Unsicher und trotzdem bereit

Ob wir bereit sind, etwas vorzunehmen oder zu unternehmen, liegt meistens an einer geistigen Einstellung und hat etwas mit unserem Glauben an das Erreichen des Ergebnisses zu tun.

Wie ein altes Sprichwort sagt: „Ob du bereit bist oder nicht, in beiden Fällen hast du recht.“

Ganz sicher sind wir bei unseren Unternehmungen fast nie, denn es gibt immer etwas, was dazwischenkommen oder unerwartet vorkommen kann.

Unsicherheit ist aber ein Bestandteil unseres Lebens und wird uns immer begleiten.

Es ist diese Unsicherheit, die uns vor Gefahren oder Misserfolgen warnt.

Es lohnt sich daher, diese Unsicherheit als das anzunehmen, was sie ist – einen Sicherheitshinweis.

Und Sicherheitshinweise gibt es überall, und das ist auch gut so.

Wir können und müssen aber oft trotzdem bereit sein, diese Unsicherheiten abzuwägen und sie entsprechend zu berücksichtigen, bevor wir etwas unternehmen.

Wir können trotzdem bereit sein, und gleichzeitig unsicher sein.

Es ist nicht nur klug, sondern auch weise, unsicher zu sein und dennoch bereit zu sein.

Drei zu eins in kleinen Schritten

Nicht alle Schritte, die wir unternehmen, um vorwärtszukommen oder um ein Ziel zu erreichen, bringen uns im ersten Augenblick vorwärts.

Es ist aber oft dieser erste Augenblick, der täuscht.

Oft ist es ein Drei-zu-eins-Vorwärtskommen.

Je drei Schritte vorwärts, gibt es oft den einen Schritt, der uns anscheinend weder vorwärtsbringt, noch zweckdienlich erscheint.

Es sind aber diese Schritte, die uns sowohl Orientierung für unsere Ziele liefern, als auch ein gewisses Feedback darüber geben, ob die angewandte Methode doch anpassungsbedürftig ist.

Ohne diese Rückwärtsschritte oder scheinbar nutzlosen Schritte kann es keine Fortschritte geben.

Es ist nicht nur die Erfahrung, die wir daraus gewinnen, sondern auch ein unschätzbares Feedback für unseren zukünftigen Fortschritt.

Seien wir also dankbar für dieses Verhältnis von drei zu eins bei kleinen Schritten, auch wenn sie im ersten Augenblick unbedeutsam und vielleicht ein wenig irritierend sein können.

Sie sind da, um uns zu helfen, wir müssen sie nur betrachten als das, was sie tatsächlich sind — wertvoll und ein natürlicher Bestandteil von kleinen Schritten.

Alt ist das neue Neu

Es hat beim Umbau meiner eigenen Präsenz hier im Web angefangen. Bei der Überprüfung neuer und unterschiedlicher Ideen und Techniken, habe ich festgestellt, dass eine ältere Version der Website aus der Vergangenheit mir tatsächlich doch sehr gut gefallen hat.

Im ersten Moment war es mir nicht ganz klar, weshalb ich dann überhaupt gewechselt hatte, aber nachdem ich ein wenig länger darüber nachgedacht hatte, wusste ich die Antwort.

Es war eine Mischung aus Testen und Experimentieren mit dem Hintergrund, immer ein wenig besser zu werden, vielleicht nur ein wenig schneller in der Darstellung der Website zu werden, möglicherweise eine bessere Farbkombination zu verwenden.

Am Ende habe ich festgestellt, dass das neue Neu, doch nicht gleichzeitig das bessere Neu war, und die alte Version hat plötzlich einen neuen Anreiz für die Verwendung erfahren.

Ähnliches geschah mit Plattenspielern. Wie wurden sie als altmodisch, technisch unausgereift und von minderer Qualität beschrieben? Das mag alles sein, aber die Plattenspieler werden heutzutage von vielen Menschen als wertvoller und oft mit einer doch besseren Klangqualität betrachtet, als je zuvor.

