Erfolg und Sympathie beim Lernen

Ich kenne einige Leute, die sich selbst gerne als erfolgreich im Internet darstellen und in der Regel haben sie natürlich auch etwas zu verkaufen.

Da die Rechtfertigung und Definition von Erfolg immer relativ und subjektiv ist, müssen wir selbst vom Erfolg überzeugt sein.

Daher werden häufig Zahlen genannt. Dazu gehören Besucherzahlen bei Veranstaltungen, verkaufte Bücher oder Teilnehmer an Online-Kursen.

Wenn Zahlen allein nicht überzeugen, dann gibt es die allseits beliebten Bewertungen von anderen Menschen. Dabei werden natürlich nur die gewünschten (guten?) Bewertungen präsentiert.

Und wenn das alles nicht ausreicht, dann kommen noch weitere Angaben zu Ausbildungen, Erfahrungen und Leistungen hinzu.

Im Grunde gibt es nur einen Grund, den Erfolg auf diese Weise darzustellen:

Es soll Kompetenz signalisieren und Vertrauen erwecken – damit etwas verkauft werden kann.

Ansonsten gibt es einfach keinen Grund, sich so viel Mühe zu geben.

Ich bin mein ganzes Leben lang Autodidakt und versuche, jeden Tag etwas zu lernen (meist gelingt es mir ungewollt!).

Dabei habe ich viel Geld ausgegeben, um meinen Wissensdurst zu stillen.

Erfolg war nie ein Kriterium für einen Kauf bei mir.

Von jemandem, der immer wieder gescheitert ist und trotzdem die Kraft zum Weitermachen findet, kann ich mehr lernen als von jemandem, der sein ganzes Leben lang nur erfolgreich war (mit den üblichen Krisen, die ohnehin alle Menschen haben).

Für mich war die Sympathie des Anbieters oder der Person immer kaufentscheidend.

Ich bin sogar bereit, auf einiges an Fachwissen zu verzichten, wenn die Sympathie stimmt, weil ich von sympathischen Menschen einfach besser, umfassender und nachhaltiger lerne.

Das Lernen von solchen Menschen bringt mir einen effektiven NUTZEN.

Die Bereitschaft zu lernen ist auch größer, wenn man sympathisch ist.

Und wenn man sein ganzes Leben mit Lernen verbringt (wie ich), dann ist es die Sympathie, die ein dauerhaftes und nützliches Lernen ermöglicht und nicht ein vermeintlicher Erfolg.

Wirklich effektive Beratung erkennen

Die Welt der Beratung ist ständig im Wandel, aber ein Trend ist erkennbar.

Der Trend geht zur Massenberatung.

Massenberatungen sind allgegenwärtig. Anbieter solcher Beratungen sind weitverbreitet, insbesondere im Internet. Dazu gehören auch Gruppen, in denen sich mehrere Personen gleichzeitig und gemeinsam beraten lassen. Hinter solchen Anbietern stehen immer wirtschaftliche Ziele, aber nicht unbedingt die Interessen der Ratsuchenden.

Übrigens gehören auch viele Kurse und Schulungsprogramme im Internet dazu.

Massenberatung ist nichts anderes als eine Verkaufstaktik, um mehr Geld zu verdienen.

Das Problem vieler Beratungen und vor allem der Massenberatungen ist, dass es an einer vorherigen Untersuchung und Klärung der eigenen Bedürfnisse fehlt, bevor Ratschläge erteilt werden.

Stattdessen werden einfache und pauschale Lösungen angeboten, die als erfolgversprechend verkauft werden.

Bei der Buchung solcher Beratungen wird von den Menschen erwartet, dass sie selbst wissen, was sie brauchen.

Aus meiner fast 30-jährigen Beratungstätigkeit auf internationaler Ebene mit verschiedenen Kulturen weiß ich, dass dies absolut FALSCH ist und fast immer zu Enttäuschungen führt.

Wie wir alle wissen, ist das, was wir gerne hätten, nicht immer das, was wir wirklich brauchen oder was tatsächlich gut für uns ist.

Es ist die Aufgabe eines guten Beraters, diese Tatsache zu erkennen und die entsprechenden Ratschläge zu erteilen. Das bedeutet aber auch, dass diese Ratschläge unangenehm oder sogar schmerzhaft sein können. Schmerzhaft nicht im Sinne von körperlichen Schmerzen, sondern im Sinne der Anwendung von etwas Neuem oder Ungewohntem. Das allein kann schon sehr schmerzhaft sein.

Aber gerade diese Beratungen sind mit Abstand die effektivsten.

Wenn die Beratung weder unangenehm noch zumindest ein wenig schmerzhaft ist, dann ist das ein Zeichen dafür, dass du vielleicht den falschen Berater hast.

