Der goldene Mittelweg

Der goldene Mittelweg ist eine häufig verwendete Metapher und beschreibt eine bestmögliche Vorgehensweise zwischen zwei oder mehreren unterschiedlichen Positionen.

Es ist fast immer einfacher, die Grenzen eines Problems von allen Seiten und Perspektiven zu definieren, als den bestmöglichen Weg dadurch zu finden.

Kompromissbereitschaft ist der erste Ansatz für die Entdeckung des goldenen Mittelwegs, aber diese Kompromissbereitschaft muss von allen Seiten erfolgen, und nicht nur von einer. Wie wir alle wissen, ist es oft sehr schwierig, alle Seiten dazu zu bewegen, sich gleichzeitig auf einen Kompromiss zu einigen.

Nach Verhandlungen und Kompromissen auf allen Seiten stellt sich der „Goldene Mittelweg“ oft gar nicht als Kompromiss heraus, sondern eher als vorübergehender Umweg vom bisherigen Weg – sozusagen als eine Art „Neuausrichtung des bisherigen Weges“.

Gerade weil dieser Weg nur vorübergehend ist, ist er für alle Beteiligten der bestmögliche Weg, und oft wurde ihm deshalb der Titel „Goldener Weg“ verliehen. Nicht, weil er der beste Weg ist, sondern weil er vorübergehend ist.

Es gibt keinen goldenen Weg als Dauerlösung, sondern muss dieser Weg fortwährend angepasst und neu verhandelt werden.

Wenn wir verstehen, dass der beste Weg für Lösungen fast immer nur eine vorübergehende Lösung ist, dann haben wir die besten Chancen, tatsächlich einen goldenen Weg für alle Beteiligten zu finden.