Montagsfrage 163

Jeden Montag gibt es eine neue Frage, um die grauen Zellen zwischen den Ohren in Schwung zu bringen und die Woche mit einem aktiven Geist zu beginnen.

Die heutige Montagsfrage lautet:

Gibt es etwas, das du einer anderen Person angetan oder gesagt hast, was du jetzt bereust?

Was könntest du schon heute tun, damit es besser wird?

Eine Entschuldigung aussprechen? Etwas ändern oder korrigieren?

Es geht nicht darum, die Welt zu verbessern, sondern lediglich darum, einen möglichen Fehltritt oder eine ungünstige Entscheidung so gut wie möglich bei anderen Menschen zu glätten.

Und dieser kleine Schritt ist oft der erste Schritt, den man machen kann, um die Welt doch ein wenig besser zu machen.

Überlegen, umsetzen, dann nochmals überlegen

Wenn wir etwas vornehmen möchten und bei vielen Entscheidungen ebenfalls, sind diese drei Schritte aufschlussreich.

Etwas zunächst zu überlegen, liegt auf der Hand.

Die Überlegung dann umzusetzen, ebenfalls.

Es ist beim dritten Schritt, wo etwas oft verwechselt wird.

Denn meistens wird geprüft oder bewertet, ob das, was umgesetzt oder entschieden wurde, richtig war.

Es wird entschieden und bewertet, aber nicht immer nochmals überlegt.

Die zweite Überlegung erfolgt meistens erst dann, wenn das Ergebnis unbefriedigend oder weniger als gedacht oder vorgesehen war, sonst nicht.

Es ist aber diese zweite Überlegung, die Tiefe in der Denkweise und mit dem Verständnis mit sich bringt.

Diese zweite Überlegung kann zwar eine Bewertung oder eine Prüfung mit sich bringen, aber die Überlegung soll darüber hinausgehen.

Was wurde dabei gelernt? Welche Erfahrungen wurden gesammelt? Hätte man dies oder jenes vielleicht doch besser machen können, oder können solche Entscheidungen in der Zukunft besser oder anders vorgenommen werden?

Um diese Fragen zu beantworten, muss man einen Moment darüber nachdenken, und diese zweite Überlegung ist der Name dafür.

Wenn die Zeit für Ergebnisse knapp wird

Manchmal haben wir plötzlich mehr zu tun als sonst üblich und manchmal kommt alles auf einmal.

Was darunter leidet, sind oft die Ergebnisse. Das sind die Resultate unserer Aktivitäten.

Es sind aber diese Resultate, die zwar nicht sichtbar sind, aber trotzdem Ergebnisse sind.

Was wir lernen und erfahren, wird auch nicht sofort sichtbar. Aber es sind diese Dinge, die unsere Ergebnisse in der Zukunft steuern werden.

Wenn die Zeit für Ergebnisse knapp wird, kann es hilfreich sein, nochmals in Erinnerung zu rufen, dass die Resultate unserer Aktivitäten dazu beitragen, Ergebnisse besser und auch schneller zu produzieren.

Das Timing für Lösungen

Ich habe bereits über dieses Thema berichtet, aber Bedeutung und Wichtigkeit können nicht genug betont werden.

Die beste Lösung aller Zeiten für ein Problem oder für eine Herausforderung ist effektiv nutzlos, wenn der Zeitpunkt dafür noch nicht gekommen ist.

Die Frage ist daher: Was kam zuerst, die Lösung oder das Problem?

Ein Problem oder eine Herausforderung zu haben, richtet unsere Aufmerksamkeit auf mögliche Lösungen, und das ist meistens nicht umgekehrt.

Das hört sich zwar selbstverständlich an, aber eine ganze Beratungsindustrie ist darauf angelegt, Lösungen für Probleme und Herausforderungen anzubieten, die man noch gar nicht hat.

Bis jetzt nicht, und darauf wettet diese Industrie.

Der Ansatz an sich klingt auch nicht unbedingt schlecht, aber trotzdem müssen wir keine Lösungen für Probleme bekommen, die wir gar nicht erst haben.

Die Suche nach Lösungen erfolgt fast immer nach Bedarf, und Lösungen im Vorfeld einfach so zu sammeln für den Fall der Fälle, ist oft kontraproduktiv und einfach eine Zeitverschwendung.

Wenn das Timing für Lösungen nicht stimmt, dann bleiben sie lediglich Anregungen und Gedankenanstöße, auch die weltweit besten Lösungen.

Bewertungen locker bewerten

Es ist immer einfach, eine Bewertung abzugeben.

Es ist jedoch fast immer unmöglich, eine eingereichte Bewertung genau zu bewerten, wenn man sie selbst nicht geschrieben hat.

Man bewertet Bewertungen immer subjektiv, obwohl wir dabei oft glauben, dass wir eher objektiv bewerten.

Eine subjektive Bewertung bedeutet auch, dass man die erhaltene Bewertung durch die eigene Brille betrachtet. Dadurch erhält die Bewertung automatisch eine persönliche Note, die unsere Objektivität immer schmälert.

Völlig in Ordnung, aber nicht mehr so ganz objektiv, wie wir oft denken.

Wir sollten nicht vergessen, dass es oft einen Unterschied gibt zwischen dem, was in einer Rezension geschrieben wurde, und dem, was die Person, die die Rezension verfasst hat, tatsächlich gemeint hat.

Man kann oft nicht mal die eigenen Gedanken verbal formulieren, besonders wenn man verärgert oder unter Stress ist. Es kommt einfach nichts Verbal heraus und man redet manchmal einfach nur Unsinn, wie es oft genannt wird.

Wie kämen wir dann auf die Idee, dass es beim Schreiben anders ist als beim Reden?

Der beste Weg, Bewertungen zu beurteilen, besteht darin, sich bewusst zu machen, dass die Beurteilung einer Bewertung immer die eigene subjektive Einschätzung ist.

Wir lassen bestimmte Wörter oder Aussagen oft schlimmer klingen, als sie eigentlich gemeint waren.

Ausnahmen bestätigen natürlich die Regel.

Aber eine Bewertung, die man weder hört noch liest, würde uns auch nicht unbedingt stören.

Erhaltene Bewertungen, die wir immer erst durch die eigene Brille bewerten, sollten uns auch nicht immer gleich stören.