Eine Entscheidung ist kein Zufall

Wir spielen Fußball. Wer hat den ersten Ballbesitz? Es wird eine Münze geworfen. Kopf oder Zahl?

Es wurde somit eine Entscheidung getroffen.

Oder doch nicht?

Es wurde in diesem Fall keine Entscheidung getroffen, sondern man hat sich entschieden, den Zufall hinzunehmen und den Ausgang zu akzeptieren.

Spielerei?

Nicht wirklich, denn eine Entscheidung setzt voraus, dass man eine Wahl hat. Wenn die Wahl darin besteht, ein Zufallsergebnis zu akzeptieren (Münze werfen), dann wurde diese Entscheidung vorher getroffen. Wenn wir keine Wahl haben, dann ist keine Entscheidung möglich.

Zu wissen, worüber wir tatsächlich entscheiden können, ist der erste Schritt, bessere Entscheidungen zu treffen.

Gewohnheiten und Erwartungen

Der Mensch hat gleich nach der Geburt keine angeborenen Gewohnheiten. Erst mit der Zeit entstehen diese durch Erfahrungen und Erziehung, was logisch und auch nachvollziehbar ist.

Trotzdem wird der Einfluss von unseren Gewohnheiten und Erwartungen im Alltag häufig unterschätzt. Wir glauben, Ereignisse zutreffend und neutral bewerten zu können.

Gewohnheiten leisten einen wichtigen Dienst in unserem Alltag, denn sie ermöglichen es uns, Entscheidungen und Bewertungen schneller vorzunehmen, damit wir uns mit anderen Ereignissen aktiv beschäftigen können.

Erwartungen können durch Gewohnheiten entstehen. Wenn wir im Auto links abbiegen, dann bewegt sich das Auto auch nach links, wir brauchen uns keine Gedanken darüber zu machen.

Schwieriger wird es mit Gewohnheiten an Menschen, denn Menschen können sich ändern und unsere Erwartungen werden dadurch möglicherweise nicht erfüllt. Vielleicht werden wir sogar enttäuscht.

Wenn wir wichtige Entscheidungen treffen wollen aufgrund von Erwartungen an Gewohnheiten, dann bewegen wir uns auf dünnem Eis.

Gewohnheiten und Erwartungen lassen sich mit Kleinigkeiten im Alltag verknüpfen, wichtige Entscheidungen und Ereignisse jedoch nicht.

Wenn wir das einfach berücksichtigen, werden wir in der Regel auch weniger enttäuscht.

Kreativität erfordert einen offenen Geist

Wir leben in einer Welt voller Regeln und Erwartungen, und für das rechtliche Miteinander, ist das meistens vollkommen in Ordnung und auch gut so.

Es gibt aber Ausnahmen.

Eine dieser Ausnahmen findet man bei der Kreativität.

Echte Kreativität ist lediglich ohne Begrenzungen, Vorstellung oder Regeln erreichbar. Ist der Geist nicht uneingeschränkt offen, leidet die Kreativität immer darunter.

Es gibt auch nichts Richtiges oder Falsches beim kreativen Prozess, nur die reine Kreativität zählt.

Erst nach dem kreativen Prozess, können die Ergebnisse und Impulse bewertet und auf Anwendbarkeit geprüft werden, aber nicht während des kreativen Prozesses selbst.

B2B-Telefonmarketing und der Geschäftsführer

Das Telefon klingelt.

Eine Firma namens Was-Weiß-Ich aus Keine-Ahnung-Burg war dran.

„Ich hätte gerne mit dem Geschäftsführer gesprochen.“

Meine Antwort: „Kein Interesse.“

„Sie wissen gar nicht, worum es geht!“

„Brauche ich auch nicht, denn mit Amateuren arbeite ich nicht, aber ich wünsche Ihnen trotzdem ein frohes neues Jahr und viel Erfolg.“

Es wurde dann aufgelegt.

War das eine arrogante Einstellung oder war mein Verhalten falsch?

In über 99 % aller Fälle war dieses Verhalten absolut richtig und angemessen. Die Zeiten des B2B-Marketings, in denen einfach nach einem Geschäftsführer gefragt wird, ohne zumindest seinen oder ihren Namen zu nennen, sind vorbei. Willkommen in der Neuen Welt.

Wer tatsächlich mit dem Geschäftsführer sprechen muss oder möchte, begründet dies gleich am Anfang des Gespräches. Tut man das nicht oder ist der Grund vage, steckt nur Werbung dahinter und dafür hat kein Geschäftsführer mehr Zeit oder auch Interesse? Und ich auch nicht.

Wenn du etwas verkaufen und deine Chance auf ein Gespräch erhöhen willst, dann sei authentisch und erkläre dezent, wer du bist und wie du uns helfen kannst mit dem, was du gerade anbietest. Eine Garantie für ein Gespräch gibt es zwar weiterhin nicht, aber wenn du so herüberkommst, hast du wenigstens bessere Chancen auf ein Gespräch, als gleich nach dem Geschäftsführer zu fragen.

Pläne und Zufälle im Leben

Wir alle schmieden Pläne und haben Ziele im Leben. Manchmal erweisen sich die Pläne später als gut durchdacht und sind erfolgreich, und gelegentlich haben wir einfach nur Glück gehabt. Gleichzeitig kann auch das Gegenteil auftreten und wir haben schlicht und ergreifend Pech. Kommt gelegentlich auch mal vor.

Es kann hilfreich sein, Pläne zu haben, aber nur ein Plan allein ist selten eine Garantie für Erfolg. Viele Faktoren spielen ebenfalls eine Rolle, auch eine bestimmte Sache namens Zufall hat häufig Einfluss auf den Ausgang unserer Pläne.

Zufall lässt sich nur bedingt einplanen, und daher ist eine regelmäßige Überprüfung der Richtung unabdingbar erforderlich, wenn langfristige oder komplizierte Ziele im Leben erreicht werden sollen.

Wer Pläne schmiedet, ohne Zufälle einzuplanen, wird häufig eine Überraschung erleben.

Plane korrekt. Plane klug. Plane für Zufälle.