Kurze und lange Erklärungen

Es gibt kurze und lange Erklärungen für fast alle Sachverhalte und Fragen. Die Frage ist nur, welche Art von Erklärung geeignet ist, um Verständnis zu liefern.

Manche Erklärungen werden künstlich verlängert oder aufgebläht, um ausführlicher oder detaillierter zu wirken, aber die Frage bleibt bestehen, ob ein Nutzen von dieser Ausführlichkeit tatsächlich gegeben ist.

Allerdings müssen manche Erklärungen zwangsläufig ausführlich sein, damit ein Verständnis entstehen kann. Nicht alles kann in kurzen Erklärungen verstanden werden.

Die Kunst besteht darin, diese Unterscheidung zu verinnerlichen, bevor eine Erklärung geliefert wird, und sie dann entsprechend zu gestalten.

Mit anderen Worten: so viel wie nötig und gleichzeitig so wenig wie möglich.

Das sind die besten Erklärungen, die wir liefern können.

Nochmals versuchen

Eine der schwierigsten Lektionen, die man aus Erfahrungen lernen kann, ist die Erkenntnis, dass nicht das Scheitern an sich das Problem ist, sondern dass man es immer wieder versuchen muss, wenn man Erfolg haben will.

Und trotzdem gibt es keine Garantie dafür, dass man jemals wirklich erfolgreich sein wird.

Die Alternative ist aber, etwas gar nicht erst versucht zu haben.

Nach einem Scheitern gibt es daher eigentlich nur eine Option: daraus lernen und … nochmals versuchen.

Angst anzufangen

Wer Angst hat, etwas zu beginnen, hat fast immer Schwierigkeiten mit den eigenen Erwartungen.

Die Angst vor Enttäuschungen ist auch ein Grund, warum man Angst haben kann, etwas zu beginnen, aber sie bleibt an zweiter Stelle, hinter den eigenen Erwartungen.

Die gute Nachricht ist jedoch, dass viele Ängste, die aufgrund der eigenen Erwartungen entstanden sind, verschwinden können, sobald man angefangen hat.

Wie bei so vielen anderen Ängsten auch, liegt die Lösung zur Bekämpfung vieler Ängste darin, sich ihnen zu stellen.

Und das beginnt immer mit einem ersten kleinen Schritt.

Tunnelblick-Denken

Ohne etwas tiefer in die psychologische Definition dieses Begriffs zu gehen oder die Erklärung der sogenannten kognitiven Verzerrung zu erläutern, versuche ich, die Sache einfach zu machen.

Es gibt einen entscheidenden Unterschied zwischen Tunnelblick-Denken und fokussiertem Denken.

Wenn wir ganz konzentriert und vielleicht sogar im „Flow“ sind, dann bekommen wir weniger von unserer Umgebung mit. Das ist im Sinne dieses Beitrags fokussiertes Denken. Das entscheidende Wort bei dieser Definition des Begriffs ist „weniger“.

Beim Tunnelblick-Denken findet eine Wahrnehmung der Umgebung gar nicht statt.

Die Begriffe und Auswirkungen sind fast identisch, nur beim Tunnelblick-Denken ist eine zusätzliche Wahrnehmung anderer Ereignisse und Informationen nicht möglich.

Tunnelblick-Denken kann vorteilhaft sein, wenn Störungen von außen die erwünschten Denkprozesse stören, aber hierzu reicht fast immer ein fokussiertes Denken, und zwar für fast alle Tätigkeiten.

Da Tunnelblick-Denken die Reize und Informationen von außen nicht aufnehmen kann, ist das eine weitere Erklärung (unter anderem), weshalb Menschen ihre Meinung so schwer ändern können, obwohl sie mit korrekten Fakten konfrontiert wurden.

Es ist fast immer wesentlich produktiver und gesunder, fokussiert zu denken und zu handeln.

Der Tunnelblick ist meistens wesentlich gefährlicher, denn wir bekommen die Gefahren, die um uns herum sind, gar nicht mit und haben keinen Vorteil mit unserer Produktivität oder Denkweise damit.

Was am schnellsten ansteckend ist…

… ist ein Lächeln.

Und das Beste mit einem Lächeln ist die Geschwindigkeit des möglichen Ansteckens.

Selbstverständlich gibt es auch Menschen, die aus verschiedenen Gründen vollkommen immun gegen die Ansteckungsgefahr eines Lächelns sein können, aber dieser Zustand ist meistens nur vorübergehender Natur.

Sogar die Liebe kann zwar sehr ansteckend sein, aber wenn wir einen Moment darüber nachdenken: War es nicht das schöne Lächeln, das unsere Aufmerksamkeit auf diese Person erst mal gelenkt hat, damit die Liebe später überhaupt entstehen konnte?