Montagsfrage 169

Jeden Montag gibt es eine neue Frage, um die grauen Zellen zwischen den Ohren in Schwung zu bringen und die Woche mit einem aktiven Geist zu beginnen.

Die heutige Montagsfrage lautet:

Denke an etwas, von dem du einfach nicht genug bekommen kannst, und immer danach strebst, mehr davon zu bekommen.

Wann weißt du, dass du genug davon hast?

Die entscheidende Frage ist natürlich: Wovon?

Menschen, die nach mehr Geld streben, werden vielleicht sagen: „Es kann niemals genug sein“, und obwohl diese Antwort nachvollziehbar ist, stellt sich trotzdem die Frage, ob diese Einstellung tatsächlich realistisch ist und für Zufriedenheit sorgt.

Und wenn die Antwort „Liebe“ lautet, dann stellt sich die Frage: Wann kann man wissen, dass man in einem bestimmten Moment „genug“ Liebe hat?

Genug zu haben, ist oft nur ein momentaner Zustand, sowohl mit Geld, als auch in der Liebe.

Aber wenn du nicht weißt, ob du genug hast, wie kannst du dann wissen, ob du im Moment etwas unternehmen musst oder nicht?

Wenn es im Angebot ist, war es vorher zu teuer?

Diese Frage stelle ich mir fast jedes Mal, wenn ich ein Angebot sehe.

Noch dazu sind alle Angebote eben zeitlich begrenzt, was ebenfalls eine bekannte Verkaufstaktik ist.

Ein Angebot im Verkauf bedeutet immer weniger Umsatz und dadurch auch weniger Gewinn, obwohl in Lieferketten der Gewinn oft beim Produzenten gleichbleibt. Es sind dann die Beteiligten in den Lieferketten, die oft weniger Gewinn erzielen können bei Angeboten.

Es bleibt trotzdem eine Grundsatzfrage, wenn man Angebote sieht, einen Moment zu überlegen, ob das ein Hinweis ist, dass der normale Preis von Anfang an, einfach zu hoch war.

Ich kenne Menschen, die Produkte nur dann einkaufen, wenn sie im Angebot sind, und ich glaube, es gibt viele Menschen, die ähnlich denken und handeln.

Es geht hier nicht darum, Angebote zu verteufeln oder Preise an sich zu bemängeln, sondern einen Moment darüber nachzudenken, weshalb etwas gerade im Angebot ist und was der Preisunterschied zu vorher ist.

Das liegt daran, dass der Angebotspreis näher am realistischen Preis für den Käufer liegt und der Normalpreis näher am gewünschten Gewinn für den Hersteller.

Wir gehen alle einkaufen oder lassen liefern.

Wenn wir uns das nächste Mal Preise und mögliche Angebote ansehen, lasst uns über diese Ideen nachdenken.

Weniger Worte und die eigene Denkkraft

Die Wirksamkeit und Nützlichkeit einer schriftlichen Nachricht oder Mitteilung hängen immer davon ab, wie der Empfänger die Nachricht versteht.

Weniger Worte erfordern oft mehr Nachdenken, Vorstellungskraft und vielleicht sogar ein wenig Intuition, damit die Bedeutung weniger Worte besser auf die eigenen Bedürfnisse zugeschnitten werden kann.

Die Anweisungen zum Zusammenbau eines Möbelstücks sind in der Regel vollständig beschrieben, aber nicht immer leicht verständlich. Um die Anleitung zum Zusammenbau eines Möbelstücks tatsächlich zu verstehen und umzusetzen, muss man oft darüber nachdenken, was eigentlich gemeint ist, die eigene Vorstellungskraft einsetzen und sich auf die eigene Intuition verlassen. Dann klappt das oft eher mit dem Zusammenbau.

Das Gleiche gilt für Blogs im Internet, wie beispielsweise diesen Blog.

Die Blogbeiträge hier sind bewusst kurz gehalten, damit man selbst darüber nachdenken, die eigene Vorstellungskraft nutzen und die eigene Intuition aktivieren kann.

Nur dann kann man das Möbelstück, das als Blogbeitrag bekannt ist, zusammenbauen und davon profitieren.

Die Anleitungen sind bereits hier täglich mit den Blogbeiträgen verfügbar.

Jetzt bist du aber an der Reihe, sie zusammenzubauen.

Deine Heimat im Netz

Bereits in der Vergangenheit habe ich über die, aus meiner Sicht, Notwendigkeit berichtet, eine einzige und vor allem eigene Heimat im Netz zu haben, anstatt sich zu zerstreuen und auf verschiedenen Plattformen zu sein.

Gestern habe ich schon wieder einen Blogbeitrag eines bekannten Buchautors aus den USA gelesen, der darüber berichtet hat, wie schwierig es geworden ist, auf vielen Plattformen gleichzeitig zu sein.

Denn die Plattformen würden die Bedingungen für Blogbeiträge dauerhaft ändern und es Autoren und Blogbetreibern erschweren, produktiv zu sein.

Ach was. Das Ganze kommt mir irgendwie bekannt vor …

Leider versteht er kein Deutsch und konnte daher meine Anregungen für diese bekannte Problematik nicht lesen.

Daher habe ich wiederholt angefangen zu grübeln.

Soll ich meine Blogbeiträge auch in verschiedenen Sprachen verfassen, damit ich mehr Menschen erreichen kann? Ganz ehrlich betrachtet ist Englisch für die Lese-Reichweite ohnehin wesentlich lukrativer, als Deutsch es je sein wird. Mehr Leser, mehr Bekanntheit, mehr Umsatz, mehr, mehr, mehr?

Da habe ich mich wieder ertappt in der Mehr-mehr-mehr-Falle.

Mehr zu haben, hat immer einen gewissen Reiz, aber es ist die Reizüberflutung, die so schädlich auf uns wirkt und von dem ablenkt, was wir eigentlich wollten – kontrolliert mehr, aber nicht ungebremst und unkontrolliert mehr.

Es ist die Selbstbestimmung, die einen echten Mehrwert bietet, und nicht das Mehr an sich.

Und die Selbstbestimmung beginnt mit der eigenen Heimat im Netz, und sie ist nicht verteilt oder kopiert, um angebliche Reichweite zu erzielen.

Bist du, wer du bist, oder wer du zu sein scheinst?

Die meisten Menschen betrachten Ehrlichkeit und Souveränität als wünschenswerte Eigenschaften bei ihren Mitmenschen.

Wir sind alle unterschiedlich, und genau diese Unterschiede machen uns nicht nur einzigartig, sondern auch zu etwas Besonderem.

Ich finde Menschen, die Fehler machen, gelegentlich falsch liegen und manchmal nervige Eigenschaften zeigen, viel sympathischer als Menschen, die solche Eigenschaften nicht haben.

Sie sind glaubwürdiger, weil sie menschlicher sind und daher trotz gelegentlicher nerviger Eigenschaften fast immer sympathisch wirken.

Und diese Eigenschaften sind die Grundlagen für Vertrauen.

Steh zu deinen Fehlern, Schwächen und gelegentlich nervigen Angewohnheiten, denn ich finde Menschen, die diese Dinge nicht haben, verdächtig und wenig vertrauenswürdig.

In Zeiten der künstlichen Intelligenz werden diese Eigenschaften eine immer wichtigere Rolle dabei spielen, wie wir miteinander umgehen.