Schnelle Entspannung vom Stress am Schreibtisch

Jeder, der viel am Schreibtisch arbeitet, kennt das gelegentliche Bedürfnis nach Entspannung, und manchmal kann eine schnelle Erholung gar nicht schnell genug kommen. Leider ist es nicht immer möglich, eine Pause zu machen, wenn man sie braucht.

Eine bewährte Methode, um schnell zumindest ein wenig Entspannung zu erfahren, ist es, die Gegenstände auf dem Schreibtisch zu bewegen.

Es muss nicht plötzlich Ordnung geschaffen werden, wenn auf dem Schreibtisch bereits ein Durcheinander herrscht. Aber in diesem Fall sollte man das Durcheinander neu ordnen oder einfach den Papierstapel von einer Seite des Schreibtisches nehmen und auf die andere Seite des Schreibtisches verschieben.

Die Kraft eines Perspektivwechsels und die daraus oft resultierende Entspannung sollten nicht unterschätzt werden.

Wenn du das nächste Mal gestresst an deinem Schreibtisch sitzt und keine Pause machen kannst, was hält dich davon ab, diese Idee einmal auszuprobieren?

Die gute Rede nach der normalen Rede

Als ehemaliger Vortragsredner werde ich bis heute gelegentlich von Verbänden und Unternehmen gefragt, ob ich einen Vortrag zu einem bestimmten Thema halten kann. Die meisten Anfragen müssen jedoch aus zeitlichen Gründen freundlich abgelehnt werden.

Vergangene Woche habe ich es jedoch geschafft, die Zeit zu finden, um einen Vortrag in einem Unternehmen zu halten. Ich kenne das Thema im Detail, aber nicht das Unternehmen selbst, denn die Bitte um einen Vortrag kam durch die Empfehlung eines anderen Unternehmens, mit dem ich bereits zu tun hatte.

Mein Vortrag wurde dann vor dem versammelten Publikum dieses Unternehmens gehalten.

Das Ergebnis?

Ich war schlecht.

Nein, nicht nur schlecht, ich war grottenschlecht (um mich fachlich auszudrücken).

Was war passiert?

Obwohl einige Fachleute anwesend waren, haben die meisten Menschen meine Fachbegriffe und Erklärungen entweder nicht verstanden, oder ich habe nur Unsinn gelabert und war allgemein nicht zu verstehen. Das konnte ich leicht an den Reaktionen des Publikums erkennen und das hat mich beschäftigt.

Dieses Problem ist jedoch allgemein bekannt und liegt oft daran, dass keine geeignete und vor allem angemessene Verbindung zum Publikum hergestellt wurde. Wenn ein Redner dies jedoch rechtzeitig erkennt, besteht die Möglichkeit, etwas zu ändern.

In diesem Fall bestand die Rettung darin, dem Publikum Fragen zu stellen. Dies ist eine alte Technik, um eine Verbindung zum Publikum aufzubauen, aber dieses Mal ging es hauptsächlich darum, das Publikum zuerst zu verstehen, damit eine angemessene Bindung aufgebaut werden konnte.

Offensichtlich war es mir gelungen, diese Beziehung aufzubauen, und ich hielt tatsächlich meinen gesamten Vortrag noch einmal. Dieses Mal war der Vortrag etwas verkürzt, aber alle wesentlichen Elemente der Präsentation wurden beibehalten und nichts wurde ausgelassen.

Ich habe dieselbe Rede zweimal gehalten, nur ein paar Dinge wurden beim zweiten Mal geändert.

Zunächst einmal habe ich mein Vokabular angepasst und trotz der Anwesenheit von Experten weniger Fachbegriffe verwendet. Außerdem sprach ich generell etwas leiser und verließ gleichzeitig die Bühne und stellte mich mitten ins Publikum, indem ich zwischen den Zuhörern hin und her ging.

Das war der Schlüssel zum Zugang und zur Akzeptanz durch das Publikum in diesem Fall. Die Akzeptanz hat die Bereitschaft zum Zuhören deutlich erhöht. Ich wurde verstanden.

Beide Vorträge zusammen dauerten 25 Minuten länger als geplant, was aber offensichtlich niemanden störte, da bereits am selben Abend einen Antrag auf einen weiteren Vortrag gestellt wurde.

Es war die gute Rede, nach der normalen Rede, die Wirkung zeigte.

Aufgaben und Projekte

Es gibt zahlreiche und unterschiedliche Möglichkeiten, Ziele zu erreichen. Eine ganze Industrie beschäftigt sich sogar damit, denn der Bedarf an Lösungen ist hoch.

Was sich für mich als hilfreich erwies, war die Unterscheidung zwischen Aufgaben und Projekten.

Eine Aufgabe kann nur einen einzigen Schritt erfordern, um erledigt zu werden. Erfordert die Aufgabe mehrere Schritte, dann sind die Aufgaben ein Projekt.

Projekte enthalten mehrere Schritte und werden nacheinander mit Aufgaben abgearbeitet.

Letztlich zielen die meisten Aufgabenverwaltungssysteme darauf ab, Aufgaben zu definieren, auszuwählen und schrittweise zu erledigen.

