Weniger ist nicht immer einfacher

Je weniger Auswahl wir haben, desto einfacher ist es in der Regel, eine Entscheidung zu treffen.

Nicht einfach, sondern einfacher.

Und nur deswegen einfacher, weil wir weniger Auswahl für unsere Entscheidung hatten.

Weniger Auswahl erleichtert es grundsätzlich, eine Entscheidung zu treffen.

Aus meinen eigenen Erfahrungen mit Entscheidungen, bei denen es nur wenige Optionen gab, habe ich gelernt, dass es immer mehr Optionen und Möglichkeiten gibt, als zunächst präsentiert werden.

Je weniger, desto einfacher, aber nicht immer besser.

Wenn du wissen möchtest, ob weniger in einer bestimmten Situation tatsächlich besser ist, frag dich einfach: Was sagt dir dein Bauchgefühl?

Aufmerksamkeit lenken

Die Aufmerksamkeit der Menschen (vorzugsweise auf sich selbst) zu lenken, ist derzeit eine der gefragtesten Fähigkeiten überhaupt.

Sogenannte Influencer leben davon. Politiker ohne Aufmerksamkeit sind effektiv bedeutungslos. Unternehmen ohne Aufmerksamkeit auf Produkte oder Dienstleistungen, gehen pleite.

Das Verlangen nach Aufmerksamkeit ist das Resultat von Erwartungen der Gesellschaft, und nicht umgekehrt.

Solange Menschen dauerhafte oder zumindest regelmäßige Unterhaltung verlangen und erwarten, wird es immer einen Markt für mehr Aufmerksamkeit geben.

Wir sehen das im Moment überall, sowohl in der Politik, als auch in der Werbeindustrie.

Da, wo die Aufmerksamkeit fehlt, beginnt die Bedeutungslosigkeit.

Das ist der Albtraum vieler Menschen, Politiker und Unternehmen.

Eine Lösung besteht darin, das Verlangen nach äußeren Reizen umzukehren. Wir lernen mehr von uns selbst, wenn wir unsere Aufmerksamkeit ein wenig mehr nach innen richten. Wir sind weniger von den Auswirkungen von dauerhaften Nachrichten betroffen, wenn nicht jede einzelne Nachricht sofort konsumiert wird.

Wenn wir weniger verlangen, wird weniger geliefert, denn es wird nur geliefert, wenn es einen Markt und eine Nachfrage dafür gibt.

Wir können mehr kontrollieren, als wir oft denken, wir müssen nur mit uns selbst anfangen.

Erwartungen an Dankbarkeit

Es sind oft unsere eigenen Erwartungen im Leben, die uns die meisten Schwierigkeiten machen, und unsere Erwartungen an Dankbarkeit gehören dazu.

Wir betrachten Dankbarkeit meistens als eine Selbstverständlichkeit. Wir haben etwas für den Nachbarn getan oder einem Kollegen auf der Arbeit bei einer Tätigkeit, mit der er selbst Schwierigkeiten hatte, freiwillig mitgeholfen.

Und manchmal haben wir das Gefühl, dass die Dankbarkeit ausgeblieben ist, und manchmal kommt nicht einmal ein Dankeschön.

Es sind aber immer unsere eigenen Erwartungen, auch wenn sie selbstverständlich und auch menschlich sind, besonders bei einem einfachen Dankeschön, die uns oft Probleme bereiten.

Aus meinen eigenen Erfahrungen mit der Erwartung an Dankbarkeit als ein Mensch, der selbst sehr viel ehrenamtliches und freiwilliges für andere Leute macht, kann ich bestätigen, dass die Menschen fast immer dankbar sind, auch wenn sie es nicht gleich zeigen.

Nur manchmal kommt die Dankbarkeit nicht so richtig rüber oder wird weniger effektiv kommuniziert.

Man kann dankbar sein, ohne explizit danke sagen zu müssen, auch wenn das vielleicht nicht die feinste Art der Dankbarkeit ist.

Aber hier geht es um unsere eigenen Erwartungen an Dankbarkeit und nicht um unsere Erwartungen daran, wie sich andere Menschen unserer Meinung nach verhalten sollten, nachdem wir etwas für sie getan haben.

Der einfachste Weg, um herauszufinden, ob Menschen dankbar sind oder nicht, ist, sie einfach zu fragen, ob sie zufrieden sind.

Nicht, ob sie dankbar sind, sondern ob sie zufrieden sind.

Zufriedenheit wird oft mit einer Offenbarung von Dankbarkeit begleitet.

Man muss nur die richtige Frage stellen.

Außergewöhnliche Zeiten

Außergewöhnliche Zeiten erfordern außergewöhnliche Handlungen, aber dabei bleibt es nicht.

Solche Zeiten erfordern ebenfalls:

Außergewöhnliche Denkweisen …

Außergewöhnliche Beziehungen …

Außergewöhnliche Reaktionen …

Außergewöhnliche Vorbereitungen …

Und das Schwierigste vorzunehmen:

Außergewöhnliche Verständnisse über diese außergewöhnlichen Zeiten zu gewinnen.

Im Grunde gab es schon immer außergewöhnliche Zeiten. Die waren und sind die Katalysatoren für Veränderungen. Wenn wir nicht wissen, wo wir hingehen wollen, kann es ziemlich egal sein, wo wir hinkommen.

Außergewöhnliche Zeiten sind eine Selbstverständlichkeit.

Je besser wir das verstehen und uns entsprechend vorbereiten, desto weniger außergewöhnlich werden die Zeiten bleiben.

Montagsfrage 163

Jeden Montag gibt es eine neue Frage, um die grauen Zellen zwischen den Ohren in Schwung zu bringen und die Woche mit einem aktiven Geist zu beginnen.

Die heutige Montagsfrage lautet:

Gibt es etwas, das du einer anderen Person angetan oder gesagt hast, was du jetzt bereust?

Was könntest du schon heute tun, damit es besser wird?

Eine Entschuldigung aussprechen? Etwas ändern oder korrigieren?

Es geht nicht darum, die Welt zu verbessern, sondern lediglich darum, einen möglichen Fehltritt oder eine ungünstige Entscheidung so gut wie möglich bei anderen Menschen zu glätten.

Und dieser kleine Schritt ist oft der erste Schritt, den man machen kann, um die Welt doch ein wenig besser zu machen.