Der Plan, keinen Plan zu haben – die Erinnerung

Ich liebe viele Pläne, die keinen Plan haben.

Dazu gehören Aktivitäten, die einfach so, spontan und ohne Vorgaben oder Erwartungen am Ergebnis stattfinden.

Man lässt sich einfach treiben.

Und ich liebe solche Pläne auch deshalb, weil ein solches Vorhaben oft für unerwartete Überraschungen sorgen kann, die mit einem konkreten Plan, nicht vorgekommen wären.

Für manche Menschen ist es tatsächlich sehr schwierig, etwas zu unternehmen, ohne einen Plan dafür zu haben, und manchmal müssen bestimmte Aktivitäten im Voraus geplant oder organisiert werden.

Aber nicht alle.

Meiner Erfahrung nach würde ich sagen, dass wir eher zu viel als zu wenig planen.

Wer ein erfülltes Leben anstreben möchte, muss unerwartete Ereignisse im Leben nicht nur akzeptieren, sondern auch begrüßen, auch die negativen.

Und der Plan, keinen Plan zu haben, kann oft ein besserer Weg zu einem erfüllten Leben sein, als von vornherein einen konkreten Plan gehabt zu haben.

Man muss nur gelegentlich planen, nicht zu planen.

Die Sparliste

Gestern hatte ich mit jemandem zu tun, der seine Haushaltskosten unbedingt reduzieren wollte.

Somit erstellte er eine Liste aller Ausgaben und überlegte, wo Einsparungen möglich wären.

Er nannte diese Liste seine Sparliste.

Es war jedoch schwierig für den Mann, Sparmöglichkeiten zu finden, denn viele Dinge wie Versicherungen und Haushaltskosten waren bereits vor längerer Zeit optimiert worden.

Es gab einfach nicht mehr viele Bereiche, in denen man noch weiter Kosten einsparen konnte.

Ich fragte ihn daraufhin, ob seine Sparliste vielleicht zu eng gefasst sei, da sie ausschließlich Punkte enthielt, die bereits optimiert worden waren und als notwendig erachtet wurden.

Dann habe ich ihn gefragt, warum und weshalb er seine Haushaltskosten reduzieren wollte.

Er wollte mehr Geld zur Verfügung haben.

Ah, jetzt kommen wir zum Kern der Sache, denn mehr Geld zu haben bedeutet mehr als nur Kosten zu sparen.

Seine Liste haben wir dann erweitert und Verdienstmöglichkeiten und Methoden dazugelegt.

Ich muss allerdings zugeben, dass es manchmal schwieriger ist, zusätzliche Einnahmequellen zu finden, als Kosten zu senken, und es manchmal wirklich keine anderen Möglichkeiten gibt, mehr zu verdienen, aber dennoch ist die Erweiterung dieser Sparliste, der richtige Ansatz.

Letztlich fanden wir in seiner Garage tatsächlich ein paar Dinge, die er verkaufen konnte – und nun auch verkaufen wollte.

Und diese Verkäufe haben ihn seinem Ziel, mehr Geld zu haben, zumindest ein Stück nähergebracht.

Natürlich war dieser Ansatz keine Patentlösung, und der Verkauf von Gegenständen aus der Garage ist nur eine kurzfristige und keine langfristige Möglichkeit, mehr Geld zu beschaffen; doch hätte er seine Liste der Einsparungsmöglichkeiten nicht erweitert, wären diese Optionen gar nicht erst in Betracht gezogen worden.

Die Moral dieser Geschichte?

Frag lieber nicht, wie du etwas erreichen oder bekommen kannst, sondern warum und wieso du etwas erreichen oder bekommen möchtest.

Dann kannst du bessere Listen mit Möglichkeiten erstellen, wie du deinen Zielen näherkommst.

Und wenn auch du ein paar Sachen in deiner Garage hast, dann weißt du auch, was zu tun ist.

Blogbeitrag 1600

Gerade als ich heute Morgen meinen täglichen Blogbeitrag hier schreiben wollte, ist mir aufgefallen, dass dies der 1600. Beitrag ist.

1600 Tage lang habe ich jeden einzelnen Tag versucht, etwas Sinnvolles, Nützliches oder Interessantes zu schreiben und gleichzeitig den jeweiligen Sachverhalt so kurz wie möglich zu fassen.

Das sind 1600 Tage seit Beginn dieses Blogs am 1. Januar 2022.

Viereinhalb Jahre lang, täglich gebloggt, ohne Ausnahme.

Ich muss gestehen, ich habe Blogbeitrag Nummer 1500 gar nicht so wahrgenommen wie diesen Blogbeitrag.

Und darum geht es hier nun in diesem Beitrag — um unsere Aufmerksamkeit, denn unsere Aufmerksamkeit bestimmt vorwiegend, was wir bewusst wahrnehmen.

Was logisch und selbstverständlich klingt, wird oft übersehen oder nicht aktiv wahrgenommen.

Um sich einen Überblick oder eine Zusammenfassung einer Tätigkeit zu verschaffen, müssen wir manchmal einen Schritt zurücktreten und das Gesamtbild betrachten, anstatt uns ständig zu sehr auf die einzelnen Schritte zu konzentrieren.

Hätte ich das selbst gemacht, dann hätte ich vermutlich Blogbeitrag Nummer 1500 damals mitbekommen.

Montagsfrage 181

Jeden Montag gibt es eine neue Frage, um die grauen Zellen zwischen den Ohren in Schwung zu bringen und die Woche mit einem aktiven Geist zu beginnen.

Die heutige Montagsfrage lautet:

Welche drei Dinge oder Personen findest du in deinem Leben derzeit einfach schön?

Die Definition von „schön“ ist natürlich relativ und für viele Menschen unterschiedlich.

Aber für diese Montagsfrage geht es um deine Definition von schön und welche drei Dinge oder Personen, du einfach schön findest und vor allem — warum.

Wir sind oft von Schönheit umgeben, wir müssen sie nur gelegentlich bewusst wahrnehmen.

Die S3-Methode für Information

Für die Sammlung, Verwaltung und Verwendung von Informationen, kann die S3-Methode eine Möglichkeit sein.

Die S3-Methode bedeutet:

S1 = Sammeln

S2 = Sortieren

S3 = Sichern

Alles, was wir mit der Sammlung, Verwaltung und Verwendung von Informationen zu tun haben, fällt unter eine dieser Kategorien.

Es werden zunächst Informationen gesammelt, am besten aus verschiedenen und auch unterschiedlichen Quellen.

Danach werden die gesammelten Informationen sortiert und als relevant oder nützlich bewertet oder eben verworfen.

Anschließend werden die Informationen gesichert, damit sie zu einem späteren Zeitpunkt abgerufen werden können, als eine Erinnerung oder Gedächtnisstürze.

Das sind jedoch lediglich die Rahmenbedingungen für die Sammlung, Verwaltung und Verwendung von Informationen. Die Einzelheiten der jeweiligen Schritte müssen stets an den jeweiligen Bedürfnissen angepasst und/oder geändert werden.

Es ist wie eine Landkarte. Man sieht, wohin man will, und merkt gleichzeitig, dass es mehrere Wege dorthin gibt.

Auch wenn meine S3-Methode die Arbeit nicht für dich erledigen kann, verringert sie doch das Risiko, sich in Details zu verlieren und den Überblick über das große Ganze zu verlieren.

Und wenn nicht, dann ist der Schritt S2 und das Aussortieren meines Vorschlages, ebenfalls völlig in Ordnung und zufällig auch Bestandteil der S3-Methode. 😉