An manchen Tagen weiß man einfach nicht, was man zuerst tun soll, und obwohl es vielleicht viel zu tun gibt, ist es unklar wo man überhaupt anfangen soll.
Wenn Lustlosigkeit (ein legitimer Grund, nicht anzufangen) und Unwissenheit (ebenfalls ein legitimer Grund, nicht anzufangen) ausgeschlossrn werden können, dann ist das Problem fast immer eine Frage der Fokussierung.
Die Redewendung „den Wald vor lauter Bäumen nicht sehen“ beschreibt einen Zustand, in dem jemand das große Ganze übersehen oder nicht erkennen kann, weil er sich zu sehr auf die Einzelheiten konzentriert, und dieser Zustand kann unsere Fokussierung beeinträchtigen.
Gleichzeitig kann das Gegenteil unsere Fokussierung beeinträchtigen, nämlich wenn wir uns zu sehr auf Details konzentrieren und dadurch den Überblick darüber verlieren, wo wir überhaupt anfangen sollen.
Um wieder den Fokus zu finden, gibt es zwei Hauptoptionen, die sich in der Vergangenheit sowohl für meine Kunden als auch für mich selbst bewährt haben.
- Kurzzeitig Abstand nehmen. Diese bekannte Methode bedeutet einfach, dass du deine Gedanken für eine Weile auf etwas anderes lenkst. Diese Option hat jedoch lediglich eine 50-%-Chance auf Erfolg.
- Fangt einfach mit irgendetwas an. Es ist egal, womit, denn es geht nur um Bewegung, und das allein reicht oft schon aus, um wieder einen klaren Kopf zu bekommen. Die Erfahrung zeigt, dass diese Option eine Erfolgswahrscheinlichkeit von 80 % hat, aber oft schwieriger zu beginnen ist, als Abstand zu nehmen, daher diese Reihenfolge.
Dieser Beitrag erhebt auch keine Ansprüche auf bahnbrechende Weltneuigkeiten aus der psychologischen Forschung, sondern sind bekannte und bewährte Möglichkeiten, die eigene Fokussierung erneut zu finden.
Manchmal kann es sehr hilfreich sein, etwas Vertrautes einfach noch einmal zu lesen, denn wenn es plötzlich „Klick“ macht, war die Mühe des Lesens nicht umsonst.