Viel Information und wenig Nutzen

Der Begriff „Informationsüberflutung“ hat in den vergangenen Monaten zunehmend an Bedeutung gewonnen und steht immer mehr im Fokus der Aufmerksamkeit.

Das sind Phasen, die immer wieder kommen und gehen. 

Einerseits wollen die Menschen so viel Information wie möglich haben, anderseits soll diese Information sofort verfügbar und verständlich sein.

Die Zeiten, in denen man ewig im Internet nach Antworten suchen und diese überprüfen musste, sind längst vorbei. Diese Suchvorgänge werden zunehmend durch KI ersetzt werden, und diese Entwicklung ist vollkommen nachvollziehbar.

Denn die KI filtert Ergebnisse und das ist genau das, was die Menschen heutzutage möchten.

Falls lange oder detaillierte Erklärungen erwünscht werden, dann können diese weiterhin im Netz gefunden werden. 

Um mit dieser Entwicklung Schritt zu halten, muss man diesen Unterschied zwischen sofort lieferbaren Ergebnissen (z. B. durch KI) und detaillierten Ergebnissen, die besser online zu finden sind, verstehen.

Werbung und unnötige oder überflüssige Inhalte sind den meisten Menschen unerwünscht (außer sie sind in der Werbeindustrie beschäftigt). 

Wer sich anpasst, kann eher einen Nutzen für andere Menschen liefern. 

Die zwei Stufen des Lernens

Die erste Stufe ist das Kennenlernen.

In dieser Stufe wird man mit den jeweiligen Sachverhalten erstmalig in Berührung kommen und es werden Grundkenntnisse und vielleicht sogar ein wenig Verständnis erworben.

Die zweite Stufe ist die Vertiefung.

In dieser Stufe wird ein bestimmtes Thema vertieft und detaillierter untersucht.

Es gibt keine feste Grenze zwischen der ersten und der zweiten Stufe, aber grundsätzlich kann man sagen, dass man in einer bestimmten Situation entweder in der ersten oder in der zweiten Stufe verbleibt.

Ich würde behaupten, dass es im Allgemeinen besser ist, sich in der ersten Stufe Wissen über ein breites Spektrum an Themen und Sachverhalten anzueignen, als sich in der zweiten Stufe nur auf wenige Themen zu konzentrieren.

Wir leben in einer vielfältigen und vernetzten Welt. Je breiter unser Wissen zu verschiedenen Themen ist, desto effektiver können wir unser fundiertes Wissen in bestimmten Bereichen anwenden.

Montagsfrage 144

Jeden Montag gibt es eine neue Frage, um die grauen Zellen zwischen den Ohren in Schwung zu bringen und die Woche mit einem aktiven Geist zu beginnen.

Die heutige Montagsfrage lautet:

Welche Träume hast du in deinem Leben bereits aufgegeben und warum?

Ich behaupte, wer noch keine Träume aufgegeben hat, hat wahrscheinlich von vornherein nicht genügend Träume gehabt, denn man kann nichts aufgeben, was man vorher nicht hatte.

Es lohnt sich, einen Moment darüber nachzudenken.

Zwischenberichte liefern

Eine der wichtigsten Lektionen, die ich aus meiner 30-jährigen Karriere als Coach und Berater gelernt habe, ist, wie wichtig es ist, Zwischenberichte zu liefern.

Auch wenn der Zwischenbericht mehr Fragen aufwirft als beantwortet, ist ein solcher Bericht psychologisch beruhigend, denn er sorgt für Klarheit und verhindert Spekulationen.

Ein Zwischenbericht kann auch dazu verwendet werden, die Erwartungen hinsichtlich der bevorstehenden Ergebnisse zu steuern.

Allein die Tatsache, dass ein Zwischenbericht überhaupt vorgelegt wird, zeigt, dass die Angelegenheit ernst genommen wird, und das allein ist oft schon die halbe Miete.

Eben darum werden viele Coaches und Berater überhaupt erst beauftragt.

Unerklärliches erklären

Wenn etwas nicht zu erklären ist, dann sagen wir meistens, dass es unerklärlich ist.

Dies ist natürlich eine sehr vereinfachte Darstellung und dürfte ziemlich klar und offensichtlich sein.

Interessant sind die Antworten, wenn man fragt, warum genau etwas unerklärlich ist.

Einfach zu sagen, dass etwas unerklärlich ist, weil man es nicht erklären kann, ist zwar nicht ganz falsch, aber sehr oberflächlich gestaltet und wenig hilfreich.

Die Frage ist immer, warum etwas bisher nicht geklärt wurde oder geklärt werden kann.

Etwas Unerklärliches lässt sich immer besser verstehen, wenn die Stolpersteine, die wir nicht verstehen, definiert und bekannt gemacht werden.

Ein einfaches Beispiel:

Gibt es Außerirdische auf der Erde?

(Okay, ich gebe zu, das war doch ein schlechtes Beispiel, denn Außerirdische gibt es tatsächlich auf der Erde und sie nennen sich meist Politiker, aber das wissen wir alle bereits.) 😉

Aber im Ernst, die Antwort auf diese Frage lautet:

Das wissen wir nicht zu 100 %.

Wir können diese Frage auch nicht zu 5 % mit Sicherheit beantworten.

Die Frage ist unerklärlich.

Und genau dort reicht die Antwort, ohne die Stolpersteine zu erklären, nicht aus.

Die Stolpersteine für diese Frage sind:

Denn trotz unserer Beobachtungen im Weltraum und unserer geografischen Untersuchungen auf der ganzen Erde wurden bisher keine Hinweise auf außerirdisches Leben entdeckt.

Das heißt, unsere Beobachtungen und Untersuchungen können uns bisher keinen Hinweis darauf geben, dass es Außerirdische gibt (außer die Politiker natürlich — ja, ich kann es weiterhin leider nicht ganz lassen).

Aber, genau DAS ist die Erklärung für etwas Unerklärliches.

Zu erklären, warum genau etwas bisher nicht erklärt wurde, ist der Schlüssel, um Unerklärliches zu erklären.

Übrigens: Etwas zu erklären bedeutet schon lange nicht, eine Antwort darauf zu geben oder eine Antwort zu haben, es geht nur darum, Unerklärliches besser zu erklären.