Können wir warten?

Viele von uns können grundsätzlich nicht warten und haben es immer eilig. Gehörst du auch dazu? 

Die übliche Antwort ist: „Es kommt darauf an….“ 

Ja, es kommt tatsächlich oft darauf an, was gerade passiert ist, wie es passierte, ob wir es ohnehin eilig haben und so weiter. 

Wenn du um 10 Uhr einen Termin hast und um 9:55 Uhr noch im Stau auf der Autobahn stehst, ist die Eile nachvollziehbar. Aber ist das immer so? Stehst du immer im Stau auf der Autobahn? Ist es eine einmalige Sache oder kommt es immer wieder vor?

Die meisten von uns haben vergessen, wie man wartet. Es fühlt sich ungewohnt an. Komisch. Etwas ist einfach nicht richtig. Dann lenken wir uns am besten ab, bevorzugt mit dem Handy. 

Die Fähigkeit, warten zu können, ohne etwas gleichzeitig machen zu müssen, ist absolut entscheidend, um langfristig glücklich zu sein.

Versuch es einfach mit einem Experiment – mach nichts, rein gar nichts, für nur eine Minute. Eine Minute. Das schaffst du doch, oder? Dann probiere es aus. Jetzt.

Wenn du diese kleine Übung gemacht hast, dann hast du bestimmt gemerkt, wie ungewöhnlich dieser Zustand für uns geworden ist.

Wenn du nur diese eine Minute täglich benutzt, um absolut nichts zu tun, dann wirst du merken, wie du deine Lebensumstände mit anderen Augen und von einem anderen Blickwinkel betrachtest, ganz unbewusst. Diese Übung kann einfach nicht schaden.

Verbraucherschutz im Alltag

Das Thema Verbraucherschutz ist bei uns in Deutschland allgegenwärtig. Wir sollen vor bösen Überraschungen und Betrügereien geschützt werden.

Der Ansatz an sich ist korrekt. Nur wie so oft im Leben und in anderen Bereichen mangelt es an einer praxisnahen Umsetzung.

Im Kern betrachtet ist der Sinn des Verbraucherschutzes, unwissende Menschen vor falschen Entscheidungen zu schützen. Wir haben etwas nicht gewusst oder verstanden und daher müssen wir geschützt werden.

Es tut mir leid, aber dieser Ansatz fördert und unterstützt unwissende Bürgerinnen und Bürger und macht es uns bequem. Denn wenn wir nur halbwegs ein wenig Wissen über einen Sachverhalt haben, können wir eine für uns geeignete und informierte Entscheidung treffen, mit allen Vor- und Nachteilen.

Der beste Datenschutz bist du selbst. Immer.

Da, wo du jedoch ungenügend Wissen oder Erfahrung über einen Sachverhalt, einen Kaufvertrag oder sonst etwas hast, kann der Verbraucherschutz eine wertvolle Stütze für dich sein. Sonst informiere dich selbst oder lass dich beraten von Fachleuten, bevor du eine Entscheidung triffst.

Sei nicht bequem. Betrachte Verbraucherschutz als eine Ergänzung und niemals als Ersatz des gesunden Menschenverstandes.

Notizen schreiben

Gehörst du zu den Menschen, die gerne Notizen, Erinnerungen oder sonstige Hinweise aufschreiben?

Wenn du aufschreibst, dann kannst du später nachlesen oder recherchieren, was du aufgeschrieben hast. Eine optimale Möglichkeit, deine Zeit nach deinen eigenen Bedürfnissen einzuteilen.

Hast du eine Blitzidee für ein Geschenk für deine Partnerin oder deinen Partner oder wolltest du jemanden anrufen, mit dem du schon lange nicht mehr gesprochen hast? Schreib deine Gedanken sofort auf. Achte nicht auf Rechtschreibung.

Wenn wir unsere Gedanken schriftlich fixieren, dann aktivieren wir nachweislich zusätzliche Gehirnareale, die uns unterstützen, unsere geschriebenen Gedanken zu verinnerlichen.

