Selbstdarstellungen

Ich versuche, jeden Tag ein wenig weniger dumm zu sein.

Diese Aussage ist umgangssprachlich formuliert und entspricht vielleicht nicht unbedingt den Vorstellungen mancher Menschen, aber für mich ist diese Aussage sehr sympathisch, denn sie wirkt sowohl realistisch als auch selbstkritisch und daher vertrauenswürdig.

Die meisten Selbstdarstellungen werden eher formuliert, um die Vorteile oder Vorzüge einer Person in den Mittelpunkt zu stellen.

Man möchte doch das Beste von sich darstellen.

Diese Vorstellung ist aber nicht, was uns zu Menschen macht.

Wir wollen mit echten, sympathischen und ehrlichen Menschen zu tun haben, und eine Selbstdarstellung, die nur positiv ist, ist einfach nicht realistisch und daher nicht glaubwürdig.

Eine solche Darstellung ist nicht anders als Werbung, und ich denke, wir alle haben bereits genug davon.

Selbstverständlich sollen die Vorzüge und positiven Aspekte eines Menschen in einer Selbstdarstellung angegeben werden, aber glaubwürdiger und menschlicher ist es, wenn auch die negativen Aspekte aufgelistet werden, und wie sie vielleicht überwunden oder beseitigt wurden.

Menschen wollen mit Menschen arbeiten, und makellose oder perfekte Selbstdarstellungen, die lediglich die positiven Aspekte darstellen, können genauso gut eine Maschine sein.

Wir sind jetzt nicht so weit davon entfernt.

Lassen wir uns menschlich bleiben und unsere Selbstdarstellungen menschlich gestalten.

Wir alle machen Fehler, und das macht uns menschlich.

Es gibt keinen Grund, Fehler im Leben in einer Selbstdarstellung zu verstecken.

Erzähl, was du aus deinen Fehlern gelernt hast. Was machst du jetzt besser als früher? Wie hast du deine Probleme überwunden?

Sehr menschlich. Sehr sympathisch.

Sonst können wir komplett auf Maschinen umstellen.

Übrigens: Jeder einzelne Schritt beginnt bei uns selbst.

Wenn wir selbst nicht anfangen, wer soll das denn tun?

Das Teilen und Verlinken von Nachrichten

Blogs und Nachrichtenportale, die Artikel vor allem veröffentlichen, um Nachrichten zu erwähnen und zu verlinken, die bereits anderswo erschienen sind, sind nicht mehr zeitgemäß, mit zwei Ausnahmen:

  1. Es wird etwas Relevantes und Nützliches zum ursprünglichen Beitrag hinzugefügt. Etwas, was nicht im ursprünglichen Beitrag vorkommt.
  2. Das Teilen oder die Verlinkung mit anderen Beiträgen erfolgt zur Unterstützung oder Rechtfertigung des eigenen Artikels.

Das Teilen und Verlinken von anderen Artikeln wird ansonsten immer unwichtiger, sowohl für die Platzierung in Suchmaschinen als auch für die Bewertung durch Algorithmen der künstlichen Intelligenz.

Maßstäbe vergleichen

Ein Maßstab ist nichts anderes als eine Bewertungsgrundlage, die sich in der Regel aus Vorstellungen und/oder Erfahrungen ergibt.

Es gibt sowohl die Maßstäbe der anderen als auch unsere eigenen, und die sind in der Regel nicht dieselben.

Es kann sich gelegentlich lohnen, unsere eigenen Maßstäbe mit denen anderer Menschen zu vergleichen.

Diese Übung kann uns helfen zu erkennen, ob wir manchmal zu streng mit uns selbst sind oder ob unsere eigenen Maßstäbe in unserem eigenen Interesse ein wenig angepasst werden müssen.

Zwei Formen der Motivation

Die erste Form ist die Affirmation.

Du schaffst das. Noch ein wenig mehr und du hast es geschafft. Gib nicht auf! Und so weiter.

Die zweite Form ist die Negation

Das schaffst du nicht. Das ist dir zu schwer. Du sollst lieber aufhören. Und so weiter. 

Die erste Form, die Affirmation, ist für die meisten Menschen klar, weshalb sie funktioniert, ohne weiter in die Erklärung zu gehen. 

Es ist die zweite Form, die Negation, die häufig für Unverständnis sorgt, weshalb diese Form motivierend wirken kann. 

Der Grund für einen Motivationsschub mit Negation hat meistens mit dem Wettbewerb zu tun, und zwar mit dem Innerlichen oder dem Äußerlichen. 

Der äußerliche Wettbewerb:

Wenn du und ein Kollege die gleiche Arbeit machen wollen und der Kollege aufgibt, weil er es nicht mehr kann, dann ist das Aufgeben des Kollegen eine weitere Motivation, weil du besser werden willst. Die Motivation entsteht dadurch, dass du nicht enden möchtest wie dein Kollege. Das ist äußerlich. 

Der innerliche Wettbewerb:

Dieser Wettbewerb ist der Kampf mit sich selbst, und der Mensch wird durch negative Bemerkungen oder Kommentare erst recht angespornt, noch leistungsfähiger zu sein als früher. Die Motivation entsteht dadurch, dass du deine eigene Messlatte gesetzt hast und dich selbst nicht enttäuschen willst. Das ist innerlich. 

Das heißt im Klartext, dass wir sowohl die positive (Affirmation) als auch die negative (Negation) Motivation verwenden können, um einen Motivationsschub zu erhalten. 

Denn wir können nicht immer aussuchen, welche Form der Motivation uns gerade zur Verfügung steht, wenn wir sie brauchen. 

Montagsfrage 136

Jeden Montag gibt es eine neue Frage, um die grauen Zellen zwischen den Ohren in Schwung zu bringen und die Woche mit einem aktiven Geist zu beginnen.

Die heutige Montagsfrage lautet:

Wie lange schläfst du, wenn du nichts vorhast und nicht arbeiten musst?

Falls es Unterschiede gibt, dann stellt sich die Frage, warum?

Falls es keine Unterschiede in der Regel gibt, dann stellt sich ebenfalls die Frage, warum.