Montagsfrage 141

Jeden Montag gibt es eine neue Frage, um die grauen Zellen zwischen den Ohren in Schwung zu bringen und die Woche mit einem aktiven Geist zu beginnen.

Da die Ferienzeit in den meisten deutschen Bundesländern langsam endet, kehren viele Menschen aus ihrem Urlaub zurück.

Die heutige Montagsfrage lautet:

Wenn du Urlaub gemacht hast, warst du zufrieden? Was hat dir genau gefallen?

Und wenn du keinen Urlaub gemacht hast, warst du mit dieser Entscheidung zufrieden?

Je besser und tiefer wir unsere vergangenen Handlungen und Entscheidungen verstehen und verinnerlichen, desto besser können wir zukünftige Entscheidungen treffen.

Und das umfasst sowohl genommene als auch nicht genommene Urlaube.

Langfristige Planung für Bocklosigkeit

Langfristige Planungen, ohne einen Aspekt namens Bocklosigkeit zu berücksichtigen, werden in der Regel scheitern.

Bocklosigkeit hat auch nichts mit Pausen und Ruhephasen zu tun, obwohl sie ebenfalls zu den notwendigen Aspekten einer langfristigen Planung gehören.

Bocklosigkeit ist ein menschliches Phänomen, das oft unerwartet und ohne besonderen Grund auftritt.

Manche nennen es mangelnde Motivation oder Begeisterung, aber die Auswirkungen sind dieselben – im Moment passiert nichts, und wir können die Situation nennen, wie wir wollen, aber das Ergebnis ist dasselbe.

Die beste Maßnahme, die Aspekte auftretender Bocklosigkeit zu bekämpfen, ist, die Bocklosigkeit bei der langfristigen Planung gleich einzuplanen.

Ähnlich wie bei Krankheiten oder der Notwendigkeit, einen Plan B zu haben, treten bei jeder langfristigen Planung Phasen der Bocklosigkeit auf.

Es geht daher nicht darum, solche Ereignisse zu vermeiden, sondern sich darüber im Klaren zu sein, was zu tun ist, wenn solche Phasen auftreten.

Viel reden und wenig sagen

Wir alle kennen Leute, die viel reden und wenig sagen.

Es ist sinnvoll, wenn man versucht festzustellen, warum das so ist und was tatsächlich dahintersteckt, denn es gibt eigentlich nur zwei Antworten:

  1. Der Sachverhalt ist kompliziert und erfordert eine längere Erklärung;
  2. Der Mensch hat einfach das Bedürfnis, zu reden.

Beide Varianten sind völlig in Ordnung, selbst eine Mischung aus komplizierten Themen und dem gleichzeitigen Bedürfnis zu reden, aber eine Variante hat fast immer Vorrang.

Der Schlüssel zu einer effektiven Interaktion untereinander liegt darin, zu erkennen, welche Variante derzeit die Oberhand hat.

Audio in Text umwandeln

Es gibt Websites, die Audioaufnahmen als Texte veröffentlichen.

Meistens handelt es sich um Interviews und Besprechungen.

Es gibt zwar einige Gründe, warum Transkription (die Umwandlung von gesprochener Sprache oder Audioaufnahmen in geschriebenen Text) nützlich sein kann, aber in vielen Fällen handelt es sich dabei lediglich um Werbung durch eine Mehrverteilung (Aufmerksamkeitsgenerierung).

Wenn bereits eine Audioaufnahme existiert, die in Text umgewandelt werden soll, dann wurde sie in 99 % der Fälle schon veröffentlicht – als Audio.

Die Umandelung in Text, wenn diese Umwandlung keine anderen Gründe für die Umwandlung hat (wie bei Ärzten, Wissenschaftlern oder für Beweiszwecke manchmal erforderlich), dann ist die Transkription überflüssig und nicht zweckdienlich.

Es gibt Gründe, weshalb es eine Audioaufnahme gibt. Eine solche Aufnahme kann mit viel Emotionen und Sarkasmus befüllt werden und wird beim Zuhören verstanden. Bei Texten sind Emotionen schwer darzustellen, ohne Emojis zu benutzen, und Sarkasmus muss meistens besonders erläutert werden, oft in den Fußnoten des Textes.

Wenn es eine Audioaufnahme gibt, dann lass es eine Audioaufnahme bleiben. Und wenn die Aufnahme veröffentlicht werden soll, gibt es gezielte Plattformen dafür.

Es geht oft nicht darum, WAS gesagt wurde, sondern WIE, und das werden wir bei einer Umwandlung in Text niemals mitbekommen ohne Beihilfe.

Und wenn wir schon Beihilfe bekommen müssen, um zu verstehen, was geschrieben wurde, dann stellt sich die Frage, warum wir den Text überhaupt lesen, anstatt die Audioversion gleich anzuhören.

Achte auf den Namen beim Umgang miteinander

Der Umgang miteinander und ob dieser Umgang sinnvoll und produktiv oder eher kontraproduktiv und zeitverschwendend ist, werden von vielen Faktoren geprägt. 

Der vermutlich wichtigste Aspekt, insbesondere im Umgang mit fremden Menschen, ist der Name des Gesprächspartners.

Dieser Name soll im Gespräch miteinander öfter genannt werden. 

Anstelle von „Wissen Sie, die Idee finde ich gut“ ist es besser zu sagen: „Wissen Sie, Herr Schmidt, die Idee finde ich gut.“

Die Menschen hören den eigenen Namen gerne, und den Namen zu wissen und zu benutzen ist ein Zeichen der Wertschätzung. 

Und das macht auch sympathisch auch. 

Wer möchte nicht gerne mit solchen Menschen zu tun haben?