Und? Was hast du heute schon aufgeschrieben? 🙂

Morgenroutine mit Kaffee

Mit wenigen Ausnahmen gibt es keinen Tag ohne Kaffee bei mir. Der Morgen fängt einfach nicht richtig an ohne diese Tasse schwarzer Brühe. Wir können streiten über die gesundheitlichen Aspekte des Kaffeetrinkens oder darüber, ob es nicht besser wäre, Sport oder Meditation am Anfang des Tages zu betreiben (hervorragende Vorsätze, keine Frage), aber ich habe mich für meinen Kaffee entschieden und komme damit klar.

Kaffee zu trinken, ist eine Routine geworden. Was bedeutet das?

Sehr viel wird automatisiert vorgenommen, ohne darüber Gedanken zu machen. Plötzlich steht die Tasse Kaffee da. Wenig Aufwand. Wenig Mühe.

Das sind Routinen, auch bekannt als Gewohnheiten.

Routinen benötigen im Vergleich zu bewussten Tätigkeiten weniger Kraft und Anstrengung. Die laufen automatisiert ab. Was lernen wir daraus? Du kannst sie definitiv zu deinem Vorteil nutzen.

Beobachte, welche Routine du täglich durchführst, ob bewusst oder unbewusst. Sind sie gut für dich? Willst du diese Routine noch behalten? Was ist dein persönlicher Nutzen von diesen Gewohnheiten?

Das Gleiche gilt für Routinen, die nicht so gut für dich sind. Kannst du dich davon befreien? Willst du dich von diesen Gewohnheiten wirklich trennen?

Wenn es dir bewusst wird, welche Routinen du hast, dann bist du einen Schritt näher an einem selbstbewussten und selbstbestimmten Leben.

Welche IT-Werkzeuge benötigst du wirklich?

Wir leben in Zeiten des Überflusses. Wir haben alles, was wir benötigen, um einigermaßen glücklich zu sein, zumindest hinsichtlich materieller Sachen. Heutzutage haben wir die Qual der Wahl, was IT‑Werkzeuge angeht, aber ist das auch wirklich schlecht?

Jein.

Wenn du ein Bild am PC bearbeiten willst, hast du geschätzt 1000 Programme und Apps, die du dafür benutzen kannst, teilweise kostenpflichtig, teilweise umsonst. Was willst du benutzen, um deine Bilder zu bearbeiten? Hast du schon Bilder am PC bearbeitet?

Diese letzte Frage ist essenziell, denn wenn ja, hast du bereits Erfahrung, vielleicht ein wenig oder mehr, wie du vorgehen kannst, und da sind wir beim Thema. Benötigst du wirklich etwas anderes? Ich würde sagen, die Antwort ist nein. Du hast schon deine Lösung. Wenn du etwas anders ausprobieren willst, dann ist das völlig in Ordnung. Das ist dann Neugierde (völlig in Ordnung), aber nicht Notwendigkeit.

Wie gehst du aber vor, wenn du noch nie Bilder am PC bearbeitet hast? Was benötigst du wirklich, um dein Ziel zu erreichen (Bilder bearbeiten)?

Onkel Google kann dir helfen, ein gutes Programm oder eine App zu finden. Erfahrungsberichte von anderen Menschen können ebenfalls hilfreich sein, eine Entscheidung zu treffen, wie du vorgehen kannst.

Die Empfehlung aus der Praxis: Recherchiere ein wenig nach und entscheide dich für ein Programm oder eine App. Voraussetzung: Es muss kostenlos sein, zumindest als Testversion. Kauf niemals etwas, nur weil andere Menschen es gut finden. Es muss zu dir und deiner Aufgabe passen. Bleib bei maximal drei Programmen oder Apps, mehr nicht, sonst verlierst du den Überblick und verschwendest Zeit.

Wenn du fertig bist, dann wirst du deine Aufgabe erledigt haben und dabei glücklich über die Vorgehensweise sein. Ein Doppelgewinn.