Montagsfrage 44

Jeden Montag wird eine neue Frage gestellt, die dazu genutzt werden kann, die graue Masse zwischen den Ohren anzuregen und die Woche gedanklich aktiv zu beginnen.

Die heutige Montagsfrage lautet:

Wann hast du das letzte Mal „geschummelt“?

Hier wird nicht vorgegeben, was Schummeln zu bedeutet hat oder in welchem Zusammenhang die Frage gemeint ist, denn jede(r) definiert Schummeln ein wenig anders.

Und? Wann hast du das letzte Mal, ja du weißt, was ich fragen will…. ?

10. Gebot für Unternehmensberater

Du sollst zugeben können, wenn du nicht mehr beraten kannst oder willst.

Dieses Gebot ist ein Teil der 10 Gebote für Unternehmensberater.

Wir sind alle nur Menschen und manchmal passieren Dinge, die unerwartet vorkommen oder uns einfach überraschen. In solchen Fällen stellt sich die Frage, ob du weiterhin mit dem gleichen Einsatz, und der gleichen Aufmerksamkeit und Hingabe beraten kannst oder sogar noch willst wie bisher.

Wenn du nicht mehr beraten kannst oder willst, dann liegt die Lösung zunächst an deiner Offenheit darüber, und zwar sowohl dir selbst als auch deinem Kunden gegenüber. Anschließend kann gemeinsam erörtert werden, ob die Beratung weiterhin stattfinden soll, oder ob eine abweichende Vereinbarung getroffen werden muss.

Offen zuzugeben, dass du nicht mehr beraten kannst oder willst, ist ein Zeichen von Stärke, Ehrlichkeit und Glaubwürdigkeit eines jeden Unternehmensberaters, und deine Kunden haben diese Eigenschaften verdient.

9. Gebot für Unternehmensberater

Du sollst nicht anfangen zu beraten, bevor ein Ende der Beratung vereinbart wurde.

Dieses Gebot ist ein Teil der 10 Gebote für Unternehmensberater.

Sorge für klar definierte und vereinbarte Ziele einer Unternehmensberatung, bevor du anfängst zu beraten. Dazu gehört, das Ende der Unternehmensberatung im Voraus zu vereinbaren. Open-End-Beratungen oder Vereinbarungen mit unklaren Laufzeiten sind tabu und schaden dem Ruf eines professionellen Unternehmensberaters.

Wer kein Ziel hat, kann auch keines erreichen, und wer kein Ende einer Unternehmensberatung vereinbart hat, wird in der Regel nicht genau wissen, wann es Zeit ist zu gehen.

Das Ende einer Unternehmensberatung ist bei der Erreichung eines oder mehrerer Ziele angezeigt. In solchen Fällen ist die Beratung für diese Themen unverzüglich zu beenden, unabhängig davon, ob abweichende oder zeitliche Rahmenbedingungen vereinbart wurden.

8. Gebot für Unternehmensberater

Du sollst deine Kunden mögen.

Dieses Gebot ist ein Teil der 10 Gebote für Unternehmensberater.

Es geht nicht darum, dass du eine Freundschaft mit deinen Kunden anstreben sollst, sondern darum, dass eine gewisse Sympathie vorhanden sein muss, damit eine Unternehmensberatung erfolgreich wird. Diese Sympathie kann auch für die Einstellung oder den Habitus deines Kunden sein.

Etwas musst du an deinen Kunden einfach mögen, und das muss nicht unbedingt die Person selbst sein. Vielleicht ist es die Art und Weise, wie sich dein Kunde verhält, oder wo dein Kunde herkommt oder wie er spricht. Etwas musst du einfach mögen.

Menschen, die beraten werden, spüren zügig, ob du sie magst oder nicht. Finde die Aspekte deiner Kunden, die du sympathisch oder einfach gut findest, und fokussiere deine Aufmerksamkeit auf diese Aspekte, denn jeder Mensch hat sie.

7. Gebot für Unternehmensberater

Du sollst nicht Kompetenz mit Überheblichkeit verwechseln.

Dieses Gebot ist ein Teil der 10 Gebote für Unternehmensberater.

Es gibt Menschen, die zwar kompetent sind, jedoch gleichzeitig Beweis- oder Geltungsbedürfnisse haben. Für solche Menschen ist es nicht ausreichend, ein hilfreiches Wissen an sich zu haben, sondern das Wissen muss zusätzlich von anderen Menschen bestätigt und am besten auch bewundert werden.

Wenn du zu diesen Menschen gehörst, dann ist eine mögliche Lösung die Selbstreflexion. Frag dich, warum du diese Bedürfnisse hast und wie sie möglicherweise entstanden sind. Allein ein aktives Bewusstsein darüber zu haben, kann extrem hilfreich sein, weniger Bestätigungen und Bewunderungen zu erwarten.

Es gibt auch andere Menschen, die zwar in einem bestimmten Bereich möglicherweise kompetent sind, aber es nicht zugeben können oder wollen, dass sie in anderen Bereichen Defizite haben. Diese Defizite und fehlendes Wissen werden dann häufig mit fiktivem Wissen ersetzt, das heißt, das Wissen wird nach Bedarf erfunden und anschließend zusammengestellt. Häufig ist ein solches angebliches Wissen lediglich eine Meinung, mit ein paar Brocken von Fakten gemischt.

Wenn du zu diesen Menschen gehörst, dann ist eine mögliche Lösung ebenfalls die Selbstreflexion. Frag dich, wo deine Wissensdefizite sind, und sorge für Klarheit darüber, wo die Grenzen deines Wissens sind. Sei offen darüber, und zwar mit dir selbst und auch mit deinen Kunden, dass du nicht alles weißt.

Erkenntnisse über die Grenzen deines Wissens und deiner Kompetenzen sorgen für mehr Glaubwürdigkeit bei deinen Kunden und für eine ehrliche und erfolgreiche Unternehmensberatung.