Ratschläge und Glückskekse

Viele Ratschläge für Problemlösungen ähneln dem Inhalt eines Glückskekses von meinem Lieblingschinesen um die Ecke: sehr allgemein gehalten und universell anwendbar. Trotzdem mögen viele Leute Glückskekse und lesen gerne die frohe Botschaft, die da drinsteckt. Ich übrigens auch.

Für Glückskekse ist das kein Problem, bei ernst gemeinten Ratschlägen dagegen schon.

Die meisten von uns wissen selbstverständlich auch, dass Glückskekse als Spaß gemeint und natürlich nicht wirklich ernst zu nehmen sind. Aber bei Ratschlägen ist es oft viel schwieriger, zwischen Ernst und Spaß zu unterscheiden.

Wer auch Ratschläge unterbreitet, ohne gleichzeitig Alternativen anzubieten, erteilt letztlich einen Befehl, und in solchen Fällen ist daher vermehrte Vorsicht und Aufmerksamkeit geboten. Und wer konkrete Ratschläge liefert, ohne das Problem der betroffenen Person vorher erst wirklich verstanden zu haben, liefert in den meisten Fällen lediglich eine Meinung.

Es spricht auch nichts gegen eine Meinung, aber sie bleibt auch hier, was sie ist – eine Meinung. Manchmal können sie nützlich und inspirierend sein, und wenn es dabei bleibt, ist das vollkommen in Ordnung.

Keine Ratschläge einfach so umsetzen, ohne vorher zu fragen, ob sie zu uns passen oder nicht. Sind die Ratschläge logisch und scheinen sie sinnvoll zu sein? Was sagt der gesunde Menschenverstand?

Und bitte nicht vergessen: Bevor wir Ratschläge in Betracht ziehen, ist eine gezielte Anwendbarkeit und Passgenauigkeit zu uns immer absolut entscheidend für eine wirklich effektive Problemlösung.

Sonst können wir unsere Probleme doch den Glückskeksen überlassen.

3 Methoden, um ein großes Problem zu lösen

Methode 1:

In Teilen verkleinern. Ein großes oder komplexes Problem kann oft am besten gelöst werden, wenn das Problem in kleinstmöglichen Teilen reduziert wird. Die Teile des Problems können dann einzeln behandelt und somit kann ein großes Problem systematisch Schritt für Schritt gelöst werden.

Methode 2:

In Gedanken vergrößern. Eine weitere Möglichkeit ist genau das Gegenteil von der ersten Methode und erfordert, dass ein großes Problem, und zwar lediglich im Gedanken, noch weiter vergrößert oder verschlimmert wird, um die möglichen Auswirkungen dieser Verschlimmerung zu betrachten. Wenn das Schlimmste wirklich passieren würde, wäre das wirklich so schlimm, wie der Zustand mit dem Problem jetzt ist? Diese Methode wird oft als Perspektivenjustierung bezeichnet und kann die Sichtweise eines Problems zu unseren Gunsten ändern. Manche Probleme wurden bereits durch einen Perspektivenwechsel komplett gelöst, weil sie mit der neuen Sichtweise nicht weiter belastet haben.

Methode 3:

Ähnlichkeiten suchen. Diese Methode verlangt, dass das große Problem mit anderen großen Problemen verglichen wird, um Ähnlichkeiten zwischen den Problemen zu suchen. Dadurch können oft ähnliche Lösungsansätze gefunden werden, die möglicherweise für die Lösung des eigenen Problems in Betracht gezogen werden können. Bei dieser Methode ist es wichtig, nach Ähnlichkeiten zu suchen und nicht nach einzelnen fertigen Lösungen, die in einem konkreten anderen Fall benutzt wurden.

Der Vorteil bei all diesen Methoden ist, dass sie sich nicht gegenseitig ausschließen. Es kann erst Methode 1, dann 2 und anschließend 3 ausprobiert werden, um nach Lösungen zu suchen.

Diese Lösungen müssen aber unbedingt getrennt ausprobiert werden, damit die jeweilige Wirkung sich entfalten kann. Wenn wir nach zu vielen Lösungen gleichzeitig suchen, dann passiert oft das Gegenteil von dem, was wir erreichen wollten – wir bekommen nur noch weitere Probleme. Also, eins nach dem anderen ausprobieren und nicht gleichzeitig.

Noch angestellt oder schon Mitarbeiter?

In all meinen Unternehmen habe ich niemals Angestellte gehabt.

Ich habe aber viele Mitarbeiter beschäftigt.

Diese Mitarbeiter waren bei mir zwar tatsächlich angestellt, aber ich käme nicht auf die Idee, sie als Angestellte zu nennen.

Sie waren immer meine Mitarbeiter.

Die Unterscheidung hat etwas mit der Wertschätzung zu tun.

Diese Bezeichnung allein kann dazu beitragen, wie der Umgang miteinander sich weiterentwickelt.

Sind wir alle durch Werbung geschädigt?

Werbung ist für mich ein rotes Tuch geworden.

Sogar der kleinste Werbespot verursacht bei mir inzwischen eine Abwehrreaktion.

Offensichtlich bin ich auch nicht allein.

Die Werbung heutzutage ist einfach unerträglich geworden.

Warum?

Weil sie dauerhaft und überall präsent ist und somit einfach stört.

Und das ist das Problem.

Gezielte Werbung zu zeigen, ist schon sinnvoll, aber nur die halbe Miete. Die andere Hälfte ist die Frequenz der Werbung. Hier ist weniger definitiv mehr.

Gezielte Werbung in Maßen hat vielleicht eine Zukunft.

Die Werbung heutzutage nicht.

Eure Tage sind gezählt.

Es wird eine neue Art von Werbung entstehen, die nicht auf Überflutung angewiesen ist. Wie bei allen Dingen wird die Umstellung dauern, aber sie wird kommen.

Wer auf diese neue Art von Werbung rechtzeitig umstellt, hat jetzt schon Wettbewerbsvorteile.

Montagsfrage 94

Jeden Montag gibt es eine neue Frage, um die grauen Zellen zwischen den Ohren in Schwung zu bringen und die Woche mit einem aktiven Geist zu beginnen.

Die heutige Montagsfrage lautet:

Was tust du, wenn du nicht weißt, was als Nächstes zu tun ist?

Die Antwort „Es kommt darauf an.“ ist zwar nachvollziehbar, aber viel zu vage, denn wir haben alle gewisse Tendenzen.

Das Erkennen dieser Tendenzen kann sehr hilfreich sein, um die Grundlage für unsere Entscheidungen besser zu verstehen.

Ausnahmen gibt es immer.

Tendenzen jedoch auch.