Es gibt keinen Grund, bei den meisten persönlichen Begegnungen unfreundlich zu sein, denn Unfreundlichkeit eignet sich besser für den Schriftverkehr.
Ein freundliches Wesen hat im Gespräch nur Vorteile und kann größtenteils wesentlich mehr erreichen, als wenn man weniger freundlich ist.
In einem Gespräch sind Emotionen jedoch fast immer wichtiger als der Inhalt selbst.
Die schriftliche Korrespondenz hingegen ist von Natur aus emotionslos und eignet sich, obwohl sie erhebliche Emotionen hervorrufen kann, besser für harsche oder unfreundliche Mitteilungen.
Denn auch der Inhalt eines bösen Briefes kann fast immer durch ein anschließendes Gespräch relativiert oder angepasst werden.
Es ist auch viel einfacher und glaubwürdiger, einen unfreundlichen Brief am Telefon später zu klären, als Unfreundlichkeiten später im Schriftverkehr zu klären.
Natürlich ist es nicht immer notwendig, unfreundliche Briefe oder E-Mails zu schreiben, aber wenn sie notwendig oder angebracht sind, dann sollte persönliche Freundlichkeit nicht mit notwendiger Unfreundlichkeit im Schriftverkehr vermischt werden.