Es hat so etwas wie eine Art Wiedererkennung oder Wiederwahrnehmung stattgefunden.

Wie oft das auch in anderen Bereichen unseres Lebens geschieht. Wir erkennen oft den wahren Wert von etwas erst dann, wenn wir es nicht mehr haben.

Wir müssen nur etwas Neues machen, um feststellen zu können, dass das Neue nicht immer das bessere Neu ist.

Erst dann, kann das Alte das neue Neu werden.

Jahresaussicht 2026

Das neue Jahr hat gerade angefangen und schon jetzt, gibt es viel zu tun.

Es geht auch jetzt weniger darum, eine Liste von Aufgaben abzuhaken oder neue Vorsätze umzusetzen, die ohnehin nicht zum Jahresbeginn optimal geeignet sind, sondern darum, überhaupt heute etwas zu unternehmen.

Etwas ganz Kleines oder Minimales vorzunehmen, ist für heute angesagt.

Nicht morgen oder demnächst, heute.

Auch wenn wir müde sind und uns von möglichen Feierlichkeiten gestern erholen möchten, gibt es immer eine Kleinigkeit, die wir heute machen können.

Wer den Beginn einer Aktivität auf morgen schiebt, findet auch später weitere Gründe, um das Vorhaben erneut zu verschieben, denn es gibt immer etwas, das dazwischenkommen wird.

Ich selbst habe mir für blaz.de viel vorgenommen für dieses Jahr und wie einiges hier gestaltet und auch dargestellt wird. Daher hat der Umbau im Hintergrund bereits jetzt schon begonnen.

Alles wird seine Zeit benötigen, aber wenn die längste Reise bekanntlich auch mit dem ersten Schritt immer beginnt, ist die Zeit, damit anzufangen, jetzt und nicht morgen.

Denn morgen kommt bekanntlich nie.

Konkret ist geplant:

Kategorien für alle Beiträge zu vergeben, damit Themen besser zusammenhängend gefunden und gelesen werden können.

Website-Umbau mit einer hoffentlich verbesserten Übersicht der Themen.

Die angebotenen Dienstleistungen von mir werden endlich dargestellt, damit es klar ist, was ich eigentlich mache und wie ich ggf. Hilfe bei Bedarf leisten kann.

Noch in der Testphase:

Ein Kontaktformular einzubauen, damit es noch einfacher ist, Kontakt aufzunehmen.

Eine E-Mail-Liste für Beiträge anzubieten. Ich habe immer noch Bedenken hierzu, da ich großen Wert auf Datenschutz und Anonymität lege, aber wir werden sehen.

Bestenlisten, so etwas wie eine Top-10-Liste der meistgelesenen Beiträge.

Was weiterhin nicht vorkommen wird:

Soziale Medien bleiben fern und werden nicht benutzt. Hier und nur hier spielt die Musik. Hier und nur hier erscheinen alle Beiträge, frei, offen und ohne Algorithmus für die Darstellung durch andere Plattformen.

Der Einsatz von KI für das Schreiben von Beiträgen bleibt ebenfalls fern. Was hier geschrieben wird, habe ich selbst geschrieben, daher die ganzen Fehler. Es sind aber die Fehler, die uns menschlich machen und unsere Botschaften hoffentlich glaubwürdiger machen.

Die Kommentarfunktion für Beiträge bleibt aus. Ich bevorzuge immer das 1:1 und Kommentare, auch positive, lenken von der eigentlichen Botschaft, aus meiner Sicht, zu sehr ab. Dafür beantworte ich immer alle Anfragen, Anregungen und auch Kritikpunkte, jedoch immer nur 1:1.

Vielen Dank, dass du mich bisher auf dieser Reise begleitet hast, und ich hoffe, du wirst dies auch weiterhin tun.

Jahresrückblick 2025

Ein weiteres Jahr ist vergangen, und wie schnell die Zeit doch verging.

