Ehrenamtliche Ideale

Ich bin schon so lange ehrenamtlich tätig, wie ich mich erinnern kann.

Ob jahrelang in der Politik oder mit vielen Vereinen für verschiedene Zwecke, ich bin gerne ehrenamtlich tätig.

Es wird immer wieder die Frage gestellt, warum man ehrenamtlich tätig ist.

Die Antwort ist meist, dass die Leute sich mit dem Verein identifizieren können. Sie sind mit den Aktivitäten einverstanden oder finden die Ideologie des Vereins gut und möchten aktiv mitwirken oder nur dabei sein.

Es gibt natürlich auch Menschen, die ehrenamtliche Aktivitäten hauptsächlich zur Selbstprofilierung und Selbstdarstellung nach außen nutzen, aber solche Menschen gibt es überall.

Ideale sind für die allermeisten Menschen der Grund, warum sie sich ehrenamtlich engagieren.

Es ist daher die Verantwortung und Pflicht der Verantwortlichen, dafür zu sorgen, dass diese Ideale in Zeiten, die uns von unseren Idealen abbringen wollen, erhalten bleiben.

Sonst müssen sich die Verantwortlichen nicht über Mitgliederverluste und fehlende Bereitschaft zu beteiligen wundern.

Schnell, einfach und anstrengend

Wir leben in einer Zeit, in der alles als schnell und einfach zu erreichen verkauft wird.

Abnehmen nur mit dieser einen Tablette oder Übung.

Komplizierte Sachverhalte schnell und einfach mit dieser neuen Methode lernen.

Schneller hier, einfacher da und ohne Mühe besser werden, am besten sofort.

Die Wahrheit ist, dass schnell und einfach ganz schön anstrengend ist, denn die Suche nach den neuesten Methoden, Techniken, Tabletten oder Personen, die solche Versprechen angeblich liefern, endet nie.

Trotzdem fallen wir immer wieder darauf ein und ich bin auch nicht vollkommen immun dagegen.

Alles Erreichenswertes im Leben erfordert jedoch Anstrengung, auch wenn wir das manchmal gerne anders hätten.

Die Frage ist nur, was anstrengender ist?

Die Mühen und Anstrengungen, immer wieder nach einfachen und leichten Lösungen zu suchen oder die Mühen und Anstrengungen, die notwendig sind, um die Lösungen zu erreichen?

Montagsfrage 85

Jeden Montag gibt es eine neue Frage, um die grauen Zellen zwischen den Ohren in Schwung zu bringen und die Woche mit einem aktiven Geist zu beginnen.

Die heutige Montagsfrage lautet:

Wann hast du dich das letzte Mal für ein Verhalten oder ein Ereignis entschuldigt, für das du nicht verantwortlich warst?

Vielleicht wolltest du einfach nur in Ruhe gelassen werden oder vielleicht wolltest du jemanden beschützen?

Diese Frage kann uns helfen zu erkennen, wo unsere Prioritäten liegen und was uns wirklich wichtig ist.

    Charakter erkennen

    Charakter erkennt man am besten am Verhalten der betreffenden Person.

    Der Charakter eines Menschen kann sich jedoch im Laufe der Zeit verändern und sich in verschiedenen Situationen unterschiedlich zeigen.

    Grundlegende Charaktereigenschaften können daher nur mit einer gewissen Beobachtungszeit erkannt und zugeordnet werden.

    Wenn wir Menschen weniger kennen oder weniger Erfahrung mit ihnen haben, dann ist ein individuelles Verhalten nicht unbedingt ein Zeichen von Charakter.

    Nur wenn das Verhalten über einen längeren Zeitraum beobachtet und wahrgenommen wird, kann man sich langsam ein Bild vom wahren Charakter einer Person machen.

    Der Charakter zeigt sich zwar oft im Verhalten, aber um zu verstehen, warum sich eine Person so verhält, benötigt man Zeit und Erfahrung, um ein echtes Verständnis für das Verhalten der jeweiligen Person zu gewinnen.

    Verhalten ist Verhalten und Charakter ist Charakter.

    Die vermischen sich gelegentlich, aber sie sind nicht immer gleich.

    Wahre Prioritäten in 3 Schritten erkennen

    Es ist schwierig, die wahren Prioritäten von Menschen zu erkennen oder zu analysieren, da viele Faktoren das eigene Verhalten beeinflussen.

    Um Prioritäten besser zu verstehen, sind drei Schritte hilfreich:

    1. Zuerst muss man sich über die aktuellen Bedürfnisse der betroffenen Person informieren.

    2. Diese identifizierten Bedürfnisse sollten mit den aktuellen Lebenseinstellungen der betroffenen Person verglichen werden.

    3. Danach werden die äußeren Faktoren betrachtet (ich nenne sie Umweltfaktoren wie Arbeit, Familie und Freunde).

    Bedürfnisse sind nicht zwangsläufig Prioritäten und können sowohl durch die eigenen Lebenseinstellungen als auch durch Umweltfaktoren beeinflusst werden.

    Wenn die drei Schritte offen und ehrlich durchgeführt werden, kann man die wahren Prioritäten eines Menschen wesentlich besser erkennen und verstehen.