6. Gebot für Unternehmensberater

Du sollst so viel wie notwendig beraten und gleichzeitig so wenig wie möglich.

Dieses Gebot ist ein Teil der 10 Gebote für Unternehmensberater.

Eine Unternehmensberatung mit einer festen Laufzeit zu vereinbaren, ist tabu. Feste Laufzeiten dienen nicht dem Kunden, sondern ausschließlich dem Unternehmensberater.

Die Ziele einer Unternehmensberatung müssen klar im Voraus definiert und vereinbart werden. Wenn diese Ziele erreicht sind, dann muss die Beratung ein Ende haben, auch wenn diese Ziele vorzeitig erreicht wurden.

Falls weitere Beratungsthemen im Laufe einer bestehenden Unternehmensberatung vorkommen, dann sind diese neu zu untersuchen und getrennt zu vereinbaren, wenn sie nichts mit den ursprünglichen Themen zu tun haben.

Eine Trennung von Beratungsthemen vorzunehmen, ist unabdingbar notwendig, um eine effektive und erfolgreiche Unternehmensberatung gewährleisten zu können.

Es ist immer besser und produktiver für den Kunden, eine Verlängerung einer bereits bestehenden Beratung zu vereinbaren, als Leerlauf einzubauen, damit bestimmte vordefinierte Laufzeiten erreicht werden können.

Es ist die Aufgabe eines Unternehmensberaters, zu beraten, und nicht aus wirtschaftlichen Gründen eine Unternehmensberatung künstlich zu verlängern.

5. Gebot für Unternehmensberater

Du sollst die Frage verstehen, bevor du eine Antwort darauf gibst.

Dieses Gebot ist ein Teil der 10 Gebote für Unternehmensberater.

Pauschalantworten und allgemeine Hinweise sind vielleicht für chinesische Glückskekse geeignet, aber für eine sorgfältige und hilfreiche Unternehmensberatung sind sie fehl am Platz.

Ein typischer Fehler bei der Beantwortung einer Frage liegt darin, dass wir glauben, die Frage verstanden zu haben, ohne sie tatsächlich korrekt verstanden zu haben. In solchen Fällen werden Antworten geliefert, die wir selbst glauben, passend zu der Frage zu sein.

Bei Fragen geht es nicht nur um das gesprochene Wort an sich, sondern auch um die Bedeutung der Frage. Dazu müssen sowohl die Gestik als auch die Betonung der Frage interpretiert und eingeschätzt werden.

Was beabsichtigt der Kunde uns wirklich mitzuteilen, aber vielleicht nicht die richtigen Wörter dafür finden kann?

Was steckt hinter dieser Frage tatsächlich?

Montagsfrage 43

Jeden Montag wird eine neue Frage gestellt, die dazu genutzt werden kann, die graue Masse zwischen den Ohren anzuregen und die Woche gedanklich aktiv zu beginnen.

Die heutige Montagsfrage lautet:

Was war für dich der bisher peinlichste Moment in deinem Leben und warum war er für dich so peinlich?

Interessant bei der Beantwortung dieser Frage ist zu erkennen, ob wir unser Verhalten danach tatsächlich geändert haben oder ob wir die Sache lediglich als eine weitere Erfahrung betrachten.

4. Gebot für Unternehmensberater

Du sollst keine unverständlichen Begriffe oder Worte verwenden.

Dieses Gebot ist ein Teil der 10 Gebote für Unternehmensberater.

Eine Unternehmensberatung hat in der Sprache deines Unternehmens zu erfolgen. Unverständliche Begriffe oder Worte zu verwenden, sorgt für Unsicherheit und gefährdet den Erfolg der Beratung.

Die Wahrheit ist, dass die überwiegende Mehrzahl deiner Kunden nicht zugeben wird, wenn sie dich nicht immer komplett verstehen. Meistens aus Peinlichkeit oder aus Höflichkeit.

Es ist nicht deine Aufgabe, zu belehren oder zu erziehen, sondern zu beraten. Daher musst du in jeder Hinsicht von deinem Kunden komplett verstanden werden. Daher muss die gesamte Unternehmensberatung in der Sprache erfolgen, die deine Kunden nicht nur verstehen, sondern auch vollständig nachvollziehen können.

3. Gebot für Unternehmensberater

Du sollst keine Tatsachen mit Meinungen vermischen.

Dieses Gebot ist ein Teil der 10 Gebote für Unternehmensberater.

Eine Trennung zwischen Tatsachen und Meinungen zu etablieren, ist unabdingbar notwendig, wenn eine Unternehmensberatung erfolgreich verlaufen soll.

Das Problem ist unser fehlendes Wissen und die Verwendung von Meinungen als Ersatz dafür.

Wenn wir in einem bestimmten Bereich einfach keine Ahnung haben, dann ist es menschlich, dass wir zumindest eine Meinung dazu haben.

Die Wahrheit ist aber, dass du als Unternehmensberater keine eigene Meinung zu äußern hast. Es geht nicht um dich, sondern um das Unternehmen, das gerade eine Beratung von dir bekommt.

Tatsachen bleiben jedoch Tatsachen und können in einer Unternehmensberatung eventuell nützlich sein. Meinungen jedoch nicht, denn jeder Mensch hat eine, und um deine eigene Meinung zu liefern, bist du als Unternehmensberater nicht beauftragt worden.