Der frühaufstehende Morgenmuffel

Ich bin kein Frühaufsteher, denn es gibt für mich nichts Besseres, als so lange wie möglich in einer Art „Dämmerschlaf“ am frühen Morgen zu verweilen und einfach im Bett zu liegen und die schöne, warme Decke zu genießen.

Es gibt wahrscheinlich Menschen, die sich mit dieser Einstellung vollkommen identifizieren können, und andere, die nur den Kopf schütteln werden.

Dieser Blogbeitrag und die Gedankenanregung dazu sind daher eher für die Morgenmuffel unter uns.

Was ich aus meiner langjährigen Selbstständigkeit gelernt habe, ist, wie ich meine täglichen Abläufe optimal und produktiv organisieren kann.

Dazu ist es erforderlich, dass man seinen eigenen Biorhythmus kennt und weiß, wann man am produktivsten ist.

Bedauerlicherweise ist meine produktivste Zeit am frühen Morgen.

Meine Lösung bestand daher darin, bestimmte Tage im Voraus zu planen, an denen ich trotz meines inneren Widerstands einfach sehr früh aufstehen und arbeiten würde, während der Kaffee kochte.

Als Soloselbständige mit Homeoffice ist das auch, zumindest für mich, absolut realisierbar und es funktioniert.

Der Schlüssel zu diesem Ansatz liegt darin, ihn fest am Vortag zu planen.

Diese Einstellung begleitet mich die ganze Nacht hindurch, und am nächsten Morgen habe ich Erwartungen an mich selbst, die ich nicht enttäuschen möchte.

Ich stehe auf, trotz der warmen, schönen Decke, fange mit dem Kaffee an und arbeite.

Für diejenigen unter uns, die keine Morgenmenschen sind, kann ich nur bestätigen, dass ich auf diese Weise mehr erreicht habe als durch stundenlanges Arbeiten bis spät in die Nacht.

Wenn es passt, kann diese Methode zumindest ein paar Mal ausprobiert werden.

Und wenn nicht, dann hat man es probiert.

Geblitzt und die Spende

Ich bin heute Morgen im Auto geblitzt worden, und es ärgert mich weniger, dass ich geblitzt wurde, als über mich selbst, dass ich die Blitzanlage vorher nicht gesehen habe.

Die Geschwindigkeitsüberschreitung war jedoch gering und die Strafe wird milde ausfallen. Trotzdem ist die Sache ärgerlich.

Dann überlegte ich kurz, wie ich meine Verärgerung ein wenig lindern könnte, und kam auf die Idee einer Spende.

Letztlich ist meine geringe Geldstrafe eine Spende, denn sie ist freiwillig, und ich habe durch mein Verhalten selbst entschieden, diese Spende zu tätigen.

Es fühlt sich einfach gut an, eine Spende zu machen, besonders wenn die betreffende Stadt so dringend Geld benötigt, wie in diesem Fall, ohne einen Stadtnamen zu nennen.

Somit habe ich heute Morgen Gutes getan mit meiner Spende.

Ein wenig Sarkasmus und Humor in Bezug auf die Radarkamera haben also dazu beigetragen, meine Stimmung ein wenig zu verbessern.

Dennoch blieb der Lerneffekt bestehen. Ja, ich wurde daran erinnert, dass ich an dieser Stelle zu schnell gefahren bin, und das Blitzen eine wirksame Methode sein kann, mich darauf aufmerksam zu machen, damit es nicht wieder vorkommt.

Und wenn man die bevorstehende Strafe als Spende betrachtet, kann die ganze Sache einen positiven Aspekt bekommen, und trotz der Verärgerung schadet das einfach nicht.

Etwas zu wissen und etwas zu verstehen

Nur weil wir etwas wissen, bedeutet das schon lange nicht, dass wir es auch verstehen.

Wir müssen auch nicht alles verstehen, und trotzdem können wir sehr viel wissen.

Wichtig ist, den Unterschied zwischen Wissen und Verständnis zu erkennen.

Dann wissen wir eher, was wir tatsächlich verstehen und was wir lediglich wissen.

Diese Grenze offenbart sich nicht immer von selbst.

Lautes Sprechen und die Hörhilfe

Möglicherweise hat jemand, der laut spricht, sein Hörgerät einfach nicht aufgeladen.

Wenn laute Gespräche, etwa im Wartebereich oder im Restaurant, störend sind, denken wir in der Regel nicht sofort daran, dass ein Akku dafür verantwortlich ist.

In solchen Fällen kann es hilfreich sein, den Störfaktor lautes Sprechen gegen die Rücksichtnahme auf andere Menschen abzuwägen, die möglicherweise nicht so gut hören.

Das Problem ist, dass man in der Regel nicht erkennen kann, ob die Person ein Hörgerät trägt und ob es die Batterie ist, die sie dazu veranlasst, so laut zu sprechen.

Und darum geht es in unserem Umgang miteinander.

Wir betrachten und bewerten unsere eigenen Empfindungen, ohne mehr über die echten Ursachen für diese Empfindungen zu wissen oder sie zu verstehen.

Es geht darum, mehr Verständnis für Dinge zu entwickeln, die uns möglicherweise stören, denn nur mit Verständnis können wir gegebenenfalls die Ursachen angehen. 

Und das gilt nicht nur für laute Gespräche in Restaurants. 

Loslassen

Das Buddha zugeschriebene Zitat „Lerne loszulassen, das ist der Schlüssel zum Glück“ verdeutlicht, dass das persönliche Glücksempfinden häufig in dem Maße von der Fähigkeit bestimmt wird, sich von Vergangenem, von belastenden Gedankengängen, von unrealistischen Erwartungen oder von Ängsten zu distanzieren.

Loslassen heißt nicht, dass man alles aufgeben muss, sondern dass man sich emotional und geistig von Dingen fernhält, an denen man sich nicht festhalten möchte.

Menschen bleiben oft an schmerzhaften Dingen fest, weil sie es gewohnt sind, Angst vor Veränderung haben oder Sicherheit benötigen.

Demzufolge stellt das Loslassen einen Akt der Eigenverantwortung dar, welcher die persönliche Freiheit, die innere Ausgeglichenheit und die seelische Ruhe fördert.

Das Zitat von Buddha ist eine wichtige Weisheit, die darauf hindeutet, dass wahres Glück weniger von äußeren Umständen abhängt, sondern vielmehr von der inneren Fähigkeit, die Vergangenheit loszulassen und offen für neue Erfahrungen zu sein.

Und was konntest du heute loslassen?