Die Nachbarnerlaubnis

Die Nachbarerlaubnis ist ein Begriff für die vorläufige Rechtfertigung der eigenen Tätigkeit oder Denkweise.

Der Nachbar macht es so oder denkt so, daher handele ich ebenfalls so.

Die Nachbarnerlaubnis befreit vorläufig von der Pflicht und Mühe einer Auseinandersetzung mit der eigenen Tätigkeit oder Denkweise.

Entscheidend in Erinnerung zu behalten, ist die vorläufige Natur einer solchen Erlaubnis.

Die Nachbarnerlaubnis kann uns eine Orientierung geben, wenn die Zeit für eine Entscheidung oder für eine Handlung knapp wird.

Die Vorläufigkeit muss jedoch anschließend bewertet und die Richtigkeit und Anwendbarkeit der Rechtfertigung, geprüft werden.

Der Nachbar hat möglicherweise recht und die Erlaubnis war gerechtfertigt.

Und möglicherweise soll der Nachbar seine Haustür vielleicht eine Weile lieber geschlossen lassen.

Das Problem mit der Philosophie sind oft die Philosophen

Seit ich mich erinnern kann, habe ich mich für Philosophie interessiert, weil es mir einfach wichtig war, die menschliche Existenz zu erforschen, zu hinterfragen und zu verstehen.

Leider ist es schwer, allein von der Philosophie zu leben, und obwohl ich mich deshalb anderen Bereichen zugewandt habe, kehre ich doch immer wieder zu den Grundlagen der Philosophie als einer Art „Grundlage des Denkens“ zurück.

Ich mache das nun schon seit fast vierzig Jahren, und eines habe ich in dieser Zeit gelernt.

Meiner Ansicht nach tut ein Philosoph der Philosophie keinen Gefallen, wenn er einen nicht dazu anregt, selbstständig zu denken – selbst wenn man seine Ansichten nicht teilt.

Belehrende Philosophen sind genauso inspirierend wie die Zollpfändung.

Neugier und Wissensdurst entstehen und werden durch Inspiration genährt; ohne diese Grundlage der Inspiration kann ein Philosoph schlichtweg nicht wirkungsvoll sein, und manchen Philosophen gelingt es einfach nicht, zu inspirieren und anzuregen.

Das ist zwar schade, aber nach vierzig Jahren Erfahrung mit der Philosophie ist das so ziemlich eine Tatsache.

Die Philosophie bildet oft die spätere Grundlage des eigenen Denkens.

Wenn dir die Philosophie nicht gefällt, probier es mit einem anderen Philosophen, aber gib niemals deine Suche nach Weisheit und dem Sinn des Lebens auf.

Der Masse folgen: Eine kurze Erklärung

Um diesen Beitrag im Sinne dieses Blogs zu halten und langwierige Erklärungen zu vermeiden, müssen einige Aspekte des Sachverhaltes, wie eine Erklärung des sogenannten „Herdenverhaltens“ oder eine Erläuterung der psychologischen subjektiven Normen usw., weggelassen werden.

Das hat zwar seine Vor- und Nachteile, aber für ein grundlegendes Verständnis der Botschaft dieses Beitrages und als Einstiegspunkt für weitere Überlegungen oder Nachforschungen, reicht diese kurze Erklärung aus.

„Der Masse zu folgen“ hat evolutionäre Wurzeln, die einst dazu beigetragen haben, das Überleben so gut wie möglich zu sichern.

Heutzutage schließen sich die Menschen der Masse an, entweder um sich nicht isoliert zu fühlen oder aus Unsicherheit.

An sich ist nichts Falsches daran, der Masse zu folgen, um nicht isoliert zu sein.

Das kann jedoch problematisch sein, wenn man aus Unsicherheit der Masse folgt.

Es lohnt sich daher zu fragen: Folge ich selbst der Masse, bewusst oder unbewusst? Welche Masse? Warum? Wozu? Kann ich mich mit dieser Masse identifizieren?

Das klingt fast wie eine „Montagsfrage“, und vielleicht wird es bald eine hierzu geben.

Der Masse zu folgen hat somit Vor- und Nachteile.

Entscheidend ist, dass die Vorteile die Nachteile überwiegen, und um das zu erreichen, müssen wir uns einen Moment Zeit nehmen, um über unser Verhalten nachzudenken, darüber, was wir tun, wie wir es tun, und mit wem wir es tun.

Das war eine kurze Erklärung, und ich hoffe, sie war hilfreich für dich und gibt dir Denkanstöße – und inspiriert dich vielleicht sogar dazu, aktiv zu werden, wenn du das Gefühl hast, dass es das Richtige ist.

Das Beste, was du deinen Nachkommen hinterlassen kannst

Es handelt sich nicht um die übliche Ausbildung, die man in der Schule oder an der Universität erhält.

Es geht auch nicht um die Erinnerungen an die vielen Urlaube, die ihr vielleicht in der Vergangenheit gemeinsam verbracht habt.

Leider ist das Beste, was man seinen Nachkommen hinterlassen kann, auch kein großes Erbe, auch wenn sie das im Moment vielleicht ganz anders sehen.

Das Beste, was man seinen Nachkommen hinterlassen kann, sind Prinzipien.

Prinzipien bilden eine solide Grundlage für die Gestaltung der eigenen Regeln und Einstellungen und dienen als feste Basis für alle Aspekte der eigenen Lebenseinstellung.

Man entscheidet sich für etwas oder tut es, weil man es will, nicht weil man es so gelernt hat.

Die Fähigkeit, selbst zu entscheiden, wie man sein Leben gestalten, was man daraus machen und wie man dabei vorgehen möchte, ist einer der wichtigsten Faktoren, die zu Zufriedenheit und Glück beitragen, und diese Fähigkeit hat ihren Ursprung in den Prinzipien.

Auf diese Weise vermitteln wir die Grundlage für ein glückliches und erfülltes Leben, auch wenn ohnehin niemand ein glückliches Leben garantieren kann.

Und ist es nicht genau das, was wir uns für unsere Nachkommen wünschen – dass sie glücklich sind und ein erfülltes Leben führen?

Montagsfrage 175

Jeden Montag gibt es eine neue Frage, um die grauen Zellen zwischen den Ohren in Schwung zu bringen und die Woche mit einem aktiven Geist zu beginnen.

Die heutige Montagsfrage lautet:

Heute ist ein Feiertag und einige Menschen müssen nicht arbeiten. Falls du heute nicht arbeiten musst, sollst und möchtest – warum denn nicht?

Übrigens: Die Antwort „Weil es ein Feiertag ist“ ist nicht die richtige Antwort, sonst wäre diese Frage keine Montagsfrage, um die Woche mit einem aktiven Geist zu beginnen. 😉