Wie schnell alles vorbei sein kann

Gestern auf dem Heimweg näherte ich mich der Ampel, an der ich rechts abbiegen musste.

Wie üblich war die Ampel rot und die Autos warteten darauf, dass die Ampel auf Grün schaltete, als ich mit meinem Auto näher kam.

Als ich zu bremsen begann, gab es ein seltsames Geräusch, und dann merkte ich plötzlich, dass ich keine Bremsen mehr hatte.

Das Bremspedal konnte ohne Widerstand sehr weit durchgedrückt werden, aber das Auto bremste einfach nicht.

Mit 90 km/h in stehende Autos zu krachen, bedeutet oft das Ende des Lebens, nicht nur meines, sondern auch das der Menschen, die ich mit meinem Auto treffen würde.

In diesem Moment schaltete ich den Gang herunter und zog gleichzeitig die Handbremse an, um die Geschwindigkeit des Autos so weit wie möglich zu verringern. Gleichzeitig schaute ich mich im Wald auf der rechten Seite um und überlegte, wo ich mein Auto hinfahren könnte, um meine Geschwindigkeit weiter zu verringern und keine anderen Autos oder Personen zu treffen.

Das Ganze passierte in Millisekunden, aber es kam mir vor wie Minuten.

Am Ende konnte ich mein Auto mit viel Glück nach rechts lenken und zum Stehen bringen, ohne andere Autos oder Personen zu treffen.

Ich bin immer noch bis jetzt ziemlich fix und fertig. Das war echt verdammt knapp und nicht nur gefährlich, sondern tatsächlich und ernsthaft lebensgefährlich.

Ich habe noch nie erlebt, dass die Bremsen eines Autos während der Fahrt versagt haben, und so etwas sieht man eigentlich nur in Horrorfilmen.

Und bei mir gestern im Auto lief ein Horrorfilm.

Aber diese Erfahrung hat mir wieder einmal vor Augen geführt, wie schnell alles passieren und vorbei sein kann, und gab mir erneut Anlass, darüber nachzudenken, was mir wirklich wichtig und relevant im Leben ist, und was eben nicht.

Am Ende ist doch sehr wenig wirklich relevant und wichtig.

Nur manchmal müssen die Bremsen während der Fahrt versagen, damit wir uns dessen wieder bewusst werden. Hoffentlich passiert aber so etwas nie wieder, und auch bei anderen Menschen nicht.

Dennoch könnte es jedem von uns eines Tages passieren. Wir sollten daher nicht übermäßig viel Zeit mit Dingen verbringen, die für uns nicht wirklich relevant oder von entscheidender Bedeutung sind.

Das Leben ist zu kurz und zu kostbar, um es zu verschwenden.

Was ist der erste Schritt?

Diese Frage ist eine der schwierigsten Fragen aller Zeiten, auch wenn sie auf den ersten Blick harmlos erscheint.

Viele Leute möchten ein bestimmtes Ziel erreichen und wissen vielleicht ganz genau, wie das Ergebnis aussehen soll.

Was der erste Schritt jedoch sein soll, um dem Ziel näher zu kommen, ist oft gar nicht so klar, denn es gibt immer Alternativen und Gründe, noch ein wenig darüber nachzudenken, welcher Schritt der erste sein soll.

Das erste Problem beim ersten Schritt ist die Tendenz zur Verzögerung. Das zweite Problem beim ersten Schritt ist Unklarheit darüber, was dieser Schritt beinhalten soll. Und das dritte Problem beim ersten Schritt ist zu denken, dass dieser Schritt nicht sofort gemacht werden kann.

Die meisten Menschen haben keine Schwierigkeiten, das erste und das zweite Problem zu akzeptieren. Es ist das dritte Problem, mit dem die meisten Menschen Schwierigkeiten haben.

Was oft übersehen wird, ist die Tatsache, dass es immer etwas gibt, das man sofort und ohne Verzögerung machen kann als erster Schritt. Immer und ohne Ausnahme. Hier und jetzt.

Ein möglicher erster Schritt wäre, eine Liste mit Notizen zu erstellen, die du später lesen kannst, damit du nicht vergisst, einen Termin telefonisch zu bestätigen, oder vielleicht einfach deinen Wecker zu stellen, damit du nicht verschläfst.

