Ratschläge machen nicht immun

Als Coach und Berater hatte ich in den vergangenen 30 Jahren das Privileg, meinen Kunden unzählige Ratschläge geben zu dürfen.

Ratschläge sind nicht immer einfach oder leicht umzusetzen, sowohl für den Kunden als auch für den Coach oder Berater selbst.

Ein Kettenraucher kann den Ratschlag geben, nicht anzufangen zu rauchen. Das bedeutet bekanntlich nicht, dass er selbst diesen Ratschlag befolgen kann oder auch möchte. Trotzdem war der Ratschlag gut, aber er macht nicht immun gegen die Verlockungen des Rauchens.

Manche Ratschläge sind allgemeingültig: nicht rauchen, mehr Sport treiben, genug schlafen usw.

Andere Ratschläge hingegen sind spezifisch und auf die Bedürfnisse des Ratsuchenden zugeschnitten.

Nur zu wissen, was getan werden sollte oder muss, bedeutet nicht unbedingt, dass es auch tatsächlich getan wird.

So ist es mit Ratschlägen.

Nur zu wissen, was gut oder schlecht ist, bedeutet auch schon lange nicht, dass wir auch die richtige Entscheidung treffen.

Ratschläge geben uns aber eine Richtung, auch wenn wir glauben, die Richtung schon zu kennen.

Ein Ratschlag kann als eine Art geistige Impfung betrachtet werden.

Diese geistige Impfung kann uns helfen, die schwerwiegenden Folgen von Entscheidungen und Handlungen zu minimieren, aber sie kann uns nicht vollständig davor bewahren, überhaupt falsche Entscheidungen zu treffen (Infektionen).

Ratschläge können dich vielleicht nicht immer vollständig vor falschen Entscheidungen schützen, aber sie mildern oft die Nebenwirkungen schlechter Entscheidungen erheblich.

Und zum Schluss noch ein wichtiger Hinweis: Informationen zu den Risiken und Nebenwirkungen von Ratschlägen erhältst du von deinem Coach oder Berater und nicht von Tante Google oder Doktor KI.