der Regel danach besser, und wenn es nur ein wenig besser ist.

Wir müssen auch nicht stundenlang in der Sonne backen, um diese Auswirkungen zu erleben, es reichen nur wenige Minuten.

Wenn wir vor Problemen stehen und die Sonne auch tatsächlich scheint, dann ist es sinnvoll, nur ein paar Minuten draußen in der Sonne Zeit zu verbringen, bevor wir weitermachen.

Heute scheint die Sonne in den meisten Teilen Deutschlands.

Nutzen wir diese Möglichkeit, um Probleme heute effektiver zu lösen.

Verbringen wir heute nur ein paar Minuten in der Sonne.

Und bitte nicht alles gleich als Quatsch bezeichnen oder mit „Ja, ich weiß schon alles“ abstempeln und dann nichts tun. Einfach machen und danach bewerten, nicht vorher. Die paar Minuten haben wir alle.

Ihr werdet es nicht bereuen.