Die Frage zunächst verstehen und bewerten, bevor man eine Antwort gibt

Eine voreilige und gleichzeitig unüberlegte Antwort auf eine Frage ist oft nicht hilfreich.

Solche Antworten gehören zur Kategorie der Meinungen.

Vielleicht ist die Meinung zwar hilfreich, aber es besteht immer noch die Gefahr, dass nicht alle Aspekte und Umstände der Frage berücksichtigt wurden.

Natürlich kann die Antwort nicht die beste sein, wenn die Frage nicht, nicht vollständig oder gar komplett missverstanden wird, das wissen wir alle.

Das Gleiche gilt jedoch auch, wenn die Frage nicht vorher bewertet wird, und dieser Schritt ist ebenfalls wichtig für eine hilfreiche Antwort und dieser Schritt wird gelegentlich vergessen.

Die Bewertung beinhaltet unterschiedliche Faktoren der fragestellenden Person wie die derzeitige Laune, bekannte oder vermutete Glaubenssätze dieser Person und die Gegebenheiten der Umstände.

All diese Faktoren haben etwas mit der fragestellenden Person zu tun, und weniger mit der Antwort an sich, sondern damit, wie die Antwort geliefert wird.

Wenn die Frage vollständig verstanden und die Antwort auf diese fragende Person zugeschnitten wurde, dann stehen die Chancen gut, dass die Reaktion auf die Antwort lautet:

„Danke für die gute Antwort, die hat mir geholfen.“

Lehrer lernen, wenn die Schüler nichts verstehen

Wenn ein Schüler etwas nicht verstanden hat, dann ist das eine große Chance für den Lehrer, besser zu werden.

Der Lehrer kann es auf eine andere Art und Weise erklären, vielleicht mit anderen Worten.

Und wenn der Schüler erhebliche Lernschwierigkeiten hat, kann der Lehrer auf andere Optionen oder Verlegungen zurückgreifen.

In allen Fällen muss der Lehrer aber erst wahrnehmen und verstehen, dass seine Schüler nichts oder nicht vollständig etwas verstehen, bevor etwas unternommen werden kann.

Und wenn das bedeutet, dass ein oder mehrere Schüler spezielle Deutschkurse besuchen müssen, bevor sie die „normale“ Schule besuchen können, dann ist das im Interesse der Schüler selbst und auch im Interesse der Zukunft unseres Landes.

Es sind erst die Lehrer, die lernen, und erst später die Politiker.

Diesen Vorsprung muss man bestmöglich nutzen.

Unnötig lange Artikel und eine Lösung

Als ehemaliger Redner wurde ich nicht nur für das Halten eines Vortrags bezahlt, sondern auch für die Dauer dieses Vortrags.

Ein Vortrag, der nur 15 Minuten dauert, um die Botschaft zu vermitteln, wird schlechter bezahlt als derselbe Vortrag, der künstlich mit Füllmaterial auf 45 Minuten verlängert wird.

Damals wie heute konnte ich mich nie mit diesem Vergütungssystem abfinden, und meine Lösung bestand nicht darin, meine Präsentation künstlich in die Länge zu ziehen, sondern anschließend eine Frage-und-Antwort-Runde abzuhalten.

Das gleiche Problem haben wir mit Artikeln.

Anstatt die Botschaft klar und deutlich zu vermitteln, werden Artikel weiterhin künstlich aufgebläht, und aus meiner Sicht wird das nur deswegen gemacht, damit der Artikel wertvoller erscheint.

Eine Lösung für diese langen Artikel wäre dieselbe Lösung, die auch für Vorträge verwendet wird. 

Schreibt kurz und bietet dann die Möglichkeit zur Diskussion über den Inhalt des Artikels an. Das kann direkt im Netz sein, oder auch via E-Mail oder über ein Chat-System erfolgen.

Um endlose Diskussionen zu vermeiden, sollten die Austauschmöglichkeiten jedoch zeitlich begrenzt sein.

Aber in solchen Fällen können gezielte Fragen gestellt werden, und das ist fast immer wertvoller und nützlicher, als einfach lange Texte zu schreiben, die nicht immer die Fragen der Leser beantworten.

Alles in einem Topf

Viele Leute finden Gulasch so lecker, weil alles in einem Topf langsam geschmort und nach Belieben gewürzt wird.

Im Gegensatz dazu würden andere Speisen überhaupt nicht schmecken, wenn sie alle in einem Topf zubereitet würden.

So ist es mit unserem Umgang mit anderen Menschen.

Manche Menschen passen einfach nicht mit anderen Menschen zusammen in einen Topf.

Andere Menschen hingegen, können oft in Töpfen oder Gruppen zusammengefasst werden, zumindest oberflächlich.

Der Vorteil und Nachteil, alles in einen Topf zu werfen, besteht darin, dass sich mit der Zeit alles immer mehr vermischt und die individuellen Eigenschaften ihre Besonderheit verlieren.

Das mag für Gulasch in Ordnung sein, aber wenn es um Menschen geht, ist es in der Regel besser, separate Töpfe zu verwenden, denn nur dann können die einzelnen Elemente und Eigenschaften wahrgenommen und erlebt werden.

Entschuldigung

Weniger Worte sind so mächtig, zielführend und zusammenbringend wie dieses einfache Wort, wenn die Entschuldigung aufrichtig und ehrlich ausgesprochen wird.

Und es gibt immer Gründe, um eine Entschuldigung auszusprechen, denn wir sind weder perfekte Menschen, noch treffen wir immer die richtigen Entscheidungen.

Eine Entschuldigung kann auch mit einer Begründung verbunden sein, aber sie ist nicht immer und in allen Situationen notwendig oder hilfreich.

Eine Entschuldigung kann Wunder bewirken und die Welt bewegen, weil sie mit uns selbst anfängt, und das ist immer die beste Voraussetzung, um die Welt zu verbessern.

Bei uns selbst.