Es kann ganz schön demotivierend sein, wenn man sehr lange an einem Projekt oder an einer Aufgabe arbeitet, und es einfach nicht klappt, so wie man es sich erhofft hätte.
Einer der Hauptgründe, weshalb eine solche Erfahrung so demotivierend wirken kann, liegt an den Erwartungen.
Der berühmte Satz „Er war stets bemüht….“ aus Zeugnissen und Arbeitsbewertungen ist meistens lediglich eine nette Art und Weise zu schreiben, dass die betroffene Person, die Arbeit nicht wie erwartet oder vorgegeben, erledigt hat.
Und da sind wir wieder an dem Punkt – die Begriffe „erwartet“ oder „vorgegeben“.
Das bedeutet, dass die Bewertung aufgrund fremder Kriterien getroffen wurde, und im Alltag ist das üblich, denn Unternehmen müssen und dürfen Erwartungen an Arbeitsprozesse setzen und diese anschließend bewerten.
Diese Bewertung ist jedoch fehl am Platz bei privaten oder persönlichen Unternehmungen und Projekten, wie Hobbys.
Ob du bei privaten und persönlichen Tätigkeiten stets bemüht warst oder nicht, entscheidest du immer selbst.
Die entscheidende Frage ist, ob du, trotz der Tatsache, dass deine Tätigkeit manchmal nicht vorwärtskommt und demotivierend wirken kann, trotzdem im Großen und Ganzen glücklich bist.
Wenn die Glücklichkeit den gelegentlichen Frust allgemein überwiegt, dann kann diese Bewertung angepasst werden;
Ich war bisher stets bemüht, und ich werde jeden Tag ein wenig besser, und dafür bin ich, trotz Rückschlägen der Vergangenheit und der fehlenden Erreichung aller Ziele, glücklich, dass ich trotzdem nicht aufgegeben habe und weitermachen werde.
Das verleiht dem Begriff „stets bemüht“ doch eine neue Bedeutung, aber sie kommt in den meisten Zeugnissen und Bewertungen von fremden Unternehmen und Personen wenig vor.
Aber in den eigenen Bewertungen gehört sie rein und das hat nichts mit Sarkasmus zu tun.