Der erste Schritt muss nicht weltbewegend oder dringend sein; der erste Schritt ist immer der, den du heute, jetzt, sofort umsetzen kannst.

Übrigens, ja, es gibt immer diesen ersten Schritt, den man augenblicklich machen kann, aber manchmal bleibt er uns aufgrund unserer bisherigen Gewohnheiten verborgen und deshalb übersehen wir ihn.

Wenn wir heute nicht den ersten Schritt machen können, dann haben wir nicht ausreichend darüber nachgedacht, wie wir unsere Ziele erreichen können.

In diesem Fall wäre ein möglicher nächster Schritt, über diesen letzten Satz nachzudenken.

Montagsfrage 162

Jeden Montag gibt es eine neue Frage, um die grauen Zellen zwischen den Ohren in Schwung zu bringen und die Woche mit einem aktiven Geist zu beginnen.

Die heutige Montagsfrage lautet:

Bist du bereit, heute den ersten Schritt deines geplanten Vorhabens zu machen?

Wenn ja: Hast du bereits etwas Konkretes vorgenommen? Später kommt bekanntlich nie.

Wenn nein: Unternehme jetzt etwas, auch wenn es nur eine Kleinigkeit ist, oder wenn es lediglich beinhaltet, etwas aufzuschreiben.

Wenn du kein Vorhaben hast: Nimm einen Moment und frage dich, warum. Ohne selbst etwas zu planen, bekommt man immer nur das, was geliefert wird. Das nennt sich Fremdbestimmung.

Wir können nur heute handeln, denn gestern ist bereits vorbei und morgen kommt bekanntlich nie.

Unsicher und trotzdem bereit

Ob wir bereit sind, etwas vorzunehmen oder zu unternehmen, liegt meistens an einer geistigen Einstellung und hat etwas mit unserem Glauben an das Erreichen des Ergebnisses zu tun.

Wie ein altes Sprichwort sagt: „Ob du bereit bist oder nicht, in beiden Fällen hast du recht.“

Ganz sicher sind wir bei unseren Unternehmungen fast nie, denn es gibt immer etwas, was dazwischenkommen oder unerwartet vorkommen kann.

Unsicherheit ist aber ein Bestandteil unseres Lebens und wird uns immer begleiten.

Es ist diese Unsicherheit, die uns vor Gefahren oder Misserfolgen warnt.

Es lohnt sich daher, diese Unsicherheit als das anzunehmen, was sie ist – einen Sicherheitshinweis.

Und Sicherheitshinweise gibt es überall, und das ist auch gut so.

Wir können und müssen aber oft trotzdem bereit sein, diese Unsicherheiten abzuwägen und sie entsprechend zu berücksichtigen, bevor wir etwas unternehmen.

Wir können trotzdem bereit sein, und gleichzeitig unsicher sein.

Es ist nicht nur klug, sondern auch weise, unsicher zu sein und dennoch bereit zu sein.

Drei zu eins in kleinen Schritten

Nicht alle Schritte, die wir unternehmen, um vorwärtszukommen oder um ein Ziel zu erreichen, bringen uns im ersten Augenblick vorwärts.

Es ist aber oft dieser erste Augenblick, der täuscht.

Oft ist es ein Drei-zu-eins-Vorwärtskommen.

Je drei Schritte vorwärts, gibt es oft den einen Schritt, der uns anscheinend weder vorwärtsbringt, noch zweckdienlich erscheint.

Es sind aber diese Schritte, die uns sowohl Orientierung für unsere Ziele liefern, als auch ein gewisses Feedback darüber geben, ob die angewandte Methode doch anpassungsbedürftig ist.

Ohne diese Rückwärtsschritte oder scheinbar nutzlosen Schritte kann es keine Fortschritte geben.

Es ist nicht nur die Erfahrung, die wir daraus gewinnen, sondern auch ein unschätzbares Feedback für unseren zukünftigen Fortschritt.

Seien wir also dankbar für dieses Verhältnis von drei zu eins bei kleinen Schritten, auch wenn sie im ersten Augenblick unbedeutsam und vielleicht ein wenig irritierend sein können.

Sie sind da, um uns zu helfen, wir müssen sie nur betrachten als das, was sie tatsächlich sind — wertvoll und ein natürlicher Bestandteil von kleinen Schritten.