Du hast recht, du hast recht

Es gab einen älteren Mann, der immer glücklich und zufrieden war. 

Eines Tages fragte ein junger Mann den älteren Herrn, wie er es schaffe, immer glücklich und zufrieden zu sein.

Der alte Mann antwortete:

„Ich habe gelernt, mich nicht mit Besserwissern, Sturköpfen oder Menschen, die nicht zuhören wollen, zu streiten, sondern einfach zu sagen: Du hast recht, du hast recht.“

Der Junge war ein wenig verwirrt und fragte nach:

„Aber wie kann eine solche Einstellung glücklich und zufrieden machen?“

Der alte Herr antwortete:

„Besserwisser, Sturköpfe und Menschen, die nicht zuhören wollen, möchten nicht diskutieren oder lernen, sondern nur ihre eigenen Glaubenssätze und Meinungen verbreiten. Die Zeit lässt sich besser und entspannter mit Menschen verbringen, die trotz ihres Wissens und ihrer Meinungen bereit sind, sich mit den Erkenntnissen und Meinungen anderer auseinanderzusetzen, um von ihnen zu lernen, auch wenn sie ihnen im Moment vielleicht nicht zustimmen.“

Der Junge fragte nach:

„Aber Herr, das ist doch sicher nicht alles, was Sie tun, um entspannter und zufriedener zu sein. Es muss doch noch etwas anderes geben!“

Der alte Herr antwortete:

„Du hast recht, du hast recht.“

Freiheit und Regeln

Freiheit ohne Regeln ist nicht möglich, denn es sind die Regeln, die definieren, wo Freiheit liegt.

Im Falle von Ländern und großen Unternehmen werden Regeln bezüglich der jeweiligen Freiheiten erwartet und in der Regel akzeptiert, auch wenn man mit der einen oder anderen Regel nicht ganz einverstanden ist.

Es gestaltet sich komplizierter, wenn es um unsere persönliche Freiheit geht, da wir zwar nach Freiheit streben, jedoch nicht immer bereit sind, die entsprechenden Regeln selbst festzulegen und entsprechend anzunehmen. 

Diese Regeln müssen wir aber immer selbst definieren und uns auferlegen, um überhaupt die Freiheit zu erlangen, die wir uns wünschen.

Deshalb wird es immer einfacher, die Definition, Bedeutung und Umsetzung von Freiheit zu akzeptieren, die von Staaten und Unternehmen festgelegt werden. 

Eine weitere Herausforderung bei der Definition der eigenen Freiheit liegt in der Regel darin, wenn die eigene Definition von Freiheit Auswirkungen auf andere Menschen hat.

Bei der Definition der eigenen Freiheit ist es daher wichtig, dass keine Entscheidungen über die eigene Freiheit getroffen werden dürfen, wenn diese andere Menschen betreffen oder betreffen könnten.

Denn wir verfügen nicht über die Befugnisse dazu. 

Ein Staat oder ein Unternehmen kann die Bedeutung von Freiheit nur innerhalb seines eigenen Landes oder innerhalb seines eigenen Unternehmens bestimmen, nicht jedoch außerhalb.

Das Gleiche gilt für die eigene Freiheit. 

Wenn wir wissen und verstehen, wo unsere eigenen Grenzen der Freiheit liegen, dann können wir echte und wahrhaftige Freiheit erleben.

Montagsfrage 140

Jeden Montag gibt es eine neue Frage, um die grauen Zellen zwischen den Ohren in Schwung zu bringen und die Woche mit einem aktiven Geist zu beginnen.

Die heutige Montagsfrage lautet:

Wenn du zwischen (1) einem Leben ohne Einschränkungen und Stress, das aber komplett von Fremden kontrolliert wird, und (2) einem Leben mit Einschränkungen und Stress, aber mit vollständiger Selbstbestimmung wählen müsstest, welches Leben würdest du bevorzugen?

Die Tendenz geht Richtung Fremdbestimmung, denn sie ist einfacher und bequemer, als wenn man selbst alles bestimmen muss. 

Es ist jedoch die Selbstbestimmung, die uns all den Fortschritt und Komfort gebracht hat, den wir heute genießen, und die es uns überhaupt erst ermöglicht, diese Frage zu stellen.

Gibt es einen Teil 2?

Bei vielen Filmen ist der zweite Teil selten so gut oder erfolgreich wie der erste Film.

Das hat verschiedene Gründe, aber oft liegt das daran, dass die Geschichte beim ersten Film fast immer vollständig erklärt wurde.

Ein Teil 2 kann nur auf dem ersten Film darauf aufbauen und neue Elemente, Charaktere, oder Szenarien hinzufügen.

Ob diese neuen Elemente überzeugen können oder nicht, erfährt man erst später, aber die Statistik zeigt, dass die Chancen auf Erfolg nicht besonders groß sind.

Im Leben ist es ähnlich.

Ob es sich um eine gescheiterte Ehe, einen schlechten Job oder ein misslungenes Vorhaben handelt: Solange man sich mit der Vorlage aus Teil 1 verbunden fühlt oder ist, stehen die Chancen für einen Erfolg in Teil 2 nicht unbedingt gut.

Auch wenn Teil 1 nicht geklappt hat, stehen die Chancen für einen Teil 2 wesentlich besser, wenn wir uns nicht zu sehr an der Vorlage von Teil 1 festhalten und anstatt eine Fortsetzung anzustreben, lieber einen neuen Teil 1 in Erwägung ziehen.

Ideen und Gedanken bei Erkältungen aufschreiben

Unsere Ideen und Gedanken werden von unserer körperlichen Verfassung beeinflusst, ob wir das wollen oder nicht.

Geht es uns gut, dann tauchen die entsprechenden Ideen und Gedanken auf.

Geht es uns gerade gesundheitlich suboptimal, dann tauchen in der Regel andere Ideen und Gedanken auf.

Es sind diese Ideen und Gedanken, die wir bekommen können, wenn wir erkältet sind, die uns sehr viel helfen können, wenn wir wieder gesund sind.

Denn diese Ideen und Gedanken, die wir bei Erkältungen bekommen können, können uns eine neue Perspektive geben, die wir sonst bei Gesundheit nicht bekommen hätten.

Man muss nur die Ideen und Gedanken aufschreiben, solange man noch krank ist.

Und dann diese Liste nochmals lesen, wenn man wieder gesund ist.

Wir können oft mehr aus unseren Erkältungen lernen als nur, welche Medikamente am zuverlässigsten funktioniert und geholfen haben.

Wir müssen nur aufschreiben, wenn wir erkältet sind.