Projekte werden bei mir als einfache Text-Notizen gespeichert. In einer solchen Notiz werden die einzelnen Schritte für die Erledigung des jeweiligen Projekts niedergeschrieben. Anschließend wird bewertet, ob die Zeit reif ist, eine Aufgabe aus einem der Projekt-Schritte zu machen. Wenn die Aufgabe erledigt wird, dann gibt es einen Vermerk in der jeweiligen Projekt-Notiz. Somit bleibt der Überblick und Nachvollziehbarkeit der einzelnen Schritte immer erhalten.

Jede Woche werden die aktuellen Projekte besichtigt und die jeweiligen Aufgaben in vorgesehenen Zeitfenstern eingetragen. Flexibilität ist unerlässlich, denn viele Aufgaben werden nicht so wie vorgesehen erledigt werden können und müssen aufgeschoben oder komplett geändert werden.

Aber sämtliche Aufgaben und Projekte werden mit diesem System immer im Blick gehalten und werden wesentlich schneller abgehackt, als viele Systeme, die ich schon ausprobiert habe. Und das waren schon sehr, sehr viele Systeme.

Vielleicht hilft dir die Unterscheidung zwischen Aufgaben und Projekten, so wie sie mir geholfen hat.

Bewerbungsnachfragen per E-Mail

Initiativbewerbungen per E-Mail sind auf dem Vormarsch und werden zunehmend genutzt, um sich bei Unternehmen um eine Stelle zu bewerben. Ich selbst erhalte durchschnittlich vier bis sechs Initiativbewerbungen jedes Jahr und manche sind gar nicht schlecht.

Ein wesentlicher Aspekt wird jedoch bei allen Initiativbewerbungen immer wieder vergessen:

Die Nachfrage.

Um ehrlich zu sein, haben Unternehmen in der Regel andere Dinge zu tun, als ihre ganze Aufmerksamkeit auf eine E-Mail zu richten. Das bedeutet, dass eine Initiativbewerbung leicht in Vergessenheit geraten kann, auch wenn das Unternehmen interessiert ist.

Das ist schade, sowohl für den Bewerber als auch für das Unternehmen, denn wenn das Unternehmen interessiert war, ist es ein doppelter Verlust.

Ich kann es nur wiederholen: Frag nach!

Und wenn du schon fragst, dann nicht so etwas wie „Haben Sie meine E-Mail bereits gelesen?“. Solche Anfragen landen oft im Papierkorb.

Wesentlich besser und effektiver wäre „Ich weiß, dass es im Alltag sehr stressig sein kann und manchmal etwas übersehen werden kann. Deshalb wollte ich freundlicherweise nachfragen, ob Sie bereits die Möglichkeit hatten, meine Bewerbung vom (und schreib das Datum, damit das Unternehmen die Bewerbung leichter finden kann!) anzuschauen. Bitte teilen Sie mir auch mit, wenn Sie im Moment keinen Bedarf haben.“

Die Möglichkeit, dass du hierauf eine Antwort bekommst, ist nun wesentlich höher geworden.

Die Fehler von Initiativbewerbungen per E-Mail:

  1. Nicht nachzufragen.
  2. Blöd nachzufragen. (Bitte den Ausdruck verzeihen, aber er passt hier.)

Die Vorgehensweise für Initiativbewerbungen per E-Mail:

  1. Bitte freundlich um eine Antwort nach einer Wartezeit von mindestens ein paar Tagen, je nach Unternehmen und seinen Praktiken, frei nach dem obigen Beispiel geschrieben.
  2. Nicht mehr als dreimal nachfragen. In diesem Fall ist keine Antwort auch eine Antwort.

Wenn du dir die Mühe machst, eine Bewerbung abzuschicken, dann mach dir die Mühe, herauszufinden, was aus ihr geworden ist. Warte nicht darauf, dass sich ein Unternehmen bei dir meldet. Ich kann nur BDA empfehlen.

Was bedeutet BDA wirklich?

Dieser Begriff ist natürlich ein Akronym, aber vielleicht nicht das, was viele Leute denken. Auf der Suche nach Bedeutungen ist Wikipedia sehr hilfreich:

BDA steht für:

Leider enthält diese Liste nicht die Bedeutung, nach der wir suchen, denn es gibt wirklich nur eine Bedeutung für BDA, wenn es um die Lösung von Alltagsproblemen geht:

Beweg Deinen Arsch.

Wenn dieser Ausdruck ein wenig radikal klingt, dann kann man ein bestimmtes Wort durch Gesäß oder Hinterteil und für die Mediziner unter uns, durch den Fachausdruck Musculus gluteus maximus ersetzen, Hauptsache, die Botschaft wird verstanden. Mir gefällt jedoch die erste Variante am besten.

Übrigens, BDA ist kein Ziel, sondern eine Entscheidung etwas zu tun oder zu unterlassen. Es muss nicht viel sein, aber ein kleiner, winziger Schritt zu unternehmen ist immer besser als große Pläne zu schmieden, die niemals umgesetzt werden.

Du weißt jetzt was zu tun ist. BDA.