Website – ja oder nein?

Diese gefühlte ewige Frage erinnert an der Debatte, ob Windows oder Linux auf dem Desktop soll. Wie immer, gibt es keine „richtige“ oder „korrekte“ Antwort auf dieser Frage. Nur eine für dich persönlich, passende Antwort oder besser gesagt, die sogenannte angewandte Lösung.

Wir können die Thematik hier extrem verkürzen, wenn wir verallgemeinern und das mache ich so, damit du den Überblick schnell erfassen kannst.

Brauchst du eine eigene Website als Privatperson?

Die klare Antwort ist nein. Wow, das ging schnell, oder?

Warum? In der heutigen Zeit hast du als Privatperson zahlreichen Möglichkeiten für einen Austausch miteinander. Du hast die sozialen Medien und auch die weitere Möglichkeit, bei verschiedenen, kostenlosen Anbietern eine Internetpräsenz nach Bedarf einzurichten, wenn du so etwas machen möchtest. Eine eigene Website ist einfach nicht erforderlich.

Brauchst du eine eigene Website als Firma oder Gewerbetreibende?

Die klare Antwort ist ja. Wow, das ging auch schnell, was?

Warum? Die Website ist deine Basis für alles. Nur du bestimmst, was auf deiner Website erscheint und bist nicht auf Algorithmen von den sozialen Medien abhängig hinsichtlich was erscheint und was nicht. Website zuerst, die sozialen Medien danach, und wenn überhaupt, dann als Ergänzung zu der Website, niemals als Ersatz, wenn dir deine Inhalte wichtig sind.

Ausnahmen bestätigen die Regel.

Diese Meinung entspricht dem Stand meiner allgemeinen Empfindung und Überzeugung im Februar 2022. Die Zeiten ändern sich schnell und meine Einschätzung kann sich auch, aber ich denke, meine Einstellung zu der Bedeutung von Websites wird sich doch nicht allzu schnell ändern.

Ist doch klar, oder?

Wenn etwas doch so offensichtlich ist, dann ist es doch klar, oder?

In der Regel meinen wir Zustimmung damit. Die Sache stimmt. Das ist doch klar.

Aber bevor uns etwas klar wird, müssen wir zunächst Verständnis über den Sachverhalt haben. Erst dann können wir entscheiden, ob wir der Sache zustimmen oder nicht. Ob die Sache klar ist oder nicht, muss vorher geklärt werden, bevor wir darüber entscheiden können.

Sei daher nicht zu voreilig mit der Annahme, dass etwas doch klar ist. Es kann sein, dass die Sache ganz und gar nicht klar ist.

Ist doch klar, oder?

E-Mail Entschärfung

Du hast gerade eine E-Mail bekommen und nach dem Lesen hast du schlechte Laune. Was ist passiert? Die Gründe deiner Empfindung können vielseitig sein und ob berechtigt oder nicht, richtig oder falsch, deine Laune hat darunter gelitten.

Eine der erfolgreichsten Methoden, mit solchen E-Mails umzugehen, ist die Verwandlungstechnik, auch bekannt als die E-Mail Entschärfung.

Wie funktioniert diese Methode?

Erstens, nicht sofort reagieren! Warte einen Moment oder sogar ein wenig länger. Eine sofortige Antwort ist in der Regel fast immer kontraproduktiv.

Zweitens, entscheide, ob eine Antwort überhaupt notwendig ist. Kannst du diese E-Mail einfach löschen und die Sache wäre damit erledigt?

Drittens, wenn du eine Antwort geben musst und vorher zeitlich Abstand genommen hast, dann kannst du anfangen zu schreiben, und zwar ohne Bezug auf die erste E-Mail. Du kannst über ein komplett anderes Thema oder Bereich schreiben. Geh aber nicht auf die erste E-Mail ein. Vielleicht ein ähnliches Thema oder Bereich kannst du ansprechen, aber nicht explizit das gleiche Thema. Wechsele die Fokussierung zu deinem Vorteil.

Diese Technik braucht Fingerspitzengefühl und ein wenig Erfahrung, um ganz erfolgreich zu sein, aber sie funktioniert tatsächlich wunderbar, und zwar immer wieder.

Es lohnt sich also, in der Technik der E-Mail Entschärfung zu üben. Die Vorteile überwiegen mit erheblichem Abstand die Nachteile.

Newsletter, die floppen

Schon wieder habe ich heute zwei Newsletter abbestellt, die per E-Mail gesendet werden. Am Anfang war mein Interesse für die Themen absolut vorhanden und ich habe mich auf die Lektüre gefreut.

Und dann kamen die E-Mails.

Übertriebene und daher unglaubwürdige Selbstdarstellung des Verfassers in der ersten E-Mail (du sollst wissen, wie toll ich bin und alles, was ich bisher gemacht habe) und vollgepackte Werbung in der zweiten E-Mail.

Ich habe den Nutzen in beiden E-Mails für mich gesucht. Ich habe Stellen gesucht, die mein Wissen, Können oder Erfahrungen anregen oder ergänzen können. Leider war ich nicht erfolgreich.

Die Newsletter wurden auch aus Eigeninteresse bestellt und nicht wegen einer Gegenleistung (Versand einer PDF-Datei, E-Buch oder sonst etwas). Wenn die Anbieter echtes Interesse mit Werbung und übertriebener Eigendarstellung begegnet, dann werden sie nicht lange in der heutigen Zeit überleben.

Erst geben dann nehmen ist immer noch die goldene Regel im Umgang miteinander.

Mach deine Newsletter erst interessant. Gib etwas, erzähl etwas, erklär etwas. Hätten diese zwei Anbieter dies getan, wäre ich immer noch auf deren Listen und hätte vielleicht später sogar die übertriebene Selbstdarstellung verkraften können ohne gleich abbestellen zu müssen.

Gefühlte Wichtigkeit

Wir wissen alle, was dir wichtig ist, schon lange nicht bedeutet, dass es für andere Menschen auch wichtig ist. Das liegt auf der Hand und ist völlig klar.

Aber doch so völlig klar ist es allen Menschen manchmal doch nicht.

Wir tendieren, die Wichtigkeit einer Sache mit dem Ist-Zustand zu definieren. Es ist gerade wichtig. Es ist im Moment dringend. Es wird morgen wichtig sein. Das ist die Momentaufnahme.

Aber wie sieht die Sache morgen tatsächlich aus? Immer noch wichtig? Immer noch genauso wie jetzt oder vielleicht noch wichtiger als je zuvor?

Die Wichtigkeit einer Sache wird meistens zweifach bemessen. Die relative Wichtigkeit zu dir persönlich und die Wichtigkeit im Moment (der Ist-Zustand). Die Kombination beider Eigenschaften sorgt für die gefühlte Wichtigkeit der Sache.

Wenn es dir stets bewusst wird, wie eine gefühlte Wichtigkeit entsteht und bewertet wird, dann hast du die besten Möglichkeiten, die gefühlten Wichtigkeiten korrekt und passend zu dir zuzuordnen.