Wie jedes Jahr gab es Hochs und Tiefs, freudige Ereignisse und auch Enttäuschungen.

Man versucht natürlich, die freudigen Ereignisse in den gedanklichen Vordergrund zu stellen, und aus den Enttäuschungen der Vergangenheit zu lernen, aber das klappt nicht immer.

Lange sind die Zeiten vorbei, als ich dachte, wie tragisch es wäre, denselben Fehler zweimal zu machen. Inzwischen bin ich der Meinung, dass wir oft mehr aus wiederholt gemachten Fehlern lernen können, als wenn wir zu hartnäckig versuchen würden, sie niemals ein zweites Mal zu begehen. Die Betonung liegt auf „zu hartnäckig“.

Auch hier auf blaz.de wurde jeden Tag im Jahr 2025 gebloggt, ohne Ausnahme.

Angefangen habe ich genau am 1. Januar 2022 und bis heute jeden Tag etwas gepostet. Und ich versuche nicht, Beiträge mit Unsinn oder Füllmaterial zu füllen, nur damit ich jeden Tag etwas schreiben kann, sondern hoffentlich etwas Nützliches, Sinnvolles oder Nachdenkliches.

Bis jetzt und ohne diesen Beitrag wurden 1460 Beiträge veröffentlicht. Das sind 1460 Tage durchgehend.

Insgesamt wurden 263.741 Wörter in Beiträgen geschrieben, ohne feste Seiten wie Datenschutz oder Impressum zu zählen.

Die durchschnittliche Wortzahl pro Beitrag beträgt 181 Wörter und das entspricht weiterhin meinen Vorstellungen, kurz, kompakt und auf den Punkt zu schreiben.

Es wurde keine störende Werbung eingeblendet und keine Cookies eingesetzt, die man mit einem Button akzeptieren, ablehnen oder anpassen muss. Gar keine Cookies.

Auch weiterhin wurden keine sozialen Medien eingesetzt oder verwendet, um angebliche Reichweite zu gewinnen. Gar keine sozialen Medien wurden benutzt.

Nur bestmöglich versucht, Wissen und Erfahrungen so nützlich und verständlich wie möglich zu vermitteln.

Hier und nur hier, auf blaz.de.

Wer ein Zuhause hat, braucht nicht überall zu wohnen. Diese Aussage beinhaltet für mich gewisse Parallelen zu unserer digitalen Welt, in der viele Leute glauben, überall aktiv sein zu müssen, um erfolgreich zu sein, oder überhaupt gesehen zu werden.

Dass es anders geht, erlebt ihr gerade hier.

Rückblickend betrachtet war es ein turbulentes Jahr, aber wenn ich darüber nachdenke, waren die meisten Jahre meiner bisher 30-jährigen Tätigkeit als selbstständiger Coach und Berater für Klein- und Mittelständische Unternehmen (KMU) im Rhein-Main-Gebiet, mehr oder weniger immer turbulent.

Ich frage mich manchmal, ob ich mich an turbulente Jahre irgendwann gewöhnen werde. Aber dann denke ich nochmals darüber nach und erkenne, dass es die turbulenten Jahre waren, die uns die meiste Bewegung in unsere Gesellschaft gebracht haben, denn wenn es uns „zu gut“ geht, dann passiert weniger, weil es keinen Bedarf dazu gibt.

In diesem Sinne freue ich mich doch auf weitere turbulente Jahre, denn erst wenn wir uns weiterentwickeln, können wir alle besser werden. Und manchmal benötigt man dafür ein wenig Turbulenz. Aber es muss nicht übertrieben sein, ja?

Danke für das Lesen und für die Treue im vergangenen Jahr.

Ich wünsche alles erdenklich Gute für das neue Jahr, mit viel Glück, Erfolg und vor allem Gelassenheit und bestmöglicher Ausgeglichenheit im Alltag.

Bleib gesund.