Es ist immer einfach, eine Bewertung abzugeben.
Es ist jedoch fast immer unmöglich, eine eingereichte Bewertung genau zu bewerten, wenn man sie selbst nicht geschrieben hat.
Man bewertet Bewertungen immer subjektiv, obwohl wir dabei oft glauben, dass wir eher objektiv bewerten.
Eine subjektive Bewertung bedeutet auch, dass man die erhaltene Bewertung durch die eigene Brille betrachtet. Dadurch erhält die Bewertung automatisch eine persönliche Note, die unsere Objektivität immer schmälert.
Völlig in Ordnung, aber nicht mehr so ganz objektiv, wie wir oft denken.
Wir sollten nicht vergessen, dass es oft einen Unterschied gibt zwischen dem, was in einer Rezension geschrieben wurde, und dem, was die Person, die die Rezension verfasst hat, tatsächlich gemeint hat.
Man kann oft nicht mal die eigenen Gedanken verbal formulieren, besonders wenn man verärgert oder unter Stress ist. Es kommt einfach nichts Verbal heraus und man redet manchmal einfach nur Unsinn, wie es oft genannt wird.
Wie kämen wir dann auf die Idee, dass es beim Schreiben anders ist als beim Reden?
Der beste Weg, Bewertungen zu beurteilen, besteht darin, sich bewusst zu machen, dass die Beurteilung einer Bewertung immer die eigene subjektive Einschätzung ist.
Wir lassen bestimmte Wörter oder Aussagen oft schlimmer klingen, als sie eigentlich gemeint waren.
Ausnahmen bestätigen natürlich die Regel.
Aber eine Bewertung, die man weder hört noch liest, würde uns auch nicht unbedingt stören.
Erhaltene Bewertungen, die wir immer erst durch die eigene Brille bewerten, sollten uns auch nicht immer gleich stören.