Wann ist die Suche beendet?

Wenn wir online oder im wirklichen Leben nach etwas suchen, haben wir in der Regel eine Vorstellung davon, was wir suchen. Vielleicht haben wir sogar eine Vorstellung davon, wie das Ergebnis aussehen sollte.

Dann erhalten wir die Ergebnisse unserer Suche und die Verwirrung setzt ein, denn die Ergebnisse sind zahlreich und können oft unterschiedlich und sogar widersprüchlich sein.

In manchen Fällen endet die Suche, wenn wir müde oder erschöpft sind. Wir können oder wollen einfach nicht mehr weiter suchen und akzeptieren die bestmögliche Antwort. In diesen Fällen wurde das Ende der Suche passiv herbeigeführt. Das bedeutet, dass etwas anderes uns dazu veranlasst hat, die Suche zu beenden (z. B. Müdigkeit).

Manchmal wird eine Antwort gefunden, aber es bleibt die Unsicherheit und der Zweifel, ob diese eine Antwort wirklich die richtige ist. In solchen Fällen wurde trotz der Möglichkeit einer Fehlentscheidung eine aktive Entscheidung zur Beendigung der Suche getroffen. Diese Entscheidung ist aktiv, was bedeutet, dass wir die Kontrolle über diese Entscheidung selbst übernommen haben.

Die Entscheidungen, die wir absichtlich (aktiv) treffen, sind die stärksten und nachhaltigsten Entscheidungen, auch wenn das Risiko besteht, dass sie falsch sind.

Selbst aktiv zu entscheiden, wann die Suche vorbei ist, kann sehr hilfreich sein, um die richtigen Lösungen zu finden, die tatsächlich langfristig Bestand haben, denn du hast selbst entschieden, wann die Suche vorbei ist.

Verschiedene Namen für dieselbe Person

Wir alle haben verschiedene Namen, zusätzlich zu den Namen, die wir bei unserer Geburt erhalten haben.

Durch Heirat erhalten wir neue Nachnamen, und wir können auch unseren Vornamen ändern.

Dennoch sind alle Namen letztlich Bezeichnungen für ein und dieselbe Person. Auch wenn sich der Name ändert, bleibt die Person dieselbe.

Ich selbst habe in den verschiedenen Ländern unterschiedliche Namen.

In den meisten westlichen Ländern nennt man mich David Blaz.

Meine Freunde nennen mich einfach Dave.

Aber in Japan und Korea nennen sie mich Mr. David.

In den arabischen Ländern nennen mich alle Abu Stefan (Vater meines Sohnes Stefan).

Und in Software-Foren für die Entwicklung von Anwendungen habe ich verschiedene Pseudonyme. Auch in anonymen Chats und Krisenmanagement-Foren habe ich andere Pseudonyme.

Aber am Ende läuft alles auf mich hinaus.

Und so ist es auch bei dir.

Du hast auch einen Namen, aber nicht jeder nennt dich immer so. Wenn du Kinder hast, dann bist du Mama oder Papa, zumindest eine Zeit lang, bis es nicht mehr cool ist, diese Namen zu benutzen. Vielleicht hast du auch einen Spitznamen (das kann gut oder schlecht sein).

Dein Name ist nur ein Teil von dem, was du bist. Manchmal geben wir unseren Namen zu viel Bedeutung und Wichtigkeit. Aber wir sind viel mehr als nur der Name, der für uns verwendet wird.

Viel zu oft sehen wir nur einen Teil der Namen, die wir mit Menschen verbinden. Es kann interessant sein, herauszufinden, wie die anderen Namen der Mitmenschen lauten. Dann können wir unsere Mitmenschen besser und tiefer verstehen, als wenn wir nur einen Namen kennen.

Montagsfrage 81

Jeden Montag gibt es eine neue Frage, um die grauen Zellen zwischen den Ohren in Schwung zu bringen und die Woche mit einem aktiven Geist zu beginnen!

Die heutige Montagsfrage lautet:

Welche winzige Kleinigkeit konntest du heute vornehmen, die dir helfen würde, ein gewünschtes Ziel in deinem Leben zu erreichen?

Das Ziel muss dadurch nicht vollständig erreicht werden, aber einen kleinen Schritt in die gewünschte Richtung kann sicherlich noch heute vorgenommen werden, und zwar bevor der Alltag uns wieder komplett beschäftigt.

Und wenn wir die Zeit für eine winzige Kleinigkeit weder heute noch zeitnah haben, dann stellt sich die Frage, ob das angestrebte Ziel realistisch ist und ob das gewünschte Ziel vielleicht doch besser angepasst werden soll.