Wissen und Verständnis

Nur weil wir etwas wissen, bedeutet das nicht zwangsläufig, dass wir es auch verstehen. 

Wissen kann man erwerben, aber Verständnis muss man sich selbst erarbeiten.

Dies ist einer der Gründe, weshalb Wissen auch unterschiedlich interpretiert und bewertet werden kann. 

Das jeweilige Verständnis ist unterschiedlich. 

Entscheidend für einen Wissenstransfer mit anderen Menschen ist somit nicht der Besitz des Wissens selbst, sondern das Verständnis des Wissens.

Die Anwendbarkeit und Glaubwürdigkeit von Wissen wird immer durch Verständnis gestärkt.

Und die meisten Menschen können schnell erkennen, ob man etwas nur weiß oder wirklich versteht.

Etwas zu wissen ist nur der Anfang, denn erst wenn wir etwas auch verstehen, können wir das Wissen am besten anwenden.

Und ist die Anwendung von Wissen nicht der Grund, warum wir überhaupt etwas lernen wollten?

Schnelles und langsames Denken

Unser Gehirn hat zwei Arten zu denken:

Schnell und langsam. 

(Ja, ich weiß, ich kenne auch Leute, die offensichtlich immer nur die zweite Option bevorzugen, besonders beim Autofahren) 🙂

Aber Spaß beiseite, schnelles Denken erfordert weniger Konzentration und Energie als langsames Denken, und das ist wichtig zu wissen, denn schnelles Denken wird vom Gehirn bevorzugt, da diese Art des Denkens weniger Energie und Ressourcen benötigt.

Zu den Tätigkeiten, die schnelles Denken beanspruchen, gehören sportliche Aktivitäten oder gewohnheitsmäßige und sich wiederholende Tätigkeiten.

Zu den Tätigkeiten, die langsames Denken beanspruchen, gehören arithmetische oder komplizierte Tätigkeiten.

Das schnelle Denken ist das Resultat von Erfahrungen und Wissen, und Intuition gehört ebenfalls dazu. Das schnelle Denken liefert somit Antworten wesentlich schneller und ressourcenschonender als das langsame Denken. Man kann auch mehrere Tätigkeiten oder Aufgaben, die schnelles Denken erfordern, gleichzeitig erledigen. 

Das langsame Denken ist zwar tiefgründiger und sorgfältiger, aber es benötigt auch wesentlich mehr Energie als das schnelle Denken. Das langsame Denken ist skeptisch, kritisch und verlangt viele Details, bevor eine Idee kreiert oder eine Entscheidung getroffen wird. Mehrere Tätigkeiten oder Aufgaben können mit dem langsamen Denken nicht gleichzeitig vorgenommen werden. 

Ein Beispiel:

Wir lassen zwei Personen einen Ball hin und herwerfen. Dann fangen wir an, ein paar mathematische Fragen zu stellen, die eine der Personen beantworten soll. Was 4 × 4 ist, ist vielleicht nicht schwer zu beantworten, und der Ball kann weiterhin ungestört hin und her geworfen werden.

Aber wenn die Frage auftaucht, was 12 × 15 ist, gibt es oft Probleme mit dem Hin und Her mit dem Ball, denn bei schwierigeren Aufgaben wird das langsame Denken beansprucht. 

Schnelles Denken ist energiesparend und für einfache Tätigkeiten gut geeignet.

Langsames Denken erfordert viel Gehirnleistung und Energie, liefert aber oft die besseren Ergebnisse, weil die Denkprozesse kritischer mit dem Thema beschäftigt sind.

Dieses Thema ist kompliziert, und ich versuche mit diesem Beitrag, einen kleinen Vorgeschmack zu geben, denn je mehr wir verstehen können, wie Menschen denken, desto besser können wir alle miteinander umgehen. 

Die Frage ist oft, welche Art von Denken wir bei unseren Entscheidungen und Handlungen anwenden. Schnell oder langsam?

Beide Arten des Denkens haben alle Menschen, sogar die Autofahrer (ja, ich konnte es hier einfach nicht lassen …). 😉

Montagsfrage 137

Jeden Montag gibt es eine neue Frage, um die grauen Zellen zwischen den Ohren in Schwung zu bringen und die Woche mit einem aktiven Geist zu beginnen.

Die heutige Montagsfrage lautet:

Wenn du die Wahl hättest zwischen einem kurzen Leben mit viel Geld oder einem langen Leben mit einem Minimum an Geld, was würdest du wählen?

Die Antwort kann uns etwas über unsere innere Einstellung verraten.

Es ist diese Einstellung, die unser Verhalten in zahlreichen anderen Bereichen oft erklären kann.

Der Weg und das Ziel

Es wird oft behauptet, dass der Weg das Ziel ist, aber diese Einstellung kann ich nicht teilen, denn das sind zwei unterschiedliche „Dinge“, um mich fachlich auszudrücken.

Der Weg ist der Weg und das Ziel ist das Ziel.

Der Weg kann zwar geplant und die einzelnen Schritte können akribisch vorgenommen werden, aber es bleibt immer die Möglichkeit, dass der Weg im Laufe der Zeit geändert werden muss.

Das Ziel kann zwar ebenfalls im Laufe der Zeit angepasst werden, wenn unter anderem neue Informationen hinzukommen oder man seine Meinung einfach ändert, aber es ist und bleibt das Ziel.

Aber wenn der Weg das Ziel ist, dann kann das Ziel nicht erreicht werden, denn wir sind ununterbrochen mit dem Weg beschäftigt und können somit nicht wissen, wann das wirkliche Ziel erreicht wurde.

Der Weg erfordert oft Planung, aber das Ziel ist ein Ereignis. Ja oder nein. Erreicht oder nicht.

Wir können vielleicht behaupten, dass das Ziel darin besteht, einen guten Weg für unser Vorhaben zu finden.

Aber es bleibt die Frage: Der Weg – wohin? Was möchten wir mit dem Weg erreichen?

Die Trennung zwischen Weg und Ziel sorgt für eine bestmögliche Erreichung unserer Ziele.

Die zwei Arten des Wissens für Problemlösungen

Es gibt in der Praxis nur zwei Arten des Wissens für die Lösung von Problemen.

Entweder ist das Wissen bereits vorhanden oder man weiß, wo man das Wissen finden kann, wenn es benötigt wird.

Übrigens hat sich eine einfache Online-Suche als recht fehleranfällig erwiesen, vor allem wenn man es eilig hat und kompetente Antworten und Lösungen sucht.

Eine Online-Suche dient höchstens der Orientierung für die Suche nach weiteren Wissensquellen.

Man kann zwar nicht immer im Voraus wissen, welche Probleme auf uns zukommen und welche Informationen benötigt werden.

Aber die Suche und das Einsammeln von zuverlässigen und vertrauenswürdigen Quellen des Wissens, welche man nach Bedarf konsultieren kann, tragen oft mehr zu Wissen bei als eine Suche, wenn der Bedarf schon da ist.